Bundesliga 2000/2001, 26. Spieltag, Samstag, 17.03.01 um 15:30 im Frankfurter Waldstadion

SG Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 1:1 (0:0)

Das Spiel habe ich nur auf premiere gesehen und weiß nun gar nicht, was ich schreiben soll.

Die ersten 10 Minuten habe ich verpaßt und fand den Rest des Spiels auch eher langweilig. Allerdings hatte ich heute ausnahmsweise mal das Gefühl, daß wir gewinnen würden.

Letztendlich ist es natürlich wieder nicht so gekommen, denn wir gewinnen ja nie ein Spiel, daß ich bei meinem Kumpel Kuno auf premiere sehe. Das bemerkte auch ein weiterer Fan, der anwesend war so in der 70 Minute. 10 Minuten durften wir dann noch warten, bis das Schicksal mal wieder zuschlug. Kientz war nicht aufmerksam genug, um zu bemerken, daß sich hinter ihm ein Frankfurter löst und der konnte dann seelenruhig auch kurzer Entfernung eine flache Hereinhabe einschieben.

Zuvor hatte Kovac das 1:0 nach einer Ecke von Holler und Kopfballverlängerung von Meijer erzielt.

In der ersten Halbzeit gab es bereits mehrere Großchancen auf beiden Seiten, aber irgendwie hat mich dieses Spiel heute einfach nicht vom Hocker gerissen. Ich weiß auch nicht wieso.

Wieder erst am Ende den Ausgleich zu erhalten, ist natürlich unglücklich bis unfähig, aber letztendlich wäre ich vor dem Spiel mit einem Unentschieden zufrieden gewesen. Wir müssen eben in den nächsten beiden Heimspielen alles klarstellen. So haben wir nun immerhin 4 Spiele in Folge nicht verloren, was ja nach unseren ganzen Niederlagen auch ein Erfolg ist.

Heute haben mir aber zu viele Spieler vieeeel zu unauffällig gespielt. Einzelnoten will ich zwar nach dem bloßen TV-Studium nicht vergeben, aber Spieler wie Meijer, Heinz, Mahdavikia, Hollerbach, und Töfting/Präger habe ich heute fast überhaupt nicht gesehen. Und das sind fast alle Offensivkräfte. Lediglich Kovac fiel mir als „Arbeiter“ auf und Barbarez bei den Spielzügen nach vorne. 

Tabelle des Spieltages

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
Sport1 meldet: 

Telegramm 
TORE :  0:1 Niko Kovac (54.), 1:1 Thomas Sobotzik (78.)

GELBE KARTEN 
Eintracht Frankfurt: Chen Yang (19.), Marco Gebhardt (41.), Horst Heldt (53.)
Hamburger SV: Stig Töfting (41.)

SCHIEDSRICHTER : Dr. Helmut Fleischer 
ZUSCHAUER :  33.000 
DATUM :  17.03.01   15:30 Uhr 

AUFSTELLUNG 
Eintracht Frankfurt:  Dirk Heinen, Alexander Kutschera, Torsten Kracht , Karel Rada, Horst Heldt, Marco Gebhardt, Pawel Kryszalowicz, Rolf-Christel Guie-Mien, Chen Yang, Michael Mutzel, Christoph Preuß

Hamburger SV: Hans-Jörg Butt, Bernd Hollerbach, Niko Kovac, Sergej Barbarez, Jochen Kientz, Stig Töfting, Tomas Ujfalusi, Erik Meijer, Andrej Panadic, Mehdi Mahdavikia, Marek Heinz

WECHSEL 
Eintracht Frankfurt: Jan-Aage Fjörtoft für Pawel Kryszalowicz (65.), Thomas Sobotzik für Christoph Preuß (72.)
Hamburger SV: Roy Präger für Stig Töfting (46.), Ingo Hertzsch für Bernd Hollerbach (69.)
 

Punkteteilung zum Fjörtoft-Abschied
Nach dem Abpfiff der Partie gegen den HSV blieben die Eintracht-Fans noch lange im Stadion. Grund für die stehenden Ovationen war allerdings nicht das 1:1 (0:0) gegen die Hanseaten, sondern der letzte Auftritt von Stürmer Jan-Aage Fjörtoft. Er wechselt zurück zu seinem Heimatverein Stabaek IF. 
Der Norweger, der nach dem Abpfiff eine Ehrenrunde lief, konnte Tränen der Rührung nicht verbergen, als er ein letztes Mal in die Fankurve grüßte. Zum Abschied nahm sich der Stürmer ein Stück Rasen aus dem Waldstadion als Erinnerung mit. 

Fjörtoft am Ausgleich beteiligt
Ein wenig Wehmut klang mit, als Fjörtoft bekannte: "Ich bin natürlich traurig. Aber es ist ein phantastischer Tag, auch weil wir nicht verloren haben." Und daran hatte Fjörtoft maßgeblichen Anteil. Nach dem 0:1 durch Niko Kovac (54.) kam der Stürmer ins Spiel. Mit einem herrlichen Hackentrick leitete er den Ausgleichstreffer des ebenfalls eingewechselten Thomas Sobotzik ein (83.). 
Im ersten Durchgang gab es für die 33.000 Zuschauer wenig Grund zur Freude. Frankfurt versuchte, den HSV unter Druck zu setzen, ließ aber die spielerischen Mittel vermissen, um die gegnerische Abwehr zu gefährden. Die Gäste spielten sehr verhalten, waren aber mit ihren Kontern gefährlicher als die Eintracht. 

Kovac erzielte Führungstreffer
Auch nach Wiederbeginn das gleiche Bild: Frankfurt bemüht, aber mit wenig Durchschlagskraft. Der HSV überraschte dagegen mit schnellen Vorstößen. Die verdiente Führung durch Kovac resultierte allerdings aus einer Standardsitution: Der Kroate köpfte nach einem Eckball von Hollerbach das 1:0. 
Als den Platzherren die Felle davon zu schwimmen drohten, reagierte Trainer Rolf Dohmen und tätigte die Wechsel, die Frankfurt einen Punkt retteten. Allerdings schwebt die Eintracht weiter in akuter Abstiegsgefahr. So sah es auch Dohmen nach dem Spiel. "Ein Punkt ist zu wenig", gab er zu. 

Gäste trauern verpasstem Sieg hinterher
Ebenso wenig zufrieden mit der Punkteteilung waren die Gäste. Torhüter Hans-Jörg Butt bekannte: "Wir hatten uns mehr vorgenommen." Jochen Kientz sah jedoch keinen Grund zur Besorgnis. "Wir können mit dem Druck leben. Jetzt müssen wir eben gegen Unterhaching drei Punkte holen." 
Das muss auch die Eintracht im nächsten Spiel. Jan-Aage Fjörtoft wird der Mannschaft dabei nicht mehr helfen können. 

Daten
Fakten:

HSV-Miniserie 
Der HSV ist jetzt vier Spiele lang ungeschlagen (zwei Siege, zwei Remis).

Warten auf einen Sieg 
Die Eintracht wartet seit fünf Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn.

Erfolgreiche Einwechslungen 
Mit seinem zweiten Saisontor sorgte Thomas Sobotzik für das erste Frankfurter Jokertor in dieser Saison. Mit Jan-Aage Fjörtoft leitete ein weiterer Einwechselspieler den Angriff zum Tor per Hackentrick ein.

Kovac mag Frankfurt 
Per Kopf traf Niko Kovac zum 1:0 für den HSV. Seinen zuvor letzten Treffer in der Bundesliga hatte der Kroate am neunten Spieltag ebenfalls per Kopf nach einer Ecke erzielt - der Gegner war Eintracht Frankfurt, Kovac traf zum 2:0 Endstand. 

Schlaglichter:
Schlafende Eintracht geweckt 
Lange sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie, doch mit dem 1:0-Führungstreffer setzte der HSV noch einmal alle Energien bei der Eintracht frei. Mit zehn zu zwei Torschüssen nach dem Gegentor in der 54. Minute schnürte die Eintracht den HSV ein – zuvor war das Torschussverhältnis mit zwölf zu zwölf ausgeglichen.

Kopfsache 
In der Luft hatte der HSV deutliche Vorteile. Nicht nur die Bilanz der Kopfballzweikämpfe ging mit 57% gewonnenen Duellen in der Luft klar an den HSV, sondern auch das Tor der Hamburger war reine Kopfsache. Dem Kopfballtreffer von Niko Kovac ging eine Vorarbeit per Kopf von Erik Meijer voraus.

Souveräner Abwehrchef 
Erstmals begann Jochen Kientz eine Partie als Abwehrchef. Der Ex-Frankfurter überzeugte als Libero und gewann an alter Wirkungsstätte 77% seiner Zweikämpfe. Stärker war nur Abwehrkollege Tomas Ujfalusi, der 83% seiner Duelle für sich entschied.

Frühstarter Barbarez 
Bei den sechs ersten Torschüssen der Hamburger hatte Sergej Barbarez immer seine Füße oder den Kopf als Vorbereiter oder Schütze im Spiel. Danach war dies nur noch bei drei der folgenden acht HSV-Torschüsse der Fall, seine Führung in der Scorerliste baute der Bosnier nicht aus.

Ein letzter Gruß 
Fast wäre Jan-Aage Fjörtoft noch sein 15. Bundesligatreffer geglückt, doch traf er bei seinem zweiten Torschuss der Partie den Ball nicht richtig, der sich auf den Weg Richtung Flutlichtmast machte. Fast symbolisch, dass der scheidende Norweger den letzten Torschuss des Spiels abgab.

Stimmen
Trainer Rolf Dohmen (Eintracht Frankfurt): 
"Ich kann mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Drei Punkte waren eigentlich Pflicht, aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, denn sie wollte gewinnen. Unser altes Manko hat sich wieder gezeigt: Wir hatten einige Chancen, haben aber nur ein Tor gemacht. Vieleicht hätte ich Jan-Aage Fjörtoft früher einsetzen müssen." 

Trainer Frank Pagelsdorf (Hamburger SV): 
"Wir haben es verpasst, drei Punkte zu holen. Es war ein zerfahrenes Spiel. Wir haben es nicht geschafft, unsere guten Kontermöglichkeiten zu nutzen. Ich bin sehr verärgert darüber, wie das Gegentor zum Ausgleich gefallen ist." 

Topspieler: Jan-Aage Fjörtoft (Eintracht Frankfurt)
Lange lief nichts zusammen bei den Platzherren, dann kam er doch noch: In seinem letzten Spiel für die Eintracht durfte Fjörtoft für 25 Minuten ran. Und dank seines engagierten Einsatzes erkämpfte sich Frankfurt einen Punkt. Allein dank seiner Anwesenheit ging ein Ruck durch die Mannschaft. Mit einem herrlichen Hackentrick bereitete er zudem den Ausgleichstreffer vor. Er wird der Eintracht in Zukunft sicher fehlen. 

Spielwertung: 1 Ball (von 4 möglichen)

Kommentar
Die Fans im Waldstadion sahen ein Abstiegsduell, das von verbissenem Kampf geprägt war. Frankfurt hatte zwar mehr Spielanteile, die spielerischen Mittel waren allerdings beschränkt. Die Gäste spielten cleverer und sorgten für mehr Torgefahr, versäumten es allerdings, nach der Führung die Entscheidung herbeizuführen. Somit war das Unentschieden ein gerechtes Ergebnis. 
Oliver Brandt 

Taktik
Eintracht Frankfurt:
Vor Heinen stand eine Dreier-Abwehrkette mit Kracht, Rada und Kutschera (v.l.). Mutzel spielte im zentralen defensiven Mittelfeld, auf den Außenbahnen links Gebhardt und rechts Preuß. Etwas vorgezogen agierten Heldt auf halbrechts und Guie-Mien auf halblinks. Den Angriff bildeten Yang und Kryszalowicz, der später von Fjörtoft ersetzt wurde. Torschütze Sobotzik kam für Preuß ins Spiel. 

Hamburger SV:
Der HSV bot vor Butt eine Dreierkette mit Ujfalusi, Kientz und Panadic auf. Die Mittelfeldraute bildeten Kovac (zentral defensiv), Hollerbach (links), Töfting (rechts) und Barbarez (offensiv). Heinz auf links und Mahdavikia auf rechts waren hängende Spitzen, Meijer ein klassischer Mittelstürmer. Als Präger kam, rückte Mahdavikia auf die Töfting-Position, Hertzsch übernahm für Hollerbach. 


 
dpa meldet: 
Eintracht rettet 1:1 gegen Hamburger SV 

Von Detlef Rehling, dpa Frankfurt/Main (dpa) - Ausgerechnet der Norweger Jan-Aage Fjörtoft bewahrte Eintracht Frankfurt vor einem weiteren Absturz in den Tabellen-Keller. In seinem letzten Spiel für die Hessen vor der Rückkehr in die Heimat leitete Fjörtoft beim 1:1 (0:0) gegen den Hamburger SV den Ausgleich durch Thomas Sobotzik (78.) ein und bewahrte die Hessen vor der fünften Heimniederlage der Saison.  Die Führung für den Hamburger SV, der im vierten ungeschlagenen Spiel in Serie den achten Punkt holte, hatte Niko Kovac (54. Minute) erzielt. 
In weiten Phasen des Spiel machten die Hessen den Eindruck, als hätten sie sich im Kampf gegen den Abstieg bereits aufgegeben. Gegen die sichere Abwehr der Hanseaten konnte Spielmacher Horst Heldt die Spitzen Cheng Yang und Pawel Kryszalowicz kaum in Szene setzen. Auf der Gegenseite zeigten die Gäste die weitaus bessere Spielanlage und kamen schon in der siebten Minute durch Sergej Barbarez zur ersten Chance, dessen Kopfball nach einer Flanke von Erik Meijer aber knapp am Pfosten vorbei strich. «Es sieht alles ganz gut aus, was wir machen, aber es kommt nichts dabei heraus», meinte Hamburgs Mittelfeldspieler Bernd Hollerbach selbstkritisch zur Pause. 

Lediglich drei Mal musste HSV-Trainer Frank Pagelsdorf vor dem Seitenwechsel durchatmen. Zunächst setzte Verteidiger Torsten Kracht (23.) einen Volley-Schuss nach einer Ecke knapp über die Latte. Dann musste Schlussmann Hans-Jörg Butt zwei Mal sein ganzes Können unter Beweis stellen. Zunächst riskierte Christoph Preuß (38.) aus 22 Metern einen Weitschuss, den Butt zur Ecke lenkte. Nur eine Minute später war der HSV-Keeper gegen einen Kopfball des freistehenden Alexander Kutschera zur Stelle. 

In der 41. Minute hatte Hamburg dann aber Glück, dass der Däne Stig Töfting nach einer Rangelei mit Marco Gebhardt nicht die Rote Karte erhielt. Töfting nahm in der zweiten Hälfte als Vorsichts- Maßnahme auf der Bank Platz. Auch nach dem Seitenwechsel zeigte die Eintracht, die von den letzten sechs Heimspielen lediglich eins gewinnen konnten, überraschend nicht mehr Kampfgeist. Horst Heldt war im Mittelfeld weitgehend auf sich allein gestellt. 

In der 54. Minute schaffte das Team von Trainer Frank Pagelsdorf dann die verdiente Führung. Eine Ecke von Hollerbach verlängerte Meijer geschickt mit dem Kopf auf Kovac, der keine Mühe hatte, den Ball gegen den machtlosen Dirk Heinen ins Tor zu drücken. Der HSV verteidigte zunächst mit viel Geschick die Führung, konnte die sich bietenden Konterchancen aber nicht nutzen. Die Einwechselung des Norwegers Fjörtoft bewirkte dann die Wende. Seinen Pass auf Rolf- Christel Guie-Mien leitete dieser zum eingewechselten Thomas Sobotzik weiter, der keine Mühe hatte, den Ausgleich zu erzielen. 


 
kicker meldet:

Chancenverhältnis: 4:5 
Eckenverhältnis: 10:4 
Schiedsrichter: Fleischer, Dr. (Ulm), Note 3 - zwei umstrittene Abseitsentscheidungen, ansonsten eine solide Leistung des gesamten Gespanns 
Spielnote: 4 
Spieler des Spiels: N. Kovac - Imponierte als Schaltstelle im Mittelfeld. Klasse als Zerstörer, machte Schwächen beim Abspiel durch sein Führungstor wieder gut. 
 
 
Analyse 
  
Personal: Frankfurt begann mit unveränderter personeller Besetzung wie eine Woche zuvor gegen Schalke. Bei Hamburg spielte Kientz vom Anpfiff an für Fischer, und Heinz ersetzte Cardoso.

Taktik: Die Eintracht, gegen Schalkes Zwei-Mann-Angriff mit einer Dreier-Abwehrreihe, reagierte auf die drei HSV-Sturmspitzen mit einer veränderten taktischen Grundformation: Preuß wurde auf der rechten Außenbahn als Bewacher von Heinz in die Abwehr zurückgezogen, wo Rada als Absicherung der drei Manndecker agierte; Guié-Mien rückte aus dem halbrechten Mittelfeld etwas weiter zur rechten Außenseite. Beim HSV übernahm Töfting, gegen Stuttgart noch im zentralen defensiven Mittelfeld, die rechte Außenbahn von Fischer. Barbarez ging von der linken Angriffsposition in die Cardoso-Rolle hinter den Angriffsspitzen und wurde im defensiven Mittelfeld abgesichert von Kovac, für den der frühere Frankfurter Kientz die Mittelposition in der Abwehrreihe übernahm.

Spielverlauf: Niko Kovac spielte nicht nur im zentralen Mittelfeld, der Kroate war auch als Zentralfigur der Dreh- und Angelpunkt auf dem Spielfeld. Er ließ Frankfurts Spielmacher Horst Heldt nicht zur Entfaltung kommen, fing viele Eintracht-Angriffe schon knapp hinter der Mittellinie ab, hielt Barbarez den Rücken frei und verteilte umsichtig die Bälle (wobei ihm als einziges Manko etliche Fehlpässe unterliefen). Begünstigt wurde der große Aktionsradius von Kovac durch die riesige Lücke, die im Frankfurter Mittelfeldbereich klaffte. Heldt tauchte auf halblinks unter. Mutzel wurde von dem offensiven Barbarez, den er recht gut im Griff hatte, immer wieder weit in die eigene Hälfte gedrängt. Und Guié-Mien musste häufig rausrücken auf die rechte Außenbahn, um Hollerbach bei dessen Vorstößen zu stören. Typisch: Immer wieder kam der HSV über links, wo Preuß gegen Heinz oft das Nachsehen hatte.

Fazit: Der HSV wirkte taktisch souveräner und spielerisch reifer, nutzte aber die Möglichkeiten zum entscheidenden Konter nicht. Die Eintracht konnte nur vom Einsatz her überzeugen und erreichte dank eines Lichtblicks der Joker Fjörtoft und Sobotzik einen glücklichen Punkt. 
 
 

Keine Veränderungen bei der Eintracht im Vergleich zum 0:0 gegen den FC Schalke 04. Zwei Veränderungen zum 2:2 gegen den VfB Stuttgart dagegen beim HSV: Es fehlten der angeschlagene Cardoso, Fischer musste auf der Bank Platz nehmen. Dafür rückten Heinz und Kientz in die Anfangsformation. Jan-Aarge Fjörtoft, der mit dem heutigen Spieltag seine Bundesliga-Karriere beendete und zu Stabaek IF wechselt, kam ab der 65. Minute zu seinem letzten Einsatz für die Eintracht.

Die Begegnung begann ausgeglichen und temporeich. Die Eintracht suchte ihre Chance, Kryszalowicz tauchte gleich in der 6. Minute gefährlich im Hamburger Strafraum auf, wurde aber von Kientz am Abschluss gehindert. Die Hamburger hatten ihre beste Chance bereits in der 8. Minute: Barbarez köpfte nach einer Flanke von Meijer knapp am rechten Torpfosten vorbei. Die Hanseaten übernahmen spätestens nach einer halben Stunde das Kommando im Waldstadion, setzte die Hessen mit schnellem Kombinationsspiel unter Druck. Im Abschluss haperte es jedoch bei der Elf von Trainer Frank Pagelsdorf noch, wirklich zwingende Torchancen ließen die Gäste vermissen. Das rächte sich fast in der 40. Minute, als Kutschera freistehend vor dem HSV-Tor eine Kopfballmöglichkeit vergab.

Neun Minuten nach dem Wiederanpfiff gelang Kovac schließlich das nicht unverdiente 0:1. Der Kroate köpfte nach Kopfballvorlage von Meijer den Ball ins Netz. Der HSV zog sich nun in die eigene Hälfte zurück, die Eintracht fand zunächst kein Mittel gegen die massierte Deckung der Gäste. Das änderte sich nach der Hereinnahme von Fjörtoft. Der Norweger brachte mit hohem Einsatz die Frankfurter in Spiel zurück, war der Ausgangspunkt zum Ausgleich in der 77. Minute. Nach seinem Hackentrick im Strafraum legte Guie-Mien auf den ebenfalls eingewechselten Sobotzik auf, der den Ball kurzentschlossen ins Netz lenkte.

Das Spiel war in der Schlussphase noch einmal ausgeglichen. Allerdings wollte keines der beiden Teams noch einmal etwas riskieren, so dass es am Ende beim 1:1-Remis blieb.

Die Hamburger sahen zeitweise wie der sichere Sieger aus, versäumten es jedoch in der ersten Halbzeit und nach dem Führungstreffer, den Sack rechtzeitig zuzuschnüren. Die Einwechslung von Publikumsliebling Fjörtoft brachte die Eintracht ins Spiel zurück. 
 

Höhepunkte des Spiels:
Schlusspfiff
77. Minute: Fjörtoft gibt in seinem letzten Spiel für die Eintracht den Ausgangspunkt zum Ausgleich: Per Hackentrick schiebt er den Ball zu Guie-Mien, der legt für den freistehenden Sobotzik auf. Letzterer lenkt den Ball kurzentschlossen ins Netz.
75. Minute: Meijer setzt sich im Strafraum durch, Heinen kann seinen Schuss aus halblinker Position aber parieren.
72. Minute: Der eingewechselte Sobotzik schnappt sich gleich den Ball zum Freistoß. Sein Flankenball geht auf den Kopf von Yang, der aber erneut den Kasten verfehlt.
69. Minute: Yang köpft knapp am Tor vorbei.
66. Minute: Bisher vergebliches Anrennen der Eintracht gegen die massierte HSV-Deckung. Gebhardt prüft Butt mit einem Schuss von halbrechts.
54. Minute: Das nicht unverdiente 1:0 für die Gäste: Meijer verlängert einen Eckball von rechts per Kopf auf Kovac, der ebenfalls per Kopf den Ball ins Netz befördert.
48. Minute: Kovac versucht es mit einem Schuss von der Strafraumgrenze. Heinen kann das Leder sicher festhalten.
Anpfiff 2. Halbzeit
Halbzeit
40. Minute: Noch eine Chance für die Eintracht: Kutschera steht mutterseelenallein im Strafraum, doch sein Kopfballaufsetzer bringt nichts ein.
39. Minute: Preuß zieht aus 25 Metern ab, Butt rettet mit einen Reflex zur Ecke.
28. Minute: Meijer zieht aus 25 Metern ab, Heinen kann den strammen Schuss im Nachfassen klären.
23. Minute: Ein Eckball von Gebhardt landet bei Kracht, dessen Schuss den HSV-Kasten knapp verfehlt.
19. Minute: Barbarez legt im Strafraum für Mahdavikia auf. Heinen kann den Ball aber sicher parieren.
16. Minute: Barbarez zirkelt einen Freistoß aus 17 Metern über die Frankfurter Mauer - und knapp am Tor vorbei.
8. Minute: Meijer rennt von der Mittellinie aus auf der linken Seite los, flankt im Strafraum auf Barbarez, dessen Kopfball ganz knapp am rechten Torpfosten vorbeistreift.
6. Minute: Ballverlust für die Hamburger in der eigenen Hälfte, Kryszalowicz rennt von links auf das Tor von Jörg Butt zu, wird aber von Kientz gestört und schießt weit rechts am Tor vorbei.
Anpfiff