Bundesliga 2000/2001, 13. Spieltag, Samstag, 18.11.00 um 20:15 Uhr im Hamburger Volkspark bei 7 Grad C.

Hamburger SV - Bayer 04 Leverkusen 1:3 (1:2)

Dieses Spiel wird uns wohl nachhaltig noch allen in Erinnerung bleiben. Ich habe auch selten ein Spiel gesehen, in dem eine Mannschaft durch eine einzige Szene so dermaßen die Linie verloren hat.

Aber fangen wir zeitlich viel früher an. Es sollte irgendwie ein besonderer Tag für mich als Fan werden, hatte ich mir eigentlich so gedacht. Zwar hatte ich schon vorher etwas Angst bei dem Gedanken, daß es ja nun nicht gänzlich ausgeschlossen ist, ein Spiel gegen Leverkusen zu verlieren, aber diese Gedanken konnte ich lange Zeit hinten anstellen, weil ich ja wußte, daß ich heute noch mehr tolle Sachen erleben sollte.

Ich fuhr nämlich bereits um 12:30 Uhr los zum 20:15 Uhr-Spiel. Na gut, es lag daran, daß ich erstmals einer HSV-Supporters Club – Sitzung beiwohnen wollte.

Die sollte auch einigermaßen interessant werden. Verwundert war ich zunächst, daß ich ca. 15 Minuten vor dem eigentlichen Beginn der Veranstaltung als bestenfalls fünfter den Saal betrat. Es sollten dann aber doch noch 100 Mitglieder werden, was dann ja ca. 1 % der Mitgliedschaft entspricht....

Vorher hatte ich mich schon über die wieder einmal „ideale“ Organisation aufgeregt. Obwohl es noch etliche Stunden hin war bis zum Spielbeginn, durfte man „natürlich“ nicht direkt hinter der Osttribüne parken. Only Promis ! Und auf die Frage „wo denn sonst“, teilte die von zig Parkplatzsuchenden gebeutelte Ordnerin mit, daß die Parkplätze erst so ab 16:00 Uhr geöffnet werden....

Die Sitzung selbst nahm dann Ihren Höhepunkt als es um die Wahl des vom SC zu entsendenden HSV-Aufsichtsrat ging. Holger Criwitz und ein Herr Pein kandidierten. Herr Criwitz stellte sich zuerst vor und ließ erahnen, daß er nicht der große Publikumsredner sei. Ich denke mal, daß der andere Kandidat gute Chancen gehabt hätte, wenn er einfach nur die Fresse gehalten hätte.

Wenn er einfach nur gesagt hätte „Wählt mich !“, hätte er jedenfalls besser dagestanden. Aber das wollte Herr Pein wohl nicht. Das hat natürlich gar nichts mit dem Spielbericht zu tun, aber es war wirklich bemerkenswert wie sich ein Mann mit jedem Satz mehr demontierte. Er fing mit einem Angriff auf Herrn Criwitz an. Nun ja, wenn man sich nicht mag, kann man das vielleicht noch hinnehmen. Aber dann wurde es von Sekunde zu Sekunde besser. Erst erzählte er uns, daß er ein HSV-Freak (wohlgemerkt Freak – nicht Fan) sei. Dann ließ er es aber richtig krachen, in dem er den anwesenden Leuten (die jawohl alle auch Fans sind) mitteilte, daß er der größte und beste HSV-Freak sei. Da kann man nur sagen: Setzen, 6 !

Es kamen dann noch einige weitere Schmankerl, die die versammelte Mitgliedschaft wohl meist zum Schmunzeln reizte. Im Nachhinein hätte ich vielleicht tatsächlich aufstehen sollen, als er sagte, er sei der größe Fan und sagen sollen „Das bin jawohl eindeutig ich !“. Aber ich glaube, das hätten nur die anwesenden HWS-Mitglieder und der Fanbeauftragte Reichert verstanden.

Der Rest der Sitzung war nicht so erwähnenswert. Ach so, Herr Pein unterlag seltsamerweise bei der geheimen Wahl ...... Ich kann mir auch nicht erklären, woran´s lag ;-)

Dann ging es zu einem ca. 2 stündigen Treffen der Fanclubs HSV-Websupporters (HWS) im „Schweinske“. Das war mal wieder ganz nett, die anderen Leute von der HSV-Pinwand live zu sehen, wenngleich die Bedienung wohl nicht so begeistert war. „coolman“ bestellte (wie auch ich und andere) ein Getränk und sagte dann, daß er es auch gleich bezahlen wolle. Wir bekamen die Getränke und die Bedienung wollte dann von coolman DM 22,80 haben, was bei ihm zu „leichter“ Verwirrung und bei uns anderen zu großem Gelächter führte. Naja, dann bezahlen wir eben gleich jeder. Jedoch in einem Tempo, daß die hübsche Bedienung doch zunehmend genervter wirkte.

Dann (und jetzt beginnt wohl der Spielbericht) ging es wieder zurück zum Volkspark. Dabei hatte ich Glück, daß die Straßen gerade noch nicht gesperrt waren, sodaß ich sogar noch meinen Wunschparkplatz Rot I anfahren konnte.

Man unterhielt sich noch eine Zeit lang mit Freunden (die ich allesamt durch das Internet kennengelernt habe) und dann sollte es losgehen.

Und es ging auch gleich richtig los....

Hollerbach verlor kurz nach Anpfiff an der linken Außenbahn den Ball. Ich vermag nicht zu sagen, ob es ein Foul war. Jedenfalls wollte Holler einen Freistoß und hat sich wohl auch schon in dieser Szene so verletzt, daß er später mit einer angebrochenen Rippe ausgewechselt werden mußte. Die Leverkusener waren also im Ballbesitz und der HSV war einfach nicht in der Lage den Ball trotz mehrfacher Chance, vernünftig wegzuschlagen. Jedenfalls kam letztendlich wieder Hollerbach wieder an der Außenlinie an den Ball und verlor ihn wieder. Bei diesem Ballverlust wollte er wieder einen Freistoß; jedoch bin ich mir in dieser Szene recht sicher, daß es keiner war. Nun kam die Flanke flach an den 5m-Raum und Rink hat den Ball wirklich sehr gut nur leicht angetippt und in die lange Ecke verwandelt.

0:1 nach ca. einer Minute. Schönen Dank, dachte ich mir so. Und bat danach inständig, daß wir kein 0:2 bekämen und unbedingt noch vor der Pause den Ausgleich schießen würden.

Doch das Spiel wurde dann ganz anders als befürchtet. Dieser Angriff in der 1. Minute sollte auch für lange Zeit das einzig vorweisbare der Leverkusener gewesen sein. Sie kamen so gut wie gar nicht mehr konstruktiv nach vorne. Dagegen spielte der HSV nun hervorragend. Man ließ sich (JETZT) noch nicht aus dem Konzept bringen und konnte in der 10. Minute durch einen Kopfball !!! von Roy Präger ausgleichen.

Überhaupt war die Stimmung im Stadion schon vor diesem Tor sehr gut. Nicht unmaßgeblich hatte dazu der Leverkusener Torwart beigetragen, der als der 1. Gegenstand flog, sofort beim Schiri reklamierte und auch danach sich durch unglaubliche Zeitspielereien sehr beliebt machte. Damit will ich allerdings keinesfalls das Werfen von Gegenständen verharmlosen. Es sind allesamt Idioten, die so etwas machen. Sie gehören abgeführt und mit Stadionverbot belegt. Trotzdem finde ich es vom TW unglaublich doof, die Leute dann auch noch so zu provozieren, in dem man zum Schiri rennt. Es ist doch (leider) klar, daß dadurch die Leute noch viel mehr angeheizt werden.

Naja, jedenfalls war es für mein Empfinden nach der 1. Minute eine sehr gute 1. Halbzeit des HSV. Man spielte die Leverkusener teilweise an die Wand und erarbeitete sich immer wieder Chancen, die aber letztendlich dann nicht genutzt wurden. 

Die beste Chance hatte dann noch Anthony Yeboah. Ojigwe lief (verfolgt von Mahdavikia) auf seinen eigenen Torwart zu und anstatt den Ball irgendwo hinzuschlagen, spielte er den Ball dann tatsächlich auch noch in Richtung seines Torhüters. Yeboah war mitgelaufen und konnte zwischen den Pass gehen, allerdings schaffte es Matysek sofort, Yeboah den Ball vom Fuss zu spitzeln. 

Wie gesagt, rollte eine HSV-Angriffswelle nach der anderen. Bis, ja bis dann der Todesstoß für den HSV kam. Und dieser kam „schöner“ als man es in einem Roman hätte schreiben können. Irgendwo habe ich heute gelesen, daß genau das eine dieser unglaublichen Geschichten war, die man in einem Roman als absurd abtun würde und die deshalb nieeeemals niedergeschrieben werden würde.

Hans Jörg Butt, „unser“ Noch-Torhüter, der nächste Saison wechselt (man rate mal zu wem – jaaa ! zu Bayer Leverkusen) schoss DEN Bock seiner bisherigen Laufbahn. Er versucht ja gerne mal, als letzter Mann  den gegnerischen Stürmer riskant auszuspielen. Uns ausgerechnet gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber sollte ihm das erstmals so mißlingen, daß daraus ein Gegentor wird.

Er bekam einen Rückpass von Hertzsch und anstatt diesen nach vorne zu kloppen oder meinetwegen auch ins Aus, entschloß er sich, den auf ihn zulaufenden Leverkusener Stürmer Rink auszuspielen. Er zog den Ball nach links und da war es auch schon geschehen. Rink nahm ihm das Leder ab und lief damit ins leere Tor. Butt versuchte noch nach seinen Hacken zu greifen, was ja bei „Erfolg“ das ganze noch verschlimmert hätte. Dann hätte es ja auch noch Rot dazu gegeben.

Naja, ab hier gibt es praktisch nichts mehr zu berichten von HSV-Seiten aus. Ich habe sowas glaube ich noch nicht erlebt im Fussball, aber die ganze Mannschaft und auch das Stadion waren geschockt. Hatte der HSV vorher noch ein Super-Spiel abgeliefert und wurde auch entsprechend vom Publikum angefeuert, so war das jetzt alles passé. Es gelang so gut wie nichts mehr und auch vom Publikum kam überhaupt nichts mehr.

Erst jetzt, also fast 1 Tag nach dem Spiel, habe ich gelesen, daß das Gegentor schon in der 33. Minute fiel. Ich war bis vorhin nämlich der Meinung, daß es direkt vor der Halbzeit gewesen sein müsse, denn es passierte danach eigentlich gar nichts mehr (außer einer sehr guten Chance von Neuville, die Hertzsch in letzter Sekunde noch verhindern konnte).

Ich machte mir zwar noch Hoffnung für die 2. Hälfte, aber diese wurde enttäuscht. Wir konnten nicht mal ansatzweise mehr zu unserem alten Spiel der ersten halben Stunde zurückfinden. An eine einzige des Chance des HSV in der 2. HZ kann ich mich noch erinnern. Das schoß Präger direkt vom 16er. Der Ball ging links neben das Tor. Ich hatte ihn allerdings schon von meiner Position aus fast als Tor geoutet.

Tja, und dann passierte irgendwann das, was wohl passieren mußte. Es gab das 1:3. Nowotny hatte bei einem Konter sehr schön in der Mitte Neuville angespielt, der ziemlich frei vor dem Torwart das 1:3 schoß.

Spontan sprangen tausende (es müssen wohl wirklich tausende gewesen sein) auf und marschierten nach Hause. Und ich muß ehrlich sagen, daß ich das den Leuten nicht mal verübeln konnte.

Wäre ich da auch gegangen, hätte ich mich wenigstens nicht noch darüber ärgern müssen, daß sich der HSV fortan nicht mal mehr bemühte. Es war nun, obwohl noch 17 Minuten zu spielen, überhaupt nichts mehr vom HSV zu sehen. Lediglich Töfting und Sandmann sind mir noch als die einzigen Spieler aufgefallen, die sich trotzdem noch mühten. Töfting wurde dabei sogar richtig giftig und fauchte seine Mitspieler an. Es half jedoch alles nichts. Es war kein Aufbäumen mehr zu sehen und nachdem das 1:2 schon der Todesstoß des Spiels war, war das 1:3 nun irgendwie so als hätte man den Sarg bereits vollends zugeschaufelt (man möge mir den makaberen Vergleich verzeihen).

Das Spiel ging dann so langsam zu Ende und während unsere Nachbarn spätestens nach dem Abpfiff nun auch enttäuscht gingen, saßen mein Kumpel Christian und ich (nein, ich bin nicht schizophren, der heißt nun mal auch Christian) noch eine Zeit lang wie angewurzelt da. Irgendwie ohne jegliche Regung zunächst, bis wir dann doch darüber debattierten, daß dem HSV nun wohl schwere Wochen bevorstehen.

So nebenbei freute es mich dann noch, daß zumindest der Kämpfer Töfting den Weg zu den HSV-Fans fand und sich bedankte. Nicht, daß es Grund zum Dank gab bei dem nicht vorhandenen Support (das schließt mich ein), aber ich fand die Geste irgendwie o.k.

So ca. 10 – 20 Minuten nach Spielende trollten dann auch wir uns unseres Weges und zogen enttäucht von dannen.

Dieses Spiel wurde eindeutig in dem Moment verloren als Butt den Fehler zum 1:2 machte. Der HSV konnte sich nie von diesem Schock erholen. In der Tat muß man nun sorgevoll nach vorne blicken, denn die kommenden Wochen haben schwere Aufgaben für uns parat. 4 Auswärtsspiele in der Bundesliga und nur 1 Heimspiel. Dazu die „Belastung“ UEFA-Cup, den ich allerdings trotzdem nicht so einfach aufgeben mag.

Noch ist nach oben (allerdings leider auch nach unten) alles drin, aber wir müssen diese Negativ-Serie nun unbedingt brechen, um nicht in der Winterpause in Abstiegsplatz-Nähe zu überwintern.

Meine Spielerbewertung:

Butt: hat in diesem eindeutig für die Wende zum Negativen gesorgt und damit letztendlich das Spiel verloren. Zumindest war es der Auslöser dafür: Note 5

Panadic: Wie mein Kumpel Kuno bemerkte (und ich nach TV-Aufnahmen bestätigen kann) ist es sehr oft Pana, der Abseitsstellungen auflöst, weil er als einziger zu tief hinten drin steht. So fiel übrigens auch wieder das dritte Gegentor: Note 4-

Hertzsch: hinten ordentlich, nach vorne wieder mit einigen Fehlpässen: Note 4

Hoogma: von ihm sah ich zumindest keine Fehler: Note 4 +

Hollerbach: dummer Versuch, vorm 0:1 einen Freistoß zu schinden. Das macht er übrigens immer auf die gleiche Weise. Er dreht sich mit dem Ball „ein“ und läßt sich dann fallen. In der zweiten Halbzeit hätte er Rot sehen müssen, als er Ramelow nach eigener Rangelei den Ball absichtlich ins Gesicht warf: Note 5

Sandmann: Der Junge war ein Lichtblick. Er bemühte sich bis zum Schluß und man merkte ihm niemals an, daß es sein erster Einsatz von Anfang an war: Note 3

Töfting: versuchte immer die anderen Spieler anzutreiben, aber es hatten bereits fast alle aufgegeben. Unermüdlicher Kämpfer, der mit seinem Einsatz zumindest überzeugte und mit seinem Einwurf das 1:1 vorbereitete: Note 3

Barbarez: eigentlich fand ich, daß er sich heute mal mehr in den Dienst der Mannschaft gestellt hatte. Er grätschte auch mal und leistete auch Defensiv-Arbeit. Außerdem spielte er einige schöne Pässe. Dafür war er dann überhaupt nicht torgefährlich und ergab sich in der 2. Halbzeit auch vollends in „Mannschafts-Schicksal“: Note 4-

Mahdavikia: in der ersten Halbzeit noch mehrfach auffällig durch seine Geschwindigkeit, aber auch von ihm ab der 33. Minute überhaupt nichts mehr zu sehen: Note 4

Präger: Sein Tor bewahrt ihn vor einer noch schlechteren Note. So lange es gut lief für den HSV war er sehr gut. Aber besonders nach dem 1:3 ärgerte ich mich über ihn, weil gerade er sich dann überhaupt nicht mehr mühte: Note 4

Yeboah: hätte er das mögliche 2:1 geschossen, hätte er zum Helden werden können. So wurde er das Gegenteil. Er war der schlechteste Feldspieler. In der 2. Halbzeit hatte er glaube ich wirklich nicht eine gute Szene: Note 5

Schiri Merk: unglaublich, was sich der Mann so zurechtpfiff. Negativ unterstützend wirkte dabei zumindest einer der Linienrichter, der ständig (auch gegen Leverkusen) mit seinem Fähnchen winken wollte. In der ersten HZ hätte er viel früher durchgreifen müssen und den Leverkusener mehrere gelbe Karten geben müssen. Außerdem fiel er durch unglaubliche Kleinlichkeit auf. Note 4-

Tabelle des Spieltages

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
Sport1 meldet: 

Telegramm 
TORE :   0:1 Paulo Rink (2.), 1:1 Roy Präger (10.), 1:2 Paulo Rink (33.), 1:3 Oliver Neuville (72.)

GELBE KARTEN 
Hamburger SV: Bernd Hollerbach (45.)
Bayer 04 Leverkusen: Carsten Ramelow (45.), Robert Kovac (47.)

SCHIEDSRICHTER :  Dr. Markus Merk 
ZUSCHAUER :  49,000 
DATUM :  18.11.00   20:15 Uhr 

AUFSTELLUNG 
Hamburger SV: Hans-Jörg Butt, Nico Jan Hoogma, Ingo Hertzsch, Jan Sandmann, Andrej Panadic, Stig Töfting, Roy Präger, Sergej Barbarez, Bernd Hollerbach, Mehdi Mahdavikia, Anthony Yeboah

Bayer 04 Leverkusen: Adam Matysek, Jens Nowotny, Boris Zivkovic, Robson Ponte, Robert Kovac, Ze Roberto,
Oliver Neuville, Jurica Vranjes, Pascal Ojigwe, Carsten Ramelow, Paulo Rink

WECHSEL 
Hamburger SV: Marcel Ketelaer für Bernd Hollerbach (62.)

Bayer 04 Leverkusen: Bernd Schneider für Jurica Vranjes (67.), Ulf Kirsten für Paulo Rink (80.), Torben Hoffmann für Robson Ponte (85.)
 

Berti Vogts feiert ersten Sieg
Das Trainer-Debüt von Berti Vogts in der Bundesliga ist geglückt: Sein Team gewann das Gastspiel beim Hamburger SV mit 3:1. Die Werkself rangiert jetzt mit einem Punkt Vorsprung auf Schalke 04 auf Tabellenplatz eins - ein Einstand nach Maß. Der HSV musste nach der Niederlage in Köln die zweite Pleite in Folge hinnehmen, fiel zurück auf Platz neun.

Die Tore für Bayer, die jetzt seit acht Spielen ohne Niederlage sind, erzielten in einer zweitweise hektischen Partie Paulo Rink (2., 33.) und Oliver Neuville (72.), den zwischenzeitlichen HSV-Ausgleich besorgte Roy Präger. (10.).

Im ersten Durchgang dominierte der HSV

In den ersten 45 Minuten war der HSV das bessere Team. Auch der frühe Rückstand durch Rink stoppte den Sturmlauf der Norddeutschen nicht. Präger und Mehdi Mahdavikia wirbelten die Bayer-Hintermannschaft mehr als einmal gehörig durcheinander. Folgerichtig erzielte der blonde Stürmer dann auch den verdienten Ausgleich. 

Doch ein schwerer Fehler von Hans-Jörg Butt, den Rink eiskalt ausnutzte, brachte Bayer noch vor dem Seitenwechsel die erneute Führung. Der HSV war geschockt - bis zur Halbzeit tat sich nicht mehr viel.

Bayer konterte
Die zweite Halbzeit begann wie die erste: Der HSV stürmte. Bayer hingegen verlegte sich mehr und mehr auf Konter. Einen nutzte Neuville zum 1:3, das Spiel war gelaufen. Bei den Gastgebern lief so gut wie nichts mehr zusammen - das Mittelfeld um Sergej Barbarez ging völlig unter. 

Hamburg hatte in der Schlussphase sogar noch Glück, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Denn Robson Ponte (80.) und Bernd Schneider (85.) vergaben aus aussichstreicher Position. 
 

Daten
Fakten:
Gelungener Trainer-Einstand 
Nach Funkel, Brehme und Völler ist Berti Vogts nun bereits der vierte während der Saison verpflichtete Trainer, der mit einem Sieg bei seinem neuen Verein startet. 

Zweite Heimpleite für den HSV 
Es war bereits die zweite Heimniederlage für die Hamburger in dieser Saison – damit haben sie bereits genau so viele Heimschlappen auf dem Konto wie in der kompletten letzten Spielzeit. 

Bayer auf Erfolgswelle 
Seit acht Spielen sind die Leverkusener nun bereits ungeschlagen (fünf Siege,drei Remis) – nur der VfL Wolfsburg kann eine solch lange Serie ohne Niederlage vorweisen. 

Angstgegner Leverkusen 
Der HSV wartet nun bereits seit sieben Heimspielen gegen die Leverkusener auf einen dreifachen Punktgewinn (fünf Niederlagen, zwei Remis). 
 

Schlaglichter:
Harmlose HSV-Offensive 
Die Hamburger Angriffsbemühungen waren gegen Bayer nur ein laues Lüftchen: Im gesamten Spiel gaben die Pagelsdorf-Schützlinge nur neun Torschüsse ab - so wenige wie nie zuvor in den sechs Heimspielen dieser Saison. Besser machten es die Gäste, die mit nur acht Versuchen dreimal in die gegnerischen Maschen trafen.

Zweikampfstarker Goalgetter 
In seinem 71. Bundesligaspiel schnürte Paulo Rink sein viertes Doppelpack. Der zweifache Torschütze überzeugte aber auch durch seinen kämpferischen Einsatz - er bestritt von allen Spielern auf dem Platz die meisten Zweikämpfen (41) und gewann auch die meisten (19). 

Big Stig 
Bereits zum dritten Mal fiel in dieser Saison nach einem Einwurf von Stig Töfting ein Treffer - nur sein Ex-Kollege Tomasz Hajto war in dieser Disziplin bisher genau so erfolgreich. Auf der zentralen defensiven Mittelfeldposition überzeugte der Däne als Schaltzentrale des HSV-Spiels - er hatte von allen Spielern auf dem Platz die meisten Ballkontakte (81). 

Agiler Präger 
In seiner vierten Bundesliga-Saison erzielte Roy Präger immerhin schon sein viertes Kopfballtor. Von allen HSV-Spielern stemmte er sich am eifrigsten gegen die Niederlage - er gab insgesamt drei Torschüsse ab (Topwert des Spiels!) und gewann für einen Stürmer gute 48 Prozent seiner Zweikämpfe. 

Top-Spieler: Paulo Rink (Bayer Leverkusen): Rink spielte unauffällig - schoss aber zwei Tore. Und das ist die Hauptaufgabe eines Mittelstürmers, daran wird er gemessen. Mehr gibt es zu dem Nationalspieler nicht zu sagen. Wenig getan, aber zwei Mal getroffen: Berti Vogts hat mit seiner Aufstellung alles richtig gemacht. 
 

Spielwertung: 2 Bälle (von 4 möglichen)

Kommentar:
Das Spiel lässt sich auf eine kurze Box-Formel bringen: Der HSV hätte nach Punkten eigentlich gewinnen müssen, doch Bayer siegte durch K.O. Besonders in den ersten 45 Minuten waren die Hamburger das tonangebende Team - nur die Hintermannschaft agierte schwach und leistete sich spielentscheidende Fehler. Die nutzte Bayer eiskalt. Mit dieser Verteidigung muss sich HSV-Trainer Frank Pagelsdorf angesichts der kommenden Aufgaben einiges einfallen lassen.
Oliver Grothmann 

Taktik
Hamburger SV:
Der HSV begann wie gewohnt mit Butt im Tor, davor spielte eine Dreierabwehrkette mit Hertzsch (links), Hoogma (zentral) und Panadic (rechts). Im Mittelfeld spielte auf der linken Seite Hollerbach (später Ketelear), zentral stand Töfting und links begann Sandmann. Hinter den Spitzen spielte Barbarez, im Sturm standen Präger (links), Yeboah (zentral) und Mahdavikia (rechts).

Bayer Leverkusen:
Leverkusen begann mit Matysek im Tor, davor eine Dreierabwehrkette bestehend aus Kovac (links), Nowotny (zentral) und Zivkovic (rechts). Im defensiven Mittelfeld spielten Ramelow (links) und Vranjes (rechts - später kam Schneider). Im offensiven Mittelfeld agierten Ze Roberto (links) und Ojigwe (rechts), davor standen Ponte (links), Rink (zentral - später kam Kirsten für ihn) und Neuville (rechts). 

Stimmen
Berti Vogts (Trainer Bayer Leverkusen):
"Es stecken gute Charaktere und viel spielerische Klasse in dieser Mannschaft. Es ist toll, so eine Mannschaft übernehmen zu dürfen." 

Frank Pagelsdorf (Trainer Hamburger SV):
"Am Ende haben uns die Kräfte gefehlt. Nach dem Ausgleich haben wir uns viele Chancen erarbeitet, doch sind nicht belohnt worden. Das Gegentor hat uns gelähmt." 


 
dpa meldet: Vogts beim Debüt an die Spitze 

Hamburg (dpa) - Berti Vogts ist bei seiner Bundesliga-Premiere auf der Trainerbank mit Bayer Leverkusen gleich an die Tabellenspitze gestürmt. 801 Tage nach seinem Rücktritt als Fußball-Bundestrainer holte der Daum-Nachfolger beim Hamburger SV einen 3:1 (2:1)-Sieg.

Ausgerechnet Hans-Jörg Butt, der nach der Saison zu Bayer wechseln will, schenkte mit einem groben Schnitzer in der 33. Minute seinem künftigen Arbeitgeber den Sieg und Paulo Rink seinen zweiten Treffer. Der Nationalspieler hatte bereits nach 56 Sekunden die Führung erzielt, die Roy Präger in der zehnten Minute ausglich. Leverkusen eroberte am 13. Spieltag erstmals in dieser Saison Platz eins, den Oliver Neuville mit dem dritten Treffer (72.) perfekt machte.

Vogts verzichtete darauf, unter den 49 000 Zuschauern auf der Tribüne Platz zu nehmen. Wie alle seine Kollegen setzte er sich auf die Bank und schickte stattdessen seinen Assistenten Wolfgang Rolff auf einen Platz unter dem Stadiondach. «Nachher schaltet jemand den Aufzug ab, wenn ich drin bin», scherzte Vogts, der selbst vor seinem Debüt locker blieb. Noch wenige Minuten vor dem Anpfiff gab er ein TV-Interview und kündigte den Sturm an die Spitze an. «Wenn der HSV es zulässt», so der 53-Jährige, der am 2. Juni 1979 sein letztes Bundesliga-Spiel als Verteidiger von Borussia Mönchengladbach absolvierte.

HSV-Trainer Frank Pagelsdorf nahm seinen Kollegen herzlich in den Arm. Doch gleich nach dem Anpfiff war es vorbei mit den Freundlichkeiten. Beide Teams schenkten sich nichts und lieferten sich eine ganze Reihe unnötiger Nickligkeiten. So ging es gleich los: Auf dem rechten Flügel gingen die Leverkusener gleich zur Sache - und die Flanke verwertete der freistehende Rink unter den gellenden Pfiffen der HSV-Anhänger zur schnellen Führung.

Der Nationalspieler war auch für die kurioseste Szene der Partie verantwortlich. Mit seinem vierten Saisontor sorgte er nach Prägers verdientem Ausgleich für die erneute Führung. Sein zukünftiger Mitspieler Butt half dabei kräftig mit. Dass ein Torwart im eigenen Strafraum einen Länderspiel-erfahrenen Stürmer austricksen will, ist schon außergewöhnlich. Und auch dem HSV-Keeper misslang es.

Mit der zweiten Niederlage nacheinander verpatzten die HSVer, bei denen der Ex-Magdeburger Jan Sandmann ein vielversprechendes Debüt gab, die Generalprobe für das UEFA-Cup-Spiel am Donnerstag beim AS Rom. Vizemeister Leverkusen ist dagegen gerüstet für das Heimspiel im UEFA-Cup gegen AEK Athen.

Nach dem Wechsel mühte sich der HSV redlich, doch die nun sattelfeste Bayer-Abwehr um den nach seiner Rot-Sperre wieder ins Team zurückgekehrten Jens Nowotny war mit den einfallslosen Angriffen nicht zu knacken. Die Gäste, bei denen Ulf Kirsten kurz vor Schluss sein Comeback feierte, waren bei Kontern stets gefährlich; einen davon nutzte Neuville nach glänzendem Zuspiel Nowotnys


 
kicker meldet: 
Ein katastrophaler Fehler von Jörg Butt brachte die bereits arg in die Defensive gedrängten Leverkusener wieder zurück ins Spiel und gab dem Spiel der Hamburger den entscheidenden Knacks.

Beide Mannschaften im Vergleich zum letzten Wochenende mit jeweils 3 personellen Änderungen: Beim HSV kehrte Hollerbach nach seiner Gelb-Sperre wieder in die Startelf zurück, für ihn musste Maul weichen. Außerdem spielten Sandmann für Kientz und Yaboah für Ketelaer. Bei den Gästen rückte Nowotny nach seiner Gelb-Sperre für Ramelow wieder in die Startelf, außerdem ersetzte Ponte Hoffmann und Rink ersetzte Brdaric. 

Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Ponte setzte sich auf der rechten Seite durch und flankte auf Rink, der den Ball zum 0:1 ins untere rechte Eck lenkte. Der HSV ließ sich jedoch nicht lange irritieren, bereits nach zehn Minuten köpfte Präger den Ausgleich. Robert Kovac hatte den Ball unglücklich auf den HSV-Stürmer per Kopf verlängert. 

Der HSV spielte nun befreit auf, setzte Bayer immer mehr unter Druck. Die Gäste fanden kaum ein Mittel gegen die HSV-Offensive, der Führungstreffer der Hanseaten lag lange Zeit in der Luft. Dann in der 33. Minute wie aus heiterem Himmel ein grober Schnitzer des zukünftigen Leverkusener Keepers Jörg Butt: Er vertändelte einen Rückpass von Hertzsch unglücklich, Rink ließ sich nicht lange bitten, umkurvte den HSV-Schlussmann und traf ins leere Tor. Der neuerliche Rückstand sorgte für einen Bruch im HSV-Spiel, die Hanseaten sollten sich bis zur Halbzeit nicht mehr von dem Schock erholen. Die Schlussphase des ersten Durchgangs geriet sehr hektisch, Schiedsrichter Merk musste nach diversen Rangeleien gleich dreimal die Gelbe Karte ziehen. 

In der zweiten Halbzeit drängte der HSV naturgemäß auf den Ausgleich, allerdings wirkten die Angriffsbemühungen der Gastgeber wenig durchdacht und zerfahren. Ab der 60. Minute schienen zudem die Kräfte deutlich nachzulassen, die Hamburger überließen der Bayer-Elf immer mehr die Kontrolle über das Spiel. Das 1:3 durch Oliver Neuville nach Querpass von Nowotny brachte schließlich die Vorentscheidung. Von HSV-Seite war nun keine Gegenwehr mehr zu erkennen, man überließ den Gästen beinahe kampflos die Punkte. 

Fazit: Ein auch in dieser Höhe keineswegs unverdienter Sieg der Bayer-Elf. Eine starke Phase der Gastgeber von 20 Minuten in der ersten Halbzeit war gegen den Vize-Meister einfach zu wenig. Bayer spazierte regelrecht in der zweiten Hälfte an die Tabellenspitze.

Chancenverhältnis: 4:4 
Eckenverhältnis: 5:6 

Schiedsrichter: Merk, Dr. (Kaiserslautern), Note 4,5 - mehrere falsche Abseitsentscheidungen, verschaffte sich während der hektischen ersten Halbzeit nur zögernd Respekt und hätte Hollerbach nach einer Tätlichkeit an Ramelow vom Platz stellen müssen 
Spielnote: 3 
Spieler des Spiels: Rink - Der Nationalspieler meldete sich nach siebenwöchiger Pause eindrucksvoll mit zwei Toren zurück. 
 

Analyse 

Personal: Der HSV nach dem 2:4 in Köln mit drei Änderungen: Für Yeboah, Hollerbach (nach Gelb- Sperre) und den erstmals von Beginn an eingesetzten Jan Sandmann mussten Ketelaer, Maul und Kientz weichen. Auf Seiten der Gäste stand neben den "Rückkehrern" Nowotny und Rink auch Ponte in der Anfangsformation. Gegenüber dem 1:0 in Freiburg fehlten Ballack, Brdaric (beide verletzt) und Hoffmann (Bank).

Taktik: HSV-Trainer Frank Pagelsdorf setzte im rechten Mittelfeld mit Sandmann statt Präger auf die defensivere Variante. Rechtsfuß Präger begann an Stelle Ketelaers auf Linksaußen. Hoogma kehrte auf seine angestammte (Mittel-)Position in der Dreier-Abwehrkette zurück, Töfting übernahm im zentralen defensiven Mittelfeld die Rolle des verletzten Niko Kovac. Bayer begann mit drei Spitzen, Neuville wechselte später von Linksaußen ins rechte Mittelfeld, da Ojigwe fast nur defensiv gebunden war.

Spielverlauf: Von Beginn an überschlugen sich die Ereignisse: Nach noch nicht einmal einer Minute ging Leverkusen durch Rink in Führung, die Hausherren antworteten fast postwendend mit Prägers 1:1 (10.). Auch danach blieb Hamburg zunächst Ton angebend, namentlich Präger und Mahdavikia sorgten auf den Flügeln für Wirbel. Nach einem krassen Fehler von Ojigwe bot sich Yeboah die hundertprozentige Möglichkeit zum 2:1, doch der Ghanaer scheiterte kläglich an Bayer-Keeper Matysek. Bayer bot in dieser Phase Magerkost, viele Bälle gingen im Aufbau verloren, die Stürmer waren isoliert vom Mittelfeld.

Knackpunkt der Partie in der 33. Minute: HSV-Schlussmann Jörg Butt verdribbelt sich nach einem Rückpass von Hertzsch im eigenen Strafraum gegen Rink, der Brasilianer bestraft Butts Fauxpas mit dem 1:2. In der Folgezeit fanden die Hanseaten nicht mehr zu ihrem Rhythmus, präsentierten sich mit fortdauernder Spielzeit zunehmend desolat. Leverkusen hätte seine Überlegenheit zu weiteren Treffern nutzen können.

Fazit: Ein verdienter Sieg für den neuen Spitzenreiter. Der HSV stellte in dieser Form tatsächlich nicht mehr als Mittelmaß dar. 

Höhepunkte des Spiels:
Schlusspfiff
87. Minute: Hoogma klärt in höchster Not vor Schneider.
73. Minute: War das die Entscheidung? Nowotny passt quer auf Neuville, der unbedrängt das 1:3 erzielen kann. Angesichts des derzeit müden Auftritts der Hamburger mag man kaum mehr an eine Wende glauben.
67. Minute: Konter der Leverkusener, Ponte steht frei vor Butt, der den Ball zur Ecke lenken kann.
54. Minute: Schön herausgespielter Angriff des HSV: Mahdavikia spielt auf Präger, dessen Ball aus 18 Metern geht jedoch links neben das Tor.
49. Minute: Ein Distanzschuss von Neuville geht über das Tor.
Anpfiff 2. Halbzeit
Halbzeit
43. Minute: Ponte passt auf Neuville, der jedoch von Hertzsch im Strafraum noch abgefangen wird.
34. Minute: Schwerer Torwartfehler von Jörg Butt: Einen Rückpass bekommt der zukünftige Leverkusener Keeper nicht unter Kontrolle, Rink bedankt sich mit der erneuten - zu diesem Zeitpunkt keinesfalls verdienten - Führung.
27. Minute: Ojigwe zu leichtsinnig gegen Yeboah. Matysek ist auf dem Posten, geht gerade noch rechtzeitig dazwischen. Leverkusen gerät immer mehr unter Druck, findet kaum ein Mittel gegen die HSV-Offensive.
22. Minute: Ein Distanzschuss von Barbarez geht weit über das Tor.
11. Minute: Der Ausgleich! Ein weiter Einwurf von rechts wird von Kovac unglücklich per Kopf verlängert, Präger köpft den Ball ins Netz.
8. Minute: Eine Flanke von Mahdavikia lenkt Nowotny fast ins eigene Netz. Der linke Torpfosten rettet den Gästen die Führung.
1. Minute: Wer hätte das gedacht: Bereits nach einer Minute führt Bayer mit dem neuen Trainer Berti Vogts mit 1:0. Ponte setzt sich auf der rechten Seite durch, flankt auf Rink und der drischt den Ball ins untere rechte Eck.
Anpfiff