Bundesliga 2003/2004, 16. Spieltag, Samstag, 13.12.03 in der Hamburger AOL Arena bei 12 Grad C und Dauerregen (den ganzen Tag über).

Hamburger SV - SC Freiburg  4:1 (2:0)

Was habe ich denn heute eigentlich vor dem Spiel erwartet ? Eigentlich einen Sieg. Aber neben einer relativ großen Zuversicht, hatte ich doch auch ein wenig Skepsis in mir, denn man hat als HSV-Fan ja schon häufig die Pferde vor der Apotheke kotzen sehen. 

Aber es wurde heute beim Fußball alles gut bis auf vielleicht 10 schlechtere Minuten.

Der HSV spielte von Beginn an im Vorwärtsgang und konnte auch gleich Druck entfachen. Sehr zu gute kam uns dabei die wirklich indisponierte Freiburger Abwehr. So konnte der HSV dann auch schon nach kurzer Zeit mit 1:0 in Führung gehen. Nach einer Flanke von links, die ich eigentlich schlecht (weil zu weit fand) köpfte Hoogma den Ball aus seiner Position neben dem Tor zurück vor das Tor. Dort köpfte Reinhard den Ball ins Netz.

Der HSV spielte weiter offensiv und konnte dann schon bald das 2:0 machen. Das war etwas kurios. Barbarez spielte den Ball aus der Mitte zum links frei in den Strafraum gelaufenen Kling. Der schoss nicht selbst aufs Tor, sondern gab zurück in die Mitte zu Takahara. Doch Taka flog irgendwie halb über den Ball und konnte ihn nicht im Netz unterbringen. Inzwischen stand Barbarez aber hinter ihm und konnte den halbhohen Ball einschieben.

Eine höhere Führung schon zur Halbzeit wäre durchaus möglich gewesen, aber leider nutzte der HSV seine Chancen dann doch nicht so konsequent. Insbesondere fällt mir dabei eine Mahdavikia-Chance ein, als dieser schon vorm Tor in Szene gesetzt wurde von Barbarez. Mehdi kam direkt vor Golz an den Ball und schaffte es leider nicht, den Ball am Freiburger Torwart vorbeizubringen.

Das Spiel ging mit 2:0 in die Halbzeit und eigentlich gab es nichts zu fürchten. Die Freiburger spielten zwar teilweise ganz gefällig nach vorne, aber das war alles andere als durchschlagskräftig. Sie hatten zwar ein paar Chancen, aber man mußte irgendwie nie Angst haben.

Das blieb in der zweiten Halbzeit eigentlich auch so; nur erzielten sie hier schnell den Anschlusstreffer zum 2:1. Leider spielte der HSV dann ca. 10 Minuten wirklich unkonzentriert und ließ sich vor allem viel zu weit nach hinten fallen. 

Aber als dann Maltritz nach Beinlich-Freistoß einen Kopfball völlig ungedeckt ins Netz setzte, war der Drops gelutscht.  Trotzdem habe ich heute nicht verstanden, weshalb es so viel Gemaule und Gemurre von den Rängen gab. Auch wenn man nach dem Anschlusstreffer Angst hat, daß es wie schon so oft kommen könnte, so fand ich das Spiel nicht so schlecht, daß man anfangen muß zu pfeifen.

Naja, vielleicht bin ich auch nur besonders schmerzfähig. Ich hatte jedenfalls irgendwie nie so richtig Angst heute.

Das einzige, was mich ärgerte war, daß Toppi erst so spät anfing zu wechseln. Ich hätte die verwaiste linke Seite viel früher mit Rahn besetzt. Das sparte sich Toppi aber bis zur 80. Minute. Trotzdem langte es für Rahn sogar noch zu einem Tor, dem 4:1.  Das war auch wieder etwas kurios, denn nachdem Barbarez den Ball quer vors Tor gespielt hatte, hätte m.E. schon Golz den Ball haben können, wenn es sich denn lang gemacht hatte. So kam Rahn am langen Pfosten an den Ball und setzte ihn zunächst rutschend an den Pfosten, um den Abpraller dann doch noch ins Tor zu bugsieren. 

4:1 ist jedenfalls ein schönes Ergebnis für das letzte Heimspiel des Jahres 2003. Nun spielen wir noch in Frankfurt und falls wir dort tatsächlich mal einen Sieg landen sollten, könnte man direkt hoffnungsvoll in die Rückrunde schauen.

Meine Spielerbewertung:
Wächter: Strahlt wirklich Ruhe und Sicherheit aus. Beim Gegentor machtlos: Note 3

Reinhardt: Schönes Tor und auch sonst ordentliche Abwehrleistung: Note 3+

Hoogma: unauffällig: Note 3

Wicky: gefiel mir auf der rechten Verteidigerposition sehr gut. Sehr giftig und zweikampfstark: Note 2

Kling: er könnte den Gegner mal früher angreifen und nicht immer erst so lange abwarten. Gefiel mir nicht so doll: Note 4

Maltritz: Heute kam leider mal wieder sein altes Problem zu Tage: Wenn er im Mittelfeld oft am Ball ist, sieht man, daß er nicht viel damit anzufangen weiß. Er verhindert dann leider oft ein schnelles Umschalten: Note 4

Beinlich: konnte mir heute auch nicht gefallen. Kaum (oder gar keinen?) gute Pässe nach vorn, stattdessen meist nur quer oder zurück. Aber zumindest meist ohne Ballverluste: Note 4

Jarolim: Der Ballschlepper war heute wieder viel unterwegs und holte Freistöße raus. Allerdings müßte er wirklich auch hier und da mal selbst den Abschluß suchen. Man hat manchmal das Gefühl, daß er ums Verrecken nicht selbst aufs Tor schießen will: Note 3

Mahdavikia: konnte sich heute wesentlich weniger in Szene setzen als sonst. Wenn man bedenkt, daß der HSV viel nach vorne spielte, war mir das eigentlich viel zu wenig von ihm: Note 4

Takahara: leider wieder mal völlig ungefährlich vorm Tor. Da hilft es auch nur mittelmäßig, daß er zumindest den Ball gut verteidigen kann: Note 4

Barbarez: wohl deutlich der bester HSVer heute. Es gibt wirklich kaum einen Angriff, der nicht auch über ihn läuft. Dann noch 1 Tor geschossen (das er selbst einleitete) und eines direkt vorgelegt. Viel mehr geht nicht. Note 1

Schiri Albrecht: Das Spiel war insgesamt sehr friedlich und es gab kaum strittige Szenen zu entscheiden. Ein ruhiger Nachmittag für den Mann in schwarz (oder war es gelb ? ;-) ) Note 2

Tabelle des Spieltages

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
Sport1: 

Freiburg bleibt Lieblingsgegner des Hamburger SV

Klaus Toppmöller war stolz. Auf sich und seine Mannschaft nach dem bislang höchsten Saisonerfolg. 
"Wir haben uns konsolidiert, sind seit fünf Spielen ungeschlagen", stellte der Trainer des Hamburger SV nach dem 4:1 (2:0)-Erfolg über den SC Freiburg fest, "seit meinem Amtsantritt haben wir eine stolze Bilanz erspielt. Jetzt haben wir alle Ambitionen, noch einmal oben anzugreifen." 

Zwölf Punkte in sieben Spielen
Seit Toppmöller am 20. Oktober Kurt Jara abgelöst hat, hat der HSV zwölf Punkte in sieben Spielen geholt und nur einmal verloren, steht nun mit 20 Zählern im gesicherten Mitelfeld und blickt schon wieder mit einem Auge Richtung internationaler Wettbewerb. 
"Das alles ist eine erfreuliche Entwicklung", sagte HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer, "ich denke, es wird im neuen Jahr weiter nach oben gehen." 

HSV will in Frankfurt drei Zähler holen
Dafür ist allerdings im Auswärtsspiel am Dienstag in Frankfurt noch ein "Dreier" notwendig, dann hätte der Klub zur Halbserie nur vier Punkte weniger als im Vorjahr. 
"Eben, wir haben die Möglichkeit wieder ranzukommen", meinte Abwehrspieler Raphael Wicky, "wir müssen den Schwung mit nach Frankfurt nehmen, wir müssen hingehen und da drei Punkte holen. Dann können wir in der Rückrunde noch einmal angreifen." 

Der Glaube ist zurückgekehrt
Auch Beiersdorfer hofft auf den zweiten Auswärtssieg: "Dieser Sieg sollte Selbstvertrauen geben, jetzt können wir in Frankfurt hoffentlich nachlegen." 
Fast ein Jahr waren die Hamburger auswärts sieglos, bevor sie vor drei Wochen beim 1. FC Köln gewannen. Beim VfB Stuttgart gab es einen Punktgewinn, der Glaube an möglichen Erfolg ist zurückgekehrt. 

Harmloser Punktelieferant Freiburg
Über das Wechselspiel von Erfolg, Selbstvertrauen und Auftreten im gegnerischen Stadion könnte auch Volker Finke einiges sagen. Erst zwei Pünktchen konnte der SC Freiburg auf Gegners Platz erobern und trat auch in Hamburg über weite Strecken wie ein harmloser Punktelieferant auf. 
"Wir müssen im neuen Jahr einen neuen Anlauf nehmen", sagte Finke, "klar ist, dass wir in 2003 kein Auswärtsspiel mehr gewinnen werden." 

Am Dienstag gegen FC Bayern
Sich nur auf die Heimpartien zu verlassen, könnte sich am Ende der Saison böse rächen. Am Dienstag kommt Bayern München, also nicht gerade ein Selbstgänger. "Diese Auswärtsschwäche kann für uns im nächsten Jahr noch sehr gefährlich werden", sagte Zlatan Bajramovic. 
Eine Erklärung für den deutlichen Leistungsunterschied seiner Spieler zwischen dem heimischen Dreisamstadion und auswärts hat Finke nicht.

"Konzentration stimmt nicht"
"Wenn es am System läge oder einen rationalen Grund hätte, könnte man das abstellen. Es ist eine schwierigere Aufgabe, auswärts so gut zu spielen wie zu Hause. Da stimmt dann die Konzentration mal nicht so oder die individuelle Form." 
Wie beim letztlich entscheidenden 3:1 von Marcel Maltritz (66. ), der nach einem Freistoß mutterseelenallein im Strafraum zum Kopfball kam. Auch in der ersten Halbzeit wurden Bastian Reinhardt (8.) und Sergej Barbarez (19.) bei ihren Treffern nicht wirklich gehindert. Christian Rahn (88.) setzte den Schlusspunkt nach einem Konter. 

"Beschissene erste Halbzeit"
"Die erste Halbzeit war beschissen", sagte Freiburgs Torwart Richard Golz, "nach unserem Anschlusstor war das Spiel offen und dann kriegen wir noch so ein Ding. Das ist sehr enttäuschend." 
Roda Antar hatte die Freiburger zwischenzeitlich wieder ins Spiel gebracht (50.) und kassierte ein Sonderlob seines Coaches: "Er hat seine drei Tore vom letzten Wochenende auch auswärts bestätigt. Nicht nur wegen seines erneuten Treffers, er hat auch sonst ein gutes Spiel gemacht." 
 

Daten: Freiburgs Auswärtsschwäche dauert an
 
Toppmöllers Serie
Der HSV ist seit fünf Bundesligaspielen ungeschlagen - unter Klaus Toppmöller wurde überhaupt nur eins von sieben Spielen verloren (2:3 in Dortmund). 

Auswärtsschwäche hält an
Für Freiburg war es die fünfte Auswärtsniederlage in Folge. Der SC wartet damit weiter von allen Bundesligisten die längste Zeit auf einen Auswärtssieg - keines der letzten 20 Gastspiele wurde gewonnen.

Toppmöller als Defensivspezialist
Der HSV wartet zwar immer noch auf ein Heimspiel ohne Gegentor, die Defensivleistungen konnten sich allerdings zuletzt sehen lassen: In den letzten vier Spielen gab es insgesamt nur zwei Gegentreffer, keines davon wurde von einem gegnerischen Stürmer erzielt.

Freiburger Diskrepanz
Freiburg erzielte nur ganze fünf seiner 24 Tore auswärts und liegt am Ende der Hinrunde auf dem letzten Platz der Gasttabelle. In der Heimtabelle steht nach 16 Spieltagen Rang vier zu Buche - und der kann gegen Bayern München noch verbessert werden...

Glatter Gang
Der HSV dominierte das Spiel von Beginn an und geriet nur zwischen dem Anschlusstreffer zum 2:1 und dem 3:1 durch Maltritz etwas in Bedrängnis. Die Bilanz von 17 zu sieben Torschüssen aus Hamburger Sicht gibt die Unterlegenheit der harmlosen Freiburger nicht einmal ganz wieder.

Antar ist "Mr. Hundert Prozent"
Roda Antar hat im Dress des SC Freiburg bisher vier Torschüsse abgegeben, alle vier waren drin! Heute traf er bei seinem Ex-Verein HSV mit seiner einzigen Abschlussaktion.

Barbarez ist die halbe Miete 
Sergej Barbarez war gegen Freiburg wie in der gesamten Saison die halbe Miete für den HSV-Angriff: Mit einem Treffer und einer Torvorlage war er an zwei der vier Tore beteiligt, über die Saison gesehen hatte er bei zehn der 20 HSV-Tore seine Füße oder seinen Kopf mit im Spiel. Barbarez ist bei Hamburg der Mann für die brillanten Momente, auch wenn seine teilweise lässige Spielweise die Fans mitunter auch auf die Palme bringt. 

Starker Kling 
Stephan Kling zeigte eine seiner besten Leistungen im HSV-Dress und kurbelte die Offensive über den linken Flügel immer wieder an. Die beiden ersten Treffer leitete der Youngster ein, in starken 69 Prozent seiner Zweikämpfe behielt Kling die Oberhand.


 
kicker:
Hamburger SV:  Wächter - Wicky, Hoogma, Reinhardt - Maltritz, Kling - Jarolim, Beinlich - Mahdavikia - Takahara, Barbarez - Trainer: Toppmöller

SC Freiburg:  Golz - Kruppke, B. Diarra, Müller, Berner - Riether, Kondé - Antar - Coulibaly - Sanou, Iashvili - Trainer: Finke

Tore:   1:0 Reinhardt (7., Kopfball, Vorarbeit Hoogma), 2:0 Barbarez (18., Linksschuss, Kling), 2:1 Antar (50., Rechtsschuss, Iashvili), 3:1 Maltritz (66., Kopfball, Beinlich), 4:1 Rahn (88., Linksschuss, Barbarez)

Eingewechselt:   68. Benjamin für Takahara, 80. Jacobsen für Mahdavikia, 84. Rahn für Jarolim - 46. Tanko für Coulibaly, 46. Bajramovic für Kondé, 72. Cairo für Sanou

Schiedsrichter:  Albrecht 

Zuschauer:  43392

Gelbe Karten:  Kruppke
 

Spielbericht
HSV-Coach Klaus Toppmöller musste nach dem 0:0 beim VfB auf Ujfalusi (Innenbandriss am Knie) verzichten, für den Kling in die Startelf kam. In die kehrte auch der wiedergenesene Jarolim für Rahn zurück. Auf Seiten der Freiburger, die am letzten Samstag Bochum mit 4:2 besiegten, nahm Trainer Volker Finke einen Personalwechsel vor und brachte Coulibaly für Tanko.

Guter Auftakt für den HSV: Kling zog von der linken Seite eine schöne Flanke an den zweiten Pfosten, Hoogma legte per Kopf auf Reinhardt zurück, der aus vier Metern über Golz hinweg zur Führung einnickte (7.).

Die vor allem defensiv sehr anfälligen Freiburger kamen erst nach einer Viertelstunde etwas besser ins Spiel, mussten aber just in dieser Phase Tor Nummer zwei hinnehmen: Barbarez spielte an der 16-Meter-Linie auf den links gestarteten Kling, der flach in die Mitte hereingab. Das Leder gelangte in den Rücken von Takahara, der unfreiwillig auf Barbarez auflegte. Der Torjäger hatte keine Mühe, aus fünf Metern abzustauben (18.).

Mit dem sicheren Vorsprung im Rücken war die Toppmöller-Elf ab diesem Zeitpunkt absolut Herr im Haus. Die Breisgauer boten im Spiel nach vorne einfach zu wenig, um die konzentrierte Defensivabteilung der Hamburger zu gefährden.

Mahdavikia vergab vor der Pause noch den dritten Treffer, als er allein vor Golz aus zehn Metern am gut reagierenden SC-Keeper scheiterte (38.).

Nach der Pause versuchte es Freiburg mit frischen Kräften: Für Kondé und Coulibaly kamen Bajramovic und Tanko. Und bereits mit dem ersten gelungenen Angriff im zweiten Durchgang erzielten die Breisgauer den Anschlusstreffer. Antar und Iashvili spielten sich nach einer zu kurzen Abwehrparade von Torhüter Wächter per Doppelpass in den Strafraum, und der Ex-HSV-Akteur Antar vollendete mit einem Flachschuss aus neun Metern (51.).

Die Souveränität der Hamburger aus dem ersten Abschnitt ging nun etwas verloren, doch Freiburg fehlten gegen die nach wie vor sicher agierende Defensive der Toppmöller-Elf die Mittel.

Die Vorentscheidung fiel dann innerhalb von einer Minute: Freiburgs Sanou verpasste eine Hereingabe von Riether am Fünfmeterraum nur knapp, der HSV befreite sich und bekam im Gegenzug einen Freistoß. Den zirkelte Beinlich auf den Kopf des völlig freistehenden Maltritz, der aus fünf Metern den dritten Treffer besorgte (67.).

Der Aufsteiger kam nicht mehr in die Partie zurück, der eingewechselte Rahn sorgte mit seinem Treffer nach Barbarez' schöner Vorarbeit für einen gelungenen Schlusspunkt aus Sicht des Hansestädter (88.).

Gegen die weitgehend harmlosen Freiburger kam der HSV in einem mäßigen Spiel zu einem verdienten "Dreier".
 

Spielereignisse im Detail
Schlusspfiff 
 
88
 Der gerade eingewechselte Rahn erzielt aus kürzster Distanz nach Barabarez´ Vorlage das 4:1. 
 
75 Berner kommt im Duell mit Mahdavikia im HSV-Strafraum zu Fall, doch Schiri Albrecht lässt weiterlaufen ... 
 
66
 Besser macht es Hamburg auf der Gegenseite: Beinlich zieht einen Freistoß von halbrechts an den Fünfmeterraum, wo Maltritz völlig ungedeckt zum 3:1 einköpft. 
 
65 Guter Angriff der Beisgauer über rechts. Riether flankt flach an den Fünfer, wo Sanou ganz knapp verpasst. 
 
59 Jarolim übernimmt die Abwehrarbeit für die Verteidiger des SC, blockt den Distanzschuss von Kling aus 22 Metern vor dem Kasten von Golz ab. 
 
57 Nach Mahdavikias Freistoß legt Barbarez per Kopf quer auf Reinhardt, doch Riether kommt vorher an den Ball und köpft über den eigenen Querbalken zur Ecke. 
 
51
 Das ist der Anschlusstreffer! Schöner Doppelpass zwischen Antar und Iashvili, und der Ex-HSV-Akteur Antar trifft allein vor Keeper Wächter flach aus neun Metern zum 1:2. 
 
  Anpfiff 2. Halbzeit 
 
46 Jarolim auf Barbarez, der Golz aber mit einem Flachschuss nicht überwinden kann. 
 
  Halbzeit 
 
38 Riesenchance für Mahdavikia, der von Barbarez glänzend freigespielt wurde. Frei vor Golz bringt der Außenstürmer das Leder aber aus zehn Metern nicht am Keeper vorbei, der das 0:3 verhindert. 
 
38 Beinlich zielt vom rechten Strafraumeck auf den rechten Winkel. Die Kugel streicht nur knapp vorbei. 
 
36 Diarra prüft Wächter mit einem Distanzschuss aus 22 Metern. 
 
32 Schöne Kombination des HSV über die starke linke Seite. Kling, Beinlich und Jarlolim spielen sich in den Sechzehner, Diarra kann per Kopf die Hereingabe des Tschechen klären. 
 
29 Maltritz läuft durch das Mittelfeld aufs gegnerische Tor zu, hat Mitte des Tores die Schusschance. Im letzten Moment tackelt Müller von der Seite, klärt fair die Situation. 
 
26 Sololauf von Barbarez mit abschließender Flanke auf Takahara, der jedoch knapp unter dem Ball hindurchspringt. 
 
18
 Wieder ist Kling in die Vorbereitung des zweiten Treffers involviert: Von Barbarez in Szene gesetzt, flankt der Verteidiger von links. Takahara verpasst , legt das Leder aber unfreiwiliig auf Barbarez auf, der aus fünf Metern trifft. 
 
15 Nun geht es auf die andere Seite. Iashvili spielt sich links frei, Kling blockt seinen versuchten Schrägschuss aber rechtzeitig ab. 
 
14 Hamburg eindeutig Herr im Haus. Der SC macht in der Deckung nicht den stabilsten Eindruck und gerät ein ums andere Mal ins Schwimmen. 
 
10 Schneller Tempogegenstoß des SC. Iashvili auf Coulibaly, der direkt in die Mitte flankt. Kling klärt zur Ecke. 
 
7
 Guter Spielzug der Hamburger über links. Kling flankt an den zweiten Pfosten, wo Hoogma per Kopf ans rechte Fünfereck zurücklegt. Dort steht Reinhardt, der aus vier Metern zur Führung einnickt. 
 
5 Erste Chance des HSV durch Hoogma, der einen Beinlich-Freistoß aus acht Metern aber hoch über den Querbalken köpft. 
 
Anpfiff 


 
dpa:
HSV spielstark gegen harmlose Freiburger

Von Britta Körber, dpa

Hamburg (dpa) - Das Rezept von Trainer Klaus Toppmöller ist aufgegangen: Ein kräftiges Machtwort hat die meuternden HSV-Spieler aufgeweckt und eine Leistungsexplosion gegen «Lieblingsgegner» SC Freiburg provoziert. 

Mit den Worten «Ich allein bin der Chef» hatte der Coach unter der Woche rigoros die Kritik aus den Reihen der Profis an seinen Aussagen unterbunden und mit Geldstrafen gedroht. Das Resultat: Eine stark offensiv ausgerichtete HSV-Elf mit dem wieder genesenen Spielmacher David Jarolim und dem formstarken Sergej Barbarez als Kreativ-Duo fuhr beim 4:1 den höchsten Saisonsieg ein und deutete eine lange vermisste Spielkultur an.

«Man muss sich ja nicht unbedingt lieb haben, wichtig ist, dass Leistungsbereitschaft und Teamgeist stimmen», sagte HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer, der die Handschrift von Toppmöller schon erkannt haben will: «Mir gefällt die offensive Spielweise, ich habe ein gutes Gefühl und glaube an einen Trend nach oben.» Seit seiner Verpflichtung Ende Oktober kann Toppmöller auf zwölf Punkte aus sieben Spielen verweisen, eine Zwischenbilanz, die ihn «stolz macht, denn wir pfeifen immer noch aus dem letzten Loch».

Zwar fehlen weiterhin wichtige Leistungsträger, doch die Jungen wie Keeper Stefan Wächter, Stephan Kling und Bastian Reinhardt drängen sich mit guten Leistungen auf. «Ich bin der Meinung, der HSV sollte auf die Jugend setzen. Ich wüsste nicht, wofür wir einen Brasilianer brauchen», sagte Kling, der auf die Reisen von Trainer und Sportchef in den letzten Wochen nach Südamerika anspielte. Nach zwei Torvorlagen für Reinhardt (7.) und Barbarez (18.) fordert der ehemalige Bayern-Spieler mehr Verantwortung. Auch die Torschützen Marcel Maltritz (67.) und Christian Rahn (88.) gehören zur jungen Garde.

So will auch Reinhardt, zweikampfstark und mit nun drei Saisontoren gefährlichster Verteidiger der Liga, mehr als eine Notlösung sein: «Nach so einer Leistung wie heute kommt der Trainer nicht an mir vorbei.» Doch dem HSV genügen Siege gegen auswärtsschwache Breisgauer nicht, schließlich verlor man in den letzten 13 Vergleichen nur einmal gegen sie. «Jugend und Brasilianer schließen sich ja nicht aus», formulierte Beiersdorfer diplomatisch die Wunschliste der anspruchsvollen Führung, die gern schon zu Weihnachten einen neuen Star präsentieren möchte.

Mit 21 Punkten haben die Südbadener zwar einen Zähler mehr auf dem Konto, nach der hilflosen Vorstellung in Hamburg wirkte Coach Volker Finke aber geradezu ratlos: «Warum wir auswärts nicht siegen können, weiß ich auch nicht genau. Es ist wohl eine Mischung aus fehlendem Konzentrationsvermögen und der schlechten Form von einigen Spielern.» In der Fremde fehle das Selbstvertrauen. «Einigen mangelt es an Erfahrung. Zu Hause fühlen sie sich schon ganz gut, aber auf fremden Plätzen kommt die Angst.» Nur dem Ex-Hamburger Roda Antar, der in seinem zweiten Spiel für Freiburg das vierte Tor markierte, scheinen diese Zweifel fremd.