| Bundesliga 2002/2003, 26. Spieltag, Samstag,
22.03.03 auf dem Mönchengladbacher Bökelberg.
VfL Borussia Möchengladbach - Hamburger SV 2:0 (0:0) Ich habe das Spiel nur auf premiere gesehen. Um es gleich zu sagen. Es hätte auch nicht geschadet, wenn ich dafür nicht frühzeitig den 80. Geburtstag der Oma eines Freundes verlassen hätte... Ich weiß nämlich gar nicht, was ich
zu dem Spiel schreiben soll....
Chancen gab es auf beiden Seiten wenig. Gladbach
hätte in Führung gehen können und wir hätten es durch
zwei Chancen durch Romeo in der ersten Halbzeit vielleicht sogar müssen.
Da wir mit einem 0:0 in die Halbzeit gingen, war ich eigentlich sehr hoffnungsfroh, daß wir heute etwas reißen könnten. Aber nun sollten wir ausnahmsweise mal erleben, daß wir in der zweiten Halbzeit schlechter agierten als in der ersten. Irgendwann machte Gladbach ein Tor nach einer Ecke und damit war das Spiel eigentlich entschieden. Das 2:0 war dann das Ende. Der HSV versuchte es zwar, aber die Mittel waren absolut nicht ausreichend. Nicht mal hohe Flanken haben wir all den eingewechselten Stürmern vors Tor gebracht. Das einzig schön an den Samstagsspielen war, daß keiner unserer Konkurrenten seine Spiele gegen potentiell schlechtere Gegner gewinnen konnte. Selbst wenn Sonntag sehr wahrscheinlich Herta und Stuttgart gewinnen, sind wir noch glimpflich davon bekommen. Interessant in der HSV-Aufstellung fand ich die
Tatsache, daß Jacobsen erneut rechter Verteidiger war und der nach
Sperre zurückgekehrte Fukal dafür auf die linke Seite weichen
mußte (für den gesperrten Hollerbach). Ich lese daraus so ein
bißchen die Möglichkeit, daß Jacobsen in den letzten beiden
Spielen so überzeugt hat, daß Fukal vielleicht im nächsten
Spiel aus der Startformation verschwindet, wenn Hollerbach auch wieder
spielen darf.
Eine Spielerbewertung möchte ich im einzelnen
wie immer nicht vornehmen, wenn ich es nur auf premiere gesehen habe.
Gladbach war ja nun keineswegs ein übermächtiger Gegner. Die meisten Chancen hatte sie erst, als wir mehrere Offensivspieler nach dem Rückstand eingewechselt haben. |
Mailt mir
auch Euren Kommentar.
Ich pinne
ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch
einstmals bewegte.
| Sport1:
TORE
AUFSTELLUNG
Hamburger SV: Martin Pieckenhagen, Ingo Hertzsch, Nico Jan Hoogma, Lars Jacobsen, Marcel Maltritz, Milan Fukal, Mehdi Mahdavikia, Sergej Barbarez, Collin Benjamin, Rodolfo Esteban Cardoso, Bernardo Romeo WECHSEL :
Hamburger SV:
Borussia siegt dank Ketelaers sportlicher Wiederauferstehung
Bessere Karten unter Lienen
Gelungene Widergutmachung
Beste Argumente
Jara würdigt Ketelaers Leistung
Meijer bemängelt Offensivspiel des HSV
Fakten:
Heimstarke Defensive
Auswärts noch kein Spitzenteam
Endlich Torschütze Pletsch
Schlaglichter:
Takahara diesmal wirkungslos
Großer Rückhalt Stiel
Ketelaer wirbelte zwischen den Rauten
Trainer Ewald Lienen (Borussia Mönchengladbach):
Topspieler: Marcel Ketelaer (Borussia Mönchengladbach)
Spielwertung: 2 Bälle (von 4)
Hamburger SV: Schlussmann Pieckenhagen stand hinter einer Defensivreihe aus (v.l.) Fukal, Hoogma, Hertzsch und Jacobsen. Benjamin und Maltritz hielten Spielmacher Cardoso den Rücken frei. Barbarez, Romeo und Mahdavikia (v.l.) hießen die drei Angreifer. Mit Takahara für Cardoso (58.) wechselte Trainer Jara einen vierten, mit Meijer für Hertzsch einen fünften Stürmer ein (68.). Wicky übernahm den Posten von Benjamin (68.). |
| kicker:
Spielbericht Zwei Veränderungen in der Startaufstellung im Vergleich zur 1:4-Niederlage in Bielefeld am 25. Spieltag msste Ewald Lienen, der Trainer von Borussia Mönchengladbach, in seiner Startformation vornehmen. Für Embers kam in der Abwehr Asanin in die Mannschaft, und für Aidoo spielte der defensivere Ulich. Auch HSV-Trainer Kurt Jara nahm zwei Veränderungen nach dem 3:1-Sieg in der Vorwoche gegen Schalke 04 vor. Für den Gelb-gesperrten Ujfalusi kam Hertzsch zum Einsatz, und Hollerbach wurde von Fukal ersetzt. Von Beginn an erwartete Borussia Mönchengladbach mit massierter Deckung den Gegner in der eigenen Hälfte und setzte den Hamburger SV bereits im Aufbau unter Druck. So mussten sich die Hamburger zunächst auf Konter verlegen, hatten dabei allerdings die erste Torchance des Spiels, die jedoch Barbarez vergab. In der Folgezeit erarbeitete sich allerdings Mönchengladbach ein klares Übergewicht, tat sich aber seinerseits gegen eine gut gestaffelte Hamburger Abwehr schwer, zu guten Chancen zu kommen. Die wenigen Möglichkeiten, die sich für die Borussen boten, wurden jedoch vergeben oder von HSV-Keeper Pieckenhagen zunichte gemacht. Mitte der ersten Hälfte kam der HSV besser ins Spiel, und Gladbachs Keeper Stiel konnte nur mit Glanzparaden gegen Romeo und Jacobsen einen Rückstand der Borussia verhindern. Kurz vor der Pause kam Mönchengladbach noch einmal besser ins Spiel. Doch Pletsch vergab kurz vor dem Halbzeitpfiff die mögliche Führung gegen Pieckenhagen. So wurden torlos die Seiten gewechselt. Zunächst hatte in der zweiten Hälfte der HSV mehr vom Spiel, doch nach 56 Minuten gelang Borussia Mönchengladbach der 1:0-Führungstreffer. Asanin hatte eine Ecke auf das Tor von Pieckenhagen geköpft. Der Hamburger Keeper reagierte glänzend und fischte den Ball von der Linie. Doch Pletsch reagierte vor dem Tor am Schnellsten und drosch den Abpraller aus kurzer Distanz ins Netz. Kaum hatte der HSV sich von diesem Schock erholt, schlug die Borussia erneut zu. Bei einem Konter setzte Ketelaer Forssell mit einem kurzen Zuspiel ein. Forssell lief mit dem Ball auf und davon, umkurvte noch Torhüter Pieckenhagen und schob den Ball aus halblinker Position ins leere Tor. Ein Rückstand, von dem sich der HSV nicht mehr erholte. Obwohl Kurt Jara mit Takahara und Meijer zwei weitere Stürmer in die Partie warf, blieb Borussia Mönchengladbach die überlegene Mannschaft. Bei Kontern blieben die Borussen stets gefährlich, verschenkten aber bei einigen Torchancen unkonzentriert einen möglichen höheren Sieg. Der HSV setzte in der Schlussphase alles auf eine Karte, blieb aber im Abschluss erfolglos. Spielereignisse im Detail Schlusspfiff 90 Turbulente Szene im Borussen-Strafraum. Doch Romeo und Fukal stochern den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbei. 88 Ulich läuft alleine auf das HSV-Tor zu und versucht Pieckenhagen aus spitzem Winkel zu überraschen, doch der Schuß geht knapp am Tor vorbei. 86 Wicky spielt Barbarez am Elfmeterpunkt an. Der tanzt einen Verteidiger der Gladbacher aus, sein Schuss wird dann allerdings von Strasser abgeblockt. 84 Ulich legt von rechts auf für Strasser, doch der wird kurz vor dem HSV-Tor von Hoogma behindert und säbelt über den Ball. 79 Barbarez dreht einen Freistoß aus 20 Metern um die Mauer, doch Torwart Stiel hat aufgepasst und kann den tückischen Schlenzer halten. 69 Ketelaer spielt Korzynietz vor dem Tor frei, doch dessen Hammer aus zehn Meter fliegt über das Tor. 68 Pieckenhagen hält gegen einen Direktschuss von Demo phantastisch. 66 Ulich legt zurück auf Demo, der aus 23 Metern abzieht. Doch der Flachschuss verfehlt sein Ziel. 61 Der Doppelschlag ist perfekt. Ketelaer setzt bei einem Konter Forssell ein. Der umkurvt noch Torhüter Pieckenhagen und netzt den Ball von links mühelos ins HSV-Tor ein. 59 Bei einem Cardoso-Direktschuss muss Torhüter Stiel Kopf und Kragen riskieren, um den Ball über das Tor zu fausten. 56 Eine Ecke köpft Asanin Richtung Tor. Pieckenhagen kann mit einem Reflex den Ball von der Linie schlagen. Allerdings reagiert Pletsch am schnellsten und drückt den Abpraller aus kurzer Distanz ins Netz. 53 Kluge versucht es nach einem Anspiel von Ketelaer aus der Distanz, doch sein Schuss geht über das HSV-Tor. 50 Mahdavikia kommt an der Strafraumgrenze zum Schuss, doch der flache Ball ist für Torhüter Stiel keine grosse Herausforderung. Anpfiff 2. Halbzeit Halbzeit 44 Pletsch kommt nach einer Ecke frei zum Kopfball. HSV-Keeper Pieckenhagen kann den gut platzierten Ball gerade noch von der Linie angeln. 36 Romeo läuft sich frei und zieht dann aus 15 Metern ab, doch Torhüter Stiel im Gladbacher Kasten ist Herr der Lage und kann den Schuss herunterpflücken. 33 Wieder hält Gladbachs Torhüter Stiel nach einem Jacobsen-Schuss glänzend. 30 Mahdavikia hebt einen Freistoß in den Strafraum der Borussia. Romeo kommt zum Kopfball und Gladbachs Torhüter Stiel kann nur mit einem Blitzreflex retten. 26 Ulich kommt aus 20 Metern zum Schuss, doch Pieckehagen fliegt ins bedrohte Eck und kann den Ball halten. 17 Ketelaer hämmert einen Freistoß aus 22 Metern knapp über die Latte des HSV-Tores. 16 Kluge spielt Forssell im Strafraum auf halblinker Position an. Der dreht sich blitzschnell um seinen Gegenspieler und schießt auf das HSV-Tor. Doch Pieckenhagen steht sicher und kann den Ball abwehren. 10 Erste Chance auch für Mönchengladbach. Ketelaer legt vor dem Strafraum quer auf Demo. Der zieht aus 17 Metern ab, doch HSV-Keeper Pieckenhagen ist auf dem Posten und taucht den Ball aus der Ecke. 7 Erste Chance für den HSV. Jacobsen legt den Ball lang auf Barbarez, der die gesamte Borussia-Abwehr überläuft. Doch der Ball springt Barbarez bei der Annahme zu weit weg. Stiel im Tor kann klären. Anpfiff |
| dpa meldet:
Gladbach zu Hause eine Bastion: 2:0-Erfolg gegen HSV Von Morten Ritter, dpa Mönchengladbach (dpa) - Borussia Mönchengladbach kann sich im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga weiterhin auf seine Heimstärke verlassen. Im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Ewald Lienen bezwangen die «Fohlen» den Hamburger SV mit 2:0 (0:0) und konnten mit nunmehr 29 Punkten die Abstiegsränge vorerst verlassen. Vor 30 550 Zuschauern im Bökelberg-Stadion erzielten Marcelo Pletsch (55.) und Mikael Forssell (60.) die Treffer für die Gastgeber, die ihren siebten Heimsieg feierten. Für die zuletzt stark aufspielenden Hamburger hingegen bedeutet die Niederlage einen Rückschlag im Bemühen um einen internationalen Startplatz für die kommende Saison. «Ich bin sehr zufrieden mit der kämpferischen Leistung», sagte Lienen, «denn wir hatten nach dem grottenschlechten Spiel in Bielefeld einiges gut zu machen.» HSV-Trainer Kurt Jara war enttäuscht nach der schwachen Auswärtsleistung: «Wir hatten uns so viel vorgenommen. Aber das war zu wenig, um Gladbach zu gefährden.» Trainer Lienen hatte nach dem miserablen Auftritt seiner Mannschaft vor einer Woche beim 1:4 in Bielefeld vor allem Leidenschaft und Aggressivität gefordert. Personell konnte der Borussen-Coach wegen der Ausfälle von sechs Spielern wenig ändern, lediglich Ivo Ulich und Sladjan Asanin rückten wieder ins Team auf. Aus verstärkter Defensive übernahmen die Gastgeber früh die Initiative und hatten durch Igor Demo (10.) und Forssell (15.) die ersten Torchancen. Die Hanseaten, bei denen Ingo Hertzsch und Lars Jacobsen für die gesperrten Bernd Hollerbach und Tomas Ujfalusi in der Innenverteidigung spielten, begannen sehr verhalten, sorgten aber mit langen Bällen aus der Abwehr immer für Gefahr. In einer lange Zeit zerfahrenen und hektischen Partie hatte die Borussia zwar die größeren Spielanteile, konnte diese aber nicht in zwingende Torchancen umsetzen. HSV-Torhüter Martin Pieckenhagen konnte lediglich bei einem Distanzschuss von Ulich (26.) sowie bei einem Kopfball von Pletsch (44.) sein Können unter Beweis stellen. Auf der anderen Seite zeigte die Hamburger Kreativabteilung um Rodolfo Cardoso und Sergej Barbarez zu wenig, um die Gladbacher ernsthaft in Gefahr zu bringen. Ein Kopfball von Bernardo Romeo (30.) und ein 16-Meter-Schuss des Argentiniers (36.) wurden eine Beute von Borussen-Schlussmann Jörg Stiel. Auch nach dem Wechsel war Mönchengladbach die Ton angebende Mannschaft. Nach 55 Minuten fiel der verdiente Führungstreffer für die Gastgeber: Nach einem Kopfball von Asanin traf Innenverteidiger Pletsch mit seinem ersten Bundesliga-Tor. Im Gegenzug verhinderte Gladbachs Torwart Stiel bei einem Distanzschuss von Cardoso den Ausgleich. Die Entscheidung zu Gunsten der Westdeutschen fiel nach einer Stunde, als der finnische Mittelstürmer Forssell bei einem Pass von Ketelaer zum 2:0 traf. Beim nächsten Auswärtsspiel gegen den TSV München 1860 müssen die Gladbacher auf Jeff Strasser verzichten. Der Luxemburger sah seine fünfte Gelbe Karte. |