UEFA-CUP 2000/2001, 3. Runde, Rückspiel, Donnerstag, 07.12.00 um 20:00 Uhr im Hamburger Volkspark bei trockenen 9 - 10 Grad C

Hamburger SV - AS Rom 0:3 (0:1)

Über das Spiel kann ich gar nicht so recht viel berichten. Daher wird das eher der Bericht eines „besonderen“ Tages für mich. Wen das nicht interessiert, der möge sich gleich das Lesen sparen.

Ich wußte schon seit 2 Wochen, daß ich an diesem Tag einen dienstlichen Termin in Uetersen vor den Toren Hamburgs haben würde. Also hatte ich es so organisiert, daß mich meine Kollegin, mit der ich zusammen nach Uetersen mußte, dann in HH absetzten würde und ich auf der Rücktour von meinem Kumpel mit nach Hause genommen werde. Das hat soweit auch gut geklappt.

Was ich aber vor 2 Wochen noch nicht wußte war, daß ich nunmehr seit einer Woche wirklich fiese Rückenschmerzen habe, die auch der Doc nicht lindern kann. Ich kann momentan einfach nicht aufrecht gehen bzw. stehen. Da werden 100 m wirklich zu einer sehr weiten Entfernung, denn beim verzweifelten Versuch, doch aufrecht zu gehen, verkrampft sich die ganze Rückenmuskulatur. Naja, da ich bei der Arbeit nur sitze, ist das ja möglich ohne größere Probleme.

Toll war es schon als wir bei unserem Kunden in Uetersen mit der Besprechung fertig waren. Ich setze mich auf den Beifahrersitz und dabei reißt meine mürbe Jeans wirklich über den ganzen Ar.... hinweg auf. Ungelogen von ca. 5 – 10 cm unter dem Gürtel bis zum Oberschenkel !!! ;-)

Da kann man sich vielleicht vorstellen, was das für ein geiles Gefühl ist, wenn man ohnehin schon so aussieht wie ich und weiß, daß die Leute einen so und so anstarren. Und dann noch ein 30 – 50 cm langer Riss mittem überm Arsch ! Toll......

Naja, die Kollegin hat mich nach Hamburg in „Schweinske“ gebracht, wo ich mich vor Spielbeginn mit einigen HSV-Websupporters-Freunden treffen wollte. Sogar daß bekam ich vorher so organisiert, daß einer von denen (Danke, Michi !) so nett war, mich vom Restaurant dann mit zum Stadion zu nehmen. 

Ich hatte Gott sei Dank einen Strickjacke fürs Stadion mitgenommen, die fortan um meine „Taille“ geknotet, die „Scham“ bedeckte...

Und dann die wenigen 100 m vom Parkplatz zum Stadion. Da war ich dank meines Rückens restlos fertig und konnte es nur in einzelnen Stücken schaffen. Zwischendurch mußte ich mich immer wieder mal an Auto abstützen, um so die Last vom Rücken zu nehmen.

Das hier soll übrigens kein Jaul-Bericht sein, um Euch mein Leid zu klagen, aber es war nun mal (leider) wirklich so, daß mich die Rückenschmerzen fast mehr beschäftigten als das Spiel, das leider auch nicht für psychische Linderung sorgen konnte.

So hatte ich dann auch über die Treppen (mit einer Rast pro Stockwerk) meinen Sitzplatz erreicht und durfte mich dem Spiel widmen. Über dieses gibt es aber eigentlich wirklich nicht sooo viel zu sagen.

Meines Erachtens war es so, daß sich fast alle HSVer (Töfting und Kovac hier seinen hier mal besonders herausgestellt) bemüht haben, aber sie waren einfach nicht in der Lage, die Römer so unter Druck zu setzen, daß man das Gefühl hatte, nun würde gleich ein HSV-Tor fallen. 

Besonders zu mißfallen wußte mir in den ersten  Minuten gleich Hans Jörg Butt. Zweimal lief er so dermaßen zögerlich hinaus, daß es fast geklingelt hätte. Dabei mußte Hertzsch einmal sogar direkt von der Linie den Ball wegschlagen, weil Butt dem Gegner einfach vieeeeel zu spät entgegengeht.

Naja, irgendwann fiel dann das 0:1 für Rom und damit war das Spiel dann spätestens erledigt. Schon vorher war ich nicht besonders hoffnungsfroh. Mir war dieses Spiel auch längst nicht so wichtig wie es das nächste Bundesliga-Spiel am Sonntag gegen Cottbus sein wird. Dies war einfach nur der Abschluß der Europacup-Saison des HSV (seit längerer Zeit).

Natürlich muß auch ich zugeben, daß mir bei einigen Spielern ein bißchen die Einstellung gefehlt hat. So kamen mir die bereits genannten Töfting und Kovac wirklich wesentlich bissiger vor als der Rest. Auch der spät eingewechselte und ja nicht mehr gerade sehr junge Thomas Doll bewegte sich dann um Längen mehr als einige Mitspieler. Daran krankte auch insgesamt gestern wieder das Spiel des HSV. Das sieht man im Stadion ja vieeeel besser als am TV. Es bewegt sich einfach kaum einer ohne Ball und dann kann man keinen guten Fußball spielen. Wer den Ball hat, ist dann oft ´ne arme Sau, weil es so gut wie keine Anspielstationen gibt.

Das einzige, was mir gestern richtig gefallen hat war, daß die Nordtribüne trotz der mäßigen HSV-Leistung in der zweiten Halbeit Dauersupport bot. Das hat diesen Abend wirklich wesentlich erträglicher gemacht und das würde ich mir auch öfter wünschen, denn so hätte (wenn der Gegner nicht so übermächtig gewesen wäre) der Funke auch mal vom Publikum auf die Mannschaft überspringen können und nicht immer nur umgekehrt.

Da bleibt mir einfach nur zu sagen: DANKE, Nordtribüne !!!

Tja, das Spiel ging so dem Ende entgegen, der Laberfisch hinter mir ging mir wieder mit seinem Gemoser tierisch auf die Socken und die Reihen im Stadion leerten sich merklich, da es ja mittlerweile schon 0:3 stand. 

Letztendlich machte ich mich dann (natürlich erst NACH Spielschluß) auf den wieder langen und schmerzvollen Weg zum Auto und bete jetzt, daß der HSV in den letzten Spielen vor der Winterpause nicht total unter die Räder gerät. Ich WILL nämlich, daß Pagel unser Trainer bleibt, denn ich halte ihn für einen wirklich Guten !!!

Meine Spielerbewertung:

Butt: an den Gegentoren würde ich ihm keine Schuld geben, aber was er sich da in den ersten Minuten geleistet hat. Der Mann ist scheinbar total verunsichert und schadet dem HSV momentan deutlich mehr als er nützt. Bei einem Feldspieler wäre es keine Frage, daß er ausgewechselt wird. Bei Butt würde ich es mir auch wünschen: Note 5

Hoogma: wurde zur Halbzeit verletzt ausgewechselt. Davor war er mir kaum aufgefallen: Note 3

Hertzsch und Pandadic: fielen mir beide ebenfalls nicht besonders auf. Allerdings müssen an 3 Gegentoren ja auch die Verteidiger irgendwie beteiligt sein: Note 4

Kovac: hat viel versucht, aber es gelang ihm leider doch sehr wenig. Trotzdem sah man ihm deutlich an, daß er immer vollen Einsatz gibt. Auch als es bereits vollkommen aussichtslos war: Note 2

Töfting: Bester Mann in den letzten Wochen. Für mich auch gestern wieder der beste Mann auf dem Feld. Rackerte genauso viel wie Kovac, war aber in seinen Aktion wenigstens etwas glücklicher als Kovac: Note 1

Hollerbach: Jetzt mißfiel er mir mal wieder richtig. Das war der Holler, den ich gar nicht sehen mag. Läuft nicht die Linie runter und schlägt immer nur beschissene Diagonal-Pässe. In der zweiten Halbzeit habe ich gar nichts mehr von ihm gesehen : Note 5

Cardoso: war sehr bemüht, aber ihm gelang leider wirklich kaum etwas. Da macht sich seine lange Verletzungspause doch sehr bemerkbar: Note 4

Präger: rackerte glücklos: Note 4 

Mahdavikia: in der ersten halben Stunde wenigstens nochmal in Aktion. In der zweiten Halbzeit war er quasi nicht mehr vorhanden. Ich habe eben echt gesucht, wann er denn ausgewechselt wurde und war verwundert, daß er ja doch bis zum Schluß gespielt hat. Ziemlich „unauffällig“ also: Note 5

Barbarez: das war (wie befürchtet ) gar nichts ! Sergej kann glaube ich nur in einem Team gut aussehen, in dem es auch gut läuft. Und das tut es ja nun wirklich nicht beim HSV. Absolut ungefährlich und leider auch keine ordentliche Anspielstation im Sturm: Note 5

Heinz (ab 46.): er war zumindest bemüht und hatte zu Beginn der Halbzeit ein paar gute Szenen: Note 3

Yilmaz (ab 46.): einer DER Lichtblicke der Partie. Dribbelte rotzfrech die linke Abwehrseite der Römer durcheinander. In dieser Form ist es eine echte Überlegung, den Mann mal von Anfang an auflaufen zu lassen. Note 2 

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
Sport1 meldet: Sechste HSV-Niederlage in Folge

Nach einer bitteren Lehrstunde ist der Hamburger SV gegen den AS Rom aus dem UEFA-Cup ausgeschieden. Vor 48.500 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion setzte sich die Krise der Hanseaten bei der 0:3 (0:1)-Niederlage gegen den Tabellenführer der italienischen Serie A auf dramatische Weise fort. 
Die Elf von Trainer Frank Pagelsdorf musste bereits die sechste Niederlage in Folge hinnehmen und wirkte über weite Strecken der Partie vollkommen überfordert und einfallslos. Aldair (28.), Marco Delvecchio (59.) und Walter Samuel (60.) erzielten die Treffer für die Gäste, die damit nach dem 1:0-Erfolg aus dem Hinspiel der dritten Runde problemlos ins Achtelfinale einzogen.

Hamburg begann druckvoll
Die Hoffnungen von Pagelsdorf auf Rehabilitation für die zuletzt schwachen Leistungen erfüllten sich nur 20 Minuten lang. In der Anfangsphase begannen die Hamburger engagiert und kämpferisch und setzten die Gäste unter Druck. Mit zunehmender Spieldauer nahm aber das Team von Trainer Fabio Capello immer mehr das Heft in die Hand und war am Ende nicht mehr in Gefahr.

Die Hoffnungen auf eine Wiederholung des sensationellen 4:4 wie zum Auftakt der Champions League gegen Juventus Turin hatten die Fans schnell aufgegeben. Dennoch feierten die HSV-Anhänger ihr Team trotz des Klassenunterschiedes ununterbrochen.

Rom verzichtete auf Totti und Batistuta
Der AS Rom konnte es sich sogar leisten, wie im Hinspiel auf seine Superstars Francesco Totti und Gabriel Batistuta zu verzichten. Dennoch überzeugten die Italiener durch die größere spielerische Klasse und Reife. 

Beim HSV war dagegen dem nach langer Verletzungspause zurückgekehrten Spielmacher Rodolfo Cardoso noch die fehlende Spielpraxis deutlich anzumerken. Wesentliche Akzente konnte der Argentinier nicht setzen.

Panadic vergab die beste Chance des HSV
Die größte Chance für den HSV hatte bereits in der sechsten Minute Andre Panadic, der mit einem Kopfball nur knapp an Torwart Christiano Lupatelli scheiterte. Bereits zwei Minuten zuvor musste jedoch Ingo Hetzsch auf der Linie für seinen geschlagenen Schlussmann Hans-Jörg Butt klären, nachdem Vicenzo Montella völlig frei zum Schuss kam. 

Der Angreifer vergab eine Vielzahl guter Torgelegenheiten für die Gäste, die bei ihren Kontern stets gefährlich waren. Der HSV kämpfte zwar auch nach dem 0:3-Rückstand unermüdlich um einen Ehrentreffer, doch nur die eingewechselten Mahmut Yilmaz (56.) und Marek Heinz (71.) kamen noch in aussichtsreiche Schusspositionen.

Hollerbach und Yilmaz überzeugten beim HSV
Beim AS Rom ragten Aldair, der den vorentscheidenden Führungstreffer im Anschluss an einen Eckball nach einer Unaufmerksamkeit in der HSV-Deckung erzielte, sowie Damiano Tommasi heraus. 

Für die Hanseaten, bei denen Bernd Hollerbach und im zweiten Durchgang Junioren-Nationalspieler Yilmaz am besten gefallen konnten, bleibt nach dem "Abenteuer Europacup" insgesamt eine Einnahme von knapp 23 Millionen Mark netto. 


 
dpa meldet: Hamburg sagt «tschüss»: HSV gegen AS Rom ausgeschieden
Von Volker Gundrum, dpa 

Hamburg (dpa) - Das Intermezzo des Hamburger SV auf der europäischen Fußball-Bühne endete mit einer fürchterlichen Blamage. Die Hanseaten verloren am Donnerstagabend das UEFA-Cup-Rückspiel gegen den AS Rom mit 0:3 (0:1). Die in der Bundesliga in der Krise steckenden Hamburger setzten ihre schwarze Serie mit der sechsten Niederlage nacheinander fort. 

Vor 48 500 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion erzielten Aldair (28. Minute), Marco Delveccio (59.) und Walter Adrian Samuel (60.) die Tore für die hoch überlegenen Italiener. Schon das Hinspiel vor zwei Wochen hatte Roma mit 1:0 gewonnen. Die Hamburger, die am Sonntag im Bundesliga-Alltag auf Aufsteiger Energie Cottbus treffen, gehen in dieser Verfassung schweren Zeiten entgegen. Statt neues Selbstvertrauen zu tanken, gab es einen weiteren Rückschlag. Die Fans feierten ihre Mannschaft trotz alledem. 

Trotz der sportlichen Talfahrt waren die zehn internationalen Auftritte der Saison einiges wert: 19 Millionen Mark netto hat der HSV in Vorrunde der Champions League eingenommen. Auch das Zubrot durch den UEFA-Cup konnte sich sehen lassen. Für das Spiel gegen den AS Rom gab es einen Nachschlag von sieben Millionen Mark brutto, wovon rund die Hälfte in der Kasse bleibt. Ein einjähriges Pausieren im internationalen Vereins-Fußball könne der HSV verkraften, baute Clubchef Werner Hackmann angesichts des drohenden Abstiegskampfes bereits vor. Zwei Jahre jedoch seien «schon schwierig». 

Roms Trainer Fabio Capello verzichtete wie schon im Hinspiel im Olympiastadion auf seine Stars Francesco Totti und Gabriel Batistuta. Beim HSV dagegen waren Spielmacher Rodolfo Esteban Cardoso, Antreiber Niko Kovac und Abräumer Bernd Hollerbach wieder dabei. Dem Trio gelang es jedoch nicht, den Aktionen spielerischen Zuschnitt zu geben. Im Gegenteil: Der italienische Spitzenreiter dominierte aus einer sicheren Abwehr heraus. Bereits in der vierten Minute musste Nationalspieler Ingo Hertzsch bei einem Schuss von Vincenco Montella auf der Linie retten. 

Die Schwächen in der erneut nicht sattelfesten HSV-Abwehr wurden auch beim Gegentor deutlich. Nach einer Ecke bekam Hertzsch den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Aldair hatte freie Bahn und ließ sich die Chance nicht entgehen. Auch danach blieben die Gäste bei ihren wenigen Kontern wesentlich gefährlicher als der umständlich agierende HSV. Der Spielaufbau war die große Schwäche. Sergej Barbarez, der für den angeschlagenen Anthony Yeboah von Trainer Frank Pagelsdorf ins Sturmzentrum beordert worden war, bekam wie die anderen Stürmer kaum verwertbare Bälle. 

Nach der Pause kamen in Marek Heinz für Abwehrspieler Nico Jan Hoogma und Mahmut Yilmaz für Roy Präger zwei frische Offensivkräfte. Doch gegen die gut gestaffelte Hintermannschaft der Römer gab es weiterhin nichts zu holen. Rom gab weiter den Ton an und kam zu zwei Kontertoren. Auch die Einwechslung von Thomas Doll für den schwachen Cardoso (68.) brachte nichts mehr. 


 
kicker meldet:  Hamburger SV - AS Rom 0:3 (0:1) 

Hamburger SV: Butt - Panadic, Hoogma, Hertzsch - Töfting, N. Kovac, Hollerbach - Cardoso - Mahdavikia, Barbarez, Präger 

AS Rom: Lupatelli - Mangone, Samuel, Aldair - Cafu, Tommasi, Guigou, Candela - Nakata - Del Vecchio, Montella 
Tore:  0:1 Aldair (28.), 0:2 Del Vecchio (58.), 0:3 Samuel (60.) 

Eingewechselt:  46. Yilmaz für Hoogma, 46. Heinz für Präger, 70. Doll für Cardoso - 86. Lanzaro für Aldair, 90. Gurenko für Cafu 

Schiedsrichter: Wegereef 
Zuschauer: 48000 
Gelbe Karten: Präger - Tommasi, Cafu 
 

Kurzbericht 

Beim HSV wurde deutlich, dass gegen den AS Rom läuferisches Engagement und kämpferischer Einsatz nicht genügen. Rom war in jeder Phase der Partie die spielbestimmende Mannschaft und siegte auch in dieser Höhe verdient mit 0:3.

HSV-Trainer Pagelsdorf vertraute jener Elf, die am Wochenende beim 1. FC Kaiserslautern mit 1:2 unterlag. Einzige Ausnahme: Für den Tschechen Marek Heinz spielte Roy Präger im Sturm. Fabio Capello, Trainer von AS Rom, verzichtete wie schon im Hinspiel (0:1) vor vierzehn Tagen auf seine beiden Superstars Francesco Totti und Gabriel Batistuta.

Der Hamburger SV startete mit viel Elan und Tempo in die Partie, die erste große Chance hatten allerdings die Römer: In der 4. Minute musste Hertzsch einen Ball von Montella für seinen bereits geschlagenen Torhüter Hans-Jörg Butt auf der Linie klären. Der HSV versuchte mit viel Laufbereitschaft und kämpferischem Einsatz zum Erfolg zu kommen. Doch mit zunehmender Spieldauer setzte sich die technische Überlegenheit des aktuellen Spitzenreiters der italienischen Serie A immer mehr durch. Folgerichtig kamen die Römer nach 29. Minuten zur Führung, bei der die Abwehr des HSV allerdings kräftig Hilfe leistete: Nach einem Eckball von Montella köpfte der aufgerückte Brasilianer Aldair zunächst Hertzsch an, dieser schlug den Ball nicht aus der Gefahrenzone, und Aldair konnte aus kürzester Distanz völlig unbehindert zum 0:1 einschießen. 

Nach der Pause reagierte Pagelsdorf und brachte mit Yilmaz für Präger und Heinz für Hoogma neue Kräfte, um das Unmögliche doch noch möglich zu machen. Doch die Römer spielten im zweiten Spielabschnitt ihre ganze internationale Klasse aus, und ließen dem HSV keine Chance mehr.

Ein Doppelschlag entschied dann die Partie: In der 58. Minute verwertete zunächst Del Vecchio eine Hereingabe des Franzosen Candela zum 0:2, und nur zwei Minuten später konnte der Argentinier Samuel von der Strafraumgrenze das 0:3 erzielen, nachdem Montella die halbe HSV-Abwehr genarrt hatte.

Angesichts des sicheren Weiterkommens ließ bei Rom in der Folgezeit die Konzentration etwas nach, so dass auch der HSV zu seinen Tormöglichkeiten kam: In der 72. Minute konnte sich Marek Heinz gegen zwei Abwehrspieler durchsetzen und schoss aus der Drehung aufs Römer Tor, doch der Ball ging drüber. Kurz vor dem Abpfiff musste AS-Keeper Lupatelli in höchster Not gegen Yilmaz klären. 
 

Trainer Frank Pagelsdorf (Hamburger SV): “Man hat es heute klar gesehen, dass Rom uns in vielen Dingen überlegen war. Wir können aus diesem Spiel viele Lehren ziehen. Wir hatten zwar mehr Ballbesitz, aber die Römer haben clever und effektiv vor dem Tor gespielt. Das ist eine echte Weltklassemannschaft, die zu Recht in Italien die Nummer eins ist.“

Trainer Fabio Capello (AS Rom): “Wir haben sehr gut gespielt. Hamburg hat versucht, uns in Schwierigkeiten zu bringen, das ist auch eine gute Mannschaft. Heute hat aber unsere ganze Mannschaft ihre optimale Leistung gezeigt.“

Höhepunkte des Spiels:
Schlusspfiff
72. Minute: Hamburg erspielt sich immerhin noch eine Chance! Heinz zieht jedoch aus dreizehn Metern rechts übers Tor.
60. Minute: Samuel macht alles klar: Die Hamburger fallen im eigenen Strafraum wie die Kegel, Montella spielt halb im Fallen den Ball auf Samuel, und der verwandelt eiskalt.
58. Minute: 0:2 in Hamburg! Delvecchio wird zum Matchwinner: Die Hanseaten spielen auf Abseits und der Römer Candela auf Delvecchio. Der hat keine Mühe mehr einzulochen.
50. Minute: Die Überlegenheit der Italiener setzt sich auch nach dem Pausentee fort: Montellas Schuss aus gut zwanzig Metern kann Butt abwehren.
Anpfiff 2. Halbzeit
Halbzeit
28. Minute: 0:1 durch Aldair! Konfusion im Hamburger Strafraum nach einer Ecke. Hertzsch geht nicht entschlossen genug auf den Ball; Aldair schon!
23. Minute: Immer wieder Delvecchio: Diesmal zeigt er mit einem 20-Meter-Schuss sein Können. Der Ball geht nur knapp am rechten Pfosten vorbei.
17. Minute: AS startet mit viel Dampf! Wieder ist es Delvecchio, der sich mit guter Einzelleistung in Szene setzen kann, aus halblinks abzieht, aber wieder an Butt scheitert.
13. Minute: Nächste Möglichkeit für Rom! Nach unglücklicher Kopfballverlängerung von Panadic läuft Delvecchio allein auf Butt zu, legt sich den Ball jedoch etwas zu weit vor. Butt kann klären.
4. Minute: Großchance für die Römer: Bei einem langen Pass auf Montanellai steht Hertzsch falsch zum Ball, auch Butt kommt nur unbeherzt aus dem Kasten, doch der Römer bringt den Ball nicht in die Maschen.
Anpfiff