Saisonausblick 2002/2003


Ich hatte zu Anfang der Saison kaum Lust, etwas zu machen an meiner Seite und ich wollte den Saisonausblick dann auch nicht erst nach 5 - 10 Spielen schreiben. 
Das ist ja dann kein richtiger Ausblick mehr

Heute (direkt vorm 16. Spieltag) kann ich sagen, daß ich vor der Saison dank der genialen Vorbereitung die reelle Hoffnung hatte, daß wir doch in den UEFA-Cup kommen könnten.
Die Hoffnung verging nach einigen Spieltagen wieder und ist nun wieder latent vorhanden, da wir am 16. Spieltag durch einen Sieg auf den 5. Platz kommen könnten.

Realistisch wird der aktuelle Höhenflug aber wohl kaum ewig anhalten. Ich denke, es wir dann doch nicht für den UEFA-Cup reichen, obwohl der finanziell scheinbar sehr nötig wäre.

Aber zumindest hat sich ein anderer HSVer die Arbeit gemacht, einen ausführlichen Saisonausblick zu schreiben.:
 

Dr. Nils-Oliver Höppner schrieb mailte mir am 27.08.2002 folgenden Saisonausblick:

Saisonausblick 2002 / 2003

Wenn ich mir nun zu Beginn der neuen Saison noch einmal meinen Saisonausblick 2001 / 2002 vornehme und diesen mit den tatsächlichen Ergebnissen vergleiche, dann fällt das ja eher durchwachsen aus:

Immerhin waren die vier Erstplatzierten richtig (wenn auch nicht in der richtigen Reihenfolge), drei Mannschaften haben exakt den vorausgesagten Platz erreicht (Bayern, Gladbach und Rostock), dafür lag ich bei allen Absteigern falsch und habe mich bei sieben Vereinen (HSV, Freiburg, Werder, Köln, Kaiserslautern, Stuttgart und Cottbus) mächtig geirrt.

Was daraus aus meinem Fußballsachverstand zu schließen ist, überlasse ich dem Leser. Dennoch wage ich es, auch in diesem Jahr für Puestow einen Saisonausblick zu schreiben ! 

Meine Saisonprognose 2001/2002: tatsächlich Platzierung 2001/2002

1. Hertha BSC Berlin 4. Platz
2. Borussia Dortmund Meister
3. FC Bayern München 3. Platz
4. Bayer Leverkusen 2. Platz
5. Hamburger SV 11. Platz
6. VFL Wolfsburg 10. Platz
7. TSV 1860 München 9. Platz
8. FC Schalke 04 5. Platz
9. SC Freiburg 16. Platz
10. Werder Bremen 6. Platz
11. 1. FC Köln 17. Platz
12. Borussia Mönchengladbach 12. Platz
13. 1. FC Kaiserslautern 7. Platz
14. Hansa Rostock 14. Platz
15. FC St. Pauli 18. Platz
16. VFB Stuttgart 8. Platz
17. 1. FC Nürnberg 15. Platz
18. Energie Cottbus 13. Platz
 

Beginnen möchte ich - wie letztes Jahr - mit unserem HSV:

Hamburger SV:
Seit zwei Jahren ist der HSV nun schon im Mittelmaß verschwunden. Wir alle wünschen uns, daß es nun endlich wieder bergauf geht. Das das theoretisch möglich ist, hat die Mannschaft in der Vorbereitung gezeigt: Alle Testspiele wurden siegreich beendet. Hundert Tore wurden dabei erzielt, nur drei Gegentreffer waren zu verkraften. Und es waren durchaus auch spielstarke Gegner dabei, wie z.B. Feyenoord Rotterdam, Olympiakos Piräus und Manchester City..

Für Kurt Jara ist es die erste Saisonvorbereitung mit dem HSV gewesen, diesmal konnte er der Mannschaft seinen Stempel aufdrücken. Sechs Spieler mußten gehen, darunter Roy Präger (zurück nach Wolfsburg) und Marcel Ketelaer (ausgeliehen an Gladbach). Gleich sieben neue Akteure hat Jara geholt. Große Erwartungen liegen sicher auf Christian Rahn, und dem Argentinier Cristian Ledesma, für den wir immerhin vier Millionen Euro an River Plate Buenos Aires überweisen mußten.

Das größte Problem der vergangenen Saison: Das Fehlen von Rudolfo Cardoso ! Und dieses Problem wird sich auch in diesem Jahr nicht ändern, denn dem HSV fehlt immer noch der Mittelfeld-Lenker. Jara hat diesmal fast ein Überangebot an Mittelfeldspielern, aber es ist kein wirklicher Stratege dabei (Vielleicht hätte der HSV auch an eine Verpflichtung von Effenberg nachdenken sollen ?).

Ebenfalls eine Schippe drauflegen muss Jörg Albertz, der in der zweiten Saison nach seiner Rückkehr nicht noch einmal soviel Nachsicht von uns erwarten darf.

Die in der letzten Saison oft gescholtene Defensive wurde sehr gut verstärkt: Lars Jacobsen, und Stephan Kling müssen die Bundesliga-Tauglichkeit noch unter Beweis stellen, aber mit Baur, Hertzsch, Hoogma und Uifalusi sind zumindest in der Defensive starke Leute vorhanden ! 

Auch im Angriff können wir zuversichtlich sein. Romeo hat sich spätestens in der Schlussphase der vergangenen Saison durchgesetzt, bildete mit Erik Meijer und Sergej Barbarez ein starkes Gespann. Dazu kommen mit Mahdavikia und Heinz gute Alternativen.

So weit, so gut. Doch der HSV ist dabei, sich alles selbst kaputt zu machen. Das unendliche Theater um die Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden Werner Hackmann - besser gesagt dessen Demontage - gefährdet auch den sportlichen Bereich. Warum schafft der HSV und seine „Funktionärstrottel“ es immer wieder Unruhe in den Verein zu bringen ? Alle sollten mit Herz für den Verein arbeiten und sich nicht immer in der Presse selbst darstellen. Und die Entscheidung über Hackmanns Zukunft wurde auf die Winterpause verschoben und könnte so während der Saison auch immer wieder Unruhe bringen !!

Meine Prognose: Die Mannschaft ist auf dem Papier sinnvoll verstärkt worden, die Spieler hätten die Möglichkeit um die Champions-League Plätze mitzuspielen, WENN, ja wenn Cardoso ausreichend ersetzt worden wäre und Vorstand und Aufsichtsrat in RUHE ihre Arbeit machen würden. Die Vorbereitung lief optimal, der HSV hat die beste Testspiel-Bilanz aller Bundesligisten. Trotzdem, ist so nur Platz sieben bis neun drin. Der „Graue-Maus-Fußball“ geht weiter...

Borussia Dortmund
Das Personal zur Titelverteidigung ist vorhanden. Besonders das Mittelfeld ist erlesen. Rosicky, Kehl, Frings, die Verteidiger mit Offensivdrang Dede und Evanilson müssen nicht nur in der Bundesliga keinen Vergleich scheuen. In der zweiten Reihe stehen Heinrich und Reuter, der Kapitän bleibt. Auch der Sturm Amoroso-Koller-Ewerthon, der in der vergangenen Saison auf 30 Tore kam, kann sich sehen lassen. Dass Torschützenkönig Amoroso mit Achillessehnen-Problemen lange fehlen wird ist ein Problem, allerdings stehen Reina, Addo und Herrlich Gewehr bei Fuß.
Ein Fragezeichen bleibt, ob Dortmund sich in dieser Saison stärker auf die Champions-League konzentrieren wird und daher in der Bundesliga Federn läßt.
Die Dortmunder sind auch in dieser Saison heißer Meisterschafts-Kandidat, wenn Sie es am Ende auch nicht wieder schaffen werden.

Bayer Leverkusen:
Die Leverkusener müssen die anstehende Spielzeit meistern mit der Enttäuschung aus gleich drei auf der Ziellinie verlorenen Titeln im Gepäck. Und dann auch noch ohne die prägenden Figuren Ballack und Zé Roberto und langezeit ohne den verletzten Nowotny !
Leverkusen wird sich finden müssen. Die spielerische Klasse des Personals ist aber nach wie vor sehr groß, sie wird aber in dieser Saison nur für einen UEFA-Cup-Platz reichen.

FC Bayern München:
Bayern muß Meister werden. Denn noch eine Saison ohne Titel werden die erfolgsverwöhnten Vereins-Bosse nicht hinnehmen. Sie haben deswegen wahrscheinlich den besten Kader aller Zeiten. Die Rekordsumme von 25 Millionen Euro haben die Bayern in neues Personal investiert und so ziemlich das beste vom Besten auf dem deutschen Markt zusammengekauft: Sebastian Deisler (Hertha BSC), Michael Ballack und Ze Roberto (Bayer Leverkusen). Es muß schon viel passieren, daß dieses Star-Ensemble nicht Meister wird !!

Hertha BSC Berlin:
Die Ansprüche in Berlin sind enorm hoch - das Umfeld erwartet eine ganze Menge, mit der Titelverteidigung im Liga-Pokal wird man sich nicht zufrieden geben. In dieser Saison will Berlin mit dem neuen Trainer Huub Stevens endlich national ganz oben angreifen. Zwar verließ mit Sebastian Deisler ein ganz wichtiger Spieler den Verein Richtung Bayern München, aber der Kader wurde mit Arne Friedrich (Arminia Bielefeld, 2 Mio. Euro), Bartosz Karwan (Legia Warschau, 0,5 Mio. Euro), Benjamin Köhler (MSV Duisburg, ablösefrei) und dem brasilianische Weltmeister Luizao (26) gut verstärkt. Dennoch wird Hertha, trotz aller hoch gesteckten Ziele, höchstens um einen Europacup-Platz mitspielen. Die Titelaspiranten kann die Elf vielleicht hier und da ärgern, für den ganz großen Coup "Meisterschaft" fehlt den Berlinern allerdings die Konstanz.

FC Schalke 04:
Der langjährige Erfolgstrainer Huub Stevens verließ Gelsenkirchen in Richtung Berlin. Mit Frank Neubarth holte Rudi Assauer einen jungen Trainer ohne Bundesligaerfahrung, der bisher lediglich die Amateure des SV Werder Bremen betreute. Die einzigen echten Neuzugänge bei den "Knappen" sind Torwart Frank Rost von Werder Bremen sowie der als großes Talent geltende dänische Mittelfeldspieler Christian Poulsen vom FC Kopenhagen. Ob die beiden erst kurzfristig verplichteten Uruguayer einschlagen, wird sich erst zeigen. Zu dem ohnehin schon kleinen Kader der Schalker kommen auch noch das Verletzungspech. 
Schalke mit der Vergabe der drei ersten fünf Plätze wohl nichts zu tun haben. Ein UI-Cup-Platz scheint sicher, ein Kampf um die UEFA-Cup-Plätze realistisch, vieles wird aber davon abhängen wie Frank Neubarth bei seiner ersten Bundesligastation als Trainer zurechtkommt und ob sich die Mannschaft auf dem Platz als Einheit präsentieren kann.

SV Werder Bremen:
Werder hat mit Marco Bode, Dieter Eilts, Torsten Frings und Frank Rost vier wichtige Spieler verloren. Der mit drei Millionen Euro teuerste Einkauf der Saison, der Grieche Angelos Charisteas, könnte sich als Glücksgriff erweisen. Sein Sturmkollege Markus Daun spielte sich in der Vorbereitung in den Vordergrund. 
Die Testspiele brachten - insgesamt betrachtet - wenig nachhaltige Erkenntnisse über die Stärke des neuen Werder-Teams. Dem herausragenden 6:2 gegen Celtic Glasgow folgten durchwachsene Vorstellungen gegen Leverkusen (0:1), Malatyaspor (1:1) und Roda Kerkrade (1:2). 
Werder erreicht einen gesicherten Mittelfeldplatz, nicht mehr und nicht weniger.

1. FC Kaiserslautern:
In Kaiserslautern herrscht noch mehr Unruhe in der Vorstandsetage als beim HSV. Der Trainer Andreas Brehme wird bei den Sportwetten als erste Trainerentlassung der Bundesligasaison hoch gehandelt. Die Mannschaft ist in Grüppchen zerfallen, Teamgeist ist kaum zu erkennen und der angeschlagene Brehme dient bei jedem Rückschlag (wie dem peinlichen Aus im UI-Cup) als dankbares Alibi.
Der 1. FCK wird das Ziel Europapokalplätze in diesem Jahr weit verfehlen, selbst ein UI-Cup-Platz ist fraglich.

VfB Stuttgart:
Der VfB hat ein schweres Auftaktprogramm: Heimspiel gegen Kaiserslautern, danach bei der Hertha und in Dortmund und am vierten Spieltag kommt Schalke 04. Die Ergebnisse in diesen Spielen werden viel Einfluß auf das Saisongesamtergebnis haben. Hinzu kommt die schwere finanzielle Lage des Vereins: Gehaltskürzungen und keine Siegprämien sind die Folge des niedrigen Saisonetats. Hinzu kommt die kurze Saisonvorbereitung aufgrund der Teilnahme am UI-Cup.
Der VfB setzt auf junge Spieler. Gewinnen sie den UI-Cup, dann ist vielleicht noch Geld für einen erfahrenen Spieler drin. Die jungen Spieler sind aber schon eingespielt und daher ist ein Kampf um die UI-Cup-Plätze möglich.

VfL Wolfsburg:
Das große Plus von Wolfsburg könnte das neue Stadion werden: Erfahrungsgemäß bringt die neue Arena den Wölfen noch 5-6 Punkte in dieser Saison. Mit Kim Madsen (FC Kopenhagen), Stefan Effenberg (Bayern München) und Roy Präger wurde das Team auf den schwächer besetzten Positionen verstärkt.
Das Ziel für Effenberg ist ein Uefa-Cup-Rang. Doch auch in diesem Jahr wird es wohl wieder nicht zum großen Wurf reichen. Übrig bleibt ein Platz im vorderen Mittelfeld.

TSV 1860 München:
Schlechter hätte der TSV 1860 München nicht in die Saisonvorbereitung starten können Zwei Spiele, kein Tor erzielt, dafür fünf kassiert. Erschreckend war die desolate Vorstellung bei der 0:4-Klatsche im UI-Cup-Rückspiel gegen Barte Borisov, damit haben die Löwen gezeigt, daß ihnen für das internationale Geschäft die Klasse fehlt. Mehr als ein Platz im Mittelfeld wird für die Münchner in dieser Saison nicht herausspringen.

Borussia Mönchengladbach:
Mönchengladbach ist in der Saisonvorbereitung schon vom Verletzungspech verfolgt gewesen: Sladan Asanin (Knorpelschaden im Fuß), Markus Hausweiler (Schultereckgelenksprengung), Marcelo Pletsch (Bänderriss) sowie Igor Demo (Leisten-OP) haben die Vorbereitung verpaßt. Da die "Fohlen" sich auch nicht sonderlich auf dem Transfermarkt ausgetobt haben, gehen ihnen die Spieler aus. Das Geld für mögliche Neuverpflichtungen fehlt den Gladbachern. 
Die Fohlen werden sich in der zweiten Bundesligasaison lange mit dem Thema Abstieg beschäftigen müssen, wenn sie es auch am Ende die Klasse halten werden. 

Energie Cottbus:
Energie Cottbus startet mit dem zweitniedrigsten Etat der Bundesligisten (vor Nürnberg) in die neue Saison und will damit die Klasse wieder halten. Hilfreich wäre es, wenn Cottbus auch auswärts mal punkten könnte. In der Fremde tritt Geyers Elf viel zu ängstlich auf. Sie holte in der vergangenen Spielzeit auswärts ganze sieben Zähler. Ein halbes Dutzend Neuzugänge soll dies ändern, ob es sich ändert, wird sich zeigen.
Energie startet nach drei Jahren Regionalliga und drei Jahren in der Zweiten Liga in die dritte Saison in der Bundesliga. Eine vierte Saison in Liga 1 wird es nicht geben, vorher kommen nämlich erst wieder drei Jahre 2. Liga...

FC Hansa Rostock:
Hansa startet mit neun neuen Spieler in die Saison, davon mußte nur für zwei Spieler Ablöse gezahlt werden. Der teuerste Neueinkauf ist Rade Prica,  wurde für 2,2 Millionen Euro von Helsingborgs IF geholt; für Thomas Meggle wurden 475.000 Euro an St. Pauli bezahlt. Alle anderen - Joakim Persson (Esbjerg), Godfried Aduobe (SSV Reutlingen), Gerd Wimmer (Eintracht Frankfurt), Uwe Möhrle (SC Pfullendorf), Kevin Hansen (eigene Amateure) und Jochen Kientz (FC St. Pauli) - kamen ablösefrei. Hansa wird sich also mit neuem Gesicht präsentieren - doch das bedeutet auch Abgänge: Gleich 13 Profis hat Trainer Armin Veh aussortiert. Doch das neue Gesicht steht den Rostockern gut: Mit dem Abstieg wird Hansa in dieser Spielzeit sicher nichts zu tun haben, ich traue ihnen diese Saison sogar eine Überraschung zu: mindestens UI-Cup-Platz ! 

1. FC Nürnberg:
Erst am vorletzten Spieltag konnten sich die Franken in der Vorsaison durch einen 1:0-Heimsieg gegen Bayer Leverkusen den Klassenerhalt sichern. Dazwischen lag eine ware Achterbahnfahrt: Von Platz 10 bis Platz 18 war alles dabei !
Zwar hat die Mannschaft durchaus die spielerischen Fähigkeiten, im Oberhaus mitzuhalten. Doch nervlich schien phasenweise kein Akteur dem Druck gewachsen zu sein, so daß es zu extremen Leistungsschwankungen kommt. Im Sturm wurde nachgerüstet (Ciric !), sonst ist beim Club mit dem kleinesten Etat der Liga nicht viel zu machen.
Es wird eine erneute Zittersaison und endet mit einem Abstiegsplatz, zumal das zweite Jahr bekanntlich immer das Schwerste ist.

VfL Bochum:
Die Fahrstuhlmannschaft der 90er Jahre versucht es mal wieder in der ersten Liga mitzuhalten: Trainer Peter Neururer will die Bochumer Achterbahnfahrt nun endlich beenden. Für die Stabilität hat der VfL mit Anton Vriesde, Raymond Kalla und Filip Tapalovic drei Defensivleute verpflichtet. Besonders Kameruns Nationalspieler Kalla haben Trainer und Fans bereits ins Herz geschlossen. Aktuelles Aushängeschild ist ohnehin die spielstarke Offensive des VfL. Neben Regisseur Dariusz Wosz machen insbesondere Torjäger Thomas Christiansen und Delron Buckley einen guten Eindruck ! Einziges Problem: Auf den Schlüsselpositionen hat der Trainer kaum echte Alternativen.
Wenn sich keiner der Schlüsselspieler verletzt ist für den VfL ein gesicherter Mittelplatz drin ! 

Hannover 96:
Nie zuvor wurde eine Mannschaft derart souverän Zweitliga-Meister wie Hannover 96 in der vergangenen Saison. Klar, daß ganz Hannover mehr erwartet, als nur Abstiegskampf.
Die Vorbereitung auf die neue Saison (u.a. 1:0 gegen SSC Neapel, 0:0 gegen Lazio Rom und zuletzt 3:1 gegen Real Mallorca) lief vielversprechend an, wodurch die ohnehin schon sehr gute Stimmung im Umfeld des Klubs noch einmal einen Schub erhielt.
Allerdings verlor der Klub mit Jan Simak seinen besten Spieler an Bayer Leverkusen. Neuer Hoffnungsträger ist Simaks Landsmann Jiri Stajner, der nach einigen Eingewöhnungsproblemen immer besser in Tritt kommt. 
Trainer Rangnick hat schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt. Der Klassenerhalt sollte mit Unterstützung der euphorischen Fans kein Problem darstellen. 

Arminia Bielefeld:
Auch Bielefeld ist eine Fahrstuhlmannschaft - Der "Rekord-Aufsteiger" steigt schon zum sechsten Mal in die 1. Liga auf. Möhlmann formierte, wenn auch mit einigen Anlaufschwierigkeiten, ein Team, dessen Stärke in der mannschaftlichen Geschlossenheit und in Standardsituationen liegt. Nur insbesondere die Abwehr ist sehr anfällig, kann nicht „mauern“, was im Abstiegskampf nötig ist. Der Klassenerhalt wird sehr sehr schwer !
 

Zusammenfassung

1. FC Bayern München
2. Borussia Dortmund
3. Hertha BSC Berlin
4. Bayer Leverkusen
5. FC Schalke 04
6. Hansa Rostock
7. VFL Wolfsburg
8. Hamburger SV
9. VFB Stuttgart
10. TSV 1860 München
11. Werder Bremen
12. VFL Bochum
13. Hannover 96
14. 1. FC Kaiserslautern
15. Borussia Mönchengladbach
16. 1. FC Nürnberg 
17. Energie Cottbus
18. Arminia Bielefeld  

Zusammfassung Vereinsetats: 

Verein   Etat 2002/2003 (in Mio. Euro)  Etat Vorjahr (in Mio. Euro) 
Schalke  80,0   98,0  
Bayern München  62,0  61,4 
Hamburger SV  61,0  57,3 
Borussia Dortmund  51,0  51,0 
Hertha BSC  45,8  43,5 
Werder Bremen   40,0  38,3 
Bayer 04 Leverkusen  38,5  33,2 
VfB Stuttgart  35,4   39,1 
VfL Wolfsburg  35,0  30,7 
TSV 1860 München  29,0  33,0 
Hansa Rostock  25,0  25,6 
Borussia M'gladbach   25,0  26,0 
Hannover 96   25,0  20,0  
1. FC Kaiserslautern   23,0  24,5 
Arminia Bielefeld   23,0  13,0  
Energie Cottbus  21,0  22,5 
VfL Bochum  21,0  13,0  
1. FC Nürnberg   12,0   12,3 
Gesamt:   652,7  642,4 

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Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.