Bundesliga 2001/2002, 23. Spieltag, Samstag, 16.02.02, 15:30 Uhr auf dem Gladbacher Bökelberg

VfL Borussia Mönchengladbach - Hamburger SV 2:1 (2:1)

Der Tag hätte eigentlich nicht viel beschissener laufen können in HSV-Dingen....

Bereits Donnerstag abend informierte mich mein Freund, daß es evtl. nichts wird mit unserer Fahrt nach Gladbach, weil er samstag arbeiten muß.

Freitag bis 24:00 Uhr wußte ich dann immer noch nichts Definitives. Am Spieltag um 08:30 Uhr wußte er dann definitiv, daß er mit der Arbeit nicht rechtzeitig fertig wird. Ich hatte aber auch keinen Bock, dann noch allein loszufahren.

So schaute ich das SPiel auf premiere bei einem Freund (extra nicht bei dem Freund, bei dem ich seit Jahren keinen Sieg gesehen habe...)

Hat aber auch nichts gebracht. Bereits nach 3 Minuten war die Laune schon wieder bestätigt...

Das Spiel war jedenfalls sehr bescheiden. Ebenso die Leistung des Schiris, der einen sehr fragwürdigen und einen lächerlichen Elfer gab; dafür aber einen relativ klaren Elfer nicht gab und dann auch noch Hertzsch des Feldes verwies (war m.E. nicht der letzte Mann).

Insgesamt hätte es der HSV aber auch nicht verdient gehabt, aus diesem Spiel noch einen Punkt mitzunehmen. Zu schwach war die Leistung über 90 Minuten. Erst in den Schlußminuten konnte einige guten Chancen erspielt werden.

Mehr mag ich zu diesem elenden Tag nicht schreiben.

Tabelle des Spieltages

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
Sport1 meldet: 

TORE  
1:0 Peter van Houdt (3.)
1:1 Rodolfo E. Cardoso (29.)
2:1 Igor Demo (31.)
 
GELBE KARTEN  
Borussia M'gladbach: Markus Münch (74.) 

Hamburger SV: Sergej Barbarez (37.), Rodolfo E. Cardoso (49.)

PLATZVERWEISE  
Borussia M'gladbach:-
Hamburger SV: Karte rot für Ingo Hertzsch (48.)

SCHIEDSRICHTER :  Lutz Wagner  
ZUSCHAUER :  30,100 
DATUM :  16.02.02   15:30 Uhr 

AUFSTELLUNG 
Borussia M'gladbach: Jörg Stiel, Markus Münch, Sladan Asanin, Marcelo Pletsch, Max Eberl, Igor Demo, Lawrence Aidoo, Peter Nielsen, Ivo Ulich, Arie van Lent, Peter van Houdt

Hamburger SV: Martin Pieckenhagen, Nico Jan Hoogma, Milan Fukal, Tomas Ujfalusi, Ingo Hertzsch, Sergej Barbarez, Roy Präger, Bernd Hollerbach, Rodolfo E. Cardoso, Raphael Wicky, Bernardo Romeo
 
WECHSEL 
Borussia M'gladbach: 
Marcin Mieciel für Lawrence Aidoo (78.)
Marcel Witeczek für Igor Demo (79.)
Daniel Felgenhauer für Peter van Houdt (90.)

Hamburger SV
Marcel Ketelaer für Rodolfo E. Cardoso (59.)
Mehdi Mahdavikia für Roy Präger (82.)
Jörg Albertz für Raphael Wicky (82.)
 
 

Prägers Schwalbe zum Trotz: Borussia atmet durch  
Erleichterung macht mitunter die Zunge locker. Und so bekannte Mönchengladbachs Trainer Hans Meyer nach dem 2:1-Erfolg der Borussia gegen den Hamburger SV in ungewohnter Fäkalsprache, dass ihn die in dieser Saison häufigen gegnerischen Komplimente für seine Elf nach knapp verlorenen Spielen unberührt lassen. "Die sind einen Scheißdreck wert", so Meyer. "Aber die drei Punkte von heute nimmt uns keiner mehr." Stimmt...  
 
Für den wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt betrieb der Aufsteiger gegen Hamburg besonders in der ersten Halbzeit einen enormen Aufwand. 

Gestärkt durch den optimalen Auftakt mit dem Führungstreffer von Peter van Houdt (3.) berannten die "Fohlen" das Tor des Hamburger SV, so dass die Gäste kaum zum Luftholen kamen. 15:3 Torschüsse in der ersten Halbzeit belegen die Gladbacher Überlegenheit.

Schiedsrichter im Mittelpunkt
Zu weiteren Treffern bedurfte es auf dem Bökelberg allerdings der tatkräftigen Mithilfe von Schiedsrichter Lutz Wagner. Bevor die Hamburger das erste Mal auf das Tor von Jörg Stiel geschossen hatten, schenkte Wagner den Norddeutschen einen Strafstoß.

"Was soll ich groß drum herum reden. Natürlich war das kein Elfmeter", sagte Roy Präger nach der Partie freimütig. Rodolfo Esteban Cardoso war das egal. 

Cardoso beendet lange Durststrecke
Der argentinische Spielmacher verwandelte sicher zu einem ersten Bundesligator seit September 2000 (29.). Zu längeren Gladbacher Protesten kam es nicht, weil Wagner seinen Fehler mit einer Konzessionsentscheidung umgehend "wieder gut machte".
Einen von Bernd Hollerbach kaum bedrängten Freiflug von Borussias Igor Demo nahm der Unparteiische zum Anlass, erneut auf den Punkt zu zeigen. Demo selbst sorgte für den 2:1-Siegtreffer (31.).

HSV-Platzverweis brach Gladbacher Spielrhythmus
Nach der Pause geriet der Gladbacher Motor überraschend ins Stocken, als die Gäste nach der mit Rot bestraften Notbremse von Ingo Hertzsch (48.) an Peter van Houdt nur noch zu zehnt auf dem Platz standen. Wie so oft in dieser Saison bekam Mönchengladbach Angst vor der eigenen Courage.
"Wir waren in der zweiten Halbzeit die klar bessere Mannschaft, obwohl wir nur noch mit zehn Mann gespielt haben", meinte HSV-Trainer Kurt Jara nicht völlig zu Unrecht. 

Hamburgs "Knipser" vergab den Ausgleich
"Mit ein bisschen Glück hätten wir noch einen Punkt geholt", so Jara. Romeo und Milan Fukal hatten mit guten Möglichkeiten in der Schlussphase noch das Remis auf dem Fuß.
So aber riss die kurze Hamburger Serie von drei ungeschlagenen Partien, der HSV bleibt im Tabellen-Niemandsland stecken. Mönchengladbach dagegen hat den 0:5-Tiefschlag bei Bayer Leverkusen gut weg gesteckt und sich durch den zweiten Heimsieg in Folge erst einmal ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft.
 

Fakten:
Plötzlich läuft es daheim
Nach zuvor acht Heimspielen ohne dreifachen Punktgewinn holte die Borussia ihren zweiten Heimsieg in Folge. 

Auswärtsprobleme
Der HSV ist seit sechs Auswärtsspielen sieglos. 

Miniserie vorbei
Nach drei Spielen ohne Niederlage hat es die Hamburger wieder erwischt. 

Saisonpremiere
Ingo Hertzsch sorgte für den ersten Platzverweis des HSV in dieser Saison, nur der 1. FC Kaiserslautern hat sämtliche Spiele zu elft beendet. 

Schlaglichter:
Power vor der Pause
Mit 15 zu drei Torschüssen setzte die Borussia den HSV in den ersten 45 Minuten unter Druck. Erster Lohn war das frühe Tor von Peter van Houdt in der dritten Minute - nie zuvor in dieser Saison trafen die Gladbacher in den ersten zehn Minuten. 

Zittern nach dem Seitenwechsel
Trotz des Überzahlspiels verlor Mönchengladbach nach der Pause den Faden. Eine ausgeglichene Torschussbilanz (neun zu neun) belegt dies, zudem hatte der HSV über die gesamte Spielzeit mehr Ballbesitz (52 Prozent). Ungewöhnlich für die Borussia, die sich im Mittel ihrer bisherigen Heimspiele 56 Prozent Ballbesitz erspielte. 

Umschwung dank Roy
Große Teile des Aufbäumens nach dem Platzverweis hatte der HSV Roy Präger zu verdanken. Der drehte auf der rechten Seite auf und war an acht der zwölf Hamburger Torschüsse beteiligt. Fast überflüssig zu erwähnen, dass er sowohl die meisten Torschüsse abfeuerte als auch die meisten Torschussvorlagen gab. 

Endlich wieder fit
Nach einer leichten Verletzung in der Vorbereitung stand Peter van Houdt erstmals 2002 in der Gladbacher Startelf und enttäuschte nicht. Zu Beginn sorgte er mit dem frühen Tor für die Führung, am Ende hielt er häufig den Ball in der Spitze und entlastete so die Defensive. Und Auge bewies der Belgier ebenfalls: Er gab die meisten Torschussvorlagen aller Spieler (sechs). Insgesamt war er an neun Torschüssen beteiligt wie sonst nur Igor Demo. 

Igor Demo übernahm Verantwortung
Gegen den 1. FC Köln hatte zunächst Igor Demo vor dem Elfmeter den Ball in der Hand, ehe Markus Münch sicher verwandelte. Diesmal lief es genau andersherum und auch Demo war der Bürde gewachsen und traf per Strafstoß. Insgesamt belebte der Slowake das Offensivspiel Gladbachs und war an neun Torschüssen als Schütze (fünfmal, am häufigsten) oder Vorbereiter (viermal) beteiligt. 
 
Trainer Hans Meyer (Borussia Mönchengladbach): 
"Die erste Halbzeit hat unseren Vorstellungen entsprochen, aber nach der Roten Karte sind wir aus unerklärlichen Gründen nervös geworden. Wir haben den Ball nicht mehr gespielt, sondern nur noch nach vorne geschlagen".    
 
Trainer Kurt Jara (Hamburger SV): 
"Wir haben eine rassige Bundesligapartie gesehen, allerdings lief unser Spiel nicht optimal. Wir haben Zeit gebraucht, um ins Spiel zu finden. Mit ein bisschen Glück hätten wir noch einen Punkt geholt".  

Topspieler: Peter van Houdt (Borussia Mönchengladbach)
Der belgische Flügelflitzer trumpfte bei seinem ersten Spiel im Jahr 2000 groß auf. Bereits nach zwei Minuten und zehn Sekunden bedankte er sich bei Trainer Hans Meyer für seine Aufstellung mit dem Gladbacher Führungstor. Auch in der Folgezeit war der 25-Jährige von der Hamburger Defensive kaum zu stoppen. Ingo Hertzsch versuchte es kurz nach der Pause regelwidrig und flog dafür vom Platz. Drei Torschüsse und sechs Vorlagen, die meisten von allen Spielern auf dem Platz, standen am Ende für van Houdt zu Buche.  
 

Spielwertung: 3 Bälle (von 4)
 
Kommentar:
Borussia Mönchengladbach gehört zu den Vereinen, die sich das Leben gerne selbst schwer machen. Hätten die "Fohlen" zur Halbzeit mit 4:1 oder noch höher geführt, hätte erstens niemand etwas dagegen sagen können und zweitens Trainer Hans Meyer eine wesentlich geruhsamere zweite Spielhälfte verbracht. Bei der unglaublich schwachen Chancenverwertung der Borussia durften die Niederrheiner am Schluss wirklich von Glück reden, dass dem HSV allen Fußballgesetzen zum Trotz nicht doch noch der Ausgleich gelang.
Martin van de Flierdt  

Taktik
Borussia Mönchengladbach:
Vor Stiel stand eine Viererkette aus (von links) Münch, Pletsch, Asanin und Eberl. Nielsen sicherte im Mittelfeld die offensiveren Ulich und Demo ab. Van Houdt, van Lent und Aidoo bildeten den Drei-Mann-Sturm. Mieciel ersetzte in der 78. Minute Aidoo, Witeczek kam nur eine Minute später für Demo. Felgenhauer spielte die letzten Sekunden für van Houdt.

Hamburger SV:
Ujfalusi, Hoogma, Hertzsch und Fukal verteidigten auf einer Höhe vor Pieckenhagen. Hollerbach und Wicky hielten Spielmacher Cardoso den Rücken frei. Präger stürmte zurückhängend über die rechte Seite. In der Spitze spielten Romeo und Barbarez. Ketelaer ersetzte Cardoso nach 59 Minuten, Mahdavikia und Albertz kamen in der 82. Minute für Präger und Wicky.  


 
kicker meldet: 

Nach der bitteren 0:5-Pleite in Leverkusen vor Wochenfrist stellte Borussia-Coach Hans Meyer sein Team auf vier Positionen um: Für die gesperrten Korell (Gelb-Rot) und Hausweiler (fünfte Gelbe Karte) standen Asanin und Demo in der Start-Elf. Außerdem rotierten im Sturm für Korzynietz und Felgenhauer Aidoo und van Houdt in die Mannschaft.

Nach dem souveränen 4:0-Erfolg gegen Köln sah Hamburgs Trainer Kurt Jara keine Veranlassung, sein Team umzustellen.

Bereits nach 3 Minuten erzielten die Gladbacher den Führungstreffer: Aidoo setzte sich über rechts durch, schob das Leder zu Ulich, der den Ball vor Ujfalusi abschirmte und das Leder quer vor das Tor spielte. Van Houdt brauchte die Kugel aus fünf Metern nur einzuschieben. Dieses frühe Tor bedeutete eine Initialzündung für die Gladbacher. Zweikampfstark, motiviert und gut kombinierend zeigte sich die Borussia. Vor allem über die rechte Seite mit Eberl und Aidoo setzten sich die „Fohlen“ immer wieder durch und hatten gute Chancen durch van Lent (9.) und Ulich (13.), nutzten diese aber nicht. Erst nach 20 Minuten zeigten die Hanseaten ein bisschen Gegenwehr und versuchten, die Gladbacher von ihrem Tor fernzuhalten. Die Borussia blieb aber die Spiel bestimmende Mannschaft, die als kompakte Einheit auftrat. Es gelang jedoch nicht, die Überlegenheit in Tore umzumünzen. In der 29. Minute erzielte der HSV den überraschenden Ausgleich: Nachdem Nielsen Präger leicht berührte, kam der Hamburger im Strafraum zu Fall und Schiedsrichter Wagner gab Elfmeter. Nach Protesten verwandelte Cardoso sicher. Die Freude währte bei der Jara-Elf aber nicht lange, da nur zwei Minuten später Demo den alten Abstand herstellte: Demo und Hollerbach fielen bei einem Kopfballduell zu Boden. Wieder zeigte Wagner auf den Punkt. Auch dieser Elfer war sehr umstritten, aber nichtsdestotrotz schob Demo zum 2:1 ein (31.). In der Folgezeit blieb weiterhin Gladbach am Drücker und dominierte den HSV nach Belieben. Das 3:1 wollte aber nicht fallen. Diese Halbzeit war eine der besten, die die Borussia in dieser Saison zeigte. 

In der zweiten Hälfte kam es für den Sportverein noch härter: Nach einem Foul als letzter Mann an van Houdt zeigte Wagner Hertzsch die Rote Karte. Zu zehnt schafften es die Hamburger nicht, aus der eigenen Hälfte zu kommen. Die Abschluss-Schwäche und der zum Teil fehlende finale Pass hielten die Borussia vom dritten Tor ab. Nach einer guten Stunde nahmen die „Fohlen“ das Tempo aus der Partie und waren bedacht, das Spiel sicher nach Hause zu bringen. Dies war die Chance des HSV, der immer besser ins Spiel fand und sich durch Unsicherheiten in der Gladbacher Hintermannschaft einige Chancen erspielte. So vergab Romeo aus fünf Metern (66.) und Präger bei einem Weitschuss (69.). Mit zwei weiteren Offensiv-Kräften (Mahdavikia und Albertz) setzte die Jara-Elf in der Schlussphase alles auf eine Karte. So kam es zu einem offenen Schlagabtausch in den letzten zehn Minuten. Nachdem Romeo eine Großchance vergab (84.), scheiterte auf der anderen Seite Ulich (86.). Keines der Teams schaffte es jedoch, noch einen Treffer zu erzielen. So zitterte Gladbach den Sieg nach Hause.

Die drei Punkte bleiben gerechtfertigt auf dem Bökelberg, da die Gladbacher fast über die kompletten 90 Minuten das Spiel diktierten. Der HSV enttäuschte auf ganzer Linie und bleibt weiterhin seit dem zehnten Spieltag auf fremdem Platz ohne Sieg.

Schlusspfiff
90.+2. Minute: Auch Felgenhauer versucht es mit einem Schlenzer. Den 16-Meter-Schuss hat Stiel sicher.
87. Minute: Van Lent scheitert aus spitzem Winkel an Pieckenhagen.
86. Minute: Einen Barbarez-Schuss kann Stiel gerade noch um den Pfosten lenken. Im direkten Gegenzug vergibt Ulich mit einem Schlenzer aus 16 Metern.
84. Minute: Barbarez flankt von rechts auf den ungedeckten Romeo. Der Argentinier schießt aus acht Metern genau auf Torwat Stiel.
76. Minute: Barbarez leitet einen langen Ball auf Romeo weiter, der aus der Drehung schießt. Der 18-Meter-Schuss fliegt knapp über das Tor.
69. Minute: Ein Weitschuss von Präger verfehlt das Ziel um einen Meter.
66. Minute: Wicky flankt von rechts. Die Gladbacher bekommen den Ball nicht weg. So kommt Romeo aus fünf Metern zum Kopfball, aber das Leder fliegt über das Gehäuse.
63. Minute: Van Houdt spielt in den Ball quer auf Demo, der aus 18 Metern schießt. Hoogma kommt jedoch dazwischen und klärt.
58. Minute: Aidoo setzt sich über links durch und schießt aus zehn Metern halblinker Position. Auch dieser Ball verfehlt das Tor knapp.
47. Minute: Der HSV nur noch zu zehnt. Hertsch foult als letzter Mann van houdt. Die Konsequenz ist folglich die Rote Karte. Den Freistoß zirkelt Asanin über das Tor.
Anpfiff 2. Halbzeit
Halbzeit
45.+1. Minute: Erste gute Chance für den HSV aus dem Spiel heraus. Cardoso bekommt den Ball im Strafraum und schießt aus der Drehung. Den Zwölf-Meter-Schuss lenkt Stiel über den Kasten.
38. Minute: Ulich flankt von rechts auf van Lent, der aus sieben Metern aufs Tor köpft. Der Aufsetzter der Mittelstürmers fliegt ins Toraus.
31. Minute: 2:1! Auch auf der anderen Seite Foulelfmeter. Demo und Hollerbach kommen im Strafraum zu Fall. Wieder gibt Schiri Wagner Elfmeter. Diesen verwandelt Demo sicher.
29. Minute: 1:1! Ausgleich für den HSV! Nielsen reißt Präger zu Boden und Schiri Wagner gibt Foulelfmeter. Cardoso verlädt Stiel und trifft sicher in die rechte untere Torecke.
27. Minute: Aidoo versucht es aus 25 Metern. Auch dieser Schuss geht knapp vorbei.
26. Minute: Asanin schießt bei einem Freistoß aus 20 Metern knapp am Tor vorbei.
18. Minute: Ein Distanzschuss von Nielsen fliegt knapp am linken Pfosten vorbei.
13. Minute: Ulich läuft sich frei und bekommt den Ball. Der Tscheche verstolpert den Ball alleine vor HSV-Keeper Pieckenhagen.
9. Minute: Gladbach weiter am Drücker. Eberl flankt von rechts auf van Lent. Der Mittelstürmer setzt sich gegen Hertzsch durch köpft aufs Tor. Pieckenhagen hat den Ball aber auf der Linie sicher.
3. Minute: 1:0! Starker Beginn der Borussia! Aidoo setzt sich rechts durch, schiebt das Leder zu Ulich. Der Tscheche schirmt den Ball vor Ujfalusi ab und spielt den Ball quer vor das Tor. Van Houdt schiebt die Kugel aus fünf Metern ein.
Anpfiff


 
dpa meldet:
Gladbach schlägt den Hamburger SV mit 2:1

Mönchengladbach (dpa) - Borussia Mönchengladbach hat sich im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga ein wenig Luft verschafft. Eine Woche nach dem 0:5 Debakel in Leverkusen bezwang der Aufsteiger den Hamburger SV mit 2:1 (2:1) und konnte den drohenden Sturz auf einen Abstiegsrang zunächst vermeiden. 

Vor 30 100 Zuschauern am Bökelberg trafen Peter van Houdt (3.) und Igor Demo (31./Foulelfmeter) zum ersten Sieg nach fünfeinhalb Jahren gegen die zuletzt drei Mal in Folge ungeschlagenen Hanseaten. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für Hamburg erzielte Rodolfo Cardoso (29.). Der Hamburger Ingo Hertzsch sah in der 48. Minute die Rote Karte.

«Solche Spiele kann man auch verlieren. Ich war froh, als abgepfiffen wurde», sagte Gladbachs Trainer Hans Meyer nach der Partie. Sein Kollege Kurt Jara stellte fest: «Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir am Ende noch das 2:2 holen können. Auf Grund der Leistung in der ersten Halbzeit ist der Sieg für die Gladbacher aber verdient.»

Der Gladbacher Trainer Hans Meyer schickte eine auf drei Positionen veränderte Elf ins Rennen, die vor allem im Angriff durch die Hereinnahme von Lawrence Aidoo und van Houdt neuen Schwung erhalten sollte. Wie schon im Heimspiel gegen Köln wählte der Borussen-Coach die offensivere Variante und sah sich nach knapp drei Minuten belohnt. Eine von Aidoo eingeleitete und von Ivo Ulich vorbereitete Möglichkeit nutzte der Belgier van Houdt zur frühen Führung. Der Defensivverbund der Hanseaten, die in gleicher Formation wie im Spiel zuvor aufliefen, war nicht nur in dieser Phase unkonzentriert und unaufmerksam.

Die spielbestimmenden Gastgeber hatten durch Ulich und Peter Nielsen weitere gute Torchancen, mussten jedoch nach 29 Minuten überraschend den Ausgleich hinnehmen, als Cardoso einen an Präger verschuldeten Foulelfmeter zum 1:1 verwandelte. Es war der erste Bundesligatreffer seit fast 17 Monaten für den Argentinier. Doch fast im Gegenzug entschied Schiedsrichter Lutz Wagner auf Strafstoß für die Gladbacher nach einem Foul an Demo. Der Slowake trat selbst an und traf sicher zum 2:1.

Nach dem Wechsel schwächte sich der HSV zunächst selbst, als Hertzsch nach einer an van Houdt verursachten Notbremse die Rote Karte sah. In Unterzahl hatten die Gäste, bei denen auch Neuzugang Bernardo Romeo blass blieb, den Mönchengladbachern nicht mehr viel entgegen zu setzen. Die Borussia kam noch zu einer Reihe guter Gelegenheiten ohne aber von der numerischen Überzahl zu profitieren. Die größte Ausgleichschance für den HSV vergab Romeo in der 84. Minute.