Bundesliga 2002/2003, 34. Spieltag, Samstag, 24.05.03 in der Hamburger AOL Arena bei ca. 20 Grad C.

Hamburger SV - FC Hansa Rostock 2:0 (1:0)

Meinen Spielbericht muß ich erst noch schreiben. Vermutlich Montag abend.

Meijer
 

Tabelle des Spieltages

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
Sport1: 

TORE  
1:0 Rodolfo Esteban Cardoso (45.)
2:0 Bernardo Romeo (53.)
 
GELBE KARTEN  
Hamburger SV: Marcel Maltritz (44.) 
Hansa Rostock: Godfried Aduobe (37.)
 
PLATZVERWEISE  
Hamburger SV:-
Hansa Rostock: Karte gelb/rot für Godfried Aduobe (37.)
 
SCHIEDSRICHTER :  Jürgen Jansen  
ZUSCHAUER :  55,500 
DATUM :  24.05.03   15:30 Uhr 

AUFSTELLUNG 
Hamburger SV: Martin Pieckenhagen, Nico Jan Hoogma, Milan Fukal, Bernd Hollerbach, Ingo Hertzsch, Marcel Maltritz, Mehdi Mahdavikia, Raphael Wicky, Rodolfo Esteban Cardoso, Bernardo Romeo, Sergej Barbarez

Hansa Rostock: Mathias Schober, Andreas Jakobsson, Jochen Kientz, Dietmar Hirsch, Michal Kovar, Godfried Aduobe, Marco Vorbeck, Joakim Persson, Peter Wibran, Rade Prica, Antonio Di Salvo
 
WECHSEL 
Hamburger SV:
Erik Meijer für Sergej Barbarez (71.)
Naohiro Takahara für Bernardo Romeo (76.)
Cristian Raul Ledesma für Raphael Wicky (81.)

Hansa Rostock:
Ronald Maul für Rade Prica (46.)
Gerd Wimmer für Antonio Di Salvo (63.)
Magnus Arvidsson für Marco Vorbeck (83.)
 

HSV "europäisch" - lockeres 2:0 gegen Hansa Rostock  
Der Hamburger Sport Verein ist wieder international! "Das ist der schönste Augenblick in meiner Trainerkarriere, ich bin stolz darauf, Trainer des HSV zu sein", meinte ein gelöster HSV-Coach Kurt Jara nach den letzten 90 Minuten der 40. Bundesliga-Saison.
Das 2:0 gegen Hansa Rostock vor 55.500 Zuschauern in der ausverkauften AOL-Arena bescherte den Hanseaten den vierten Tabellenplatz. Rodolfo Esteban Cardoso und Bernardo Romeo sorgten für den verdienten Sieg, nachdem Hansa das Spiel bis zur zweifelhaften gelb-roten Karte gegen Aduobe ausgeglichen gestalten konnte.  
"Ich will jetzt mit dem HSV auch noch einen Titel klar machen. Meisterschaft, Uefa-Cup oder Champions League - ist mit eigentlich egal. Hauptsache ich hab' was in den Händen", jubelte Keeper Martin Pieckenhagen in die Mikrofone der Journaille.

"Jetzt ist der HSV da"
"Schade, dass ich gehen muss. Aber jetzt sind wir im Uefa-Cup und jetzt sind die Jungen dran", verdrückte Erik Meijer eine Träne. Der Holländer wechselt zur kommenden Saison zu Alemannia Aachen.
15 Heimspiele in Folge ungeschlagen, insgesamt 13 Siege in der heimischen Arena - die Heimstärke war das große Plus der Rothosen in dieser Saison. "Wir haben was Großes erreicht. Und das nach diesem Start", so Bernd Hollerbach.
"Als wir im Winter gesagt haben, wir wollen in den Uefa-Cup, haben viele gelächelt - jetzt ist der HSV da", konnte Jara sein Glück irgendwie nicht so recht fassen.

Wende in Dortmund
Recht hat er. Denn als Knackpunkt der Saison kann man getrost den elften Spieltag ansehen. Der HSV verschießt in Dortmund durch Hollerbach beim Stande von 0:1 in der 87. Minute einen Elfer und in der Nachspielzeit rettet Kim Christensen dem HSV einen Punkt.
Die Wende zum Guten für die Hanseaten. Und vor allen Dingen auch für Jara. Der stand heftig unter Beschuss, allein die Heimsiege retteten dem Österreicher bis dato seinen Job.

Jara lobt die Mannschaft
Jetzt ist Jara der gefeierte Mann an der Alster. "Wir haben es verdient, europäisch zu sein. Die Mannschaft hat so leidenschaftlich gekämpft", gab Jara alle Komplimente an seine Mannschaft zurück.
Fast auf den Tag genau 20 Jahre nach Hamburgs größtem Erfolg der Vereinsgeschichte, dem Sieg im Landesmeistercup gegen Juventus Turin, steht der HSV erstmals seit drei Jahren wieder im internationalen Geschäft.

Veh auf der Tribüne
Gegner Hansa Rostock dürfte die Niederlage kaum weh getan haben. Die Ostseekicker waren schon vorher gerettet und konnten deshalb befreit aufspielen.
"Wir wollten das Spiel nicht herschenken, haben in der ersten Halbzeit gut dagegen gehalten. Die Gelb-Rote Karte hat uns aber aus der Bahn geworfen", sagte Hansa-Trainer Armin Veh, der von Schiedsrichter Jürgen Jansen in der zweiten Halbzeit auf die Tribüne verwiesen worden war. "Warum, weiß ich allerdings nicht."

Schiri Jansen schwach
In der Tat erwischte Jansen keinen guten Tag. Die Gelbe Karte vor Aduobes Feldverweis war zumindest umstritten, der Elfer für den HSV unberechntigt.
In der neunten Minute zeigte Jansen nach einem harmlosen Tackling von Dietmar Hirsch gegen Milan Fukal auf den Punkt. Eine krasse Fehlentscheidung.

"Europa zittert"
Sergej Barbarez glich die Ungerechtigkeit aus und semmelte den Strafstoß an die Querlatte. "Ich kann das heute nicht in Worte fassen", stammelte der Bosnier nach dem Spiel.
Nach dem Schlusspfiff knallten in der AOL-Arena die Champagnerkorken. "Europa zittert vor dem HSV" skandierten die Fans. Wollen wir`s für den deutschen Fußball hoffen...

 
Fakten:
Europa ist erreicht
Keine andere Mannschaft steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr so sehr wie die Hamburger: Der HSV holte 16 Punkte mehr als im Vorjahr und sichert sich wie zuletzt am Ende der Saison 99/00 die Teilnahme am Europapokal. 

Heimstark wie die Bayern
Es war der 13. Heimsieg in dieser Saison für den HSV – das hatte es letztmals vor 16 Jahren unter Ernst Happel gegeben. Der HSV hat zu Hause genauso viele Punkte geholt wie Bayern (42). 

Kein Sieg zum Jubiläum
In Armin Veh`s 50. Bundesligaspiel als Hansa-Coach gab es die 15. Saisonniederlage. Dennoch holte Rostock fünf Punkte mehr als im Vorjahr. 

Mit guter Abwehr die Klasse gehalten
Rostock kassierte in dieser Saison nur 41 Gegentore und stellte damit einen neuen Vereinssaisonrekord auf (zuvor 43 Gegentore in der Saison 95/96). 

Schlaglichter:
Platzverweis von Aduobe war der Knackpunkt
Insgesamt war der Hamburger SV die Spiel bestimmende Mannschaft, hatte mehr Ballkontakte (63 Prozent), gewann mehr Zweikämpfe (55 Prozent) und gab drei Mal so viele Torschüsse ab wie Rostock (21:7). Knackpunkt der Partie war der erste Bundesligaplatzverweis von Godfried Aduobe (Note 3,2), denn bis dahin hielt Hansa die Partie offen. 

Hertzsch mit guter Abschiedsvorstellung
Ingo Hertzsch (Note 7,7) ließ sich in wohl seiner letzten Partie für den HSV nicht hängen und präsentierte sich gut im Duell gegen den Mann. Der Innenverteidiger gewann sehr gute 65 Prozent seiner Zweikämpfe – auf Seiten der Hamburger war einzig Nico Jan Hoogma (Note 7,7) noch stärker im Zweikampf. 

Guter Schober
Mathias Schober (Note 7,1) verhinderte in der Partie gegen den Hamburger SV ein Debakel und bewahrte seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage. Insgesamt wehrte Schober, der auch für den HSV in der Bundesliga im Tor stand, sechs Torschüsse ab. 

Romeo bereits im Urlaub
Bernardo Romeo (Note 7,5) zeigte ungewöhnliche Schwächen im Torabschluss. Der Argentinier gab vier Torschüsse ab von denen nur einer (der schwerste) den Weg ins Tor fand. Romeo ließ zwei Hundertprozentige Tormöglichkeiten ungenutzt und war wohl mit seinen Gedanken beim Urlaub in Argentinien… 

Trainer Kurt Jara (Hamburger SV):
"Ich kann die Freude nicht beschreiben, die in mir und in der Mannschaftskabine jetzt herrscht. Als wir im Winter gesagt haben, wir wollen in den Uefa-Cup, haben viele gelächelt - jetzt ist der HSV da. Die Mannschaft war heute am Anfang nervös, das hat man gemerkt. Nach dem verschossenen Elfmeter ging dann ein Ruck durch das Team. Sie sind gelaufen und haben gekämpft. Die zweite Halbzeit war dann ganz eindeutig und wir haben sehr guten Fußball gespielt."    
 
Trainer Armin Veh (Hansa Rostock): 
"Wir wollten dieses Spiel nicht herschenken. Wir haben konzentriert hinten gestanden und haben auch unsere Konterchancen gehabt. Die Gelb-Rote Karte für Godfried Aduobe und das Tor in der Nachspielzeit waren entscheidend. Das hat uns aus der Bahn geworfen. Der HSV hat am Ende verdient gewonnen. Der Uefa-Cup ist für die Hamburger sicherlich eine Riesensache."  

Topspieler: Rodolfo Esteban Cardoso (Hamburger SV)
Zum Abschluss einer grandiosen Saison noch mal ein Leckerli vom argentinischen Spielmacher des HSV. Sein phantastisches Freistoßtor ebnete den Weg in den Uefa-Cup. Sein drittes Saisontor. Dazu noch überragende sechs Torschussvorlagen und starke 87 Ballkontakte. Als Sahnehäubchen sind 63 Prozent gewonnener Zweikämpfe für einen Offensivspieler eine überdurchschnittliche Quote. Was wäre der HSV eigentlich ohne den Argentinier? Als Lohn verdiente sich Cardoso die super11-Traumnote 10,0!  

Spielwertung: 2 Bälle (von 4)
 
Kommentar:
Der HSV ist endlich wieder im internationalen Geschäft! Die überragende Heimstärke - 15 Spiele nacheinander blieben die Hanseaten in der AOL-Arena ungeschlagen - war Garant für den vierten Tabellenplatz am Ende der 40. Bundesliga-Saison. Und das nach dem holprigen Start des HSV und der Fast-Trennung von Trainer Kurt Jara. Fast auf den Tag genau 20 Jahgre nach dem größten Vereinserfolg durch den Gewinn des Landesmeistercup darf sich der HSV wieder unter den Großen Europas tummeln.
Stefan Rommel  

Taktik
Hamburger SV
Der HSV wie gewohnt mit 4-4-2. Pieckenhagen im Tor. In der Innenverteidigung der Viererkette Hoogma mit Hertzsch, rechts außen Fukal, links Hollerbach. Im defensiven Mittelfeld Wicky und Maltritz. Cardoso als Spielgestalter, flankiert von Mahdavikia auf der rechten und dem zurückhängenden Barbarez auf der linken Seite. Im Sturm Romeo und der immer wieder nach vorne stoßende Barbarez.

FC Hansa Rostock
Auch die Ostsee-Kicker mit 4-4-2. Schober im Kasten. Die Abwehr mit Hirsch, Jakobsson, Kientz und Kovar (von links nach rechts). Als Absauger im Mittelfeld bis zu seinem Platzverweis Aduobe. Persson nebst Landsmann Wibran als Ballverteiler im offensiven Mittelfeld, Vorbeck kam immer wieder über rechts. Im Sturm di Salvo neben Prica.   


 
kicker:
Spielbericht 
  
Auf Seiten des Hamburger SV konnte Trainer Kurt Jara wieder auf Sergej Barbarez (nach Gelb-Sperre) zurückgreifen, der für Meijer ins Team kam. Weitere Änderungen im Vergleich zum 1:1 beim VfL Bochum gab es nicht. Drei Wechsel in der Anfangsformation bei Hansa Rostock nach dem 3:0-Heimerfolg gegen Bielefeld: Wibran ersetzte Rydlewicz im Mittelfeld, zudem spielte di Salvo für Lantz. Da Verteidiger Hill mit Schulterproblemen ausfiel, kam Kientz in die Mannschaft.

Für den HSV ging es um die direkte Qualifikation für den UEFA-Cup, in der die Norddeutschen die beste Ausgangsposition im Duell mit Bremen und Berlin innehatten. Bei einer Niederlage des VfB Stuttgart gegen Wolfsburg und einem Sieg der Hamburger wäre theoretisch, bei entsprechender Tordifferenz, auch noch die Teilnahme an der Qualifikation für die Champions League möglich gewesen. Die Ostseestädter gingen ohne jeglichen Druck in die für sie bedeutungslose Begegnung.

Die Hamburger versuchten von Beginn an, die Partie unter Kontrolle zu bringen, was zunächst aber ganz und gar nicht gelang. Denn während die Jara-Schützlinge äußerst nervös und fahrig agierten, war Rostock mit frechem und unbekümmertem Offensivspiel gefährlicher. Jakobsson zwang Pieckenhagen mit einem Kopfball nach einer Ecke frühzeitig zu einer Glanzparade. Schiedsichter Jansen schenkte dem HSV dann aber die Riesenchance zur Führung nach nur neun Minuten. Nachdem Cardoso im Zweikampf mit Hirsch im Strafraum theatralisch fiel, deutete der Referee auf den Punkt. Anstatt das Geschenk anzunehmen, drosch Barbarez den Ball jedoch an die Querlatte (9.). In der Folge blieben die Ostseestädter gefälliger. Erst gegen Mitte der ersten Hälfte fanden die Hamburger ins Spiel. Mahdavikia, erneut Barbarez und Fukal vergaben gute Gelegenheiten. Knapp zehn Minuten vor der Halbzeit dezimierte sich Rostock selbst. Nachdem Aduobe zunächst Wicky foulte und dafür die Gelbe Karte sah, meckerte er anhaltend bei Schiedsrichter Jansen über diese Entscheidung, bis dieser ihn schließlich mit der Ampelkarte des Feldes verwies (38.). Die Jara-Schützlinge drängten weiter auf den Führungstreffer, aber Rostocks Abwehr hielt mit Glück und Geschick dagegen. Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte erlöste Rodolfo Cardoso den HSV mit einem wunderbarem Freistoßtor über die Mauer Rostocks hinweg (45.+1.).

Die Hamburger versuchten von der ersten Sekunde des zweiten Spielabschnitts an, vollendete Tatsachen zu schaffen. Nachdem Fukal und Romeo in den ersten Minuten noch kleinere Gelegenheiten vergaben, machte es der argentinische Torjäger kurze Zeit später besser. Nach sehenswerter Kopfballverlängerung einer Fukal-Flanke von Barbarez nickte Romeo gekonnt über Schober hinweg ein (53.). In der Folge vergaben Mahdavikia und Romeo im Zusammenspiel einige sehr gute Möglichkeiten, die endgültige Entscheidung herbei zu führen. Die Rostocker waren nun lediglich um Schadensbegrenzung bemüht, anstatt wie in der ersten Hälfte auch ordentliches Offensivspiel zu bieten. So plätscherte die Partie in der ausverkauften AOL-Arena bei bester Laune der HSV-Anhänger dem Ende entgegen. 

Nach äußerst nervöser Anfangsphase mit vergebenem Elfmeter und einer besseren Rostocker Mannschaft, fand der HSV erst Mitte der ersten Halbzeit ins Spiel. Nach dem Platzverweis für Aduobe und dem Freistoßtreffer von Cardoso ließen die Hamburger im zweiten Spielabschnitt nichts mehr anbrennen. Hansa leistete kaum mehr Gegenwehr und versuchte lediglich, den Schaden in Grenzen zu halten. Für die Jara-Schützlinge bedeutet der Erfolg Platz vier in der Abschlusstabelle und damit die Qualifikation für den UEFA-Cup. 

Spielereignisse im Detail:
Schlusspfiff 
 
85     Die eingewechselten Meijer und Ledesma haben zwei gute Schusschancen, verfehlen das Tor aber jeweils um Zentimeter. 
 
83     Die Partie plätschert bei bester Stimmung in der AOL-Arena dem Saisonende entgegen. 
 
71     Publikumsliebling Erik Meijer, der ab der Saison 2003/04 nach Aachen wechselt, bekommt von Trainer Kurt Jara die Chance, sich von den HSV-Fans zu verabschieden. 
 
61     Wieder Mahdavikia und Romeo im Zusammenspiel: Diesmal macht der Iraner bei der Flanke alles richtig, aber Romeo tritt vor dem leeren Tor über den Ball. 
 
59     Mahdavikia vergibt die Riesenchance zum 3:0. Er hat die Optionen, selbst abzuschließen oder zu Romeo zu passen und wählt letztere. Doch das Anspiel ist zu ungenau, auch weil Kovar stören kann. 
 
53     Traumtor der Jara-Elf!! Fukal flankt fast von der Mittellinie Richtung Strafraum. Barbarez leitet den Ball wunderbar über den Scheitel zu Romeo, der über Schober hinweg gekonnt einnickt. 
 
47     Der HSV kommt angriffslustig aus der Pause und hat durch Romeo und Fukal die ersten Gelegenheiten, den knappen Vorsprung auszubauen. 
 
46     Im Zuge der Diskussionen um den Platzverweis von Aduobe hat sich Rostock-Trainer Veh den Ärger des Schiedsrichter-Gespannes zugezogen und muss die zweite Hälfte von der Tribüne aus beobachten. 
 
 Anpfiff 2. Halbzeit 
 
 Halbzeit 
 
45     Führung für den HSV zum idealen Zeitpunkt!! Nachdem Persson Cardoso gefoult hat, legt sich der Argentinier das Leder in halbrechter Position zurecht und zirkelt den Ball wunderbar über die Mauer ins rechte Eck. 
 
43     Entlastung für Hansa: Kovar flankt von rechts auf Prica am langen Pfosten. Der Schwede kann den Ball aus spitzem Winkel noch im Fallen volley nehmen, verfehlt das Tor aber deutlich. 
 
40     Mahdavikia passt flach in den Fünfmeterraum. Dort kommt Barbarez nur mit der Fußspitze an den Ball und verhindert damit, dass der ebenfalls einschussbereite Romeo das Leder noch erreichen kann. Pech für Hamburg! 
 
37     Godfried Aduobe sieht nach einem Foul an Wicky die Gelbe Karte. Anschließend "unterhält" er sich anhaltend mit Schiedsrichter Jansen, der ihm daraufhin per Gelb-Roter-Karte des Feldes verweist. 
 
32     Fukal hat eine Kopfballmöglichkeit nach Ecke von Cardoso. Schober gelingt es im letzten Moment, das Leder vor dem rechten Toreck abzulenken. 
 
27     Die Jara-Elf kommt in Fahrt. Nach schöner Kombination über Mahdavikia vergibt Barbarez in zentraler Position vor dem Tor. Der Bosnier schießt circa einen Meter über das Gehäuse. 
 
24     Erneut der HSV: Nach schöner Flanke von Romeo kommt Mahdavikia in der Mitte zum Kopfball. Schober kann den Ball erst im Nachfassen festhalten. 
 
23     Cardoso prüft Schober mit einem Distanzschuss, der aber mühelos halten kann. 
 
17     Di Salvo schießt aus halblinker Position im Strafraum weit über das Tor von Pieckenhagen. Der HSV findet weiterhin nicht ins Spiel. 
 
14     Die Hamburger wirken nervös, während Hansa bis dato bei schnellen, unbekümmerten Vorstößen mehr Gefahr erzeugt. 
 
9     Cardoso fällt im Zweikampf mit Hirsch theatralisch zu Boden, Schiedsrichter Jansen beschert dem HSV die Elfmeterchance. Barbarez nimmt das Präsent aber nicht an, er scheitert mit seinem strammen Schuss an der Querlatte. 
 
5     Der HSV versucht von Beginn an, die Partie zu kontrollieren. Aber Rostock versteckt sich nicht und hat nach einer Ecke durch Jakobsson die erste Chance per Kopf, Pieckenhagen kann jedoch parieren. 
 
Anpfiff 


 
dpa meldet:
HSV nach 2:0 über Hansa Rostock im UEFA-Cup

Von Franko Koitzsch, dpa

Hamburg (dpa) - Der Hamburger SV spielt in der nächsten Saison im UEFA-Cup. Mit dem 2:0 (1:0) über den FC Hansa Rostock zog der HSV drei Jahre nach seinem letzten internationalen Auftritt erneut in einen europäischen Wettbewerb ein. 

Vor 55 500 Zuschauern in der ausverkauften AOL-Arena erzielte Rodolfo Esteban Cardoso per Freistoß aus 22 Metern das Führungstor (45.). Sein argentinischer Landsmann Bernardo Romeo erhöhte mit seinem 14. Saisontreffer auf 2:0 (53.). Die Rostocker mussten ab der 38. Minute mit zehn Spielern auskommen, da Verteidiger Gotfried Adoube wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte sah.

«Ich freue mich riesig», sagte HSV-Trainer Kurt Jara. «Wir haben es verdient, europäisch zu sein. Die Mannschaft hat so leidenschaftlich gekämpft.» Die Hamburger haben den vierten Tabellenplatz vor allem ihrer Heimstärke zu verdanken. Gemeinsam mit Rekordmeister Bayern München ist der HSV mit 42 Punkten das erfolgreichste Bundesliga-Team vor heimischer Kulisse. Auswärts verkörpert die Mannschaft dagegen nur Mittelmaß.

Für die in dieser Saison mit einem Defizit von mindestens 12,5 Millionen Euro belasteten Hamburger ist das Erreichen des internationalen Geschäfts von höchster Wichtigkeit. «Bis zur 55. Minute war ich furchtbar nervös, nun aber total bin ich total erleichtert», meinte daher HSV-Chef Bernd Hoffmann.

Gut 20 Minuten brauchten die Gastgeber, um gegen die nach dem vorzeitigen Klassenerhalt befreit aufspielenden Rostocker besser ins Spiel zu finden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Rostocker gar die besseren Chancen: Andreas Jakobsson scheiterte an HSV-Schlussmann Martin Pieckenhagen (6.), und Antonio di Salvo säbelte freistehend den Ball übers Tor (9.). «Wir wollten das Spiel nicht herschenken, haben in der ersten Halbzeit gut dagegen gehalten. Die Gelb-Rote Karte hat uns aber aus der Bahn geworfen», sagte Hansa-Trainer Armin Veh, der von Schiedsrichter Jürgen Jansen (Essen) in der zweiten Halbzeit auf die Tribüne verwiesen worden war. «Warum, weiß ich allerdings nicht», meinte Veh.

Zur anfänglichen Nervosität der Hamburger hatte zudem ein Fehlschuss von Sergej Barbarez beigetragen, der mit einem Foulelfmeter (9.) an Torwart Mathias Schober scheiterte. Es war bereits der dritte verschossene Strafstoß des Bosniers in dieser Saison.

Mit zunehmender Spieldauer rissen die Hamburger jedoch die Initiative an sich, vergaben aber reihenweise Einschussmöglichkeiten. Cardoso (20.), Mehdi Mahdavikia (24.), Barbarez (27.), Milan Fukal (32.) sowie Barbarez und Romeo im Doppelpack (40.) brachten den Ball nicht über die Linie. Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff schien der Stadionkessel aber zu explodieren, als Kunstschütze Cardoso beim Freistoß die Kugel millimetergenau am rechten Pfosten vorbei ins Hansa-Tor zirkelte und die Rückkehr in den Europacup besiegelte.

Nach dem Seitenwechsel spielte nur noch der HSV. Mit Leidenschaft und Tempo schnürten sie die Rostocker in deren Hälfte ein. Romeo krönte seine starke Leistung mit einem Kopfball zum 2:0 (53.), nachdem ihm Barbarez die Kugel ebenfalls per Kopf serviert hatte. Romeo hätte sein Konto als treffsicherster HSV-Schütze noch aufbessern können, aber zwei weitere Möglichkeiten verpasste der Torjäger knapp.