Bundesliga 2000/2001, 23. Spieltag, Samstag, 24.02.01 um 15:30 im Hamburger Volkspark bei 0 Grad C (bzw. - 0 Grad C auf der anderen Anzeigetafel ;-) )

Hamburger SV - VfL Wolfsburg 3:2 (2:1)

Heute war ich schon lange vor dem Spiel nervös. Allerdings war es nicht die Anspannung, die man so vor einem freudigen Ereignis hat, sondern echte Angst.

Angst um unseren HSV und Angst davor, daß der Trainer entlassen wird, was mir gar nicht gefallen würde.

Das Spiel sollte mit einem stürmischen HSV anfangen, der sich auch gleich einige Chancen erspielte. Allerdings kam es dann wieder einmal knüppelhart für uns. In der 10. Minute konnte Wolfsburg mit dem ersten gefährlichen Angriff das 0:1 erzielen. Da hätte ich gleich wieder sterben mögen. Hollerbach wirkte leicht verwirrt und konnte Sebenscen nicht folgen. Neu-Libero und –Spielführer Hoogma wartete auf der 16er-Linie auf Sebescen. Doch der Lümmel zog es einfach vor, schon vor dem 16er zu schießen. Der Ball schlug dann auch noch ins lange Eck ein, sodaß Butt auch blaß aussah. 0:1. Unglaublich. Ging das Elend des HSV schon wieder los ? Erst eine Unzulänglichkeit von Holler und dann ein ganz, ganz böser Fehler von Hoogma, der dem Gegner einfach nicht entgegen geht. Auch Butt sah nicht toll aus, aber dazu muß ich es mir erstmal im TV ansehen.

Der HSV war in Folge des Treffers etwas geschockt und ließ nun erstmal die Angriffslust vermissen. Viele Fehlpässe führten dazu, daß das Spiel des HSV auch insgesamt unsicherer wurde und sich leider auch der Unmut auf den Rängen regte.  Wenn es in dieser Zeit Wolfsburg durch Maric das 0:2 erzielt hätte, wäre wahrscheinlich alles aus gewesen. Die Wolfsburger hatten eine Topchance nach Flanke von links. Der Ball flog quer durch den 5m-Raum. Akpoborie konnte ihn Gott sei Dank nicht direkt erreichen, um ihn reinzudrücken. Er schaffte es aber noch, den Ball direkt vor der Auslinie für seinen Sturmpartner Maric zu stoppen. Der versuchte ihn ins TW-leere Tor zu drücken, doch Hoogma konnte, auf der Linie stehend, den Ball abwehren.

Wie gesagt, nehme ich an, daß der HSV in der derzeitigen Verfassung ein 0:2 nicht mehr umgebogen hätte. Selbst wenn man sich dann aufgebäumt hätte, hätte es vermutlich tierisch viele Konterchancen für WOB gegeben.

Aber glücklicherweise hatten wir in dieser Szene ja endlich mal „Schwein“. Allerdings darf man dazu sagen, daß die VW-Städter mit Ihrer Führung ja auch Glück hatten und dabei insbesondere die Fehler unserer Hintermannschaft ausnutzten. Darauf konnte sich jetzt auch der HSV verlegen. Wolfsburg tat dem HSV den unendlichen Gefallen, gleich zweimal gaaanz dämlich auszusehen in der Abwehr. 

In der 30. Minute war es zunächst Schnoor, der auf der linken Seite über einen Pass von Barbarez hinwegschlug. Mahdavikia war allein auf und davon. Problematisch war nur, daß er wirklich allein und weit rechts war. Aber er ließ sich ein wenig Zeit und wartete so perfekt ab, bis Meijer in die Spitze aufgerückt war. Mahdavkias Diagonal-Paß durch den 5er grätschte Meijer am langen Pfosten rein.

Nun wurde der HSV auch wieder sicherer und mir war wirklich ein Stein vom Herzen gefallen. Gott sei Dank der Ausgleich.

Doch dann schickte sich Wolfsburg direkt vor der Halbzeit doch an, dem Bundesliga-Dino noch weitere Aufbauhilfe zu gewähren. Einen wirklich ungenauen Paß von Hoogma aus dem Mittelfeld genau in die Mitte des 16ers ließen alle Wolfsburger außer Acht, denn Reitmaier hätte ja nur 1, 2 Schritte nach vorne machen müssen und hätte den Ball locker fangen können. Allerdings wartete Reitmaier und bewegte sich keinen Schritt nach vorn. Vielleicht mag er Angst gehabt haben, daß der Ball auch unkontrolliert aufspringen könnte. Jedenfalls lief Barbarez dem Ball hinterher und konnte ihn direkt vor dem Torwart mit der Zehenspitze über den Torwart spitzeln. Der Ball schlug am Winkel ein und flog dann glücklicherweise hinter die Torlinie. Auch wenn er sonst fast nur Kopfballtore macht, war das irgendwie ein typisches Tor für unsere „Schlampe“. Er ist halt ein ausgebuffter Striker !

2:1 zur Halbzeit. Damit hätte ich nach 10 Minuten wohl nicht gerechnet. Endlich mal wieder eine Führung zum Pausentee.

Mir persönlich war ziemlich klar, daß wir wohl mindestens noch ein Tor schießen müßten, denn 45 Minuten ohne Gegentor erleben wir ja leider nur selten. Außerdem wollte ich nicht die ganze zweite Halbzeit zittern müssen.

In der 2. Halbzeit zog sich der HSV etwas zurück, um die Wolfsburger kommen zu lassen. Das taten sie auch und einige Male hatte man dabei doch etwas Angst. Allerdings hätte der HSV in der 60 Minute das 3:1 erzielen müssen. Nach einer Kopfballverlängerung vom sehr kampfwilligen Meijer stand Mahdavikia in ca. 5 m Torentfernung sehr frei und brachte leider das Kunststück fertig, den halbhohen Ball nur an die Latte zu dreschen. 

Aber nur wenige Minuten später sollte er es besser machen. Nach einer Chance der Wolfsburger schoß Hollerbach den Ball wunderschön diagonal über den halben Platz nach vorne rechts zu Mahdavikia (Holler schlägt ja oft diese Diagonal-Pässe, aber eben oft auch ziemlich blind). Dieser Paß kam jedenfalls genau auf dem Kopf von Mahdavikia an, der den Ball direkt in die Mitte zu Barbarez köpfte. Barbarez konnte einen Gegner ausspielen und legte dann am Strafraum kurz nach rechts zum mitgelaufenen Mahdavkia. Und der schoß der Ball tatsächlich aus dieser Position ins lange Eck, was ich gar nicht zu hoffen gewagt hätte.

Das war eigentlich das einzig „normale“ Tor dieses Spiels. Allen anderen, auch dem leider noch folgenden, gingen jeweils krasse Abwehr fehler vorraus. Nur diesem nicht.

So stand es nun 3:1 und da war ich schon recht erleichtert. Es waren noch knapp dreißig Minuten zu spielen und eigentlich müßte das doch reichen. Leider zog sich der HSV aber wieder relativ weit zurück und dann war es schließlich Cardoso, der den Ball am eigenen 16er ganz dumm vertändelte und es so dem Wolfsburger Müller ermöglichte, ebenfalls wieder von rechts aus recht spitzem Winkel das 3:2 zu erzielen.

Da waren noch 18 Minuten zu spielen und nun war wohl wieder allen klar, daß es nun nur noch ein Zittern sein kann. Immerhin wurde in der 73. Minute Akpoborie ausgewechselt, der bisher in 7 Spielen 10 Tore gegen den HSV gemacht hatte. Darüber denkt man natürlich auch mal nach, aber wirklich beruhigt hat es mich nicht.

Wenigstens stellte sich der HSV nicht an den eigenen 16er, aber trotzdem wurde wieder zu spät attackiert. Da muß man schon an der Mittellinie angreifen, aber leider geschah es immer erst in der eigenen Hälfte. All zu viele hochprozentige Chancen bekam Wolfsburg nun allerdings nicht mehr hin. Bis auf eine Chance in der 90. Minute, die dann allerdings fast den Ausgleich gebracht hätte. Nach einer Flanke stand Maric plötzlich im Fünfer mit dem Ball. Doch Butt konnte den Ball gerade noch per Fuß abwehren. Der Treffer hätte allerdings wohl so und so nicht gezählt, weil der Linienrichter die Fahne oben hatte. Trotzdem war das ein sehr, sehr heftiger Adrenalin-Stoß, den ich mir auch gut hätte sparen können.

Fazit des Spiels ist für mich, daß es ein sehr wichtiger Arbeitssieg war, der herausgekämpft wurde. Die Mannschaft hat m.E. mit Ihrem Kampf auch deutlich gezeigt, daß sie weiter gewillt ist, mit dem Trainer zusammen zu arbeiten. Nun geht es in den nächsten beiden Spielen zunächst nach Schalke und dann zu Hause gegen Stuttgart. 3 Punkte gegen Stuttgart sind Pflicht. Jedoch wäre es natürlich auch sehr schön, wenn man wenigstens einen Punkt auf Schalke entführen könnte.

Meine Spielerbewertung:

Butt: Gefiel mir heute erstmal in der Rückrunde nicht. Er irrte wieder einige Male durch den 16er anstatt mal entschlossen rauszulaufen. Beide Gegentore fand ich nicht unhalbtbar. Allerdings habe ich mir das bisher auch nicht so genau im TV angesehen. Note 4

Ujfalusi: sehr souveräne Partie. Ich könnte mich gar nicht erinnern, daß er mal einen Zweikampf verloren hat. Ist auch sicher und abgeklärt, wenn er von einem Stürmer attackiert wird. Allerdings rutscht einem da in unserer Situation schon mal das Herz in die Hose. Note 2

Hoogma: Es fällt mir leider immer mehr auf, daß er scheinbar einfach zu langsam ist. Das 0:1 hätte er jedenfalls verhindern können, wenn er dem Gegner entschlossen entgegengeht, anstatt am Strafraum auf ihn zu warten: Note 4-

Hertzsch: schließt endlich wieder an seine guten HSV-Leistungen an. Hatte seinen Gegenspieler immer gut im Griff: Note 2

Hollerbach: wirklich vorbildlicher Einsatz ! Und mit seinem (ausnahmsweise !!!;-) ) wunderbaren Querpaß auch entscheidend am 3:1 beteiligt. Note 2

Töfting: ganz schwache Leistung des Dänen. Wenn er im Training auch so gespielt hat, hatte Pagel es wohl doch richtig gesehen, ihn die letzten Wochen draußen zu lassen. Er wirkte richtig lahm und kam fast immer zu spät: Note 5

Kovac: hatte heute auch keinen guten Tag. Er machte zwar kaum grobe Fehler, aber es gelang ihm auch einfach nichts, was die Mannschaft richtig nach vorne brachte: Note 4

Cardoso: In der ersten Halbzeit war er fast gar nicht zu sehen. In der 2. Halbzeit hatte er dann mehr Ballkontakte und wurde dadurch auch wieder sicherer. Allerdings ein brutaler Fehler, der zum 2. Wolfsburger Tor führte. Er braucht wohl noch ein paar Spiele, um in Form zu kommen: Note 4

Mahdavikia: War an 2 Toren beteiligt und wirkte auch insgesamt endlich wieder frischer. Erinnerte schon wieder viel mehr an den guten Kia, den wir letzte Saison so oft zu sehen bekamen. Note 3

Barbarez: hat heute wieder durch Kampf überzeugt. Und gerade bei ihm bedeutet das ja schon etwas besonderes. Außerdem war meine „Lieblings-Schlampe“ wieder sehr gefährlich: Note 2

Meijer: unermüdlicher Kämpfer. Grätschte und kämpfte hervorragend und konnte sich selbst mit einem Tor belohnen. Note 2

Schiri Gagelmann: Also ich kann mich wirklich nicht erinnern, daß ich das schon mal behauptet habe, ABER: Das war heute wirklich mal ein Schiri, der den HSV bevorteilt hat. Zwar gab es keinen entscheidenden Szenen, aber immer, wenn ein HSVer sich hinlegte, bekam er auch einen Freistoß. Aus HSV-Sicht war es also eine 1+ mit *. Objektiv gesehen würde ich ihm ´ne 3 geben, weil er eben auch keine spielentscheidenden Sachen gepfiffen hat. Da hatte er aber auch Glück, daß es kaum haarige Situationen zu entscheiden gab.

Tabelle des Spieltages

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
Sport1 meldet: 

Telegramm 
TORE :   0:1 Zoltan Sebescen (10.), 1:1 Erik Meijer (31.), 2:1 Sergej Barbarez (45.), 3:1 Mehdi Mahdavikia (63.), 3:2 Sven Müller (72.)

GELBE KARTEN 
Hamburger SV: Nico Jan Hoogma (24.), Erik Meijer (91.)

VfL Wolfsburg: Dietmar Kühbauer (37.), Marino Biliskov (60.), Patrick Weiser (65.)
 

SCHIEDSRICHTER :  Peter Gagelmann 
ZUSCHAUER :  35.355 
DATUM :  24.02.01   15:30 Uhr 

AUFSTELLUNG 
Hamburger SV: Hans-Jörg Butt, Bernd Hollerbach, Niko Kovac, Sergej Barbarez, Rodolfo E. Cardoso, Stig Töfting, Tomas Ujfalusi, Nico Jan Hoogma, Erik Meijer, Ingo Hertzsch, Mehdi Mahdavikia

VfL Wolfsburg: Claus Reitmaier, Stefan Schnoor, Patrick Weiser, Thomas Hengen, Jonathan Akpoborie, Dorinel Munteanu, Emeka Ifejiagwa, Dietmar Kühbauer, Andrzej Juskowiak, Zoltan Sebescen, Marino Biliskov

WECHSEL 
Hamburger SV: Andreas Fischer für Stig Töfting (74.), Jochen Kientz für Rodolfo E. Cardoso (83.), Roy Präger für Mehdi Mahdavikia (90.)

VfL Wolfsburg: Tomislav Maric für Andrzej Juskowiak (16.), Sven Müller für Dietmar Kühbauer (70.), Jürgen Rische für Jonathan Akpoborie (73.)
 

Kampfgeist brachte drei Punkte
Vor wenigen Tagen sorgte Eric Meijer für Unruhe beim Hamburger SV. In einem Interview mit der "Hamburger Morgenpost" machte Meijer seiner Unzufriedenheit Luft. Er sei nicht zum HSV gekommen, um auf der Bank zu sitzen. "Ich erwarte, dass ich spiele", ließ der Niederländer wissen.
Das tat er beim 3:2-Sieg gegen Wolfsburg- und wie. Er bestritt 52 Zweikämpfe (Liga-Höchstwert: 53 von Franklin, Cottbus) und gewann davon 54%. Für einen Stürmer ein hervorragender Wert. Sechsmal legte er für einen Mitspieler zum Torschuss auf. Der 31 Jahre alte Stürmer verkörperte den Sieges- und Kampfeswillen des HSV.

Einsatz stimmte
In der 31. Minute zeigte er ihn: Mit absolutem Einsatz warf sich Meijer in die Hereingabe von Mehdi Madhavikia und schoss den Ball ins Tor. Ein besonders für das Selbstvertrauen der Hanseaten wichtiger Treffer. Das Tor löste die Verkrampfung.
Bei der Niederlage in Dortmund ließ die Mannschaft Kampfgeist vermissen. Davon war heute nichts zu sehen.

Tor schaffte Selbstvertrauen
Kalt erwischt wurde der HSV mit der Wolfsburger Führung durch Zoltan Sebescen (10.), der ungehindert aus 22 Metern schießen konnte. Die HSV-Spieler schauten nur zu. Doch nach dem Ausgleich kam der HSV besser ins Spiel. Das Führungstor von Sergej Barbarez (45.) war überraschend.
Ein Unentschieden zur Pause hätte dem Spielverlauf eher entsprochen. Wolfsburg kombinierte in der zweiten Halbzeit gefälliger und erspielte sich Chancen. Aber im Abschluss klappte es nicht. Zumal von Jonathan Akpoborie keine Gefahr ausging.

Wolfsburg ohne nötigen Biss
Das 3:1 von Mahdavikia (63.) gab den Hanseaten nicht die nötige Sicherheit. Die Hamburger hielten sich über den Kampf im Spiel. Wolfsburg erhöhte den Druck.
Die Niedersachsen ließen den Siegeswillen jedoch vermissen. Sie warfen nicht alles nach vorne und kamen so nur zum Anschlusstreffer durch Sven Müller (76.).
Der kämperische Einsatz beim HSV stimmte, spielerisch kann Trainer Pagelsdorf nicht zufrieden sein. Eric Meijer erkannte es nach dem Spiel ganz richtig: "Es ist noch lange nicht alles in Butter", sagte er. Recht hat er.
 

Glücklicher HSV-Sieg
Premieren-Sieg im richtigen Moment: Mit dem 3:2 (2:1)-Erfolg über den VfL Wolfsburg hat der Hamburger SV im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga drei wichtige Punkte erkämpft. Es war im achten Aufeinandertreffer beider Teams der erste Sieg für die Hanseaten. Erik Meijer (31.), Sergej Barbarez (45.) und Medhi Mahdavikia (63.) trafen vor 35.355 Zuschauern im Hamburger Volksparkstadion für die Gastgeber. Zoltan Sebescen hatte die Niedersachsen bereits in der zehnten Minute in Führung gebracht. Sven Müller (72.) traf zum Endstand.
Nach dem Schlusspfiff des ingesamt unsicher leitenden Schiedsrichters Peter Gagelmann (Bremen) wurden die HSV-Spieler von ihren Fans gefeiert. Die Erleichterung über den wichtigen `Dreier" war allen Hamburgern anzumerken. Denn die Partie hatte durch den frühen Rückstand nach einem 22-Meter-Schuss von Sebescen mit einem Schock für den HSV begonnen. Und es hätte alles noch viel schlimmer kommen können: In der 23. Minute schoss Stürmer Tomislav Maric den neuen Hamburger Mannschaftskapitän Nico-Jan Hoogma aus einem Meter auf der Torlinie an. Ein 0:2 hätte den Druck auf Trainer Frank Pagelsdorf weiter erhöht. 

In der Folge zeigten sich die Hamburger kämpferisch zwar intakt, spielerisch ging jedoch phasenweise gar nichts mehr. Die Unsicherheiten waren nicht zu übersehen, die treuen Fans pfiffen bereits. Die Wende brachte ein Patzer ausgerechnet durch den ehemaligen Hamburger Stefan Schnoor. Der Abwehrspieler verlor einen Zweikampf gegen Mahdavikia, dessen Flanke Meijer zum Ausgleich eindrücken konnte. 

Auch der erstmaligen Hamburger Führung praktisch mit dem Halbzeitpfiff ging ein Wolfsburger Fehler voraus. Thomas Hengen und Torwart Claus Reitmaier verließen sich bei einem 50-Meter-Pass von Hoogma aufeinander, Barbarez konnte den Ball unbedrängt über Reitmaier hinweg zu seinem 15. Saisontreffer ins Tor lupfen. Nach Mahdavikias Treffer machte der eingewechselte Müller die Partie wieder spannend.

Bei den Hanseaten konnten Meijer und Mahdavikia gefallen. Beim VfL ragten Patrick Weiser und Sebescen heraus. 
 

Daten
Fakten:
HSV knackte endlich den VfL 
Im achten Duell in der Bundesliga siegte der Hamburger SV zum ersten Mal gegen den VfL Wolfsburg - zuvor gab es fünf Remis und zwei Niederlagen.

Garantie für ein Torfestival 
In den letzten fünf Spielen zwischen dem Hamburger SV und dem VfL Wolfsburg fielen immer mindestens vier Treffer. Insgesamt klingelte es dabei 30-mal - daraus ergeben sich sechs Tore pro Spiel im Schnitt!

Festung Volksparkstadion 
Das Volksparkstadion bleibt der Rückhalt des HSV: Sieben seiner acht bisherigen Saisonsiege holte der HSV daheim. 

Erstes Jokertor gegen den HSV 
Das Anschlusstor durch Müller war bereits das sechste Jokertor für den VfL, nur Hertha BSC und der SC Freiburg schafften schon mehr. Auf der anderen Seite musste der HSV in dieser Saison als letztes Bundesligateam ein Gegentor durch einen Joker hinnehmen.

Schlaglichter:
VfL mit Löchern in der Mitte 
Das Tor zum 1:1-Ausgleich war der 27. von 29 Wolfsburger Gegentreffern, der über die Außenpositionen eingeleitet wurde - ein solcher Anteil ist in der Liga einzigartig. Doch die Wolfsburger zeigten sich anschließend in der Mitte ungewöhnlich anfällig. Zum Beispiel hatte Dietmar Kühbauer nicht gerade seinen besten Tag erwischt und war klarer Verlierer gegen Cardoso (1:8 Zweikämpfe). In der Tat gingen den HSV-Treffern Nummer zwei und drei Angriffe durch die Mitte voraus. Damit kassierten die Niedersachsen heute genauso viele Tore durch die Mitte wie in 22 Bundesligaspielen zuvor.

Mahdavikia spielte sich in den Mittelpunkt 
Beim 1:1 legte Mahdavikia schon zum siebten Mal in dieser Saison direkt zu einem Tor auf. Erst zum zweiten Mal wurde dabei der Ball nicht per Kopf verwertet. Mahdavikias rechte Seite entpuppte sich dabei als die effektivere, da die meisten (erfolglosen) Angriffe und Flanken über die linke Seite vorgetragen wurden. Im zweiten Durchgang krönte Mahdavikia seine Leistung mit einem Tor. Für Mahdavikia war es schon der vierten Treffer in einem Spiel mit dem HSV gegen Wolfsburg. Er traf bei beiden letzten 4:4-Spielen.

Am Ende gleiche Spielanteile ... 
Der HSV gewann mit 3:2, Wolfsburg hatte die Mehrzahl der Torschüsse. Ansonsten überwog die Ausgeglichenheit. Sowohl bei der Anzahl der Ballkontakte, als auch bei der Quote der gewonnenen Zweikämpfe ging es am Ende genau "Fifty-Fifty" aus. 

... jedoch nicht gleichmäßig über die Spielzeit verteilt 
In der zweiten Halbzeit kamen die Wolfsburger auf 12:4 Torschüsse, häufig über die linke Seite durch Patrick Weiser eingeleitet. Die Hamburger setzten der Wolfsburger Drangperiode in der Schlussphase die Kampfkraft entgegen, die sie zwischenzeitlich vermissen ließen. In der ersten Viertelstunde gewannen die Hamburger 60% der Zweikämpfe, das schafften sie in der letzten Viertelstunde auch wieder. Dabei brachten sie aber keinen einzigen Schuss mehr Richtung gegnerisches Tor zustande.

Arbeitsteilung im Hamburger Angriff 
Erik Meijer kämpfte wieder unermüdlich und bestritt sagenhafte 52 Zweikämpfe. Das Dauerduell mit 29 direkten Zweikämpfen hieß dabei Meijer gegen Ifejiagwa, das Meijer trotz eines Durchhängers anfangs der zweiten Halbzeit für sich entschied. Barbarez und Mahdavikia, im Zweikampf nicht ganz so stark, waren torgefährlich und waren an mehr als der Hälfte der Hamburger Torschüsse beteiligt. Beim VfL verteilten sich die Torschüsse auf mehr Schultern, am Ende ohne Erfolg. Der Hamburger Sieg ließ sich am Ende auch an der entschlosseneren Offensivformation festmachen.
 

Stimmen
Trainer Frank Pagelsdorf (Hamburger SV)
"Wir haben glücklich und verdient gewonnen. Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, sie hat sich gegen alles gestemmt, was passiert ist. Nach dem 0:1 hatte Wolfsburg noch gute Chancen. Die Mannschaft hat in dieser Phase die Ärmel aufgekrempelt und gezeigt, dass sie intakt ist." 

Trainer Wolfgang Wolf (VfL Wolfsburg)
"Wir haben das Spiel kontrolliert und hätten das 2:0 machen können. Wir haben bei allen drei Gegentoren Pate gestanden. Von dem Läuferischen, dem Engagement und dem Spiel nach vorne her kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wer aber solche Fehler macht, wird in der Bundesliga bestraft, da ist es egal, wie verunsichert der Gegner ist." 

Top-Spieler: Sergej Barbarez (HSV):
Sergej Barbarez schoss ein Tor und bereitete eins vor. Zudem legte er fünfmal für einen Mitspieler auf. Mit 15 Treffern führt er zusammen mit Ebbe Sand die Toschützenliste an und ist mit 20 Vorbereiterpunkten einer der gefährlichsten Spieler der Liga. Was er heute wieder einmal bewies. 
 

Spielwertung: 2 Bälle (von 4 möglichen)

Kommentar:
Der Hamburger SV kam zu einem glücklichen Sieg gegen den VfL Wolfsburg. Der Einsatz der Mannschaft stimmte. Aber die Verunsicherung der Elf war das ganze Spiel zu sehen, besonders nach der Wolfsburger Führung. Im Anschluss an die Führung verpassten es die Gäste, ein weiteres Tor zu erzielen. Hamburg kam über den Kampf zum Erfolg.
Daniel Saulich 

Taktik:
Hamburger SV:
Im Tor stand Butt. Davor spielte eine Dreier-Abwehr-Kette mit Hertzsch rechts, Hoogma zentral und Ujfalusi links. Im rechten Mittelfeld aggierte Töfting, im linken Hollerbach. Kovac übernahm die Defensive im zentralen Mittelfeld und hielt Cardoso den Rücken frei, der im offensiven Mittelfeld spielte. Meijer und Mahdavikia waren die Spitzen, Barbarez ließ sich etwas zurückfallen. Später kam Fischer für Töfting und Präger für Mahdavikia. Cardoso wurde für Kientz ausgewechselt, der Kovac in der Defensive unterstützte.

VfL Wolfsburg:
Reitmaier stand im Tor. Davor agierten die Vierer-Kette. Von links nach rechts: Schnoor, Ifejiagwa, Hengen und Biliskov. Sebescen spielte im rechten Mittelfeld, im linken Weiser. Munteanu zog im offensiven Mittelfeld die Fäden, Kühbauer spielte dahinter defensiver. Juskowiak und Akpoborie waren die Spitzen. Bereits in der ersten Halbzeit kam Maric für Juskowiak. In der zweiten Halbzeit kam Rische für Akpoborie. Kühbauer verließ für Müller das Feld und übernahm die Position von Sebescen, der Munteanu im Mittelfeld unterstütze. 


 
dpa meldet: Erster HSV-Sieg über Angstgegner Wolfsburg 
Von Volker Gundrum, dpa Hamburg (dpa) 

Mit dem ersten Sieg über Angstgegner VfL Wolfsburg hat sich der Hamburger SV aus der ärgsten Not befreit. Die abstiegsbedrohten Hanseaten triumphierten am Samstag vor heimischer Kulisse mit 3:2 (2:1) über die Wolfsburger und feierten damit nach bisher zwei Niederlagen und fünf Remis den ersten Sieg über den Nord- Rivalen in der Bundesliga-Geschichte.  Zoltan Sebescen hatte die Gäste vor 35 355 Zuschauern im Volksparkstadion in Führung gebracht. Erik Meijer (31.), Sergej Barbarez mit seinem 15. Saisontor (45.) und Mehdi Mahdavikia (62.) drehten den Spieß um, ehe der eingewechselte Wolfsburger Sven Müller (72.) den 3:2-Endstand herstellte. 
Nach neun Niederlagen in den letzten elf Spielen musste der in der Kritik stehende HSV-Trainer Frank Pagelsdorf die Partie unbedingt gewinnen. Zwar hatte Sportchef Holger Hieronymus unmittelbar vor dem Spiel versichert, dass selbst bei einer erneuten Niederlage keine Trainerdiskussion beim hanseatischen Renommierclub geführt werde. Doch selbst Vereinschef Werner Hackmann räumte ein, dass «irgendwann die Mechanismen im Bundesliga-Geschäft greifen». 

Pagelsdorf hatte dem mit 43 Gegentoren als «Schießbude der Liga» verhöhnten HSV eine neue Abwehrtaktik verordnet. Statt der bevorzugten Dreier-Kette spielte der Niederländer Nico-Jan Hoogma, der von Pagelsdorf zudem zum Mannschaftskapitän befördert worden war, einen klassischen Libero. Zudem hatte Pagelsdorf den Tschechen Milan Fukal und Marek Heinz sowie ausgerechnet dem Ex-Wolfsburger Roy Präger eine Denkpause verordnet. Der nach seiner Rot-Sperre erstmals wieder eingesetzte Regisseur Rodolfo Esteban Cardoso blieb blass. 

Die Hamburger begannen druckvoll wie lange nicht mehr. Die aus Verletzungsgründen mit einer Notabwehr spielenden Wolfsburger sahen sich pausenlos Angriffen der Hamburger ausgesetzt, hatten allerdings keine große Mühe, die Lage unter Kontrolle zu halten. Dagegen waren die Wolfsburger mit wenigen Kontern brandgefährlich. Die erste VfL- Chance überhaupt führte prompt zum Tor: Sebescen nutzte die abwartende Haltung der HSV-Abwehr, um den Ball aus 22 Metern ins linke untere Eck zu zirkeln. Torwart Hans-Jörg Butt hinterließ dabei nicht den besten Eindruck. 

Danach verloren die Gastgeber den Faden, während der VfL immer selbstbewusster wurde. Die Hanseaten konnten Abwehrchef Hoogma danken, dass er das 0:2 verhinderte, als er bei einem erneuten Konter den Schuss des eingewechselten Tomislav Maric für den geschlagenen Butt auf der Linie parierte (23.). Ein Fehler von Ex-HSV-Spieler Stefan Schnoor ermöglichte den Hamburgern den Ausgleich durch den vorbildlich kämpfenden Meijer. Das war das Sturmsignal für die Gastgeber. Als Barbarez kurz vor der Halbzeitpause VfL-Torwart Claus Reitmaier mit einem Lupfer überwand, stand das Stadion Kopf. 

Nach dem Seitenwechsel forcierten die Wolfsburger das Tempo. Die größte Möglichkeit zum Ausgleich vergab Jonathan Akpoborie (52.), der in sieben Partien gegen den HSV bereits zehn Tore erzielt hat. Nach der Druckphase der Gäste waren die Hamburger wieder am Zuge: Zunächst traf Mahdavikia die Latte (61.), 60 Sekunden später jagte er den Ball nach Barbarez-Zuspiel zum umjubelten 3:1 in die Maschen. Zwar drückten die Wolfsburger nach dem 3:2-Anschlusstreffer durch Müller noch einmal, doch der HSV überstand diese Phase mit Glück. 


 
kicker meldet: 

Chancenverhältnis: 6:6 
Eckenverhältnis: 7:9 
Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen), Note 4 - Viele Ungenauigkeiten, oft vom Gespann im Stich gelassen. 
Spielnote: 3,5 
Spieler des Spiels: Barbarez - Wieder mal Matchwinner: ein Treffer und eine Vorbereitung. Auch auf der linken Flanke wertvoll, Hamburgs gefährlichster Akteur. 

 
Analyse 
  
Personal: Hamburgs Pagelsdorf krempelte gewaltig um. Cardoso und Mahdavikia kehrten zurück, Töfting und Meijer erhielten von Beginn an eine Chance. Dafür fehlten im Vergleich zum Spiel in Dortmund neben dem verletzten Yeboah zunächst auch Präger, Fukal und Heinz. Drei Änderungen bei Wolfsburg gegenüber dem torlosen Remis gegen Bochum: Akonnor (Länderspiel mit Ghana), der verletzte Voss sowie zunächst Müller nicht dabei. An ihrer Stelle Ifejiagwa, Akpoborie und Sebescen im Team.

Taktik: Der HSV in dem gewohnten 3-4-3, allerdings mit einem gravierenden Unterschied zur taktischen Standardausrichtung. Die Abwehr nicht mit einer Dreierkette, sondern mit Hoogma als Libero. Die wichtigste Änderung in der Offensive: Cardoso als zentraler offensiver Mittelfeldspieler für Barbarez, der auf den linken Flügel ausweichen musste. Umstellungen auch bei den Gästen, die gegen den dreiköpfigen HSV-Angriff drei Verteidiger aufstellten. Hengen agierte als Libero, variabler als sein Gegenüber: Hinter oder vor der Abwehr, oft auch auf einer Linie. Zudem eine neue taktische Rolle auch für Kühbauer im zentralen defensiven Mittelfeld, da mit Akonnor, Nowak und Kryger gleich drei Kandidaten ausfielen.

Spielverlauf: Sebescens Tor als Schock für die Hamburger, die sich mühten, ins Spiel zu finden. Wolfsburg anfangs besser und gradliniger, bis die Niedersachsen Gastgeschenke verteilten: Schnoors Patzer sowie ein Total-Blackout der Deckung inklusive des Keepers vor dem Ausgleich, Reitmaiers haarsträubender Fehler vor dem 1:2. Kampf und Einsatzwillen stimmten bei den Hausherren. Bestes Beispiel: der kämpferisch überzeugende Meijer. Doch spielerisch weiterhin Fragezeichen. Vor allem beim indisponierten Cardoso (schlimmer Fauxpas bei Müllers Anschlusstor), auch bei Kovac. Der Nord-Rivale gefällig im Aufbauspiel. Am Ende mit der Chance zum Ausgleich durch Maric, die Butt parierte.

Fazit: Ein Zittersieg, indes nicht unverdient für den HSV. Alle Tore aus dem Nichts, was für die Anfälligkeit der Defensivblöcke spricht. Hamburg an diesem Tag die um Nuancen bessere von zwei nicht gefestigten Mannschaften.
 

Kurzbericht 
Gegenüber dem 2:4 in Dortmund nahm Hamburgs Trainer Frank Pagelsdorf vier Änderungen vor: Meijer und Mahdavikia spielten für Yeboah und Präger im Sturm, Cardoso nahm nach überstandener Rot-Sperre die Spielmacher-Position im Mittelfeld ein, auf der rechten Seite ersetzte Töfting den verletzten Groth. Wolfgang Wolf, Trainer des VfL Wolfsburg, reagierte auf den Drei-Mann-Sturm des HSV und stellte mit Ifejiagwa einen vierten Mann in die Abwehrkette. Sebescen kehrte nach abgesessener Gelb-Sperre auf die rechte Seite zurück, Akpoborie stürmte für Maric.

Der HSV war von Beginn an darauf bedacht, das Spiel unter Kontrolle zu bringen. Aggressiv und mit hohem kämpferischen Einsatz gingen die Schützlinge von Frank Pagelsdorf zu Werke. Doch trotz aller Bemühungen war dem HSV die Verunsicherung anzumerken. Ohne spielerische Linie und zündende Ideen präsentierten sich die Hamburger ziemlich ungeordnet und konnten die Abwehr des VfL zunächst nicht in Verlegenheit bringen. Wolfsburg agierte aus einer Vierer-Abwehrkette und wartete auf Konterchancen. Bereits in der 10. Minute ging die Taktik der Niedersachen auf: einen langen Ball verlängerte Juskowiak per Kopf in den Lauf von Sebescen, der aus gut 25 Metern abzog und zur Führung für Wolfsburg ins linke untere Toreck traf.

Die „Wölfe“ hatten danach das Spiel im Griff, ließen Ball und Gegner laufen. In der 23. Minute hatte der eingewechselte Maric die Riesenmöglichkeit zum 0:2, doch der Kroate schoss aus kürzester Distanz den auf der Linie postierten Hoogma an. Die Hanseaten ließen trotz aller spielerischen Mängel den Kopf nicht hängen und kamen noch vor dem Pausentee zur Führung, wobei bei beiden Treffern die VfL-Abwehr tatkräftig Hilfestellung leistete. In der 31. Minute schlug Schnoor unbedrängt über den Ball, Mahdavikia flankte auf Meijer, der keine Mühe hatte, den Ball zum 1:1 über die Linie zu drücken. Beim Führungstreffer des HSV war die komplette Defensive der Wolfsburger in kollektiven Tiefschlaf verfallen: Hoogma schlug aus der eigenen Hälfte einen langen Ball nach vorne, kein Wolfsburger fühlte sich zuständig, „Schlitzohr“ Barbarez nutzte die Situation und hob den Ball über den verdutzten Reitmaier zum 2:1 ins Netz (45.).

Wolfsburg kam mit viel Wut im Bauch aus der Kabine und drückte auf den Ausgleich. Akpoborie hatte ihn in der 52. Minute auf dem Fuß, doch HSV-Keeper Butt kann mit einer Glanzparade klären. Die Hamburger standen im zweiten Abschnitt aber besser in der Abwehr und starteten ihrerseits gefährliche Konter. In der 62. Minute erzielte Mahdavikia nach schönem Zusammenspiel mit Barbarez das 3:1. 

Wolfsburg gab sich jedoch noch nicht geschlagen und spielte weiter unverdrossen nach vorne. In der 72. Minute gelang dem eingewechselten Müller aus halbrechter Position der Anschlusstreffer.

In der Schlussphase erhöhte Wolfsburg den Druck, Maric hatte in der Nachspielzeit die Riesenchance zum Ausgleich, doch Butt parierte seinen Schuss aus sieben Metern glänzend.

Der HSV kämpfte aufopferungsvoll und brachte den Sieg letztendlich verdient über die Zeit, weil sie in einem temporeichen Kampfspiel die aktivere Mannschaft waren und die Fehler der VfL-Abwehr eiskalt ausnutzten.

Höhepunkte des Spiels:
Schlusspfiff
90. Minute: Maric mit der Chance, doch Butt klärt zur Ecke.
72. Minute: Anschlusstreffer für Wolfsburg: Müller kann sich auf der rechten Seite gegen Cardoso durchsetzen, der viel zu zaghaft angreift, und überwindet Butt mit einem Schuss aus acht Metern.
62. Minute: Das 3:1 für den HSV: Langer Ball von Hollerbach auf Mahdavikia, der Iraner spielt einen Doppelpass mit Barbarez und läßt mit einem Schuss ins linke Toreck Reitmaier keine Chance.
60. Minute: Ein Volleyschuss von Mahdavikia knallt gegen die Querlatte des Wolfsburger Gehäuses.
57. Minute: Ein Distanzschuss von Schnoor wird gefährlich abgefälscht, der Ball geht knapp am rechten Pfosten vorbei zur Ecke.
54. Minute: Butt kann einen Sebescen-Freistoß aus zentraler Position zur Ecke klären.
52. Minute: Butt verhindert mit einer Glanzparade gegen Akpoborie den Ausgleich.
Anpfiff 2. Halbzeit
Halbzeit
45. Minute: Die Führung für den HSV noch vor der Pause: Hoogma mit einem eigentlich harmlosen langen Ball, die komplette VfL-Abwehr - inklusive Tormann Reitmaier - befindet sich im Tiefschlaf, Barbarez nutzt die Chance und schießt zum 2:1 ein.
31. Minute: Der Ausgleich für den HSV: Schnoor mit einem Fehler auf der linken Seite, Mahdavikia schnappt sich den Ball und flankt auf den zweiten Pfosten, Meijer springt in den Ball und drückt ihn aus kurzer Distanz zum 1:1 über die Linie.
23. Minute: Die Riesenchance für Wolfsburg: Klasse Pass von Schnoor auf Weiser, der sofort nach innen flankt, Akpoborie verpasst zunächst, dann kommt Maric an den Ball, der jedoch aus kürzester Distanz Hoogma auf der Torlinie anvisiert.
17. Minute: Meijer kommt mit dem langen Bein an eine Barbarez-Hereingabe, doch VfL-Keeper Reitmaier kann zur Ecke klären, die nichts einbringt.
10. Minute: Die kalte Dusche für den HSV: Juskowiak legt im Mittelfeld mit dem Kopf den Ball in den Lauf von Sebescen, der wird auf der rechten Seite nicht angegriffen und zieht aus gut 25 Metern ab, der Ball schlägt im linken unteren Toreck ein.
8. Minute: Erste Möglichkeit für Meijer nach Pass von Mahdavikia, doch der Niederländer trifft fünf Meter vor dem Tor den Ball nicht richtig.
6. Minute: Der HSV geht von Anfang an aggressiv zu Werke, will das Heft in die Hand nehmen. Meijer übertreibt den Einsatz gegen Sebescen, doch Schiri Gagelmann zeigt keinen gelben Karton.
Anpfiff