Bundesliga 2003/2004, 9. Spieltag, Sonntag, 19.10.03, 17:30 Uhr auf dem Lauterer Betzenberg

1. FC Kaiserslautern - Hamburger SV 4:0 (1:0)

Eigentlich finde ich es ja ziemlich blöd, meine spielberichte nun öfter auf dem pda zu schreiben. Auf der anderen seite kann man die stunde im zug so jedenfalls sinnvoll nutzen. Und das team wäre es momentan ohnehin nicht wert, noch extra zeit für einen bericht zu opfern. Da ist es eigentlich schon nicht die mühe wert, auf so einer kleinen scheiss-tastatur zu tippen, auf der man kaum recht voran kommt.

Nun ja, wieder zum elend des gestrigen spiels zurück. Ich saß eigentlich schon vor spielbeginn ohne jegliche hoffnung bei meinem kumpel, um mit ihm das spiel auf premiere zu gucken. Meine erwartungen wurden dann auch bestätigt.

Der hsv hat mir wirklich das ganze spiel über nicht gefallen. Nicht nur zu anfang, als wir kaum in ballbesitz kamen, sondern auch zu anfang der 2. Halbzeit, als wir zumindest etwas druck machten, gefiel mir die spielweise des hsv nie.

Wir kommen zwar durchaus auch zu chancen, aber mit fussball hat das in meinen augen nur wenig zu tun.

Daher kann ich mich auch gar nicht so über die schiri-benachteigungen ereifern wie viele andere. Natürlich hat wiese den ball außerhalb des 16ers mit der hand gespielt, dadurch ein tor vereitelt und hätte eigentlich mit rot vom platz gehört. Und auch beim elfer sehe ich es als absichtlichen sturz von klose an. Nur - da hätte reinhardt auch gar nicht mit dem fuss hingehen dürfen. danach war die mannschaft gebrochen und fing sich das 3. Und 4. Tor. Und ich muß ehrlich sagen, daß auch ein 5. Und 6. Tor mir nichts mehr ausgemacht hätte. 

Ich hätte dann sogar noch etwas mehr hoffnung gehabt, daß der trainer entlassen wird. Ich kann nicht sagen, daß ich jara nun so gar nicht mag, aber ich sehe einfach zu viele sachen, die mir überhaupt nicht gefallen. Nicht nur häufige system- und taktikwechsel sowie unglaubliche schwächen bei ecken und freistössen (sowohl aktiv als auch passiv), sondern insbesondere seine personalentscheidungen geben mir sehr zu denken.

An einigen spielern hält er unbedingt fest. Egal wie beschissen unsere abwehr seit saisonbeginn agiert, ujfalusi und insbesondere hoogma brauchen sich keine sorgen um ihren stammplatz zu machen. Auf der anderen seite wird ein romeo nach 2 spielen ohne tor erstmal aussortiert, ein cardoso bereits nach 45 schlechten minuten. Und ein beinlich wurde dann nach einigen spielen ausssortiert und bekommt nun momentan keine chance mehr.

Dabei krankt es bei uns neben  uhglaublichen abwehrschwächen auch ganz besonders im zentralen mittelfeld, das praktisch nicht existent ist.

Und dabei schmoren cardoso, beinlich und auch rahn auf der bank. Wenn auch stets von seiten der clubführung gesagt wird, daß die mannschaft noch voll mitziehe, so kann ich mir nicht vorstellen, daß die spieler wirklich alle bedingungslos hinter jara stehen.

Meines erachtens muß hier eine personelle entscheidung getroffen werden, damit die scheuklappen bei der aufstellung fallen und wirklich wieder alle spieler berücksichtigt werden. Ich sehe nicht, daß herr jara dazu noch in der lage wäre.

Und das das in unserem team genug leute sind, die gut spielen können, haben wir ja im ligacup gesehen.

Tabelle des Spieltages

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
Sport1: 
Kaiserslautern schießt sich aus Krise - HSV-Jara in Not

Kaiserslautern - Der 1. FC Kaiserslautern hat sich aus der Krise geschossen und den Hamburger SV schwer in Bedrängnis gebracht.

Beiersdorfer spricht Jara das Vertrauen aus
Während FCK-Coach Erik Gerets nach dem 4:0 (1:0)-Torfestival wieder ruhig arbeiten kann, droht seinem umstrittenen HSV-Kollegen Kurt Jara nach dem Debakel im Fritz-Walter-Stadion die Entlassung.
"Jara wird auch am Samstag auf der Bank sitzen. Das Vertrauen ist da", sagte Vorstandsvorsitzender Dietmar Beiersdorfer im DSF, fügte aber auch an: "Ich kann keinem Trainer einen Persilschein für die ganze Saison geben."

Rückendeckung von Gerets
"In Hamburg ist fast nie eine positive Stimmung. Das ist schwer für alle, in diesem Umfeld zu arbeiten", beklagte Jara dennoch mangelnde Rückendeckung aus dem HSV-Umfeld.
Rückendeckung erhielt Jara auch von FCK-Kollege Gerets: "Was hier in Deutschland in den Zeitungen los ist, ist eine wahre Hexenjagd", kritisierte der Belgier die Medien.

Sitzblockade der HSV-Fans
In die gleiche Kerbe schlug Bastian Reinhardt. "Ich hoffe, dass im Umfeld alle die Nerven behalten. Der Trainer leistet gute Arbeit", attestierte der HSV-Abwehrspieler seinem Coach.
Die mitgereisten Fans der Hanseaten sahen das offensichtlich anders. Wegen einer Sitzblockade konnte der Mannschaftsbus erst mit 20-minütiger Verspätung und unter Polizeischutz die Rückreise antreten.
Vor 38.000 Zuschauern trafen am Sonntag Lucien Mettomo (37.) mit seinem ersten Bundesliga-Tor sowie Miroslav Klose (62./Foulelfmeter, 75.) und Christian Timm (74.) zum zweiten Lauterer Heimsieg dieser Saison.

Hamburg seit November ohne Auswärtssieg
Die Norddeutschen, die nach dem 0:3 im UEFA-Pokal bei Dnjepr Dnjepropetrowsk die zweite deftige Pleite binnen vier Tagen erlitten, warten weiter auf den ersten Auswärtssieg seit dem 30. November 2002.
Beide Trainer hatten ihre Mannschaften auf mehreren Positionen umgestellt. Beim HSV, der als Strafaktion nach dem UEFA-Pokal-K.o. in Dnjepropetrowsk die 650 km in die Pfalz per Bus reiste, nahm Jara vier Umstellungen vor.

Lokvenc und Mahdavikia an den Pfosten
Gerets brachte drei Neue. Seine Akteure setzten die Gäste sofort stark unter Druck und hätten durch Vratislav Lokvenc' Pfosten-Kopfball (7.) beinahe die Führung erzielt.
Die Hamburger erwachten erst nach Mehdi Mahdavikias Pfosten-Knaller (17.) aus ihrer Lethargie und gestalteten die Partie nun offener.

Wiese hätte Rot sehen müssen
Danach hatten beide Teams Glück. Erst rettete bei Kloses Kopfball die Latte (20.), im Gegenzug wehrte Tim Wiese den Ball bei Bernardo Romeos Schuss knapp außerhalb des Strafraumes mit der Hand ab.
Glück für den FCK-Keeper, dass der schwache Referee Lutz-Michael Fröhlich (Berlin) dies nicht erkannte.

Nur Mettomo vor der Pause erfolgreich
In einem munteren Schlagabtausch hatten beide Clubs weitere Chancen, doch nur der Kameruner Mettomo traf bis zur Pause.
Nach dem Wechsel verstärkte der HSV seine Angriffsbemühungen. Jara brachte Naohiro Takahara als zweiten Stürmer neben Romeo, der zuvor das 1:1 ebenso knapp verpasste (47.) wie später Sergej Barbarez (58.).

Kloses Elfmeter vorentscheidend
Und das rächte sich für die Gäste bitter: Klose, der zuvor im Strafraum gefallen war, bedankte sich für das Elfmeter-Geschenk mit dem erlösenden 2:0.
"Das war eine klare Schwalbe", war Reinhardts Meinung dazu. "Kein Wunder, dass die Stürmer immer Schwalben suchen, wenn die Schiedsrichter so etwas pfeifen", ereiferte sich Reinhardt.

Timm ebenfalls erfolgreich
Klose ("Klarer Elfmeter") hatte dazu eine andere Meinung. Unstrittig dagegen war, dass der Widerstand der Hanseaten damit gebrochen war.
Timm und Klose mit seinem fünften Saisontreffer konnten gegen die erneut total einbrechenden Gäste noch einiges für das Torkonto tun.

Fakten:
Desolate Hamburger
Mit der 0:4-Niederlage in Kaiserslautern mussten die Hamburger die höchste Saisonniederlage und zugleich die höchste Klatsche auf dem Betzenberg aller Zeiten hinnehmen.

FCK rehabilitiert
Der vierte Saisonsieg der Pfälzer war zugleich der höchste Saisonsieg. Das ist schon jetzt ein Sieg mehr als in der kompletten Hinrunde der Vorsaison. Die Last der drei Minuspunkte hat der FCK endgültig abgelegt.

Jara ist kein Auswärtscoach
Unter der Woche flog der HSV in der Ukraine aus dem UEFA-Cup. In der Liga ist die Auswärtsbilanz der Hamburger unter Jara ebenso schlecht: in 35 Gastspielen gab es nur fünf Siege.

Schwächste HSV-Offensive aller Zeiten
Der HSV erzielte bisher nur sieben Tore - so wenige wie nie zuvor an den ersten neun Spieltagen.

Schlaglichter:
Lautern kämpfte den HSV nieder
Die Hamburger ergaben sich in ihr Schicksal und konnten auf dem Betzenberg nicht einmal kämpferisch überzeugen. Der FCK gewann nicht nur insgesamt 54 Prozent der Zweikämpfe, sondern kaufte den Hamburgern insbesondere in der Luft den Schneid ab. Kaiserslautern gewann 60 Prozent aller Kopfballduelle gegen den HSV.

Jarolim gab keine Impulse
Jarolim war an keinem Torschuss seiner Mannschaft beteiligt. Immerhin gewann er für einen offensiven Mittelfeldspieler gute 62 Prozent seiner Zweikämpfe und holte wie gewohnt viele Freistöße heraus.

Hollerbach mit vielen Fehlpässen
Hollerbach gab in Kaiserslautern sein Bundesligasaisondebüt. Fehlende Praxis war dem Hoffnungsträger anzumerken. Von allen Hamburgern hatte er die schwächste Passquote - 29 Prozent aller Pässe landeten beim Gegner.

Klose "on fire"
Nicht nur wegen seiner beiden Tore war Miroslav Klose auffälligster Akteur der Partie. Der Nationalspieler war an fast der Hälfte der Torschüsse seiner Mannschaft beteiligt (7 von 18). Vier Torschüsse gab es selber ab und drei bereitete er für einen Mitspieler vor. Zudem war Klose nach Kamil Kosowski der zweikampfstärkste Spieler der Partie. Der Stürmer konnte starke 63 Prozent seiner Duelle für sich entscheiden.


 
kicker:
1. FC Kaiserslautern:  Wiese (2,5) - Grammozis (4), Lembi (2,5), Mettomo (4), Tchato (3) - Hengen (3) - Dominguez (3), Kosowski (3,5) - Anfang (3,5) - Lokvenc (3), Klose (2,5) - Trainer: Gerets

Hamburger SV:  Pieckenhagen (4) - Jacobsen (4), Ujfalusi (5), Reinhardt (5), Hollerbach (5) - Maltritz (4), Schlicke (5) - Jarolim (5) - Mahdavikia (3), Barbarez (4) - Romeo (3,5) - Trainer: Jara

Tore:   1:0 Mettomo (37., Kopfball, Vorarbeit Anfang), 2:0 Klose (62., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Klose), 3:0 Timm (74., Linksschuss, Lokvenc), 4:0 Klose (76., Rechtsschuss, Dominguez)

Eingewechselt:   63. Timm für Kosowski, 82. Bjelica für Dominguez, 84. Riedl für Anfang - 55. Takahara (4,5) für Maltritz

Chancenverhältnis:  9:5

Eckenverhältnis:  4:4

Schiedsrichter:  Fröhlich  (Berlin), Note 5 - lag mehrmals daneben und hätte Wiese für sein Handspiel außerhalb des Strafraums Rot zeigen müssen (21.)

Zuschauer:  38016

Gelbe Karten:  Anfang, Lembi, Riedl - Hollerbach, Reinhardt

Spielnote:  3

Spieler des Spiels:  
Klose, Miroslav
Immer fleißig, holte erst den Foulelfmeter zum 2:0 heraus, verwandelte sicher und traf schließlich noch ein zweites Mal.

Analyse
Nach dem Aus im UEFA-Cup gegen Teplice und den enttäuschenden Leistungen in der Bundesliga stand Lauterns Trainer Gerets vor dem Spiel gegen den HSV gehörig unter Druck. Der Belgier musste zudem den verletzten Kapitän Knavs (Muskelfaserriss) sowie den gesperrten Hristov (Rot-Sperre) ersetzen. Dafür rückte Mettomo in die Defensive, Hengen verstärkte das defensive Mittelfeld. Des Weiteren spielte Anfang für Riedl sowie Grammozis für Vreven. Aber auch beim leidgeprüften HSV musste Trainer Kurt Jara notgedrungen nach dem 0:3 gegen Dnjepropetrowsk umstellen: Der verletzte Kapitän Nico-Jan Hoogma wurde durch Reinhardt ersetzt, zudem spielten Schlicke, Jacobsen und Romeo für Wicky, Cardoso und Takahara.

Zu Beginn des Spiels zeigte sich Lautern engagiert. Einsatz- und Leistungswillen waren vorhanden, spielerisch war den Pfälzern die Verunsicherung aber anzumerken. Da aber der HSV zunächst auf Torsicherung bedacht war und im Spiel nach vorne ziemlich blass blieb, erarbeiteten sich die "Roten Teufel" ein Übergewicht. Bei der ersten Chance für die Gastgeber sah in der Hamburger Abwehr Hoogma-Ersatz Reinhardt nicht gut aus: Nach einem Freistoß von Dominguez in der 7. Minute verlor er das Kopfballduell gegen Lokvenc, doch der Pfosten rettete für HSV-Keeper Pieckenhagen.

Ein Distanzschuss von Mahdavikia war dann der Aufwacher für die Jara-Elf. Torhüter Wiese rettete sein Team vor einem Rückstand, als er den Schuss des Iraners mit den Fingerspitzen an den linken Innenpfosten lenkte. Kurze Zeit später rettete der FCK-Keeper erneut: Einen Angriff von Romeo wehrte Wiese mit der Hand ab, allerdings deutlich außerhalb des Strafraums (21). Schiedsrichter Fröhlich ließ die Situation aber weiterlaufen.

Die Lauterer übernahmen in der Folgezeit aber wieder die Kontrolle über das Spiel. Mettomo war es schließlich, der nach einer Ecke von Anfang den FCK in Führung köpfte (37.). Der Kameruner übersprang Ujfalusi und erzielte seinen ersten Bundesliga-Treffer. Torwart Pieckenhagen war ohne Abwehrchance.

Mit mehr Engagement kamen die Hanseaten aus der Kabine. Die Schützlinge von Trainer Kurt Jara standen nun näher bei ihren Gegenspielern und nahmen die Zweikämpfe an. Zudem brachte der Österreicher in der 55. Minute Stürmer Takahara für Maltritz um für noch mehr Druck vor dem Tor von Wiese zu sorgen. Doch Romeo (48.) und Barbarez (58.) vergaben die sich bietenden Möglichkeiten.

Nach 62 Minuten dann die kalte Dusche für den HSV: Nach einem Zweikampf zwischen Klose und Reinhardt entschied Fröhlich auf Elfmeter. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher zum 2:0 für die Lauterer.

Das Gegentor brachte die Bemühungen der Hamburger nahezu zum Erliegen, die Lauterer gewannen an nun Selbstvertrauen. Ein Doppelschlag von Timm (74.) und Klose (76.) entschied dann endgültig die Partie.

Die Spieler des 1. FC Kaiserslautern haben mit dem 4:0 (1:0)-Erfolg im "Krisengipfel" über den Hamburger SV eine deutliche Antwort auf die Kritik an Trainer Erik Gerets gegeben. Der Hamburger SV zeigte lange Zeit Widerstand und hatten nach dem Seitenwechsel sogar Vorteile, doch Kloses Elfmeter brachte die Lauterer endgültig auf die Siegerstraße.
 

Spielereignisse im Detail
  Schlusspfiff 
 
86 Jarolim verliert den Ball im Mittelfeld an Timm, der läuft auf das HSV-Tor zu und schießt aus 20 Metern halbrechter Position. Er verfehlt das Tor aber knapp. 
 
75
 Dominguez flankt von links auf Klose, der in der Mitte einschussbereit ist. Von der HSV-Abwehr unbehelligt, schießt er den Ball ins linke untere Eck. 
 
74
 Klose bringt Lokvenc ins Spiel, der stoppt und passt auf Timm, der mit einem Distanzschuss unhaltbar für Pieckenhagen ins linke Eck trifft. 
 
70 Klose erobert sich im Mittelfeld den Ball und versucht es direkt. Er hebt das Leder aber über die Latte. 
 
66 Klose spielt zurück auf Anfang, der schießt aus 22 Metern. Pieckenhagen hält ohne Probleme. 
 
62
 Klose kommt im HSV-Strafraum nach Foul von Reinhardt zu Fall. Schiedsrichter Fröhlich pfeift Elfmeter. Der gefoulte Klose führt selbst aus und verwandelt zum 2:0. 
 
58 Der eben eingewechselte Takahara flankt auf Barbarez, der mit einem Drehschuss aus kurzer Distanz das Leder knapp über das Netz schießt. 
 
48 Beim Lauterner Gegenangriff schießt Grammozis aus der Distanz. Aber auch er trifft den Kasten nicht. 
 
48 Romeo lässt die Lauterner Abwehr stehen und schießt aus zwölf Metern. Er verfehlt das Tor aber knapp. 
 
47 Seitfallzieher von Lembi aus sechzehn Metern, der Ball geht aber rechts am Tor vorbei. 
 
  Anpfiff 2. Halbzeit 
 
  Halbzeit 
 
37
 Führung für den 1. FC Kaiserslautern! Eckball von der linken Seite durch Anfang. Im Strafraum gewinnt Mettomo das Kopfballduell gegen Ujfalusi und erzielt aus kurzer Distanz das 1:0. 
 
35 Lokvenc bringt Kosowski ins Spiel, doch anstatt auf den freistehenden Klose zu passen, versucht es der Pole auf eigene Faust und scheitert. 
 
31 Nach einem Jacobsen-Handspiel pfeift Fröhlich Freistoß. Dominguez bringt den Ball herein, Klose steigt hoch, aber sein Kopfball streicht knapp über das HSV-Tor. 
 
21 Auch der HSV hat nun Chancen, Wiese klärt im Herauslaufen gegen Romeo, kurze Zeit später scheitert Barbarez. 
 
20 Erneut nur Aluminium für den FCK. Fehler von Ujfalusi, Klose passt auf Dominguez. Der Portugiese zögert zu lange mit dem Schuss, Pieckenhagen kann abwehren, den Abpraller köpft Klose erneut nur an die Querlatte des HSV-Tores. 
 
17 Urplötzlich der HSV: Mahdavikia zieht aus der Distanz ab, Wiese kommt gerade noch mit den Fingerspitzen ran, vom linken Innenpfosten springt der Ball zurück ins Feld. Glück für die Pfälzer. 
 
11 Langer Ball von Tchato, Lokvenc erneut vor Reinhardt am Ball, doch Pieckenhagen im Tor der Hamburger hat aufgepasst und klärt die Situation. 
 
7 Erste Möglichkeit für den FCK: Nach einem Foul an Klose entscheidet Schiedsrichter Fröhlich auf Freistoß. Dominguez bringt den Ball herein, im Strafraum steigt Lokvenc hoch, aber der Tscheche trifft scheitert am rechten Pfosten. 
 
 Anpfiff 


 
dpa meldet:
Lautern schießt sich gegen den HSV aus Krise

Von Eric Dobias, dpa

Kaiserslautern (dpa) - Der 1. FC Kaiserslautern hat sich aus der Krise geschossen und den Hamburger SV schwer in Bedrängnis gebracht. Während FCK-Coach Erik Gerets nach dem 4:0 (1:0)-Torfestival wieder ruhig arbeiten kann, wird die Luft für seinen umstrittenen Kollegen Kurt Jara nach dem Debakel im Fritz-Walter-Stadion immer dünner. 

Allerdings will Dietmar Beiersdorfer vorerst an dem Österreicher festhalten. «Er wird am Samstag gegen Schalke 04 auf jeden Fall auf der Bank sitzen. Er hat unser Vertrauen.» Der HSV-Sportchef fordert aber die Wende und erklärte: «Einen Persilschein für die gesamte Saison kann man einem Trainer natürlich nicht ausstellen.»

Vor 38 000 Besuchern hatten Lucien Mettomo (37.) mit seinem ersten Bundesliga-Tor sowie Miroslav Klose (62./Foulelfmeter, 75.) und Christian Timm (74.) zum erst zweiten Lauterer Heimsieg der Saison getroffen. Die Norddeutschen, die nach dem 0:3 im UEFA-Cup bei Dnjepr Dnjepropetrowsk die zweite deftige Pleite binnen vier Tagen erlitten, warten weiter auf den ersten Auswärtssieg seit dem 30. November 2002.

«Die Organisation hat gestimmt. Ich bin froh über unsere vier Tore und ich freue mich darüber, auch wenn der HSV eine so hohe Niederlage nicht verdient hat», betonte Erik Gerets. Dass Jara nun noch mehr in die Diskussion gerät, nannte der Belgier eine «Hexenjagd», an die er sich noch gewöhnen müsse. Jara, der erst versehentlich vom 4:0-Sieg sprach, meinte enttäuscht: «Nach einem 0:4 brauchen wir nicht viel zu lamentieren, auch wenn einige Schiedsrichter-Entscheidungen das Spiel negativ für uns beeinflusst haben.» Abwehrspieler Bastian Reinhardt bezog klar Stellung: «Am Trainer liegt es nicht. Jeder muss sich bei uns an die eigene Nase fassen. Wir haben zwei traumatische Erlebnisse mit sieben Gegentreffern hinter uns. Schlimmer geht es nicht.»

Beide Trainer hatten ihre Teams auf mehreren Positionen umgestellt. Beim HSV, der als Strafaktion nach dem UEFA-Cup-K.o. die 650 km in die Pfalz per Bus reiste, nahm Jara vier Umstellungen vor. Gerets brachte drei Neue. Seine Akteure setzten die Gäste unter Druck und hätten durch Vratislav Lokvenc' Pfosten-Kopfball (7.) beinahe die Führung erzielt. Der HSV erwachte erst nach Mahdavikias Pfosten- Knaller (17.) aus der Lethargie und gestaltete das Match nun offener.

Danach hatten beide Teams Glück. Erst rettete bei Kloses Kopfball die Latte (20.), im Gegenzug wehrte FCK-Keeper Tim Wiese den Ball bei Bernardo Romeos Schuss knapp außerhalb des Strafraumes mit der Hand ab. Aber der schwache Referee Lutz-Michael Fröhlich (Berlin) erkannte dies nicht.

Nach dem Wechsel verstärkte der HSV seine Angriffsbemühungen. Jara brachte Naohiro Takahara als zweiten Stürmer neben Romeo, der zuvor das 1:1 ebenso knapp verpasste (47.) wie Mahdavikia (52.) und Sergej Barbarez (58.). Und das rächte sich bitter: Klose, der zuvor im Strafraum gefallen war, bedankte sich für das Elfmeter-Geschenk mit dem erlösenden 2:0. Damit war der Widerstand der Hanseaten gebrochen. Timm und Klose mit seinem fünften Saisontreffer konnten gegen die nun erneut total einbrechenden Gäste noch einiges für das Torkonto tun.