Bundesliga 2000/2001, 15. Spieltag, Sonntag, 03.12.00 um 17:30 Uhr auf dem Lauterer Betzenberg (Fritz Walter-Stadion)

1. FC Kaiserslautern - Hamburger SV 2:1 (0:0)

Ich kann mir momentan nicht vorstellen, daß ich dazu noch was schreiben möchte......

Ich bin gar nicht sooo enttäuscht von der Mannschaft, sondern hauptsächlich vom Ergebnis. Und damit natürlich von den letzten 5 Minuten.
 

Tabelle des Spieltages

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
Sport1 meldet: 

Telegramm 
TORE :   1:0 Miroslav Klose (86.), 2:0 Miroslav Klose (88.), 2:1 Hans-Jörg Butt (90.)

GELBE KARTEN 
1.FC Kaiserslautern: Jose Manuel Dominguez (16.), Murat Yakin (17.), Hany Ramzy (91.)
Hamburger SV: Rodolfo E. Cardoso (18.), Bernd Hollerbach (24.), Niko Kovac (70.), Jochen Kientz (91.)

PLATZVERWEISE 
1.FC Kaiserslautern: -
Hamburger SV: Karte gelb/rot für Bernd Hollerbach (85.)

SCHIEDSRICHTER :  Dr. Helmut Fleischer 
ZUSCHAUER :  38.481 
DATUM :  03.12.00   17:30 Uhr 

AUFSTELLUNG 
1.FC Kaiserslautern: Georg Koch, Hany Ramzy, Murat Yakin, Harry Koch, Andreas Buck, Jörgen Pettersson, Miroslav Klose, Dimitrios Grammozis, Youri Djorkaeff, Marian Hristov, Jose Manuel Dominguez

Hamburger SV: Hans-Jörg Butt, Bernd Hollerbach, Niko Kovac, Roy Präger, Rodolfo E. Cardoso, Stig Töfting, Marek Heinz, Nico Jan Hoogma, Andrej Panadic, Ingo Hertzsch, Mehdi Mahdavikia

WECHSEL 
1.FC Kaiserslautern: Marco Reich für Jose Manuel Dominguez (61.), Olaf Marschall für Youri Djorkaeff (74.), Michael Schjönberg für Harry Koch (91.)

Hamburger SV: Harald Spörl für Roy Präger (59.), Jochen Kientz für Rodolfo E. Cardoso (65.), Thomas Doll für Mehdi Mahdavikia (75.) 
 

Miroslav Klose erlöst die Roten Teufel

Spieler, Fans und Verantwortliche des 1.FC Kaiserslautern können aufatmen. Denn mit dem verdienten 2:1-Erfolg über den Hamburger SV ist die Negativserie von zuletzt drei verlorenen Pflichtspielen in Folge zunächst gestoppt. In der Tabelle rangieren die Pfälzer weiterhin auf Platz sieben mit 23 Punkten - halten Kontakt zur Spitzengruppe. Der HSV steht trotz der Niederlage zwar immer noch auf Platz zehn mit 18 Punkten, allerdings nur drei Zähler von einem Abstiegsplatz entfernt. Die Gäste haben jetzt sogar fünf Spiele in Folge verloren.

Die beiden Tore für die Pfälzer schoss Miroslav Klose (86., 88.), den Anschlusstreffer erzielte Hans-Jörg Butt per Strafstoß (90.). Die Partie hatte zwei Gesichter: Die erste Halbzeit war sehr unterhaltsam, die zweite dafür um so langweiliger. 

Gute erste Halbzeit
Gerade in den ersten 45 Minuten versteckten sich beide Mannschaften nicht, arbeiteten offensiv nach vorne. Dem Spiel der Gäste war deutlich anzumerken, dass Rodolfo Cardoso, Nico Kovac und Bernd Hollerbach wieder von Beginn an aufliefen. Cardoso war es auch, der immer wieder gut Mehdi Mahdavikia und Roy Präger über die Außen einsetzte. So gab es hüben wie drüben viele Chancen. Die größten für den HSV vergaben Mahdavikia (25.) und Marek Heinz (33.) - beide scheiterten an Schlussmann Georg Koch.

Die größte Chance des Spiels vergab aber ein Lauterer: Jörgen Pettersson. Er umspielte erst mustergültig Torwart Hans-Jörg Butt, schaffte es aber nicht, den Ball ins leere Tor zu schießen (14.). Der Schwede war es auch, der zwölf Minuten später erneut aus aussichtsreicher Position an Butt scheiterte (26.) So blieb es bis zur Halbzeit beim 0:0.

Späte Tore in Halbzeit zwei
In den zweiten 45 Minuten tat sich bis zur hektischen Schlussphase nicht mehr viel. Wenig Spielfluss, viele Fouls und wenige mitreißende Torraumszenen. Erst als Schiedsrichter Helmut Fleischer HSV-Spieler Hollerbach wegen Meckerns die Gelb-Rote-Karte zeigte (85.), witterten die Gastgeber plötzlich ihre Chance. Keine Minute später nutzte Klose dann sofort eine Unachtsamkeit in der HSV-Abwehr zur Führung. Die Hanseaten wollten eigentlich auf Abseits spielen, das aber in dieser Szene gehörig daneben ging. Zwei Minuten später war es wieder Klose, der per Kopf auf 2:0 erhöhte.

In der 90. Minute foulte Andreas Buck dann im eigenen Strafraum Nico Kovac. Den fälligen Elfmeter verwandelte Schlussmann Butt - das Tor hat jedoch nur statistischen Wert, denn nach dem Treffer pfiff Schiesrichter Fleischer ab.

Daten
Fakten:
Hamburger Negativserie 
Vier Bundesligaspiele in Folge hat der HSV nun verloren, zuletzt hatten sie so einen Negativlauf in der Saison 97/98, auch damals verloren sie die vierte Partie am Betzenberg.
 
Endlich ein Pfälzer Erfolg 
Nach fünf Pflichtspielniederlagen in Folge feierten die Pfälzer mit dem Erfolg über die Hanseaten endlich wieder einen Sieg. Mit dem HSV kam dabei genau der richtige Gegner. Gegen die Hamburger gewann der FCK nun die letzten vier Heimspiele.
 
Auswärtsschwache Hamburger 
Von den letzten elf Auswärtsspielen gewann der HSV nur eins, dabei verloren die Hanseaten sogar ihre letzten vier Auswärtspartien. Auf einen Sieg in der Pfalz wartet der HSV nun schon seit über viereinhalb Jahren.
 
Späte Pfälzer Tore 
Schon wieder schossen die Pfälzer in der Schlussviertelstunde ihre Treffer. Mit den beiden Toren gegen den HSV hat der FCK nun schon zehn Treffer in der Schlussphase erzielt. Nur Hertha BSC traf öfter in den letzten Minuten. Gegen den HSV traf Kaiserslautern aber auch auf den richtigen Gegner: Denn keine Mannschaft kassierte bisher mehr Gegentreffer in der Schlussphase (jetzt schon 10) als der HSV.

Schlaglichter:
Matchwinner Klose 
Nicht nur durch seine beiden gewinnbringenden Tore (sein erster Bundesliga-Doppelpack) war Miroslav Klose einer der auffälligsten Spieler. Er war insgesamt auch an über der Hälfte der Lauterer Torschüsse beteiligt (sechs Torschüsse, sechs Torschussvorlagen). Auch im direkten Duell gegen den Mann setzte sich der junge Klose gewohnt gut durch (50% gewonnen).
 
Lauterer Überlegenheit 
Konnte der HSV in der ersten Halbzeit das Spiel noch ausgeglichen gestalten, waren die Pfälzer besonders in der zweiten Halbzeit eindeutig überlegen. Das Torschussverhältnis der zweiten Hälfte spricht dabei eine deutliche Sprache: Während die Hanseaten nur dreimal zum Torschuss kamen, suchte der FCK 14-mal den Abschluss und kam dadurch auch nicht unverdient zu einem Sieg gegen die Hamburger.
 
Mißglückte Comebacks 
Auch die Rückkehr der glorreichen Drei brachte dem HSV keinen Erfolg. Cardoso, Kovac und Hollerbach feierten nach ihren Verletzungen ihre Rückkehr in die Mannschaft. Cardoso konnte dabei wenig Akzente setzen und war auch an keinem Hamburger Torschuss beteiligt. Kovac war hingegen gleich wieder an der Hälfte der Hamburger Torschüsse beteiligt. Wie wertvoll der Franke Hollerbach für die Hamburger ist, zeigt die Tatsache, dass es bis zu dem vierten Platzverweis in Hollerbachs Karriere noch 0:0 stand.
 
Ordentlicher Yakin 
Nach überzeugender Vorstellung im UEFA- Pokal bei den Glasgow Rangers feierte Murat Yakin auch in der Bundesliga seine Rückkehr unter die ersten Elf. Erstmals seit seiner Muskelverletzung am vierten Spieltag in Unterhaching (0:0) stand der Schweizer wieder in der Lauterer Mannschaft. Auch wenn Yakin in der Anfangsphase überhart einstieg, machte ein sehr solides Spiel. Er gewann dabei 61% seiner Zweikämpfe und hatte nach dem Bulgaren Hristov die meisten Ballkontakte auf Seiten der Lauterer.
 
Dänenpower 
Stig Töfting scheint die hohe Belastung wenig auszumachen. Der dänische Nationalspieler war gegen die Pfälzer enorm aktiv und an der Hälfte der Hamburger Torschüsse beteiligt. Nebenbei entschied der Däne auch noch 65% seiner Duelle für sich und hatte deutlich die meisten Ballkontakte im Hamburger Team.
 

Top-Spieler: Miroslav Klose (1.FC Kaiserslautern):
Klose entschied mit seinen beiden Treffern kurz vor Schluss die Partie. Eigentlich war von ihm über die gesamten 90 Minuten betrachtet nicht viel zu sehen, aber als es galt, war er zur Stelle. Eben ein Stürmer, wie ihn sich jeder Trainer wünscht.  

Spielwertung: 2 Bälle (von 4 möglichen)
 
Kommentar
Ein Spiel mit zwei Gesichtern. Die erste Halbzeit war richtig gut, die zweite ließ viel zu wünschen übrig. Dennoch wurden die Pfälzer kurz vor Schluss belohnt, weil die HSV-Abwehr zweimal nicht im Bilde war. Auf den HSV warten jetzt schwere Wochen.
Oliver Grothmann  

 
Taktik
1.FC Kaiserslautern
Im Tor spielte Koch, davor in der Abwehr (von links nach rechts) Ramzy, Yakin und Harry Koch (für ihn kam später Schjönberg). Im defensiven Mittelfeld begannen links Grammozis, zentral stand Hristov und rechts Buck. Vor Grammozis arbeitete links offensiv Dominguez (für ihn kam später Reich), zentral offensiv stand Djorkaeff (für ihn kam später Marschall). Im Sturm starteten die Pfälzer mit Klose und Pettersson.

Hamburger SV
Im Tor stand Butt, in der Abwehr ließ Trainer Pagelsdorf die Dreierkette Panadic, Hoogma und Hertzsch (von links nach rechts) auflaufen. Im zentralen Mittelfeld begann Kovac, links von ihm stand Hollerbach, rechts Töfting. Im offensiven Mittelfeld sorgte Cardoso für Unruhe (für ihn kam später Kientz), im Sturm spielte Präger (für ihn kam später Spörl), Heinz und Mahdavikia (für ihn kam später Doll).  
 

Stimmen
Teammanager Andreas Brehme (Kaiserslautern):
"Dieser Sieg war sehr, sehr wichtig. Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Sie hat sich nie aufgegeben und hervorragend gekämpft, auch wenn die spielerische Linie teilweise gefehlt hat. Aber die drei Punkte sind erstmal das Wichtigste." 

Trainer Frank Pagelsdorf (Hamburger SV):
"Wir haben versucht, das Spiel offen zu halten. In der ersten Halbzeit haben wir auch gut nach vorne gespielt, sind aber nicht belohnt worden. In der zweiten Halbzeit hat Kaiserslautern dann den Druck erhöht. Die Schlüsselszene war der Platzverweis und das 0:1 direkt danach. Wir müssen jetzt sehen, dass wir in den nächsten Spielen punkten." 


 
dpa meldet: Kaiserslautern beendet Negativserie mit 2:1 gegen HSV 
Von Reinhard Schwarz, dpa 

Kaiserslautern (dpa) - Mit einem Doppelschlag von Miroslav Klose hat der 1. FC Kaiserslautern seine Negativserie in der Fußball- Bundesliga beendet. Gegen den Hamburger SV gewann das Team von Trainer Andreas Brehme am Sonntag glücklich mit 2:1 (0:0). 

Stürmer Klose traf in einer turbulenten Schlussphase in der 86. und 88. Minute. Vor 38 481 Zuschauern spielten sich die Pfälzer für ihren Auftritt am Donnerstag im Europapokal gegen die Glasgow Rangers warm. «Wir haben verdient gewonnen, bei dem Einsatz von der ersten Minute an», sagte Teamchef Brehme, der mit seiner Elf nach den Rangers auch noch Bayern München in der kommenden Woche auf dem Betzenberg empfängt. 

Der HSV, der fünf Minuten vor Schluss den Ex-Lauterer Bernd Hollerbach wegen einer gelb-roten Karte verlor, geht demoralisiert in das Rückspiel gegen den AS Rom. «Der Platzverweis war die Schlüsselszene», befand HSV-Coach Frank Pagelsdorf. Nur der glänzende Torhüter Hans-Jörg Butt konnte in der letzten Minute der Begegnung das Ergebnis mit einem verwandelten Elfmeter noch verbessern. Ein tragischer Zwischenfall ereignete sich schon vor der Partie, als ein FCK-Fan beim Betreten des Fritz-Walter-Stadions einem Herzinfakt erlag. 

Der HSV, der sich unter der Woche im Gegensatz zu den Pfälzern schonen konnte, ging mit drei Spitzen energisch in die Partie der zuletzt glücklosen Clubs. Sowohl die Gäste, die zuletzt insgesamt vier Mal in Serie verloren, als auch die Lauterer, die fünf Niederlagen kassierten, waren von der ersten Minute an voll da. 

Mit den wieder genesenen Rodolfo Cardoso, Bernd Hollerbach und Niko Kovac zeigte sich das Team von Trainer Frank Pagelsdorf anfangs selbstbewusst wie im eigenen Stadion. Das Fehlen von Sergej Barbarez (gelbgesperrt) und Anthony Yeboah (Grippe) fiel kaum auf. Bereits nach zehn Minuten hätte es für die Hanseaten einen Elfmeter geben müssen, als Kovac im Strafraum von Marian Hristow zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Fleischer (Ulm) entschied sich jedoch gegen einen Strafstoß. 

Nur drei Tage nach der UEFA-Cup-Hinspiederlage bot Brehme erneut den in Glasgow überzeugenden Murat Yakin als Libero. In dem von hohem Einsatz geprägten Spiel standen beide Torhüter im Blickpunkt: Georg Koch verhinderte die größten HSV-Chancen durch Mehdi Mahdavikia (25.) und Marek Heinz (33.) jeweils per Fußabwehr. Der zuletzt in die Kritik geratene Butt war bei kapitalen FCK-Chancen durch Hany Ramzy (24.) und Jörgen Pettersson (26.) Endstation. Die größte Gelegenheit der Pfälzer vergab der Schwede (14.), als er Butt schon umspielt hatte, aber aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf. 

Im zweiten Durchgang rückte bei den Gastgebern Youri Djorkaeff in die Spitze, Pettersson ließ sich etwas zurückfallen. Als Folge hatte der Franzose in der 55. eine gute Chance, kam nach einem Steilpass von Hristow aber einen Schritt zu spät gegen Butt. Vier Minuten später spielte der Weltmeister Pettersson frei, der mit seinem Flugkopfball das Tor verfehlte. Der HSV wurde blasser, nur ein Fernschuss von Hollerbach (54.) und ein Querschläger von Yakin (76.) verbreiteten Gefahr. 

Der zweifache Torschütze Klose nutzte in der Schlussphase seine beiden Chancen zum 2:0 eiskalt. Den von Buck an Kovac verschuldeten Elfmeter verwandelte Butt kurz darauf ohne Probleme. «Wir haben das Spiel lange offen gehalten, konnten aber in der zweiten Halbzeit dem Druck der Pfälzer nicht standhalten», analysierte Pagelsdorf.


 
kicker meldet: 1. FC Kaiserslautern - Hamburger SV 2:1 (0:0) 

Chancenverhältnis: 6:5 
Eckenverhältnis: 10:5 
Schiedsrichter: Fleischer, Dr. (Ulm), Note 4,5 - Ahndete Hristovs elfmeterreifes Foul an Kovac nicht, lag bei einigen Abseitsentscheidungen daneben, aber bei Hollerbachs Ampelkarte richtig. 
Zuschauer: 38481 
Spielnote: 3 
Spieler des Spiels: Klose - Sein Doppelschlag entschied die Partie zu Gunsten der Pfälzer. 
 

Analyse 

Personal: FCK-Team-Manager Brehme nahm gegenüber dem UEFA-Pokal-Spiel in Glasgow (0:1) zwei Änderungen vor: Für den defensiven Komljenovic sollte Dominguez das Offensivspiel beleben, Klose ersetzte Lokvenc. Beim Hamburger SV stellte Pagelsdorf nach dem 0:1 in Rostock diesmal die zuletzt verletzten Cardoso, Hollerbach und Kovac für Bester, Sandmann und Barbarez in die Anfangself. Für Cardoso war es der erste Einsatz seit dem frühen Ausscheiden (Muskelverletzung im Leistenbereich) in der Partie am 26. September gegen Athen (0:1).

Taktik: Beide Teams waren sehr offensiv ausgerichtet, die Lauterer noch stärker als die Gäste. In allen Mannschaftsteilen gab es auf beiden Seiten feste Zuordnungen. Kovac kümmerte sich um FCK-Spielmacher Djorkaeff, der die beiden Spitzen unterstützte. Die offensiven Außen Buck und Dominguez banden auf den Flügeln Hollerbach und Töfting. In der FCK-Defensive sollte Hristov zentral die Kreise von Cardoso einengen. Mahdavikia und Präger agierten als hängende HSV-Spitzen hinter Stoßstürmer Heinz.

Spielverlauf: Die Partie begann sehr hektisch, wurde von beiden Seiten engagiert, phasenweise aber auch recht ruppig geführt. Von Anfang an wurde klar, dass beide Mannschaften ihre jüngste Niederlagenserie beenden wollten. Durch den offensiven Schlagabtausch ergaben sich Chancen auf beiden Seiten. Dem HSV wurde dabei ein Elfmeter verweigert, für den FCK vergab Pettersson eine Riesenchance (14.). Nach Hamburgs größter Möglichkeit (Heinz scheiterte an Georg Koch/ 33.) verschafften sich die Hausherren ein Übergewicht, Butt konnte sich öfter auszeichnen.

Nach Wiederanpfiff verflachte die Partie, der FCK hatte Mühe im Spielaufbau, weil der HSV früh störte. Bei Lautern hatten Djorkaeff und Pettersson die Rollen getauscht, weil vom Schweden im Angriff zu wenig Gefahr ausging. Doch auch der Franzose konnte vorne nichts bewirken. Erst in der turbulenten Schlussphase fielen die Treffer.

Fazit: Ein später, aber nicht unverdienter Sieg des FCK, der trotz nachlassender Kräfte nie aufsteckte.