| Bundesliga 2001/2002, 11. Spieltag, Sonntag,
28.10.01 um 17:30 Uhr in der Hamburger AOL Arena bei 13 Grad Celsius.
Hamburger SV - FC Hansa Rostock 0:1 (0:1) Nun stieg also das dritte Spiel unter dem neuen Trainer Kurt Jara und ich war eigentlich recht siegessicher; zumal auch Rostock nicht gerade eine Übermannschaft ist. Barbarez war in letzter Minute doch noch wieder genesen und so konnte mit der erwarteten Aufstellung begonnen werden. Allerdings spielte gleich nur eine Mannschaft keck nach vorne – und das war nicht der HSV. Die Rostocker wirbelten unsere Abwehr geradezu durcheinander. Riesige Löcher klafften da und es hatte schon etwas mit Glück, einem gut aufgelegten Pieckenhagen und einem sich in mehrere Schüsse gerade noch hineinwerfen könnenden Hertzsch zu tun, daß wir nicht ganz schnell in Rückstand lagen. Trotzdem war mir nur ein wenig Bange und ich glaubte immer noch daran, daß wir nun irgendwann mal anfangen würden. Wir hatten auch zwischen den Rostocker Chancen auch einige Großchancen durch Kopfbälle von Maltritz und Meijer sowie einem Schuss durch Barbarez, aber Rostock konterte immer wieder gefährlich. Auch war da leider wieder die HSV-Krankheit zu sehen, daß sich keiner bewegt, wenn ein eigener Verteidiger / Mittelfeldspieler den Ball hat. Es bieten sich einfach keine Anspielstationen, was es dann dann noch schwerer macht. Ein Totalausfall in der 1. Halbzeit war Ketelaer und auch zum Teil Benyamin. Auf den Flügel ging gar nichts. Schließlich schoß dann Rostock in der 42. Minute doch noch das 1:0. Natürlich unglücklich für uns so kurz vor der Pause, aber nicht wirklich unverdient. Allerdings dafür mal wieder sehr dämlich. Hoogma greift di Salvo außen nur zögerlich an, sodaß dieser einen flachen Paß in die Mitte spielen kann und Ujfalusi ist so torfig, den Fuss nicht vor das Schussbein des Rostockers Beierle zu bekommen, sodaß dieser aus kurzer Distanz zum 0:1 einschieben kann. Wie gesagt => nicht unverdient! In der 2. Halbzeit erspielte sich der HSV dann deutlich mehr Chancen. Das lag auch zu einem guten Teil daran, daß die beiden harmlosen Außen Ketelaer und Benyamin nach 55 Minuten gegen Heinz und Präger ausgewechselt wurden. Der HSV war nun druckvoller, hat aber m.E. trotzdem eher nur recht bescheiden gespielt. Immerhin hatte man aber genügend Ausgleichschancen. Insbesondere Barbarez, Heinz und der für den verletzten Meijer eingewechselte Bester hatten fast 100 %ige Chancen. Allerdings blieb auch Rostock stets gefährlich bei Kontern und konnte sogar spät noch das 2:0 erzielen, das aber wegen einer vermeintlichen Abseitsposition nicht gegeben wurde. Im Stadion war ich mir sicher, daß es Abseits war. Am TV konnte man dann später sehen, daß es regulär war. Auch wegen dieser Tatsache muß ich im Endeffekt sagen, daß Rostocks Sieg war glücklich, aber nicht mal unbedingt sooo unverdient war. Sie spielten jedenfalls frech und frisch auf in der AOL-Arena und konnten so Ihren zahlreichen Anhang begeistern. Es ist schon wirklich schade, daß der HSV nicht das 3. Spiel in Folge gewinnen konnte. Einmal, weil man Anschluß nach oben und Abstand von unten gewonnen hätte und eben auch besonders, da jetzt die Klopperwochen kommen, in denen wir aufpassen müssen, daß wir uns nicht ganz schnell ganz unten wiederfinden.... Meine Spielerbewertung: Pieckenhagen: hervorragend. Hielt alles, was möglich war. Vor allem hält er auch die schweren Aufsetzer stets sicher und ließ sie nie prallen: Note 1- Hoogma: Wollte heute wieder den Spielmacher geben, aber öffnete dabei die Abwehr zu sehr. Trotzdem ist er etwas offensiver besser aufgehoben als hinter der Abwehr: Note 4 Ujfalusi: fiel wie immer kaum auf. Hatte seinen Gegner meist im Griff. Beim Gegentor fand ich es aber ungenügend, daß er nicht den Schuss verhindern konnte: Note 4 Hertzsch: Wie immer mit Licht und Schatten. Hat aber durch beherztes Attackieren in der Anfangsphase zwei Gegentore verhindert. Beim 0:1 wurde er an der Außenlinie allerdings auch schön überlaufen: Note 3- Töfting: konnte kaum zerstören und nach vorne ging wirklich nicht viel: Note 5 Maltritz: heute habe ich ihn wenigstens erstmals auch richtig gesehen. Ganz Anständig: Note 3- Hollerbach: war so gut wie gar nicht zu sehen: Note 4 Benyamin: Sein bisher schwächstes Spiel im HSV-Profi-Trikot: Note 5 (später) Präger: brachte frischen Wind auf die rechte Seite, auch wenn er sich nur selten gut durchsetzen kann: Note 3- Barbarez: für mich wieder mal der beste HSVer. Es erinnerte mich ein wenig an den Kovac vor 2 Jahren, dem ich auch immer irgendwie ansah, daß er einfach eine Klasse besser ist als seine Mitspieler. Ohne Barbarez gäbe es beim HSV kaum Torchancen: Note 2 Ketelaer: Das war heute wieder mal so eine Leistung, bei der ich mir schon vorstellen kann, weshalb er unter Pagel nicht oft berücksichtigt wurde. Gar nichts war das: Note 6 (später) Heinz: endlich hat er mal seine Angst abgelegt und traute sich auch was zu. Hätte allerdings klar den Ausgleich erzielen müssen. Aus 15 m kann man auch mal am TW vorbeischießen und nicht gleich am ganzen Tor: Note 4+ Meijer: mehr Kämpfer als Stürmer. Vielleicht sollte man ihn mal im defensiven Mittelfeld einsetzen ;-))) Für einen Stürmer ist mir das aber zu wenig: Note 5 (später) Bester: Ich habe mich schon gefragt, wieso man nicht mal Yeboah einwechselt. Bei Bester ist ja bekannt, daß man ihn ausschließlich per Kopfball einsetzen kann. Das hat er auch wieder gezeigt. Note 4 Schiri Albrecht: Er hat keine entscheidenden Fehler gemacht, aber ich fand ihn in vielen Entscheidungen wirklich lächerlich: Note 4 |
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auch Euren Kommentar.
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ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch
einstmals bewegte.
| Sport1 meldet:
TORE
GELBE KARTEN
SCHIEDSRICHTER : Hermann Albrecht
AUFSTELLUNG
Hansa Rostock: Mathias Schober, Rayk Schröder, Ronald Maul, Rene Rydlewicz, Andreas Jakobsson, Yasser, Antonio Di Salvo, Marcus Lantz, Dietmar Hirsch, Peter Wibran, Markus Beierle WECHSEL
Hansa Rostock: Bachirou Salou für Antonio Di Salvo (76.), Kai Oswald
für Ronald Maul (78.), Sven Benken für Marcus Lantz (88.)
Hansa stoppt Jara-Siegesserie Ausgerechnet im Nordderby gegen Hansa Rostock hat der Hamburger SV die
erste Niederlage unter Trainer Kurt Jara kassiert. Mit seinem vierten Saisontor
zum 1:0 bescherte Markus Beierle (42.) den Rostockern den zweiten Auswärtssieg
nach dem 1:0 beim FC St. Pauli. Auch dort hatte Beierle getroffen. Dank
des Sieges vor 46.169 Zuschauern in der AOL-Arena setzte sich Hansa von
den Abstiegsrängen ab und zog nach Punkten (12) mit dem HSV gleich.
Hoogma agierte oft vor der Abwehr
Die besseren Chancen erarbeiteten sich die Gäste, die bei weitem nicht so defensiv wie erwartet agierten. Rostock profitierte bei seinen schnell vorgetragenen Angriffen davon, dass der etatmäßige HSV-Libero Nico-Jan Hoogma oft vor der Abwehr agierte. Jara bemängelte Zweikampfverhalten
Ganz anders die Gäste: Nach einer knappen Viertelstunde hatte Beierle die Führung auf dem Fuß, wurde von Ingo Hertzsch aber gerade noch abgeblockt. Peter Wibran scheiterte wenig später an Martin Pieckenhagen. Schober rettete mit Glanzparaden den Sieg
Auf der Gegenseite konnte sich Frank Schober, der im letzten Jahr noch in HSV-Diensten stand, vor allem nach dem Wechsel auszeichnen. Der Hansa-Torwart, der in der Anfangsphase bei einem Kopfball von Marcel Maltritz und einem Schuss von Sergej Barbarez auf dem Posten war, rettete den Gästen mit einigen Glanzparaden die drei Punkte. Schiedsrichter gab reguläres Tor nicht
Auch Pieckenhagen rückte öfter in den Mittelpunkt und vereitelte gegen Andreas Jacobsson und erneut Beierle einen höheren Rückstand. Ein reguläres Tor von Beierle fand wegen angeblicher Abseitsstellung des Stürmers keine Anerkennung. Hamburg schnürte Hansa zum Schluss ein
"Wir sind natürlich enttäuscht nach zuletzt zwei Siegen, aber
es geht weiter. Wir müssen das Spiel schnell abhaken", gab Barbarez
die Devise für den HSV aus, der am nächsten Wochenende zum Meister
FC Bayern muss.
Fakten:
Standardergebnis
Mini-Serie für Rostock
„Pieckes“ Serie vorbei
Schlaglichter:
Matchwinner Beierle
Torschuss-Festival
Unglücklicher Barbarez
Trainer Kurt Jara (Hamburger SV):
Trainer Friedhelm Funkel (Hansa Rostock):
Topspieler: Mathias Schober (Hansa Rostock)
Spielwertung: 3 Bälle (von 4) Kommentar:
Taktik: Hamburger SV
Hansa Rostock
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| kicker meldet:
Chancenverhältnis: 7:6 Eckenverhältnis: 7:6 Schiedsrichter: Albrecht (Kaufbeuren), Note 5 - Total überfordert in einer hektischen Partie. Schlechte Zweikampfbeurteilung, griff viel zu spät durch. Spielnote: 2,5
Analyse Personal: Kurt Jara nahm den angekündigten Wechsel vor: Meijer ersetzte Präger und gab den Mittelstürmer. Barbarez, zuletzt beim 1:0-Sieg in Wolfsburg in dieser Rolle, spielte hinter den Spitzen. Zwei Wechsel bei den Rostockern: Für Hill und Emara kamen überraschend Yasser und Hirsch ins Team. Salou stand nach dreiwöchiger Pause wegen zuvor schlechter Leistungen erstmals wieder im Aufgebot und wurde später eingewechselt. Taktik: Der HSV mit der gleichen Grundordnung, die Jara zu zwei Siegen verhalf: eine Dreierkette in der Abwehr und ein kompaktes, gestaffeltes Mittelfeld mit Hollerbach als Absicherung hinter Ketelaer. Barbarez, hinter der Doppelspitze platziert, erweiterte diese durch seinen großen Aktionsradius oft zum Dreiersturm. Auch Rostock mit der gewohnten Formation, wobei Trainer Funkel diesmal mit Schröder und Yasser zwei neue Manndecker einbaute. Hirsch sollte die Kreise von Barbarez stören, Rydlewicz, sehr offensiv ausgerichtet, drückte Hollerbach weit in die Defensive. Analyse: Ein ansprechendes und sehr temporeiches Spiel, in dem Rostock sehr selbst- und ballsicher auftrat. Die Gäste versteckten sich keineswegs, agierten sehr offensiv und waren mit schnellen Kontern, durch Ungenauigkeiten in der HSV-Defensive eingeleitet, immer gefährlich. Nachdem Beierle (14.) und Wibran (19.) hochkarätige Chancen ausgelassen hatten, erntete Hansa kurz vor der Pauseden Lohn für die ansehnliche Darbietung. Allerdings waren Beierles Tor Fehler von Benjamin, Hoogma (gegen Vorbereiter di Salvo) und Ujfalusi (gegen den Torschützen) vorausgegangen. Die Hamburger hatten in der ausgeglichenen Partie sogar leichte Feldvorteile, erzeugten durch den immens fleißigen Barbarez Druck, brachten sich selbst aber immer wieder durch Nachlässigkeiten ins Hintertreffen. Nach dem Wechsel erhöhten die Hamburger durch die Einwechslungen von Präger und Heinz den Druck, doch Barbarez (2), Heinz und Bester vergaben dickste Chancen. Fazit: Rostock trat überhaupt nicht wie ein Absteiger auf und gewann nicht einmal unverdient. Höhepunkte des Spiels:
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| dpa meldet: Hansa stoppt HSV-Siegesserie unter Jara
Hamburg (dpa) - Ausgerechnet im Nordderby gegen Hansa Rostock hat der Hamburger SV die erste Niederlage unter Trainer Kurt Jara kassiert. Mit seinem vierten Saisontor zum 1:0 bescherte Markus Beierle (42.) den Rostockern den zweiten Auswärtssieg nach dem 1:0 beim FC St. Pauli. Auch dort hatte Beierle getroffen. Dank des Sieges vor 46 169 Zuschauern in der AOL-Arena setzte sich Hansa von den Abstiegsrängen ab und zog nach Punkten (12) mit dem HSV gleich. «Es sollte heute einfach nicht sein. Die Niederlage ist traurig, aber uns braucht nicht bange zu sein», meinte Jara nach dem Rückschlag. Die Hamburger begannen schwungvoll und hatten im gesamten Verlauf der abwechslungsreichen Partie optische Vorteile. Von der zuletzt gelobten Spielkultur war allerdings kaum etwas zu sehen, zu viel blieb Stückwerk. Die besseren Chancen erarbeiteten sich die Gäste, die bei weitem nicht so defensiv wie erwartet agierten. Rostock profitierte bei seinen schnell vorgetragenen Angriffen davon, dass der etatmäßige HSV-Libero Nico-Jan Hoogma oft vor der Abwehr agierte. Durch die offensive Ausrichtung des Niederländers ergaben sich immer wieder Lücken in der Hamburger Deckung. «Wir sind überhaupt nicht in Zweikämpfe gekommen», kritisierte Jara den Auftritt seiner Elf vor der Pause. Ganz anders die Gäste: Nach einer knappen Viertelstunde hatte Beierle die Führung auf dem Fuß, wurde von Ingo Hertzsch aber gerade noch abgeblockt. Peter Wibran scheiterte wenig später an Martin Pieckenhagen. Der vor der Saison aus Rostock gekommene Schlussmann hatte kurz vor der Pause dann aber doch das Nachsehen, als Beierle eine Eingabe von Antonio di Salvo aus kurzer Distanz ins Netz bugsierte. «Die Mannschaft ist belohnt worden für ihr tolles Spiel», freute sich Hansa-Trainer Friedhelm Funkel. Auf der Gegenseite konnte sich Frank Schober, der im letzten Jahr noch in HSV-Diensten stand, vor allem nach dem Wechsel auszeichnen. Der Hansa-Torwart, der in der Anfangsphase bei einem Kopfball von Marcel Maltritz und einem Schuss von Sergej Barbarez auf dem Posten war, rettete den Gästen mit einigen Glanzparaden die drei Punkte. Seine größten Taten vollbrachte Schober mit einer Fußabwehr gegen den durchgebrochenen Barbarez (66.) und bei einem Schuss von Roy Präger (83.). «Ich bin natürlich sehr zufrieden», freute sich Schober. Auch Pieckenhagen rückte öfter in den Mittelpunkt und vereitelte gegen Andreas Jacobsson und erneut Beierle einen höheren Rückstand. Ein reguläres Tor von Beierle fand wegen angeblicher Abseitsstellung des Stürmers keine Anerkennung. In der mit zunehmender Spielzeit hitziger werdenden Auseinandersetzung mobilisierte der HSV alle Reserven und schnürte die Gäste in deren Hälfte ein. Gegen die geschickt und massiv stehenden Rostocker blieben Chancen jedoch Mangelware, so dass der Hansa-Sieg am Ende verdient war. «Wir sind natürlich enttäuscht nach zuletzt zwei Siegen, aber es geht weiter. Wir müssen das Spiel schnell abhaken», gab Barbarez die Devise für den HSV aus, der am nächsten Wochenende zum Meister FC Bayern muss. |