Bundesliga 2000/2001, Samstag, 23.09.00 um 15:30 Uhr in Wolfsburg  bei sonnigem Wetter und ca. 20 Grad  C 

Vfl Wolfsburg - Hamburger SV 4:4 (2:1)

Hmm, soll ich jetzt wieder das Ende vorwegnehmen ? Eigentlich liegt es einem ja wieder auf der Zunge, denn es war ja wieder einmalig denkwürdig.

Vor dem Spiel hatte ich ein eher schlechtes Gefühl. Die letzten Ergebnisse des HSV waren irgendwo zwischen ärgerlich und dumm. Und nun zu unserem einzig verbliebenen Angstgegner. Noch nie konnte der HSV ein Spiel gegen Wolfsburg gewinnen.

Dann fing das Spiel eigentlich aus HSV-Sicht ganz gut an. Innerhalb der ersten 10 Minuten hatten wir schon zwei glasklare Torchancen, die eigentlich beide hätten verwandelt werden müssen. Eine richtig „fette“ Chance hatte Präger, der nach einem schönen Zuspiel den Ball im Strafraum gerade noch vor seinem Gegenspieler bekommen konnte. Dann stand Roy aber eigentlich sehr frei vor dem Tor; doch sein Schuss war dann viel zu schwach. Eine weitere Superchance hatte Sergej Barbarez nach einer Flanke von der rechten Seite. Barbarez kam in ca. 5 m Torentfernung zun Kopfball und hätte das Ding eigentlich auch versenken müssen. Aber genau wie Prägers Kopfstoss kam auch diesmal der Ball viel zu schwach und unplaziert auf´s Tor.

Naja, und dann kam es natürlich wie es kommen mußte. Die VW-Städter laufen nach vorne und machen ein Tor. Aus meiner Sicht (allerdings aus über 100 m Entfernung) ein dicker Torwartfehler. Ein Wolfsburger schoß scharf auf´s Tor. Butt konnte diesen scharfen Schuss nicht festhalten. Aber NIEMALS darf man den Ball dann nach vorne abwehren. So konnte Jürgen Rische Danke sagen und wir lagen zurück.

Schwupsdiwups fiel dann natürlich auch schon nach ca. 15 Minuten gleich das 0:2 hinterher. In meiner Matschbirne fällt mir aber leider überhaupt nicht mehr ein wie das Tor entstanden ist. Ich weiß nur, daß es letztendlich Jonathan Akpoborie war, der den Ball rechts vom Tor stehend, an Butt vorbei einschob.

Nun bahnte sich natürlich das Debakel an. Bei dem Tor dachte ich zuerst, daß Akpoborie damit ja nun wenigstens sein „schon traditionelles“ gegen den HSV gemacht hat und dann überlegt ich, ob ich heute eigentlich mal früher gehen würde, wenn wir richtig verhauen werden.

Aber der HSV ließ sich durch diesen Treffer nicht entmutigen und spielte weiter mit. Man hatte auch weiter Torchancen, doch leider spielte man dabei vor dem Tor zu oft Klein-Klein und vertendelte die Chancen dabei selbst. Dabei fällt mir in einer Szene besonders Präger ein, der sich nur noch hätte umzudrehen brauchen und dann völlig frei vor dem Tor gestanden hätte. Aber leider legte er den Ball lieber mit der Hacke auf Kovac weiter, der den Ball nicht bekam.

Und nun passierte etwas, was ich irgendwie so gar nicht abkann. Ich persönlich sabbel auswärts ja nicht die Fans des Gegners voll damit, wie großartig der HSV doch sei. Rechts neben mir saßen nun aber ne Menge Wolfsburger. Eigentlich saßen wir ohnehin mitten unter Wolfsburgern, was mich wundert, da ich die Karten ja beim HSV Supporters Club erworben habe. Aber lediglich links saßen neben mir und meinem Kumpel noch zwei HSVer. Ansonsten hauptsächlich Wolfsburger und noch verstreut einige Hamburger. Was ich aber sagen wollte. Mein direkter Nachbar hatte keinen Schal um, weshalb ich ihn schon vor dem Spiel mal vorsichtig fragte, ob er Wolfsburger sei. Er sagte nur, daß er aus der Nähe von WOB komme (toll...., als ob mich das interessiert hätte) und daß er nur schönen Fußball sehen wollte. Der bessere möge gewinnen bla bla bla....

Naja, nachdem es nun 0:2 stand, war es spätestens klar, daß er doch für Wolfsburg war. Wobei ich dann aber die Krätze kriegen kann ist, wenn man mich dann immer vollsabbelt. Und dieser Sudel-Ede ging mir von nun an mächtig auf die Eierstöcke. Bei jeder Ballberührung von Barbarez meinte er mir mitteilen zu müssen, daß der ja ganz schlecht sei und er doch lieber wieder zurückgehen solle. Wenn der HSV versuchte zu spielen ( es aber trotzdem nichts wurde) durfte ich mir regelmäßig anhören, daß es der HSV so ja zu nichts bringen könne. Man könne hier doch nicht schön spielen wollen. Da müsse schon mehr kommen. Trotzdem entfleuchte ihm mal irgendwann in Halbzeit 1 die Einsicht, daß der HSV das Spiel mache, aber Wolfsburg führe. Während seines unseeligen Gesabbels sandte ich jedenfalls so einige Stoßgebete gen Himmel, daß barbarez doch heute noch ein Tor machen möge. Mann, was hätte ich den dann vollgejubelt und dezent drauf hingewiesen, daß Sergej doch wohl so schlecht nicht sein könne.

Ich muß dann aber doch schon mal vorwegnehmen, daß Sergej mir leider nicht den Gefallen tat, mir die Chance zu geben, Sudel-Ede das Maul zu stopfen. Ich muß übrigens auch noch erwähnen, daß ich diesen Spielbericht wieder auf der Rücktour im Auto am Laptop schreibe. Mein Freund Stefan fährt dankenswerterweise (mit meinem Auto), sodaß ich die Zeit sinnvoll nutzen kann. Und das obwohl er bestimmt hundemüde ist, da er noch die halbe Nacht durch gearbeitet hat und gar nicht in seinem Bett war. Ich weiß ja, daß Du es nicht lesen wirst, Stefan, aber trotzdem an dieser Stelle mal: DANKE, Stefan, Du bist ein echter Freund !!! (und das natürlich nicht nur wegen des Fahrens).

Wieder zum Eigentlichen: Der HSV schaffte es aber immerhin nach den Fehlern der letzten Wochen, selbst einmal in einem strategisch wichtigen Moment ein Tor zu machen. In der letzten Minute der ersten Halbzeit konnte Mehdi Mahdavikia nämlich ein schönes Zuspiel nutzen und schob den Ball von rechts in´s linke lange Eck ein. Puh, das machte mir wirklich Mut. 

Und ich weiß nicht warum, aber nach diesem Tor, sah ich das Spiel in der Halbzeit doch schon viel positver. Irgendwie glaubte ich jetzt fest an den Sieg. Die 2. Halbzeit begann auch sehr positiv, weil der HSV schon von Beginn an gleich wieder druckvoll nach vorne spielte. Das wurde bereits nach 5 Minuten belohnt. Milan Fukal erzielte mit seinem ersten Tor für den HSV das 2:2. Irgendwie war es aber schon kurios. Es war eine Ecke oder Einwurf von der rechten Seite. Jedenfalls kam der Ball in den Strafraum geflogen und es gab im 5m-Raum ein Gewühl. Da wir nun weiter hinter dem anderen Tor saßen, konnte man davon fast gar nichts erkennen. Jedenfalls drehte Fukal plötzlich jubelnd ab und dann sagten wir uns „ Da müssen wir wohl ein Törchen geschossen haben“.

Geil! Aus einem 0:2 ein 2:2 gemacht und das auch noch auswärts. Ich war frohen Mutes, da der HSV so und so ganz gut spielte und es fiel dann sogar noch das 3:2 für uns. Rodolfo Cardoso schoß es mit einem wunderschönen Tor aus vielleicht 20 m Entfernung. Der Ball kam hoch zu ihm. Er nahm ihn mit der Brust an und drosch den Ball dann volley ins Tor. Zumindest aus der Entfernung war es ein Traumtor.

Nun machte der HSV allerdings einen brutalen Fehler. Anstatt weiter geordnet nach vorne zu spielen, zogen wir uns zurück. Man versammelte sich praktisch im eigenen Strafraum. Aber wir wissen doch alle, daß der HSV das nicht kann und nun war auch noch viel zu lange zu spielen als das man überhaupt schon daran denken durfte. Wenn ich es schon so schreibe, ist ja klar, daß es wieder so kam, wie es nun einmal kommen mußte. Der HSV kassierte den Ausgleich. Wieder war es Jonathan Akpoborie, der uns nun leider schon den zweiten Treffer einschenkte heute. 

Da nun der Ausgleich gefallen war, agierte der HSV wieder offensiver und das steht uns nun einmal viel besser zu Gesicht. Natürlich hat man beim 3:3 dann auch wieder etwas Schiss, aber der HSV sollte mich tatsächlich noch einmal erlösen. Der heute bärenstarke Mahdavkia lief (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) rechts, zog zur Mitte und spielte dann Präger an. Roy machte diesen Ball ohne lange zu fackeln einfach rein.

Unglaublich geil ! 4:3 für den HSV nach 82 Minuten. Natürlich denkt man da als momentan etwas vom Schicksal gebeutelter HSV-Fan sofort an die letzten Spiele, in denen wir jeweils in den letzten Minuten noch das entscheidende Gegentor bekamen. Ich sagte aber zu Stefan, daß das ja diesmal schon rein statistisch nicht mehr möglich sei.

Ich kann nur sagen: Einen SCHEISSDRECK auf Stochastik (so heißt die Statistik-Lehre glaube ich in der Mathematik). Der HSV war wieder genauso doof wie schon nach der 3:2-Führung. Man stellte sich wieder hinten rein und wurde für diese Dämlichkeit auch wieder prompt abgestraft. 4:4 nach Kopfball von – na, ratet mal – richtig – Jonathan Akpoborie. Ich hasse es. Das darf doch nicht wahr sein. All diese kleinen, mistigen Wolfsburger, die wild um einen herumhüpfen, während man selbst mal wieder nicht glauben mag, wie es das Schicksal derzeit mit einem meint. Trauer, Wut, ich kann gar nicht sagen, was überwiegt. Naja, zuerst die Trauer. 

Jetzt mit dem Abstand von mittlerweile 2 Stunden bin ich immernoch sehr betrübt und fassungslos. Es ist aber auch nicht zu glauben, wie man sich nach dem jeweiligen Führungstor zweimal soo defensiv hinten reinstellen kann. Es ist ja verständlich, daß man dann nicht mehr volle Kanne nach vorne spielt, aber man muß ja auch nicht gleich eine Vollversammlung im eigenen Strafraum starten. Wir wurden für unsere Dummheit bestraft und ich mußte mir am Ende wieder das kleine Wichtelmännchen neben mir jubelnd ansehen. Wenigstens hatte er ja (zwangsweise) in der zweiten Halbzeit weitestgehend seine blöde Fresse gehalten.

Ich weiß auch nicht mehr, was man dazu noch sagen soll. Nun haben wir zum vierten mal hintereinander in den letzten 5 Minuten ein entscheidendes Gegentor gekriegt. Natürlich ist es bewundernswert, wie der HSV sich nach dem 2:0 nicht beirren lassen hat und sein Spiel weiter durchgezogen hat. Aber man kann doch dann durch eine Führung nicht immer so vom eigenen Weg abkommen. Man mag sich ja als HSV-Fan schon bald gar nicht mehr über eine Führung freuen, da uns der Nackenschlag kurz vor Schluß ja momentan gewiß ist.

Eigentlich war das Spiel des HSV meiner Ansicht nach sehr gut, aber man darf sich einfach nicht immer wieder so dämlich anstellen in den letzten Minuten eines Spiels. In der Bundesliga haben wir so nun gegen Dortmund mindestens 1 Punkt verschenkt und gegen Wolfsburg deren 2. In der Cl hätten wir mit einem Sieg gegen Juve und einem Unentschieden in La Coruna auf dem 1. Platz unserer Gruppe gestanden... Und nun ? In der Bundesliga mit 8 Punkten zwischen gut und böse und in der CL eher schlecht als recht. 

Wieder müssen wir uns sagen, daß die nächste Woche richtungsweisend ist. Diesmal sage ich allerdings nicht, daß mir die CL völlig egal sei, wenn wir denn dafür das BL-Spiel gewinnen. Diese „Taktik“ hat ja diese Woche auch nicht geholfen. Gegen Athen müssen wir gewinnen und ebenso sieht es in der Bundesliga gegen Schalke aus. Gegen beide Mannschaften reicht 1 Punkt absolut nicht aus und beide Spiele werden gleichermaßen schwer. Trotzdem habe ich nach der heutigen spielerischen Vorstellung durchaus Hoffnung. 

Nur frage ich mich etwas besorgt, wie oft es der HSV wohl schafft, immer wieder aufzustehen ..... ?

Ein Satz muß ich noch zu „uns“ Fans loswerden. Die Stimmung in WOB heute war von HSV-seiten eher ganz mau. Richtig angekotzt hat mich aber, daß da irgendwelche Schwachmaten nach dem Spiel ein großes Transparent hochhielten, auf dem zu lesen war „Wollt Ihr uns verarschen ?“. Wenngleich es schon navhvollziehbar ist, daß nicht alle Fans nach so einem Spiel wie ich eher traurig nach innen gekehrt sind sondern sauer, so wurde dieses Plakat ja nicht erst in der letzten Spielminute gemalt !!!!!! Das hatten die ja von Anfang an dabei. Und bei einem 4:3 hätten Sie es jawohl kaum hochgehalten. Sowas finde ich ganz schwach und richtig „arm“,  denn da haben diese Idioten den Mißerfolg dann ja gleich eingeplant. Wahrscheinlich hätten sie sich über einen HSV-Sieg gar nicht freuen können, weil sie dann ihr medienwirksames Transparent nicht hätten wedeln können. Merkt man eigentlich, wie ich mich über solche Arschlöcher aufrege ?

Meine Spielerbewertung:

Butt: wenn meine Erinnerung mich nicht täuscht, hat er heute keinen schweren Ball gehalten. An den letzten beiden Toren war er nicht schuld, aber beim ersten hat er ganz dick mitgemischt: Note 4

Hertzsch: Ich habe bei allen Abwehrspielern heute das Problem, daß ich sie gar nicht so richtig beurteilen kann. Immer wenn ich drauf geachtet habe, fand ich sie eigentlich ganz gut. Vor allem auch im Kampf Mann gegen Mann. Aber natürlich sprechen 4 Gegentore auch deutliche Worte. Wahrscheinlich müßte man sich alle 4 Gegentore genau ansehen und könnte dann mehr sagen. Ingo gefiel mir jedenfalls sonst ganz gut: Note 3

Hoogma: s.o. Aber er ging oft souverän dazwischen und leitete auch Angriffe ein: Note 2

Fukal: Sehr gut für ihn und sein Selbstvertrauen, daß er heute bereites sein 1. Tor für den HSV machen konnte.  Wirkt aber noch manchmal etwas unsicher: Note 3

Kovac: Nicht sehr auffällig. Hatte aber viele Ballkontakte:Note 3

Töfting: gefiel mir eigentlich recht gut. Sowohl im Vorwärts als auch im Rückwärtsgang:Note 3

Hollerbach: auch heute kann ich wieder absolut nichts negatives über ihn sagen. Er hatte allerdings Glück, daß er erst so spät die gelbe Karte bekam. Ansonsten wäre er früh gelb-rot-gefährdet gewesen.

Cardoso: Hatte nicht sooo viele Ballkontakte und konnte kaum entscheidene Pässe spielen. Trotzdem sehr ballsicher und mit einem wunderschönen Tor, das ihm bestimmt Selbstvertrauen gibt.

Mahdavikia: Heute gefiel er auch mir endlich mal ganz außergewöhnlich gut. Fast jede gefährliche Szene lief über ihn und dann auch noch wieder ein Tor selbst gemacht: Note 1

Präger: Lief heute leider trotz des Tores seiner Form und auch zu oft seinem Gegenspieler hinterher. So kann er sich im Kampf gegen Kia nicht den Stammplatz erobern und Ketelaer auch nicht auf Dauer verdrängen: Note 4

Barbarez: blieb heute auch sehr blaß. Ich kann mich gar nicht an eine einzige Torchance von ihm erinnern: Note 4

Schiri: unauffälliger Leiter. Das einzige, was mir auffiel war, daß er wenig gelbe Karten gab und mit der Vorteilsregel auf Kriegsfuß stand. Sonst aber o.k.

Tabelle des Spieltages

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
Sport1 meldet:

Telegramm 
TORE :
1:0 Jürgen Rische (11.)
2:0 Jonathan Akpoborie (17.)
2:1 Mehdi Mahdavikia (44.)
2:2 Milan Fukal (50.)
2:3 Rodolfo E. Cardoso (64.)
3:3 Jonathan Akpoborie (74.)
3:4 Roy Präger (82.)
4:4 Jonathan Akpoborie (90.)

GELBE KARTEN 
VfL Wolfsburg: Frank Greiner (80.)
Hamburger SV: Nico Jan Hoogma (68.), Bernd Hollerbach (73.)

SCHIEDSRICHTER :   Alfons Berg 
ZUSCHAUER :  17.885 
DATUM :  23.09.00   15:30 Uhr 

AUFSTELLUNG 
VfL Wolfsburg: Claus Reitmaier, Frank Greiner, Patrick Weiser, Krzysztof Nowak, Brian O'Neil, Dorinel Munteanu,
Jonathan Akpoborie, Dietmar Kühbauer, Charles Akonnor, Zoltan Sebescen, Jürgen Rische, 

Hamburger SV: Hans-Jörg Butt, Nico Jan Hoogma, Milan Fukal, Niko Kovac, Ingo Hertzsch, Stig Töfting, Roy Präger, Sergej Barbarez, Bernd Hollerbach, Rodolfo E. Cardoso, Mehdi Mahdavikia

WECHSEL 
VfL Wolfsburg: Marcel Maltritz für Dorinel Munteanu (60.), Tomislav Maric für Jürgen Rische (72.), Joshua Kennedy für Krzysztof Nowak (85.)

Hamburger SV: Jan Sandmann für Stig Töfting (67.), Marcel Ketelaer für Rodolfo E. Cardoso (76.), Jochen Kientz für Roy Präger (85.)
 

Tor-Festival im Nordderby

Wenn Wolfsburg gegen Hamburg spielt, scheinen spektakuläre Spiele und viele Tore programmiert zu sein. 4:4 stand es am Ende einer mitreißenden Bundesligapartie. Damit bleiben die Hanseaten weiterhin ohne Sieg gegen die Wolfsburger.
Beide Teams sehr offensiv

Die Partie begann zunächst ausgeglichen, beide Mannschaften mit Drang zum Tor. Die erste Chance für die Gäste. Mahdavikia spielte Präger frei, der zog ab, doch Reitmaier parierte. Dann war Schluss mit dem taktischen Geplänkel und das Tor-Festival ging los. Rische besorgte mit einem Abstauber das 1:0 (11.).

Und die Gastgeber legten nach. Akpoborie traf zum 2:0 (17.). Der HSV aber mit toller Moral. Eine Minute vor der Halbzeit der Anschlusstreffer durch Mehdi Mahdavikia.

Fukals Torpremiere

Auch nach der Pause weiter Offensiv-Fußball pur. Zunächst waren es die Hamburger, die die Initiative ergriffen. In der 50. Minute wurden ihre Angriffsbemühungen dann durch das 2:2 belohnt. Neuzugang Milan Fukal schnappte sich den Ball und hämmerte ihn aus fünf Metern ins kurze Eck. Unglaublich: Die Hanseaten gingen sogar in Führung. Spielmacher Cardoso traf zum 3:2. Nun war das Spiel völlig offen, alle taktischen Vorgaben hinüber. Wolfsburg drängte auf den Ausgleich, die Hamburger warteten auf ihre Konterchancen.

Akpoborie bleibt der HSV-Schreck

Der immer bemühte Sebescen setzte sich gegen Hertzsch durch, zog den Ball in den Strafraum und Akpoborie köpfte zum 3:3 ein. Damit war es aber noch nicht genug. Beide Teams wollten mehr als einen Punkt.

Ausgerechnet Roy Präger, der in Wolfsburg groß herauskam, brachte seinen HSV wieder in Führung (82.). Doch auch diesmal reichte es nicht. Wieder war es Akpoborie, der alle Hamburger Siegeshoffnungen zunichte machte. In der letzten Spielminute erzielte er nach schöner Vorarbeit von Greiner den verdienten Ausgleichstreffer. Wie im Vorjahr trennten sich beide Mannschaften 4:4.
 

Daten
Fakten:
Same procedure as last game 
Wie bei der letzten Begegnung in Wolfsburg trennen sich die Wölfe und der HSV 4:4. Am 23. Spieltag der letzten Saison verspielte der HSV dabei eine 4:1 Führung. In dieser Saison holten sie dagegen einen 0:2-Rückstand auf und führten dann sogar bis zur 90. Minute. Damit warten die Hamburger noch immer auf ihren ersten Bundesliga-Sieg gegen die Wölfe. 

Wolfsburg daheim ungeschlagen 
Die Wölfe bleiben im Jahr 2000 zu Hause weiter ungeschlagen. Seine letzte Niederlage in einem Heimspiel kassierte der VfL am 15.12.99 gegen den späteren Absteiger Ulm (1:2). Zwischen den Nordklubs Wolfsburg und dem HSV ist dies nun schon das fünfte Unentschieden im siebten Spiel 

Präger mit seinem 100. Bundesligaspiel 
Gestern feierte Roy Präger seinen Geburtstag. Heute durfte er gegen seine alten Kollegen mal wieder von Beginn an auflaufen und bestritt dabei sein 100. Bundesligaspiel. Mit seinem Treffer zur zwischenzeitlichen 4:3-Führung erzielte der nun 29-Jährige sein 33. Bundesligator. 

Punkt nach 0:2 
Wie schon im ersten Saisonspiel gegen 1860 holte Hamburg auch gegen die Wölfe einen Zwei-Tore-Rückstand auf. Nur der HSV konnte diese Saison einen Zwei-Tore-Rückstand noch in ein Unentschieden umwandeln und dies gleich zweimal. Demgegenüber stehen aber auch die späten Gegentreffer. In den letzten vier Pflichtspielen mussten die Hamburger immer Gegentore in den letzten zehn Minuten hinnehmen. In den letzten beiden Pflichtspielen kassierten sie sogar jeweils einen Treffer in der 90. Minute. 

Schlaglichter:
Tripple-Pack Akpoborie 
Das erste Mal in dieser Saison durfte der Nigerianer Akpoborie von Beginn an auflaufen (am letzten Spieltag wurde er schon einmal eingewechselt) - und gleich traf der Nigerianer dreimal. Gegen den HSV konnte Trainer Wolf mit Akpoborie auch nichts falsch machen. Mit seinem nun elften Tor im achten Spiel gegen den HSV bewies Akpoborie wieder, dass er gegen den HSV besonders gerne spielt. 

Fukal überzeugend 
Nicht nur, dass die Neuverpflichtung den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte und den 4:3-Führungstreffer der Hamburger vorbereitete, er war mit 73% gewonnenen Duellen auch mit Abstand der zweikampfstärkste Spieler auf dem Platz. 

Mahdavikia wieder aktivster Hamburger 
Mehdi Mahdavikia war an der Hälfte der Hamburger Torschüsse (zehn) beteiligt. Mahdavikia war nun an zehn der letzten 15 Pflichtspieltreffer beteiligt (drei Tore, sieben Assists). Von den Stürmern bestritt der kleine Iraner die meisten Zweikämpfe, wobei er sich jedoch lediglich in 28% der Fälle durchsetzte. 

Starker Sebescen 
Zoltan Sebescen präsentierte sich gegen den HSV äußerst kampfstark. Er bestritt mit Abstand die meisten Zweikämpfe der Wolfsburger und gewann dabei noch starke 70%. Der Mann von der rechten Seite bereitete vier Torschüsse vor, darunter den Treffer zum 3:3 durch Akpoborie. Dreimal suchte Sebescen selber den Abschluss, im Gegensatz zum letzten Spiel gegen den HSV, in dem der junge Außenbahnspieler drei Tore erzielte, blieb er diesmal glücklos.

Stimmen
Trainer Wolfgang Wolf (VfL Wolfsburg): 
"Man kann es einem Gegner schwer oder leicht machen, wir haben es dem HSV heute ab der 40. Minute sehr leicht gemacht. Anfangs ist unser Spiel nach Maß gelaufen, was mit den zwei Toren belohnt wurde. Aber die Mannschaft wollte den Vorsprung in die Pause retten, so etwas muss schief gehen." 

Trainer Frank Pagelsdorf (Hamburger SV):
"Es war nicht einfach, die Spieler nach der Niederlage von La Coruna aufzurichten. Aber die Mannschaft hat eine Riesenmoral bewiesen und einen 0:2-Rückstand noch umgedreht. Es ist sehr ägerlich, dass wir uns durch ein spätes Gegentor wieder um den Lohn gebracht haben." 

Topspieler: Jonathan Akpoborie spielte zum ersten Mal von Beginn an in dieser Saison und bot eine überragende Leistung. Er erzielte drei Treffer und war an fast allen Tormöglichkeiten der Wolfsburger beteiligt. In acht Spielen gegen den HSV erzielte der Nigerier zehn Treffer. Eine beeindruckende Bilanz. 
 

Spielwertung: 3 Bälle ( von 4 möglichen)

Kommentar: Die Zuschauer sahen ein mitreißendes Spiel mit vielen Toren. Beide Teams gingen von Beginn an in die Offensive und erspielten sich Torchancen zu Hauf. Die Wolfsburger nutzten ihre Möglichkeiten konsequenter und gingen schnell 2:0 in Führung. Die taktischen Vorgaben wurden durch die Tore früh über den Haufen geworfen und die Abwehrreihen öffneten sich während des Spiels zunehmend. Die Torflut war die logische Konsequenz. Das Unentschieden ist ein gerechtes Ergebnis in einem tollen Spiel, das keinen Verlierer verdient hätte. Die Hamburger kassierten nach Juventus, Dortmund und La Coruna zum vierten Mal in Folge ein entscheidendes Gegentor in den Schlussminuten und brachten sich auch diesmal um die Punkte.
Oliver Hochedez 

Taktik: Der VFL begann diesmal mit einem 4-4-2 System. Für den kranken Andrzej Juskowiak kam Jonathan Akpoborie zu seinem ersten Einsatz von Beginn an in diesem Jahr. Für Munteanu kam in der 60. Minute Marcel Maltritz in die Partie. Der Defensivspieler übernahm dann die zentrale Position von Nowak - der Pole wechselte auf die linke Mittelfeldposition - in der Viererkette , wurde aber zum Unsicherheitsfaktor in der Wolfsburger Hintermannschaft. Seine missratene Kopfballabwehr führte zum 3:2 durch Cardoso. Maric ersetzte den müden Rische und der junge Joshua Kennedy sollte ab der 85. Minute die Abwehr wieder festigen. Maltritz übernahm von da an die linke Mittelfeldposition Nowaks. 

Die Hamburger wie gewohnt mit einer Dreierkette in der Abwehr, einem Vierermittelfeld und einem Dreiersturm. Barbarez übernahm die Yeboah-Position in der Sturmspitze. Ketelaer zunächst auf der Ersatzbank, kam in der 76. Minute dann für Cardoso. Nach dem 4:3 wollte Pagelsdorf die drei Punkte über die Zeit retten und brachte Jochen Kientz für den offensiven Roy Präger.


 
dpa meldet: 
Wolfsburg bleibt Angstgegner des HSV: 4:4 

Wolfsburg (dpa) - Angstgegner VfL Wolfsburg hat den Hamburger SV erneut das Fürchten gelehrt. Im Nordderby der Fußball-Bundesliga trennten sich die Niedersachsen und die Hanseaten vor 20 000 Zuschauern im VfL-Stadion in einem verrückten Spiel 4:4 (2:1).

Im siebten Vergleich beider Mannschaften wartet der HSV immer noch auf den ersten Erfolg. Die Bilanz weist nun zwei Niederlagen und fünf Unentschieden aus.

Jürgen Rische mit einem Abstauber (11.) und Jonathan Akpoborie in seinem ersten Saisonspiel brachten die Gastgeber frühzeitig in Führung. Der Iraner Mehdi Mahdavikia schaffte unmittelbar vor dem Pausenpfiff den Anschlusstreffer (44.) für die Hamburger. Neueinkauf Milan Fukal (50.) und Rodolfo Esteban Cardoso mit einem fulminanten Distanzschuss (64.) sorgten für die zwischenzweitliche Wende, ehe erneut Akpoborie (74.) zum umjubelten Ausgleich traf. Nachdem der HSV ausgerechnet durch den Ex-Wolfsburger Roy Präger (82.) in seinem 100. Bundesligaspiel erneut in Führung gegangen war, konterte der VfL wenige Sekunden vor Schluss noch einmal durch Akpoborie (90.).

Champions-League-Teilnehmer HSV kommt mit der Doppelbelastung in Bundesliga und Europacup nur schwer zurecht. Binnen einer Woche musste die Mannschaft von Trainer Frank Pagelsdorf zwei Niederlagen hinnehmen (2:3 gegen Borussia Dortmund und 1:2 bei Deportivo La Coruna) und zeigte sich auch in Wolfsburg nicht von der frischesten Seite. Erneut vier Gegentore stellten der löchrigen HSV-Abwehr kein Gütesiegel aus.

Wie immer in den Partien mit dem HSV ging der VfL hochmotiviert ins Spiel. Obwohl Wolfsburgs verlorener Sohn Roy Präger einen Tag nach seinem 29. Geburtstag den ersten Warnschuss der Hamburger auf das Tor von Claus Reitmaier abgab (4.) und Sergej Barbarez mit einem Kopfball nach Ecke von Rodolfo Cardoso (10.) die Führung für die Gäste vergab, setzte der VfL zunächst die Akzente.

Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf war in der ersten Halbzeit entschlossener, hatte Schnelligkeitsvorteile und dominierte deutlich die Zweikämpfe. Im Spielaufbau der Gäste klappte nahezu nichts. Der ansonsten für seine überraschenden Ideen bekannte Regisseur Cardoso kam mit der kompromisslosen Bewachung durch Charles Akonnor nicht zurecht. Dem Führungstor für die Platzherren war ein Distanzschuss von Akonnor aus 25 Metern vorausgegangen, den HSV- Schlussmann Hans-Jörg Butt nur mit Mühe abwehren konnte. Rische drückte den Ball unbedrängt über die Linie. Beim 2:0 durch Akpoborie, der nun schon zehn Tore gegen den HSV erzielte, machte Abwehrspieler Ingo Hertzsch keine glückliche Figur. Um so überraschender kam der Anschlusstreffer durch Mahdavikia, der eine Flanke des Dänen Stig Töfting verwertete.

Nach dem Seitenwechsel legte der HSV seine behäbigen Spielweise ab, setzte die Gastgeber verstärkt unter Druck. Die Abwehr der Wolfsburger leistete sich nunmehr einige Schwächen, die die Hamburger bestraften. Doch erneut konnte die HSV-Hintermannschaft eine Führung nicht über die Zeit retten. Wenige Sekunden vor Ultimo düpierte der dreifache Torschütze Akpoborie die Hamburger, deren Konzentration offenbar nicht für 90 Minuten reicht. 


 
kicker meldet:  Akpoborie als dreifacher Torschütze 

Tag der offenen Tür in Wolfsburg: Wie schon beim letzten Aufeinandertreffen zeigten sich der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV torhungrig und trennten sich wieder mit einem 4:4-Unentschieden. In einem Spiel mit zwei grundverschiedenen Halbzeiten konnte erst der HSV einen 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung umwandeln. Danach konnte zwei Mal der VfL zum 3:3 und 4:4 ausgleichen. Wieder gab der HSV ein Spiel in der letzten Minute ab. Einen Einstand nach Maß hatte Jonathan Akpoborie, der als dreifacher Torschütze für den Gastgeber glänzte. Der VfL Wolfsburg bleibt damit zu Hause weiter ungeschlagen, der Hamburger SV dagegen kann zum dritten Mal in dieser Woche nicht gewinnen.

Trainer Wolfgang Wolf nahm drei Veränderungen gegenüber der Niederlage in Bochum vor. Erstmals konnte er wieder auf Stürmer Jonathan Akpoborie zurückgreifen, der nach seiner langwierigen Knieverletzung zum Einsatz kam. Für den Nigerianer, der sich nur noch auf den VfL konzentrieren möchte, musste der unter der Woche grippekranke Andrzej Juskowiak weichen. Für Maric, der gegen Bochum enttäuschte, kam Jürgen Rische von Anfang an zum Zug. Routinier Frank Greiner spielte in der Dreierkette für Kryger.

Veränderungen gab es auch beim HSV. Trainer Pagesldorf ließ nach der Champions-League-Partie bei La Coruna Panadic, der Probleme an der Zehe hatte, draußen, dafür spielte die tschechische Neuerwerbung Milan Fukal in der Dreierabwehrkette. Für Yeboah und Ketelaer, die in Coruna nicht überzeugten, waren Präger und Cardoso von Beginn an dabei.

Das Spiel begann mit vorsichtigem Abtasten auf beiden Seiten. Der Gastgeber fand schneller ins Spiel und ging nach 11. Minuten durch Rische in Führung. Butt konnte einen Gewaltschuss von Akonnor nur abklatschen und Rische vollendete aus 11 Metern. Wolfsburg setzte gegen die harmlosen und passiven Hanseaten nach und kam durch Jonathan Akpoborie in der 18. Minute zu einer zunächst beruhigenden 2:0 Führung. Der HSV gewann kaum Zweikämpfe und enttäuschte in der ersten Hälfte auf der ganzen Linie. Als der VfL gedanklich schon in der Kabine war, schlug Mahdavikia nach einem gefühlvollen Heber von Töfting zu und brachte die Hamburger wieder heran.

Der HSV kam wie verwandelt aus der Kabine. Der Anschlusstreffer kurz vor der Halbzeit weckte die Hanseaten auf. Die tschechische Neuerwerbung Milan Fukal, konnte in der 48. Minute eine Unsicherheit in der Abwehr des VfL zum bis dahin schmeichelhaften Ausgleich für den HSV nutzen. Danach spielte erst einmal nur noch der HSV. Die Wolfsburger schienen nach dem Ausgleich geschockt und hatten ihrerseits nun Probleme mit dem aggressiven Spiel der Gäste. So war es nicht verwunderlich, dass die Hanseaten nach einer schwachen Kopfballabwehr des eingewechselten Maltritz aus dem Strafraum heraus durch ein wunderschönes Tor von Cardoso in der 64. Minute sogar in Führung gingen. Doch so überraschend wie der HSV zu seinen ersten beiden Treffern kam, so überraschend dann auch der Ausgleich für den Gastgeber. Sebescen setzte sich geschickt auf der rechten Seite gegen Hertzsch durch und seine gezielte Flanke köpfte Akpoborie (74.) ins Hamburger Tor. Doch der Hamburger SV schlug wieder zurück. Der Ex-Wolfsburger Roy Präger kommt nach einer Fukal-Flanke völlig frei aus 11 Metern zum Torerfolg. Nun schien alles auf einen Sieg der in der zweiten Hälfte besseren Hanseaten zu deuten, wäre da nicht die verflixte 90. Minute. Jonathan Akpoborie kam nach einer Greiner-Ecke zu seinem dritten Treffer in dieser Partie und riss den HSV aus allen Träumen.

Fazit: Ein gerechtes Unentschieden, nachdem der VfL die erste und der HSV die zweite Hälfte dominierte. 

Analyse  
Personal: Wolfsburg mit drei Veränderungen gegenüber der 1:2- Niederlage in Bochum: Mit Rische und Akpoborie für Maric und Juskowiak (Grippe) trat ein neuer Angriff an, in der Abwehr kam Greiner für Kryger zum Einsatz. Auch beim HSV drei Umstellungen: In der Offensivabteilung traten Präger und Cardoso an, Ketelaer und Yeboah mussten auf die Bank, in der Abwehr ersetzte Fukal den verletzten Panadic.

Taktik: Angesichts der drei HSV- Angreifer erweiterte der VfL seine Abwehrkette um den sonst stets offensiv orientierten Weiser, der sich zusammen mit Greiner um die häufig rochierenden Außenstürmer Mahdavikia und Präger kümmerte. Zentral traten O'Neil gegen Barbarez und Akonnor gegen Cardoso an. Wolfsburgs Spielmacher Munteanu, der häufiger als sonst über links kam, wurde von Töfting gut beschattet, weniger gut präsentierte sich die Dreier-Abwehr des HSV samt dem davor postierten Kovac gegen die flexiblen VfL-Angreifer Rische und Akpoborie. Verteidiger Fukal sammelte aber dennoch Pluspunkte - bei seinen Offensiv- Aktionen als Torschütze und Vorbereiter eines weiteren Treffers.

Spielverlauf: Die Hamburger begannen forsch, erspielten sich gleich Chancen von Präger und Barbarez. Doch sie liefen ins offene Messer weil sie die Abwehr vernachlässigten. Der VfL nutzte seine ersten beiden Torchancen zur 2:0-Führung. Der HSV ließ sich jedoch nicht entmutigen, erkämpfte sich mehr Spielanteile und schockte die bereits zu siegessicheren Wolfsburger mit dem Anschlusstor kurz vor der Halbzeit. Nach der Pause zunächst ein total verunsichertes VfL-Team, in dem O'Neil und Maltritz mit ihren verunglückten Abwehraktionen die Vorlagen zu zwei weiteren HSV-Treffern gaben. Doch dank Akpoborie war das Spiel dennoch nicht verloren. Für das 3:3 sorgte er, und nach der erneuten Hamburger Führung durch Präger zeichnete sich der Nigerianer noch einmal aus, als er nach einem Eckball die Konfusion in der HSV-Abwehr zum 4:4 nutzte.

Fazit: Gerechtes Unentschieden in einem attraktiven Spiel mit Hochspannung bis zum Abpfiff.
 

Höhepunkte des Spiels:
Schlusspfiff
90. Minute: Kaum zu glauben. Wieder gibt der HSV in letzter Minute ein Spiel ab. Ein Eckball von Greiner gelangt zu Akpoborie der aus 3 Metern einköpft. Der dreifache Torschütze nutzte eine weitere Unsicherheit in der HSV-Deckung aus.
82. Minute: Erneut geht der HSV in Führung! Der Ex-Wolfsburger Roy Präger kommt völlig frei nach einer Fukal-Flanke zum Schuss und überwindet Reitmaier aus 11 Metern.
74. Minute: Ausgleich in Wolfsburg. Sebescen setzt sich auf der rechten Seite durch und seine Flanke kann Akpoborie mit seinem zweiten Trefferin diesem Spiel ins linke Eck köpfen.
64. Minute: Wolfsburg scheint von der Rolle. Nach dem Ausgleich durch Fukal war es nun Cardoso, der eine schwache Kopfballabwehr von Maltritz mit der Brust annimmt und aus 16 Metern direkt im Gehäuse der Wolfsburger versenkt.
49. Minute: Der HSV gleicht aus! Einen weiten Einwurf von Töfting in den Strafraum kann die VfL-Abwehr nicht klären. Der Ball prallt vor die Füße von Fukal, der aus 5 Metern zum bis dahin schmeichelhaften Ausgleich für den HSV trifft.
Anpfiff 2. Halbzeit
Halbzeit
44. Minute: Kurz vor der Halbzeit der überraschende Anschlusstreffer für den HSV. Einen Heber von Töfting in den Strafraum vollstreckt Mahdavikiamit einem Rechtsschuss ins linke Eck eiskalt und bringt die Hanseaten damit wieder ins Spiel.
29. Minute: Einen schönen Konter des VfL schließt Rische mit einem sehenswerten Distanzschuss ab, doch Butt ist auf dem Posten und hält sicher.
17. Minute: Wolfsburg legt nach. Der HSV bringt den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Nowak köpft in den Lauf von Akpoborie. Der lässt Butt mit seinem Schuss ins linke Eck aus 8 Metern keine Abwehrmöglichkeit und erhöht auf 2:0.
11. Minute: Tor für den VfL. Akproborie legt den Ball zurück auf Akonnor, der zieht aus 18 Metern ab. Seinen Gewaltschuss kann Butt nur noch vor die Füße von Rische abklatschen, der aus 11 Metern überlegt einschiebt.
9. Minute: Nach einem Eckball von Cardoso kommt Barbarez völlig freistehend zum Kopfball, doch Reitmaier reagiert glänzend.
4. Minute: Nach vorsichtigem Beginn die erste Chance für den HSV. Barbarez köpft im Mittelfeld in den Lauf von Präger, der aber, bedrängt von einem Wolfsburger Abwehrspieler, von 11 Metern an Reitmaier scheitert.
Anpfiff