Bundesliga 2001/2002, 21. Spieltag, Mittwoch, 20:00 Uhr im Lauterer Fritz-Walter-Stadion

1. FC Kaiserlautern - Hamburger SV 2:2 (1:1)
 
Das Spiel habe ich bei einem Freund auf premiere gesehen und kann daher nicht so sehr gut alles beurteilen.

Meine Erwartung für dieses Spiel waren klare Null Punkte und eine erbärmliche Leistung des HSV. Leider schien sich das schon nach drei Minuten zu bestätigen und da war ich dann schon sehr deprimiert. Sooo schnell hätte ich das Ende meiner minimalsten Hoffnungen ja nun doch nicht erwartet.

Aber ich wurde überrascht und wir kamen nach schöner Flanke von Holler, perfekter Ablage von Barbarez und unbedrängtem Kopfball von Romeo schnell zum 1:1.

Trotzdem hieß es weiter zittern, weil die Lauterer ständig drückten. Allerdings hatte auch der HSV durchaus noch Chancen, ein weiteres Tor zu erzielen.

In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild. Lautern mit viel Druck, aber wirklich sehr wenigen hochprozentigen Chancen. Die beste Chance hatte wohl Lincoln, der die ganze HSV-Abwehr vernaschte und dann den Ball butterweich in die Arme von Piecke schon. „Danke“ kann man da nur sagen.

Aber natürlich kam es so wie man das gewohnt ist. Ein weiteres Mal stellten wir uns doof an und ließen Klose unbehelligt in unserem Strafraum köpfen. Pieckenhagen fiel wie ein Schlagbaum und ich wähnte mich bei meinen negativen Vorahnungen.

Aber dann kam Marek Heinz, was bei meinem Gastgeber schon zu leichten Depressionen führte. Allerdings lösten sich seine Depris etwas, als ich ihn nicht mal eine Minute später fast abgeknutscht hätte (na ja, das konnte ich nicht machen, schließlich waren seine Frau und Baby dabei ;-) ). Jedenfalls hatte Marek Heinz durch eine verunglückte Flanke für den Ausgleich gesorgt und den konnten wir, trotz einigen Zitterns, dann auch ins Ziel bringen.

Lautern war gewiß feldüberlegen, aber rein nach guten Chancen gemessen, waren wir fast ebenbürtig. Ein Unentschieden war jedenfalls ein schöner Erfolg für den HSV, der auswärts ja nicht gerade eine Freudenbringer ist für uns Fans in dieser Saison.

Die Spieler möchte ich nicht einzeln benoten, da man im TV so schlecht die Laufwege etc. sieht. Negativ fiel Piecke beim 2. Tor auf. Außerdem Fukal, der häufig von Petterson überrannt wurde (wenn der nicht gerade schwalbte). Ansonsten spielten Abwehr und Mittelfeld unauffällig. Romeo hatte wieder mehrere gute Chancen und Barbarez gefiel mir erneut am besten im HSV-Team.

Das schönste an diesem Abend war aber eigentlich, dass ich das Spiel mit einem Freund gesehen habe, mit dem schon jeder Kontakt eingestellt war. Nun hoffe ich doch, dass ich zum ersten HSV-Fan, den ich über´s Internet und dann in natura kennengelernt habe, wieder einen besseren Draht habe und wieder in die Rubrik „Freund“ aufgenommen werde von ihm (solange seine Frau mir wegen solcher intimen Anträge keinen Strich durch die Rechnung macht! Nein, ich will ihn Dir nicht ausspannen, Kisten ;-)))) )

Tabelle des Spieltages

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
Sport1 meldet: 
TORE 1:0 Mario Basler (4.), 1:1 Bernardo Romeo (11.), 2:1 Miroslav Klose (76.), 2:2 Marek Heinz (80.)

GELBE KARTEN 
1.FC Kaiserslautern: Jörgen Pettersson (65.) 
Hamburger SV: Milan Fukal (39.), Nico Jan Hoogma (47.)

SCHIEDSRICHTER: Knut Kircher
 ZUSCHAUER: 34,958 
DATUM 06.02.02 20:00 Uhr 

AUFSTELLUNG 
1.FC Kaiserslautern: Georg Koch, Thomas Hengen, Dimitrios Grammozis, Vratislav Lokvenc, Aleksander Knavs, Lincoln, Mario Basler, Thomas Riedl, Jörgen Pettersson, Jeff Strasser, Miroslav Klose

Hamburger SV: Martin Pieckenhagen, Nico Jan Hoogma, Stig Töfting, Sergej Barbarez, Ingo Hertzsch, Bernardo Romeo, Raphael Wicky, Milan Fukal, Roda Antar, Bernd Hollerbach, Tomas Ujfalusi

WECHSEL
1.FC Kaiserslautern:
Markus Kullig für Aleksander Knavs (26.)
Perica Ognjenovic für Jörgen Pettersson (68.)

Hamburger SV:
Martin Groth für Milan Fukal (66.)
Marek Heinz für Stig Töfting (79.)
Marcel Maltritz für Roda Antar (82.)

Lautern und die verpassten Chancen 
"Immer wenn wir oben dran sind, patzen wir", sagte FCK-Vorstandsvorsitzender Jürgen Friedrich vor dem 2:2 gegen Hamburg und hoffte, dass sein Verein dieses Mal die Gunst der Stunde nutzen würde. Aber die Pfälzer blieben sich treu. Mit einem Sieg hätte die Mannschaft von Teamchef Andreas Brehme auf den zweiten Tabellenplatz vorrücken können. Selbst die zweimalige Führung reichte am Ende nicht für einen Erfolg der Roten Teufel. "Wenn man das Spiel gesehen hat, ist es klar, dass wir zwei Punkte verloren haben", meinte Mario Basler nach dem Spiel. 

Vor 34.958 Zuschauern erwischte der FCK einen Auftakt nach Maß. Bereits in der vierten Minute war Basler mit einem Freistoß aus 28 Metern zum 1:0 erfolgreich. HSV-Neuzugang Romeo (11.) markierte mit seinem zweiten Saisontor das 1:1.Die Pfälzer betimmten fast über die gesamte Spielzeit das Geschehen, aber der Erfolg stellte sich erst in der 76. Minute ein. Da gelang Miroslav Klose per Kopf der Treffer zum 2:1. Vier Minuten später glich der eingewechselte Marek Heinz zum 2:2-Endstand aus.Drei Mal ohne HeimsiegAus den letzten drei Heimspielen holten die Pfälzer nur zwei Punkte. Gegen den VfB Stuttgart und Hamburger SV spielten die Roten Teufel remis, und gegen den TSV 1860 München gab es eine 1:3-Schlappe.Hätte der FCK diese drei Partien siegreich gestaltet, wäre Kaiserslautern mit 49 Punkten Tabellenführer. Und dass mit drei Zählern Vorsprung auf den Spitzenreiter Borussia Dortmund.Wieder einmal aber haben es die Lauterer verpasst, die Gunst der Stunde zu nutzen.FCK weiter optimistisch"Wir haben bisher ganz hervorragend gespielt und stehen zurecht da oben", sagte Brehme. Der FCK dominierte das Geschehen. Alleine die Torschussbilanz zeigt das deutlich. 21 Mal schossen die Gastgeber auf das HSV-Tor. Die Hamburger gaben nur elf Versuche auf den FCK-Kasten ab."Die Leistung war in Ordnung. Wir müssen uns keine Vorwürfe machen. Wir haben alles probiert", analysierte Basler, "wir hatten Torchance en masse.""Super Mario" gibt Titelkampf nicht aufKaiserlautern ist nach dem 21. Spieltag punktgleich mit dem Tabellenzweiten Bayer Leverkusen. Und auf den Spitzenreiter Borussia Dortmund haben die Pfälzer vier Punkte Rückstand. Und diese beiden Vereine müssen genauso noch auf den Betzenberg wie der FC Bayern. "Wir können gegen die Münchner auf dem Betzenberg alles klar machen", meint Basler.Der Torschütze zum 1:0 weiter: "Hoffentlich bleibt es so spannend bis die Bayern zu uns kommen. Dann können wir die Meisterschaft klar machen."Die Münchner sind am 27. Spieltag (16. März) zu Gast im Fritz-Walter-Stadion. Ob man da wirklich schon alles klar machen kann?Romeo trifft wiederDer Argentinier Romeo hat seinen Torinstinkt wiedergefunden. Nach seinem ersten Treffer gegen 1860 München, schoss er in der Pfalz seinen zweiten Saisontreffer."Endlich haben wir auch einen Stürmer der Tore schießt", freute sich HSV-Trainer Kurt Jara.Die Hanseaten bleiben auf Rang elf der Tabelle. "Nach diesem Spiel , mit dieser Moral und der Klasse, die die Mannschaft gezeigt hat, dürften wir keine Probleme in der Liga bekommen", hofft der Coach der Hamburger.
 

Fakten:
FCK kann zuhause nicht mehr gewinnenZum dritten Mal in Folge bleibt der FCK vor heimischem Publikum ohne Sieg – zum ersten Mal unter Brehme. Letztmals passierte das den Lauterern vor fast genau zwei Jahren (in der Saison 99/00 gab es auch zwei Unentschieden und eine Niederlage) unter Rehhagel. Für die Lauterer ist es erst das dritte Remis diese Saison - kein Team teilte seltener die Punkte. Mal wieder ein Auswärtspunkt für den HSVNach vier Auswärtspleiten in Folge gelang dem HSV ein Punktgewinn bei den heimstarken Pfälzern. Zuletzt hatten die Hamburger viermal hintereinander auf dem Betzenberg verloren. Klose Heimtorjäger Nummer EinsKein Spieler erzielte mehr Tore in Heimspielen als Miroslav Klose - achtes Heimtor gegen den Hamburger SV, insgesamt war es sein neunter Saisontreffer. Der Nationalspieler liegt ligaweit mit 13 Scorerpunkten (neun Tore, vier Torvorlagen) unter den Top Fünf. Neues Hamburger TraumpaarDer Argentinier Romeo erzielte in seinem dritten Spiel sein zweites Bundesligator, beide Male war Sergej Barbarez der Vorlagengeber. Für Barbarez war es der erste Scorerpunkt in dieser Saison in einem Auswärtsspiel, zuvor erzielte er drei Tore und gab vier Torvorlagen – alle in der heimischen AOL-Arena. Schlaglichter:FCK erhöhte den Druck - am Ende ohne den erwünschten ErfolgIn der Viertelstunde vor der Pause erhöhte der FCK den Druck, hatte in dieser Phase 60% Ballbesitz und erzielt 7:2 Torschüsse - ohne zählbaren Erfolg. Auch nach der Halbzeitpause versuchten die Pfälzer alles: Gewannen 56% der Zweikämpfe und gaben mehr Torschüsse ab. Am Ende gab es nur eine Punkteteilung, obwohl der HSV nur drei Bälle auf das von Koch gehütete Tor brachte – zwei davon waren jedoch drin. Basler läuft, und läuft, und ...Mario Basler erlebt beim FCK seinen zweiten Frühling: Gegen den HSV hatte der 33-Jährige als defensiver Mittelfeldspieler die meisten Ballkontakte auf dem Platz und erzielte die frühe Lauterer-Führung per direktem Freistoß. Basler gab vier Torschüsse ab und legte weitere vier Torschüsse für seine Mitspieler auf – er scheint sich immer besser in seiner defensiven Rolle zurecht zu finden. Pettersson vernaschte FukalJörgen Pettersson lies Milan Fukal "alt" aussehen: Der Angreifer gewann über 69% der Duelle mit dem Tschechen, gab zwei Torschüsse selbst ab und legte noch zweimal für einen Mitspieler zum Torschuss auf. Nachdem der Schwede seinen Kontrahenten Fukal zum wiederholten Male ausspielte, hatte Trainer Jara ein Einsehen mit dem Tschechen und wechselte ihn aus. Antar in der Cardoso-RolleBeim HSV stand Roda Antar zum ersten Mal in der Startformation - es war der fünfte Einsatz des Libanesen in der Bundesliga. Der 21-Jährige konnte zwar den geschonten Cardoso nicht vertreten, bot aber eine solide Leistung. Antar gab zwei Torschüsse ab und brachte 87% seiner Pässe zu einem Mitspieler. Teammanager Andreas Brehme (1. FC Kaiserslautern): Wir haben zweimal leichtfertig eine Führung verspielt. Wer ganz nach oben will, muss solche Spiele gewinnen. Einer Spitzenmannschaft, und wir wollen ja eine sein, darf so etwas nicht passieren. Mit der Leistung der Mannschaft bin ich aber zufrieden. 

Trainer Kurt Jara (Hamburger SV): Meine Spieler haben großen Einsatz gezeigt und sich das Unentschieden verdient. Einen Punkt beim Tabellendritten zu holen, ist für uns natürlich ein Aufschwung. Ich denke, dass wir mit dieser Leistung nach unten keine Probleme bekommen. 
 

Topspieler: Mario Basler (1. FC Kaiserslautern)"Super-Mario" spielte gegen den Hamburger SV auf der rechten Außenbahn. Und hier scheint er sich wirklich am wohlsten zu fühlen. Mit großem Abstand hatte er die meisten Ballkontakte auf dem Feld - ungewöhnlich für diese Position. Vier Torschüsse gab Basler ab, vier Mal legte er auf. Der Routinier weiß, wie er sich zu verhalten hat. Zweikämpfe sind nicht seine Welt, deshalb hielt er sich bei 1:1-Duellen zurück. Ganze drei Zweikämpfe bestritt Basler. Einen gewann er und zwei verlor "Super-Mario". 
Spielwertung: 3 Bälle (von 4)

Kommentar:Der 1. FC Kaiserslautern kann auf dem Betzenberg nicht mehr gewinnen. Aus den letzten drei Heimspielen holten die Pfälzer gerade einmal zwei Punkte. Der FCk hatte eindeutig mehr vom Spiel, aber vergass, Tore zu schießen. Der HSV agierte clever und machte aus seinen wenigen Chancen zwei Treffer und holte daher verdient einen Punkt. Von einer Mannschaft wie Kaiserslautern, die um den Titel mitspielen will, sollte man aber gegen den Tabellenelften im eigenen Stadion mehr erwarten.Frihtjof Bublitz 

TaktikKaiserslautern:Im Tor stand Georg Koch. Davor eine Viererkette mit Strasser, Hengen, Knavs und Basler (v.l.). Im defensiven Mittelfeld agierten Grammozis und Riedl. Spielmacher war Lincoln. Petterson rochierte hinter den Spitzen. Im Sturm spielten Klose und Lokvenc.Kullig kam in der 25. Minute für den verletzten Knavs. Auch Petterson musste angeschlagen für Ognjenovic weichen (68.). An der Taktik änderte sich dadurch nichts.Hamburg:Pieckenhagen im Tor. Ujfalusi, Hoogma und Hertzsch bildeten die Dreierkette. Davor Hollerbach, Wicky und Fukal (v.l.). Töfting und Antar sollten die Spitzen bedienen. Im Sturm bot der HSV Barabrez und Romeo auf.Für den schwachen Fukal kam in der 65. Minute Groth. Heinz ersetzte Töfting (79.) und Maltritz kam für Antar (82.). Dadurch ergaben sich keine taktischen Änderungen. 


 
kicker meldet: 
Chancenverhältnis: 8:7

Eckenverhältnis: 11:2

Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg), Note 3 - hatte ein kampfbetontes Spiel meist im Griff.

Zuschauer: 34958

Gelbe Karten: Pettersson - Fukal, Hoogma

Spielnote: 3

Spieler des Spiels: Klose - Der Nationalspieler war ein ständiger Unruheherd und belohnte seine Leistung mit dem 2:1.

Analyse 

Personal: Je zwei Änderungen: Bei Kaiserslautern ersetzten Riedl und Grammozis Ratinho und Harry Koch, die ebenso wegen einer Gelbsperre fehlten wie auf der Gegenseite Präger, für den Töfting kam. Zudem spielte Antar für Cardoso. Taktik: Der 1. FCK ging hohes Risiko. Vier sehr offensiv orientierte Leute - Lincoln, Klose, Pettersson und Lokvenc - wurden von Grammozis sowie Riedl abgeschirmt und häufig von Basler unterstützt, der defensiv in die Viererabwehr zurück rückte. Der HSV setzte ebenfalls auf diese Abwehrform, wobei Hoogma meist der Dirigent war und Hertzsch Lokvenc übernahm.Spielverlauf: Das schnelle Tor durch Baslers Freistoß, bei dem die HSV-Mauer nicht zusammen stehen blieb, sorgte für ein abwechlungsreiches und interessantes Spiel. Denn die Hamburger mussten so die Defensive lockern und wurden auch mit dem Ausgleich belohnt. Doch ansonsten behielt die Lauterer Defensive, in der Kullig früh Knavs (Verhärtung im Oberschenkel) ersetzen musste, den Überblick. Der FCK zeigte sich durch das 1:1 nicht geschockt, erarbeitete sich Vorteile im Feld und Chancen in Strafraumnähe. Basler scheiterte knapp, als Hoogma seinen Schuss an den Pfosten lenkte.Mit zunehmender Spieldauer steigerte sich Pettersson auf der linken Seite bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung (Oberschenkelzerrung) und stellte seinen Gegenpart Fukal häufig vor unlösbare Aufgaben. Der FCK suchte die Entscheidung, wurde dadurch aber in seltenen Fällen anfällig für schnelle Gegenangriffe, die häufig über Töfting oder Antar liefen. So scheiterte Barbarez in höchst aussichtsreicher Position (60.). Dann schien Kloses Kopfball die Entscheidung zu sein. Doch, Duplizität der Ereignisse, der HSV schlug wie nach dem 1:1 durch den eingewechselten Heinz nach einem schweren Fehler von Torwart Koch postwendend zurück.Fazit: Lautern war in einem intensiven Spiel druckvoller und vergab den Sieg durch zwei individuelle Fehler (Strasser vor dem 1:1, Koch). 

Höhepunkte des Spiels: 
Schlusspfiff
90.+1. Minute: Pieckenhagen lenkt eine Basler-Ecke mit den Fingerspitzen über die Latte.
80. Minute: Der HSV schlägt zurück! Der gerade eingewechselte Heinz wird von Romeo am rechten Flügel eingesetzt. Koch rechnet mit einer Flanke, doch der Tscheche schießt aus spitzem Winkel aufs kurze Eck und erzielt das 2:2.
76. Minute: Lincoln mit einer Hereingabe von der linken Seite. Klose schraubt sich hoch und köpft aus sieben Metern ins rechte untere Eck zur erneuten Führung ein.
72. Minute: Lincoln nimmt das Leder in der Mitte der gegnerischen Hälfte auf und tanzt durch die FCK-Abwehr. Allein vor Pieckenhagen fehlt dem Regisseur dann die Kraft zum konzentrierten Abschluss, so das der Keeper retten kann.
61. Minute: Barbarez steht nach Zuspeil von Antar frei vor Koch, schießt aber aus 16 Metern rechts am Tor vorbei.
58. Minute: Petersson versetzt Fukal ein ums andere Mal. Der Schwede zieht aus 18 Metern von halblinks ab. Die Kugel geht einen Meter links am Tor vorbei.
56. Minute: Töfting zieht eine Freistoßflanke von der linken Seite nach innen, Antar kommt am rechten Fünfer-Eck völlig frei zum Kopfball, verfehlt das Tor aber um Haaresbreite.
53. Minute: Pieckenhagen greift nach Ecke von Lincoln am Ball vorbei, doch seine Abwehr ist auf der Hut und klärt mit Befreiungsschlag.
51. Minute: Schöner Konter des HSV. Antar mit Traumpass auf Töfting, der Barbarez freilaufen sieht. In höchster Not grätscht Strasser und rettet zur Ecke.
48. Minute: Freistoß aus 30 Metern durch Basler. Der Ball fliegt diesmal weit übers Tor.
Anpfiff 2. Halbzeit
Halbzeit
40. Minute: Lincoln mit einer Rechtsflanke auf Klose. Der dreht sich blitzschnell und zieht mit rechts aus elf Metern ab. Mit dem linken Knie lenkt Ujfalusi den Ball gerade noch zur Ecke.
39. Minute: Barbarez flankt von rechts, Antar steht völlig frei, köpft aber aus acht Metern einen Meter links am Tor vorbei.
35. Minute: Wieder ein direkter Freistoß von Super-Mario. Aus 30 Metern schießt er wieder direkt aufs Tor, Hoogma fälscht ab, der Ball landet am rechten Pfosten und geht ins Aus. Riesendusel für den HSV!
31. Minute: Klose prüft Pieckenhagen mit einem Flachschuss vom linken Strafraumeck. Auf der Gegenseite zieht Antar aus 22 Metern ab, zielt aber genau auf Georg Koch.
22. Minute: Aufregung bei den FCK-Fans! Klose im Luftduell mit Pieckenhagen. Der Torjäger köpft das Leder im Zweikampf mit dem Keeper aus sechs Metern ins Tor, doch der Schiri entscheidet Foul am HSV-Schlussmann.
18. Minute: Der FCK ist am Drücker. Lincoln auf Klose, der Lokvenc einsetzt. Aus halbrechter Position zieht der Stürmer von der Strafraumgrenze ab, doch sein Schuss geht weit am Tor vorbei.
10. Minute: Der erste gute Angriff des HSV! Hollerbach zieht eine tolle Flanke von links in die Mitte, wo Barbarez mit Übersicht mit dem Kopf auf Romeo ablegt. Der Neuzugang trifft mit Hechtkopfball aus fünf Metern ins linke untere Eck.
8. Minute: Basler erneut mit einem Freistoß. Von der rechten Außenbahn zieht er die Kugel aufs kurze Eck. Die berührt noch den Außenpfosten und geht dann ins Toraus.
4. Minute: Auftakt nach Maß für den FCK: Nach Foul an Petersson legt sich Basler das Leder zurecht. Aus 32 Metern mittlerer Position saust der Ball flach zum 1:0 ins linke untere Eck.
3. Minute: Wickys Scharfschuss aus 20 Metern geht hoch übers Tor.
Anpfiff


 
dpa meldet:

Geheimfavorit Lautern patzt mit 2:2 gegen HSV 
Geheimfavorit 1. FC Kaiserslautern ist in der Fußball-Bundesliga nach zwei Auswärtserfolgen ausgerechnet bei der Heimpremiere 2002 aus der Siegspur geraten. Gegen den Hamburger SV reichte es im Fritz-Walter-Stadion trotz zweimaliger Führung nur zu einem 2:2 (1:1)-Unentschieden. 
Vor 34 958 Zuschauern, darunter DFB-Teamchef Rudi Völler, brachte Mario Basler die Lauterer in der vierten Spielminute in Führung, den Ausgleich besorgte nur sechs Minuten später Neuzugang Romeo mit seinem zweiten Treffer im dritten Spiel für den HSV. Miroslav Klose köpfte Lautern in der 76. Spielminute zwar erneut in Führung, doch dem eine Minute zuvor eingewechselten Marek Heinz (79.) gelang mit dem ersten Ballkontakt der 2:2-Endstand.
Die «Roten Teufel», die auf die Afrikaner Hany Ramzy und Taribo West sowie die Gelb gesperrten Harry Koch und Ratinho verzichten mussten, erwischten einen Traumstart. In der vierten Spielminute erzielte Basler mit einem Freistoß durch die Mauer die erhoffte frühe Führung. Die Fans waren aus dem Häuschen. Weitere vier Minuten später hatte Basler das 2:0 auf dem Fuß, setzte den Ball nach einem Freistoß aber neben das Gehäuse.
Doch die Gäste aus Hamburg, ohne Roy Präger (gesperrt) und Benjamin Kruse (krank), berappelten sich schnell von dem Schock. Per Kopfball besorgte Romeo in der zehnten Spielminute den Ausgleich zum 1:1. In der 21. Minute verweigerte Schiedsrichter Kircher einem Treffer von Kaiserslauterns Miroslav Klose wegen Torwart-Behinderung die Anerkennung. In der 28. Minute wurde Klose am Strafraum von den Beinen geholt, der Unparteiische reagierte aber trotz der vehementen Lauterer Proteste nicht.
Erneut Basler war es dann, der in der 34. Spielminute mit einem abgefälschten Freistoß nur den Pfosten traf. Kaiserslauterns Trainer Andreas Brehme, der nach einer Darmgrippe direkt aus dem Bett auf der Bank Platz nahm, brauchte starke Nerven.
In der zweiten Halbzeit verstärkten die Gastgeber den Druck, erspielten sich auch die besseren Tormöglichkeiten, scheiterten aber immer wieder. Aber auch die Hamburger waren nicht chancenlos. In der 51. Spielminute vergab Sergej Barbarez nach einem klassischen Konter, zehn Minuten später traf er völlig freistehend das Lauterer Tor nicht. Klose (76.) brachte Kaiserslautern zwar erneut in Führung, doch der gerade eingewechselte Heinz (79.) rettete den Gästen aus Hamburg einen Punkt. Zuletzt gab es auf dem Betzenberg vier Lauterer Siege gegen den HSV.