Bundesliga 2001/2002, 34. Spieltag, Samstag, 04.05.02, 15:30 Uhr im Freiburger Dreisamstadion bei offenbar strömenden Regen

SC Freiburg - Hamburger SV 4:3 (2:2)

Ich habe das HSV-Spiel nur in den Mini-TV-Zusammenfassungen gesehen auf Sat1 etc. gesehen. Daraus lassen sich aber wirklich keine Schlüsse ziehen.

Leider ist Dortmund ja nun doch Meister geworden. Ich hätte es den Leverkusenern doch seeeehr gegönnt.

Tabelle des Spieltages

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
Sport1 meldet: 

TORE  
0:1 Rodolfo E. Cardoso (26.)
1:1 Milan Fukal (28.) Eigentor
2:1 Soumaila Coulibaly (36.)
2:2 Bernardo Romeo (43.)
2:3 Bernardo Romeo (69.)
3:3 Soumaila Coulibaly (76.)
4:3 Soumaila Coulibaly (83.)
 
GELBE KARTEN  
SC Freiburg: Oumar Konde (23.), Benjamin Kruse (52.) 
Hamburger SV: Tomas Ujfalusi (38.)
 
SCHIEDSRICHTER :  Lutz Michael Fröhlich  
ZUSCHAUER :  25,000 
DATUM :  04.05.02   15:30 Uhr 

AUFSTELLUNG 
SC Freiburg: Timo Reus, Stefan Müller, Boubacar Diarra, Benjamin Kruse, Oumar Konde, 
Andreas Zeyer, Florian Bruns, Levan Kobiashvili, Soumaila Coulibaly, Vladimir But, Jan Männer

Hamburger SV: Martin Pieckenhagen, Nico Jan Hoogma, Milan Fukal, Tomas Ujfalusi, Marcel Maltritz, Martin Groth, Bernardo Romeo, Jörg Albertz, Roda Antar, Rodolfo E. Cardoso, Raphael Wicky
 
WECHSEL 
SC Freiburg:
Manuel Schoppel für Timo Reus (46.)
Fabian Gerber für Florian Bruns (46.)
Ferydoon Zandi für Benjamin Kruse (73.)

Hamburger SV:
Collin Benjamin für Tomas Ujfalusi (46.)
Roy Präger für Raphael Wicky (59.)
Kim Christensen für Rodolfo E. Cardoso (74.)
 

HSV beendet enttäuschende Saison beim SC Freiburg passend  

"Ich hatte uns sicher unter den ersten Sechs erwartet. Die Enttäuschung ist sehr groß." So lautete das Saisonfazit von HSV-Aufsichtsratchef Udo Bandow vor dem letzten Saisonspiel beim SC Freiburg. Das Ergebnis nach der Partie im Dreisam-Stadion schloss nahtlos an seine Bilanz an.  
 
Im "Spiel der Enttäuschten", Freiburg stand bereits nach der 0:2-Niederlage in Köln vor einer Woche als Absteiger fest, sollte an neue Zeiten angeknüpft werden. "Eine nachlässige Leistung können wir uns nicht erlauben. Mit dem Ergebnis haben wir zwei Monate zu leben", sagte HSV-Trainer Kurt Jara.

Romeo traf im Doppelpack
Wunsch und Wirklichkeit sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Nach der 3:4-Niederlage war der Österreicher auch dementsprechend angefressen. "Natürlich bin ich verärgert. Die individuellen Fehler waren ein Spiegelbild der gesamten Saison. 57 Gegentreffer sprechen für sich. Da müssen wir in der kommenden Saison eindeutig die Hebel ansetzen."
Eigentlich war das "Toreschießen" das Problem der Hamburger. Doch seit dem Bernardo Romeo bei den Hanseaten ist, scheint dieses Manko behoben. Mit seinen Treffern Nummer sieben und acht (43./69.) in seinem 16 Saisonspiel liegt er voll im Soll.

Coulibaly erzielte drei Tore
Doch die Freiburger hatten einen Soumaila Coulibaly, dem sogar drei Treffer gelangen (36./76. und 83. Minute). Zu allem Überfluss traf Milan Fukal in die eigenen Maschen (28.). Dass Rodolfo Cardoso in der 26. Minute den HSV an alter Wirkungsstätte in Führung geschossen hatte, war dann auch nur eine statistische Note.
Was bliebt, war das nackte Ergebnis, der miserable Saisonabschluss. "Das war die schlimmste Saison meiner Karriere", meinte dann auch der vor der Saison noch als Hoffnungsträger verpflichtete Jörg Albertz nach der Partie.

Freiburgs Profis entschuldigten sich
Beim Gegner hingegen war nach dem Sieg ein Sonnenstrahl am Horizont zu erkennen. Noch vor der Partie bedankten sich die SC-Profis in einem offenen Brief im Stadionmagazin an diesem "beschissenen und traurigen Tag" bei ihren Fans für die Unterstützung und versprachen: "Es ist uns ein Anliegen, euch ganz persönlich zu sagen: Es stimmt nicht, dass wir nicht gekämpft haben für den Klassenerhalt. Wir wissen, dass vieles schief gelaufen ist, aber ihr könnt uns glauben, wir haben alles probiert, wir haben uns reingehängt."
So war es dann auch zumindest im Abschieds-Spiel aus Liga Eins. Teilweise war sogar wieder etwas von dem zuvor so sehnsüchtig vermissten Freiburger-Kurz-Pass-Spiel zu sehen.

"Situation mit Anstand und Respekt gemeistert"
"Wir haben versucht, diese schwierige Situation mit Anstand und Respekt zu meistern. Das ist der Mannschaft gelungen. Ich hoffe, dass es nur ein Jahr für uns in der Zweiten Liga wird", sagte dann auch Freiburgs Trainer Volker Finke.
Und auch die Freiburger Fans zeigten sich versöhnlich. "Bleibt bitte zusammen, wir bleiben bei euch", stand auf einem Transparent zu lesen. Das macht Hoffnung für die kommende Saison.

"Und das hat sie sich verdient"
Und die Hamburger? Die backen erst einmal kleinere Brötchen. Angesichts mangelnder finanzieller Mittel sind keine großen Verpflichtungen geplant - Bandow: "Das werden wir nicht können." Und die nächste Saison? - "Ich denke, dass wir einen guten einstelligen Rang erreichen." Soweit schon gesunken?
Schauen wir nicht in die Zukunft. Was steht als nächstes an? Sonntag fliegt die Mannschaft nach Mallorca. Der abschließende Satz auf der offiziellen HSV-homepage dazu: "Und das hat sie sich verdient." Die Freiburger hingegen sagten unter der Woche dieselbige wegen des Abstiegs ab. Noch Fragen?

Fakten:
Angstgegner besiegt
Nach zuvor elf sieglosen Spielen gelang Freiburg der erste Sieg gegen den HSV seit mehr als sieben Jahren (2:1 in Hamburg im April 95). 

Das gab es lange nicht
Ein Sieg nach 0:1-Rückstand war der Finke-Elf zuletzt vor zwei Jahren geglückt, am 13. Mai 2000 zuhause gegen den 1. FC Kaiserslautern (2:1). 

Schlecht wie lange nicht
Der HSV beendete die Saison mit nur 40 Punkten. So wenige Zähler hatten die Hanseaten im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel noch nie zu Buche stehen. 

Eine Frage des Charakters?
Der HSV gewann nur ein Mal in den letzten zwölf Jahren sein letztes Saisonspiel (fünf Unentschieden, sechs Niederlagen). 

Schlaglichter:
Coulibaly und der letzte Spieltag
Der 34. Spieltag ist der Spieltag des Soumaila Coulibaly. In der Vorsaison gelangen ihm beim 4:1 gegen Wolfsburg seine ersten beiden Bundesligatore überhaupt, in dieser Saison ließ der Mann aus dem Mali seinen ersten Dreierpack folgen. Gegen den HSV benötigte er hierfür lediglich vier Torschüsse und hatte zudem noch Pech, dass ihm ein weiterer Treffer aberkannt wurde. Mit sieben Toren und neun Scorer-Punkten beendet Coulibaly die Spielzeit als erfolgreichster Freiburger Torschütze und bester Scorer. 

Romeo erneut mit Doppelpack
Wie bereits im letzten „Auswärtsspiel“ in St. Pauli traf Bernado Romeo auch in Freiburg wieder doppelt. Der Stürmer offenbarte zwar im Zweikampf erhebliche Defizite (nur 18% der Duelle gewonnen), war aber immer brandgefährlich und an insgesamt sieben Torschüssen beteiligt, an so vielen wie kein anderer Spieler auf dem Platz. 

Der Kapitän ein Vorbild
In seinem vielleicht letzten Spiel für den SC Freiburg war Levan Kobiashvili einmal mehr Dreh- und Angelpunkt seines Teams. Viele Angriffe liefen über den Georgier, der die meisten Ballkontakte bei den Breisgauern hatte (66) und an vier Torschüssen beteiligt war, darunter die Vorarbeit zu Coulibalys 3:3. Auch im Zweikampf war der Kapitän stark und entschied 57% seiner Duelle für sich. 

Offener Schlagabtausch
Nach müdem Beginn (kein Torschuss in der Anfangsviertelstunde) lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Der HSV hatte dabei mehr vom Spiel (54% Ballkontakte) und war auch im Abschluss aktiver (17:11 Torschüsse), versuchte es jedoch allzu häufig aus der Distanz (acht Weitschüsse) und hatte sich die Niederlage aufgrund individueller Fehler selbst zuzuschreiben. Freiburg verdiente sich den Erfolg mit einer kämpferisch überzeugenden Leistung (53% gewonnene Zweikämpfe) und überzeugte mit einer kaum mehr für möglich gehaltenen Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. 

Aktiver Albertz
Zum Saisonausklang bot Jörg Albertz in Freiburg eine gute Leistung. Der 31-Jährige hatte die meisten Ballkontakte aller Akteure (81) und war an sechs HSV-Torschüssen beteiligt (vier selbst, zwei vorbereitet). Auch an Engagement ließ es der Linksfuß nicht fehlen: 57% seiner Zweikämpfe gewann Albertz, eine starke Quote für einen Mittelfeldspieler. 

Trainer Volker Finke (SC Freiburg): 
"Wir wollten heute unbedingt gewinnen und haben versucht, mit Anstand und Respekt diese schwierige Situation zu meistern. Das hat die Mannschaft geschafft."    
 
Trainer Kurt Jara (Hamburger SV): 
"Wir sind sehr offensiv aufgetreten und zweimal in Führung gegangen. Leider haben wir uns durch individuelle Fehler wieder einmal selbst um den Lohn unserer Arbeit gebracht."  

Topspieler: Soumaila Coulibaly (SC Freiburg)
Im letzten Saison-Spiel gelang Coulibaly sein einziger Bundesliga-"Triplepack" in dieser Runde. Im Nachhinein muss man sagen, dass die Torexplosion zu spät für die Breisgauer kam. Zuvor gelang ihm das schon einmal: Auch an einem 34. Spieltag (der vergangenen Saison) - beim 4:1-Sieg gegen den VfL Wolfsburg. Mehr ist nicht zu sagen. Punkt. Aus. Fertig.  

Kommentar:
Ein würdiger Freiburger Abschied aus der Bundesliga. Im Spiel gegen den Hamburger SV durfte man sogar (zumindest im Ansatz) das zuvor nicht mehr existierende Kurz-Pass-Spiel bewundern. Man muss jedoch gestehen, dass es in diesem Spiel um nichts mehr ging, beide Mannschaften gingen friedlich miteinander um. Für den HSV ist es das passende Ende einer insgesamt enttäuschenden Saison. Mit internationalen Ambitionen gestartet, im Niemandsland der Tabelle gelandet.
André Elsner  
 

Taktik
SC Freiburg:
Im Tor Reus, später Schoppel. Davor eine Dreierabwehrkette: Kruse, Diarra, und Konde (von links nach rechts). Zentral defensiv sicherte Müller ab. Im halblinken Mittelfeld kurbelte Kobiashvili an, halbrechts Zeyer. Davor kurbelten Coulibaly und But an. Als vorderste Spitze Bruns, unterstützt von Männer, der meistens über rechts kam.

Hamburger SV:
Im Tor Pieckenhagen. Davor eine Viererkette: Maltritz und Hoogma zentral, Ujfalusi auf links, Fukal rechts. Wicky sicherte zentral defensiv ab. Groth unterstützte die Offensive halbrechts, Albertz über halblinks. Hinter der einzigen Spitze Romeo agierte Cardoso, unterstützt von Antar.  


 
kicker meldet: 

Spielbericht 
  
Freiburgs Coach Finke nahm im Vergleich zum jüngsten 0:2 in Köln vier Änderungen vor: Für Sellimi, Ramdane, Willi und Hermel rückten Bruns, Männer, Zeyer und Kruse ins Team. Hamburgs Trainer Jara wechselte ebenfalls auf vier Positionen nach der knappen 3:4-Schlappe gegen Dortmund: Für Hertzsch (Rot-Sperre), Meijer (Gelb-Sperre), Barbarez (Jochbeinbruch) und Hollerbach spielten Albertz, Cardoso, Antar und Maltritz.

Schaulaufen im Dreisam-Stadion: Für beide Teams war die Saison bereits vor der abschließenden Partie so gut wie abgehakt. Freiburg stand als Absteiger fest, und Hamburg hielt einen Platz im gesicherten Mittelfeld - ohne Ambitionen nach oben – inne.

Dementsprechend locker ging es auf dem Spielfeld zu. Die Zweikämpfe wurden mit angezogener Handbremse geführt – oberste Maxime, Verletzungen zu vermeiden. Man ließ sich Platz zum Kombinieren und stand dem direkten Gegenspieler nicht auf den Füßen. Ein ansehnliches, temporeiches Spiel entwickelte sich, mit Vorteilen für die Breisgauer. Im Abschluss präsentierte sich die Heimelf aber zunächst nicht durchschlagskräftig genug.

Das sollte sich ändern: In der 17. Minute erkannte Schiedsrichter Fröhlich einen wohl regulären Treffer von Coulibaly ab – der Startschuss zu einer abwechslungsreichen ersten Hälfte.

Mit offenem Visier stürmten beide Mannschaften nach vorne und vernachlässigten die Defensive. Der HSV durfte zuerst jubeln. Nach einer tollen Kombination über Antar war es Cardoso - seines Zeichens Ex-Freiburger - der aus 12 Metern einnetzen konnte (26.). Die Reaktion der Freiburger ließ nicht lange auf sich warten. Befreit von jeglichen taktischen Zwängen forcierten sie das Tempo und verwandelten innerhalb von acht Minuten den Rückstand in eine Führung. Zunächst agierte Fukal unglücklich und fälschte einen Bruns-Kopfball ins eigene Tor ab (28.), anschließend nickte Coulibaly nach einer Zeyer-Flanke ein (36.).

Den Schlusspunkt der ersten Hälfte konnten dann wieder die Hanseaten setzen: Ähnlich wie beim ersten Tor hebelten sie die Freiburger Defensive mit schnellen Pässen aus. Romeo konnte schließlich einschieben, nachdem er Torhüter Reus als Bande "missbrauchte" (43.).

In der Pause musste SC-Torhüter Reus mit Verdacht auf Gehirnerschütterung passen (nach einem Zusammenprall mit Romeo). Für ihn kam Ersatz Schoppel zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz.

Und der sah sich zunächst stürmischen Hamburgern gegenüber: Mit viel Schwung setzten sie die Breisgauer unter Druck und kamen durch Wickys Pfostentreffer (53.) zu einer großen Möglichkeit. Doch das Spiel blieb offen, da auch die Freiburger ihr Heil in der Offensive suchten.

Bis zur 69. Minute passierte nicht viel, ehe sich Benjamin auf der rechten Seite Platz verschaffen konnte, und Romeo dessen Flanke völlig unbedrängt ins Tor bugsierte. Die Hamburger hatten das Blatt gewendet – ihr Glück hielt aber nicht lange an. Coulibaly konnte einen kapitalen Fangfehler von Pieckenhagen zum erneuten Ausgleich nutzen (75.).

Damit nicht genug, denn Coulibaly schlug noch ein drittes Mal zu. Nach Kobiaschwilis Steilpass zirkelte der Mann aus Mali den Ball neben den linken Pfosten – der Siegtreffer.

In einer temporeichen Partie versöhnte der Sportclub seine Zuschauer mit vielen Toren. 
Erhobenen Hauptes tritt man nun den Gang in die zweite Liga an.
 

Höhepunkte des Spiels: 
Schlusspfiff
90. Minute: Der SC Freiburg verabschiedet sich mit einem tollen Fußballspiel und einem 4:3-Sieg aus der Bundesliga und von seinen Fans.
88. Minute: Groth flankt in die Mitte zu Präger, aber der Noch-Hamburger verfehlt das Tor mit seinem Kopfball knapp.
83. Minute: Hattrick für Coulibaly!!! Der Nationalspieler für Mali erzielt seinen dritten Treffer des Spiels nach Pass des bärenstarken Kobiaschwili und lässt sich vom Publikum zu Recht feiern.
81. Minute: Einen schönen Spielzug, ausgehend von Männer, schließt erneut Kobiaschwili mit einem Flachschuss ab, doch Pieckenhagen hält sicher.
80. Minute: Nur um Zentimeter verfehlt Kobiaschwili mit einem direkten Freistoß das HSV-Tor.
75. Minute: Die Freiburger können wieder ausgleichen. Kobiaschwili flankt in den Fünfmeterraum, Pieckenhagen kann den Ball nicht festhalten und Coulibaly staubt zum 3:3 ab.
69. Minute: Der HSV geht in Führung! Benjamin flankt in die Mitte zum völlig frei stehenden Romeo, der aus kurzer Distanz Schoppel mit einem unplatzierten Kopfball überwindet.
68. Minute: Das muntere Spiel ohne taktische Zwänge bietet gelungene auf beiden Seiten. Albertz scheitert mit einem Hammer aus halblinker Position an Schoppel.
61. Minute: Mal wieder eine gute Szene für den SC. Kondé köpft in Richtung Tor, Pieckenhagen wäre geschlagen gewesen, aber Groth klärt ebenfalls per Kopf auf der Torlinie.
56. Minute: Cardoso kann mit einem Kopfball beinahe seinen zweiten Treffer der Begegnung erzielen, aber er verfehlt das Ziel knapp.
54. Minute: Wicky trifft mit einem strammen Distanzschuss nur den linken Pfosten des Freiburger Tores.
51. Minute: Der HSV kommt stürmisch aus der Kabine. Immer wieder über die rechte Seite und den eingewechselten Benjamin laufen gefährliche Vorstöße.
46. Minute: Manuel Schoppel kommt zu seinem ersten Bundesligaeinsatz im Tor des SCF, weil Reus mit Verdacht auf Gehirnerschütterung nach der Aktion zu Beginn der Partie ausgewechselt werden muss.
Anpfiff 2. Halbzeit
Halbzeit
43. Minute: Kurioses Tor für die Hansestädter! Romeo scheitert zunächst nach Flanke von rechts an Reus, doch der Ball springt vom Bein des Breisgauer Torhüters zurück an die Brust des Argentiniers und von dort ins Netz.
36. Minute: 2:1 für Freiburg! But schickt Zeyer im Sechszehnmeterraum bis an die Grundlinie. Von dort flankt dieser auf den in der Mitte stehenden Coulibaly, der keine Mühe hat zu vollenden.
28. Minute: Ausgleich im Gegenzug! Männer flankt auf Bruns, dessen Kopfball von Fukal unhaltbar für Pieckenhagen ins rechte Eck gelenkt wird.
26. Minute: Führung für den HSV!! Romeo spielt Antar schön im Strafraum an, der wartet und passt auf Cardoso im Rücken der SCF-Abwehr, der gekonnt mit links ins linke untere Toreck einnetzt.
24. Minute: Jetzt ist der Ball im Freiburger Tor, doch auch diesmal wird es nicht gegeben. Ein HSV-Spieler stand im Abseits.
19. Minute: Der SC übernimmt immer mehr die Initiative. But scheitert mit einem Freistoß von der rechten Strafraumseite an Pieckenhagen.
17. Minute: Coulibaly köpft nach schöner Kobiaschwili-Flanke ins HSV-Tor, aber Schiedsrichter Fröhlich hat ein Foulspiel eines Freiburgers gesehen und gibt das Tor nicht.
8. Minute: Couilbaly zieht druckvoll Richtung Strafraum und spielt Bruns an. Der will scharf in die Mitte zurück zu Coulibaly passen, aber Maltritz rutscht dazwischen und zwingt "seinen" Torwart Pieckenhagen zu einer Parade.
1. Minute: Gleich nach dem Anpfiff die erste heikle Szene. Diarra und Torwart Reus sind uneinig, wer zum Ball gehen soll. Reus muss daraufhin Kopf und Kragen riskieren und vor dem heraneilenden Romeo klären und verletzt sich dabei leicht.
Anpfiff


 
dpa meldet: SC Freiburg will Abstieg «als Chance begreifen»:

Freiburg (dpa) - 23 000 Zuschauer im Dreisamstadion haben dem SC Freiburg ein stimmungsvolles Abschiedsspiel aus der Bundesliga bereitet und der Mannschaft von Trainer Volker Finke Mut für das «Unternehmen Wiederaufstieg» gemacht. Die Breisgauer setzen dabei auf die Stammkräfte der abgelaufenen Saison. 

«Es wird keine entscheidenden Veränderungen im Kader geben», kündigte Manager Andreas Bornemann nach dem 4:3 (2:2)-Sieg im Saisonfinale gegen den Hamburger SV an. Die Verträge der Profis gelten ohnehin alle für die zweite Liga, lediglich der von Bayer Leverkusen umworbene Georgier Lewan Kobiaschwili sowie einige Ersatzspieler sollen bei entsprechenden Angeboten die Freigabe erhalten.

«Es steckt viel Potenzial in der Mannschaft», ist Finke überzeugt und forderte seine Mitstreiter auf, den zweiten Absturz aus der Eliteliga «als Chance zu begreifen». Nach Angaben Bornemanns sollen drei bis fünf neue Spieler verpflichtet werden. Fest steht bereits der Wechsel von Zlatan Bajramovic (FC St. Pauli), verhandelt wird zudem mit dem früheren Frankfurter Michael Anicic, der derzeit in Israel spielt. Im Gegenzug haben Leistungsträger wie Wladimir But, Richard Golz und Stefan Müller signalisiert, dass sie ihre Verträge erfüllen werden. «Ich denke, der harte Kern wird da bleiben», bestätigte Müller.

Die SC-Fans hatten ihre «Unglücksraben» mit viel Applaus und Gesängen verabschiedet. Pfiffe blieben aus, leise Kritik war lediglich auf Transparenten zu lesen: «Nur sechs Siege - es lebe der Hobbyfußballer» oder «Danke für nix». Mit einem offenen Brief im Stadionmagazin hatte sich die Mannschaft bei ihren Anhängern bedankt und Fehler eingeräumt. «Es war der Versuch, mit Anstand und Respekt diese schwierige Situation zu bewältigen. Das haben Mannschaft und Zuschauer getan», meinte Finke: «Es ist hier nicht mit Dreck geschmissen worden, das freut mich.»

Im «Spiel um die goldene Ananas» bekamen die Zuschauer einiges zu sehen. Freiburgs Malier Soumaila Coulibaly tat sich mit einem «Dreierpack» (35./75./83.) hervor. Für die restlichen Treffer sorgten Milan Fukal mit einem Eigentor (28.) sowie auf der Gegenseite der Ex- Freiburger Rodolfo Cardoso (26.) und Bernardo Romeo (43./69.).

«Das war ein Spiegelbild der Saison. Wir bekommen einfach zu viele Tore», seufzte HSV-Coach Kurt Jara. «Da müssen wir nächstes Jahr den Hebel ansetzen.» Als Zehnter beendeten die Hanseaten die Saison im Niemandsland der Tabelle und hoffen nun ebenfalls auf bessere Zeiten. «Wir haben nicht erreicht, was wir uns vorgenommen haben. Aber jetzt haben wir einen längeren Urlaub und dann können wir wieder angreifen.» Und so hatten es die Hamburger ziemlich eilig, in den Mannschaftsbus zu kommen, um die letzte Dienstreise dieser Runde zu beenden.