Bundesliga 2003/2004, 21. Spieltag, Samstag, 21.02.04 im Münchener Olympiastadion:

FC Bayern München - Hamburger SV 1:0 (0:0)

Ich habe das Spiel nicht live im Stadion und auch nicht live im TV gesehen, sondern zwar in voller Länge, aber erst gegen 20 Uhr als Aufzeichnung.

Ich habe es aber zumindest durchgehalten und vorher kein Radio gehört, sodaß ich wirklich nicht wußte, wie es ausgehen würde und demnach also eine reale Enttäschung erlebte, als es endete, wie es bei den Bayern nun mal enden muß.

Wobei es heute wirklich ärgerlich war. Denn Bayern war wirklich schlecht. Sie haben wirklich gar nichts für die Offensive getan, sodaß ich glaube sagen zu können, daß der HSV das Spiel sogar über weite Zeiten dominiert hat. Allerdings keine Dominanz im Sinne von tollem SPiel. Wir waren m.E. nur einfach viel mehr in Ballbestitz in einem objektiv wohl sehr schlechten Spiel.

Allerdings hatten auch fast nur wir die Torchancen. Ich erinnere mich an einen Schuß von Kling, der knapp am Tor vorbeiging und ansonsten auch ein Tor des Monats geworden wäre. Insbesondere erinnere mich aber an Jarolim, der allein aufs Tor zulief und leider auf den Torwart schoss. Das hätte schon ein Tor sein müssen.
Da war das Spiel aber noch so jung, daß dies kaum eine Entscheidung gewesen wäre.

In der 2. Halbzeit stand Barbarez noch einmal aussichtsreich im 16er, doch konnte leider keinen ordentlichen Schuss zu Standen bringen.

Und die Bayern ?

Da war eigentlich fast gar nichts. Ich kann mich wirklich nicht an eine richtig gute Chance erinnern. EInmal hätte es nach einer Ecke klingeln können, aber da kam Brazzo einfach nicht an den Kopfball ran. Ansonsten total tote Hose von Seiten der Bayern. Ach ja, einen Elfer hätten sie vielleicht kriegen könne als Schlicke seinen Gegenspieler im Strafraum halb umriss. Aber mehr war wirklich nicht...

... bie die Bayern in der 87. Minute einmal gut nach vorne liefen, Schlicke indisponiert weder Gegner noch Ball abfangen konnte, es einen kurzen Pass in den Rücken der Abwehr gab und Demichelis tat, was die Bayern oft tun: Aus einem beschissenen Spiel einen Sieg einfahren.

Wirklich unglaublich, wenn man sich den Spielverlauf ansieht. Ich will nicht davon sprechen, daß der HSV das Spiel hätte gewinnen MÜSSEN, aber zumindest hätten es die Bayern nicht gewinnen dürfen....

Schade!

Eine Einzel-Spielerbewertung möchte ich wie immer nicht vornehmen, wenn ich es nur im TV gesehen habe, weil man dort einfach zu wenig vom ganzen Spielfeld sieht.

Positiv ist mit aufgefallen, daß Barbarez viel gekämpft und gegrätscht hat. Wicky gefiel mir wieder gut in der Abwehr und Schlicke gefiel mir ausnehmend schlecht. Er hat schon fast einen Elfer verschuldet und beim Gegentor ist er für mich der Hauptschuldige. Nachdem Toppi schon ein paar Mal über ihn geschimpft hat, darf man gespannt sein, ob er so schnell überhaupt nochmal eine Einsatzchance erhält.

Könnte u.U. aber auch nächste Woche schon wieder so weit sein. Nachdem Hoogma heute wegen einer Erkrankung nicht spielen konnte und sich Wicky und Hollerbach Gelb-Sperren für das nächste Spiel abholten, darf man jetzt schon auf die Verteidigung des nächsten Spiels gespannt sein. Allerdings ist Fukal ja wieder dabei und Ujfalusi hatte sich auch das Leverkusen-Spiel als Ziel für seinen ersten EInsatz nach der Verletzung gesetzt.

Tabelle des Spieltages

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
Sport1: 
Demichelis rettet Bayern - und beeindruckt Madrid

"Ich freue mich auf Real Madrid", sagte Martin Demichelis nach der Partie gegen den Hamburger SV.
Der Argentinier hatte den müden Rekordmeister drei Tage vor dem Champions-League-Spiel gegen die "Königlichen" mit seinem Treffer in der 87. MInute zum Sieg geschossen - und die Beobachter aus der spanischen Hauptstadt geschockt.

Demichelis bestätigt die Späher von Real 
Denn in Madrid hält sich schon seit Jahren die Mär vom "Ungeheuer" FC Bayern, einer Mannschaft, die erst geschlagen ist, wenn der Schlusspfiff des Schiedsrichters die Partie beendet hat.
Demichelis' Treffer bestätigte die schlimmsten Befürchtungen der Spanier. Doch vor dem 1:0-Siegtreffer tat Bayern alles, um die Späher der "Königlichen" davon zu überzeugen, dass ihre Einschätzung des Siegeswillens der Münchner eine Überschätzung ist.
"Wir haben verkrampft gespielt. Die Mannschaft war nicht richtig heiß und hatte keinen guten Tag. Ihr unterliefen zu viele einfache Abspielfehler", klagte Ottmar Hitzfeld.

Madrid "im Hinterkopf"
Der Coach war "enttäuscht von der Leistung, die wir lange Zeit geboten haben". Auch AG-Boss Karl-Heinz Rummenige fand, dass "das ist nicht der FC Bayern war, den wir kennen, denn die Leistung war nicht das, was wir brauchen".
Hitzfeld erklärte das so: "Im Hinterkopf hatten wir Real. Aber das ist vor einem großen Champions-League-Spiel immer der Fall. Doch gegen Real müssen wir uns absolut steigern."
Das Team des "Generals" enttäuschte vor allem spielerisch und hatte es Ersatzkeeper Michael Rensing zu verdanken, dass es nicht schon zur Pause in Rückstand geriet.

Rummenigge erwartet am Dienstag "ein anderes Spiel"
"Ich würde gegen Real gerne wieder spielen", meinte der 19-Jährige, der Oliver Kahn vertrat. Die Chancen darauf stehen nach Auskunft Hitzfelds "50:50" - denn Kahn laboriert nach wie vor an einer Rückenverletzung.
Vor der Partie gegen den neunfachen europäischen Champion bangt Bayern auch um MIchael Ballack (Bronchitis), Claudio Pizarro (Knöchelverletzung) und Robert Kovac (Oberschenkelprellung).
Ob mit oder ohne diese Stammkräfte - Rummenigge ist sich sicher, dass "wir am Dienstag ein anderes Spiel erleben werden". Gegen Real werde es "viel einfacher" als gegen den HSV.

Bayern soll in der Champions League tanzen
Das glaubt auch Franz Beckenbauer: "Wenn sie gegen Real nicht tanzen, wann denn dann?", fragt sich der Präsident. Die Frage ist allerdings, ob das ehemals als "weißes Ballett" bezeichnete Team überhaupt noch tanzen kann.
Wenigstens der Rivale aus Spanien hat den Glauben an die Stärke der Bayern noch nicht aufgegeben. Sportdirektor Jorge Valdano spricht gar von "Respekt und Bewunderung".

Toppmöller hadert mit seiner Elf
Davon kann beim HSV keine Rede sein. "Wir waren heute die bessere Mannschaft", sagte dessen Coach Klaus Toppmöller. Seine Truppe habe sich "hervorragend präsentiert", den schon sicher geglaubten Punkt aber aufgrund eines "anfängerhaften Stellungsfehlers" noch verspielt.
"Die Siegermentalität hat heute gefehlt. Ich weiß zwar nicht warum, aber die Mannschaft hatte zu viel Angst", meinte der Trainer. "Ärgerlich" fand er das Ergebnis, "fassungslos" blieb er zurück.

"Die Schwächeren schlugen die Dümmeren"
So wartet Hamburg auch nach dem 22. Spiel in Folge auf einen "Dreier" gegen die Bayern im Olympiastadion - und Toppmöller kann seine Uefa-Cup-Ambitionen bei neun Punkten Rückstand auf Rang fünf einstweilen beerdigen.
"Ich habe sehr hohe Ansprüche", bestätigte er noch einmal. "Doch leider können auf dem Platz nichts davon umsetzen."
Sprach's und verabschiedete sich mit den Worten: "Die Schwächeren haben heute die Dümmeren geschlagen". Das sahen wohl auch die Real-Kiebitze so. 

Daten: Rensing erstmals für die Bayern-Profis
 
Bayern bei Heimspielen souverän
Zu Hause bleibt Bayern in dieser Saison ungeschlagen. Überhaupt verlor der Rekordmeister von den letzten 46 Bundesligaheimspielen nur eins. 

Dämpfer für den HSV
Der HSV verlor in der Rückrunde zum zweiten Mal. Trotzdem hat man sich verbessert: In der Hinrunde holte die Hanseaten aus den ersten vier Spielen nur einen Punkt - jetzt gegen die gleichen Gegner immerhin vier Zähler.

Bayerns Rensing gab Debüt
Michael Rensing gab gegen den HSV sein Pflichtspiel-Debüt für den FCB zuvor saß er jeweils (18-mal Bundesliga, dreimal Pokal und fünfmal Champions League) 90 Minuten nur auf der Bank. In der Regionalliga hat er 2003/04 für die Bayern-Amateure neunmal 90 Minuten gespielt und nicht verloren.

Ohne Hollerbach und Wicky
Bernd Hollerbach und Raphael Wicky sahen im Spiel bei Bayern jeweils ihre fünfte Gelbe Karte in dieser Saison und sind damit für das nächste Bundesligaspiel gegen Leverkusen gesperrt.

Glücklicher Bayern-Sieg
Die Bayern gaben zwar mehr Torschüsse ab als der HSV (15:9), waren öfter am Ball (52 Prozent aller Ballkontakte) und gewannen zudem 52 Prozent der Zweikämpfe, aber spielerisch glänzte der Rekordmeister kaum. Eine Fehlpass-Quote von 20 Prozent ist für Bayern-Verhältnisse eine katastrophale Bilanz. Hätten die Hamburger ihre guten Chancen genutzt, ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen.

Guter "Rocky"
Roque Santa Cruz war im Spiel gegen den Hamburger SV die treibende Kraft in der Bayern-Offensive. Der Stürmer war an fast der Hälfte aller Bayern-Torschüsse beteiligt (6 von 15), bestritt von allen Akteuren der Partie die meisten Zweikämpfe und war mit 61 Prozent gewonnenen Duellen der zweikampfstärkste Stürmer des Spiels. Den Lohn holte sich der Paraguayer kurz vor dem Ende der Partie ab, als er Hamburgs Björn Schlicke umkurvte und das goldene Tor von Martin Demichelis zum 1:0-Sieg über den HSV auflegte.

Hollerbach von der Rolle
Bernd Hollerbach erwischte im Spiel gegen Bayern ein schlechten Tag. Der Franke war der zweikampfschwächste Spieler der Partie und konnte nur schwache 35 Prozent seiner Duelle für sich entscheiden. Zudem holte der Verteidiger sich im sechsten Spiel die fünfte Gelbe Karte ab und fehlt damit am nächsten Spieltag daheim gegen Leverkusen wegen einer Gelbsperre.

Schlicke ließ sich austanzen
Björn Schlicke bekam Bayerns Stürmer Roque Santa Cruz nie in den Griff. Von 15 direkten Duellen entschied der Hamburger nur sechs für sich. Bezeichnend für den schwachen Auftritt von Schlicke waren zwei Situationen im direkten Duell mit Santa Cruz. Vor der Pause verursachte der junge Verteidiger fast einen Strafstoß für den Rekordmeister als er "Rocky" im Strafraum zu Fall brachte, und beim Gegentor ließ Schlicke sich von Santa Cruz leichtfertig austanzen. 


 
kicker: Bayern München:  Rensing - Sagnol, Kuffour, R. Kovac, Lizarazu - Salihamidzic, Hargreaves, Schweinsteiger, Zé Roberto - Santa Cruz, Makaay - Trainer: Hitzfeld

Hamburger SV:  Wächter - Wicky, Schlicke, Reinhardt, Hollerbach - Mahdavikia, Beinlich, Jarolim, Kling - Barbarez - Takahara - Trainer: Toppmöller

Tore:   1:0 Demichelis (87., Rechtsschuss, Vorarbeit Santa Cruz)

Eingewechselt:   46. Demichelis für R. Kovac, 69. Trochowski für Zé Roberto - 61. Rahn für Kling, 69. Romeo für Takahara, 87. Benjamin für Wicky

Schiedsrichter:  Kircher 

Zuschauer:  36000

Gelbe Karten:  Hargreaves, Kuffour - Wicky, Hollerbach
 

Spielbericht
Ohne die beiden Nationalspieler Ballack (krank) und Kahn, der kurzfristig wegen Rückenproblemen ausfiel und durch Bundesliga-Debütant Rensing (19) ersetzt wurde, musste der deutsche Meister im Nord-Süd-Klassiker gegen den HSV auskommen. Schweinsteiger spielte wie schon in Bochum (0:1) auf der Ballack-Position. Santa Cruz kam für den am Knöchel verletzten Pizarro. Bei den Hanseaten fehlte der grippegeschwächte Abwehrchef Hoogma, ihn vertrat Youngster Schlicke. Torjäger Romeo fiel der defensiveren Ausrichtung Toppmöllers zum Opfer, für den Argentinier begann der Ex-Bayer Kling verglichen mit dem 2:0-Erfolg gegen Wolfsburg im Mittelfeld.

Der HSV begann selbsbewusst beim Favoriten, Takahara hatte bereits nach wenigen Sekunden eine erste Halbchance. Der Ligapokalsieger dominierte zumindest optisch, die Bayern verzeichneten in einer zerfahrenen Anfangsphase lediglich durch Schweinsteiger nach gut fünf Minuten eine gute Schusschance. Etwas lebhafter wurde es vorübergehend Mitte des ersten Abschnitts - insbesondere dank des Tabellenachten. Zunächst ließ der Münchner im HSV-Dress, Stephan Kling, durch einen satten Fernschuss aufhorchen (22.). Dann Sekunden später die Riesenchance für die Norddeutschen: Nach einem Steilpass von Barbarez läuft Jarolim allein aufs Tor zu, Rensing verkürzt den Winkel und pariert reaktionsschnell (23.)! Fünf Minuten später meldeten sich die Bayern wieder mal zaghaft zu Wort. Nach einem Laufduell zwischen Schlicke und Santa Cruz kam der Paraguayaner im 16-er zu Fall, Referee Knut Kircher erkannte jedoch nicht auf Strafstoß (28.). 

Freilich kam unter dem Strich deutlich zu wenig von der Hitzfeld-Elf. Drei Tage vor dem Achtelfinal-Hinspiel gegen Madrid fehlten den Münchnern Ideen und Genauigkeit im Spiel nach vorn. Der HSV machte geschickt die Räume eng und hatte in der Zentrale durch Beinlich, Jarolim und Barbarez den jungen Gegenübern Schweinsteiger und Hargreaves in punkto Erfahrung sichtlich einiges Voraus. Torchancen blieben allerdings auf beiden Seiten bis zum Pausenpfiff Mangelware.

Es änderte sich nicht viel in Abschnitt zwei, wenngleich der HSV zunächst mehr in die Defensive gedrängt wurde und sich aufs Kontern verlegte. Die Bayern, die nun mit Demichelis für den angeschlagenen Kovac agierten, erspielten sich zwar einige Ecken und Freistöße aus aussichtsreicher Position, doch Torgefahr kam nicht auf. Die schnellen Gegenangriffe der Hanseaten schlossen Mahdavikia (61.) und Barbarez (63.) zu schwach oder unpräzise ab. Dennoch: Der HSV war in einem schwachen Spiel näher dran an einem Tor. Und Toppmöller unterstrich mit der Einwechslung der offensiv ausgerichteten Rahn und Romeo sein Ziel, die Partie im Olympiastadion gewinnen zu wollen. Doch die beiden konnten im Spiel nach vorn keine Akzente mehr setzen für Hamburg, während sich die Partie förmlich in Richtung Schlusspfiff quälte. Doch die Bayern bekamen noch ihre Chance und gewannen das Spiel: Schlicke steht schlecht und verliert nach einem Pass in die Tiefe das Laufduell gegen Santa Cruz, der schön nach innen ablegt. Dort steht Demichelis goldrichtig und lässt Wächter per Flachschuss keine Abwehrchance - 1:0 (87.). 

Noch eine Randnotiz: Beim HSV holten sich Wicky und Hollerbach die fünfte Gelbe Karte ab und fehlen somit im Heimspiel gegen Leverkusen.

Der HSV war in einer schwachen Bundesligapartie die bessere Mannschaft und dicht dran an einem Punktgewinn beim deutschen Meister, verschenkte den möglichen Teilerfolg jedoch durch eine Unachtsamkeit kurz vor Schluss. Die Bayern ließen drei Tage vor dem Schlager gegen Real Madrid Spielwitz und Torgefahr in jeglicher Form vermissen. Jarolim hatte vor der Pause bei einer der seltenen guten Chancen sogar die Möglichkeit, die Partie zu entscheiden, doch Kahn-Vertreter Rensing blieb bei seinem gelungenen Debüt ohne Gegentreffer.
 

Spielereignisse im Detail
Schlusspfiff 

87
 1:0! Doch noch der Sieg für die Bayern?! Ein glücklicher, wenn er denn zu Stande kommt. Santa Cruz gewinnt das Laufduell gegen den langsamen Schlicke. Rückpass auf Demichelis, der locker einschiebt. 

86 Nochmal Barbarez! Gute Chance für den Bosnier, der im Strafraum auftaucht. Doch Rensing kann dazwischengehen. 

83 Die Partie schleppt sich dem Ende entgegen. Keine gelungenen Offensivaktionen. 

75 Beinlich schießt Santa Cruz beim Befreiungsschlag an. In der Mitte lauert Makaay, doch Wächter hat aufgepasst und entschärft die brenzlige Situation. 

69 Doppelwechsel! Trochowski soll das Bayern-Spiel beleben. Und Toppmöller bringt jetzt "Knipser" Romeo für Takahara. 

66 Mal wieder die Bayern. Schweinsteiger feuert, wie schon in Hälfte eins, aus zentraler Position ab. Wächter taucht ab und hält den Ball fest. 

63 Jetzt geht Barbarez allein durch! Umspielt Kuffour und im Strafraum Demichelis. Doch beim Abschluss fehlt im die Kraft - der Ball rollt zwei Meter rechts am Tor vorbei. 

61 Wieder Konter HSV über Barbarez. Mahdavikia schließt ab. Doch Rensing hat den Ball sicher. 

57 Zwei Ecken für die Bayern in Folge. Doch beide Male kaum Gefahr für Wächter, der bisher nicht ernsthaft geprüft wurde. 

54 Schneller Konter des HSV! Was viel versprechend aussieht, endet desaströs. Wicky flankt unmotiviert vom rechten Flügel hinters Tor. 

52 Sieben Minuten im zweiten Abschnitt gespielt. Und noch kaum Besserung in Sicht. Die Bayern leicht überlegen. 

46
 Robert Kovac ist angeschlagen und muss zur Pause in der Kabine bleiben. Martin Demichelis kommt für den Kroaten. Ottmar Hitzfeld hofft, dass der Argentinier "vielleicht ein Kopfbaltor macht". 

  Anpfiff 2. Halbzeit 

  Halbzeit 

44 Passend zum müden Kick: Makaay hämmert einen 22-Meter-Freistoß aus zentraler Position um Meter über das Tor. Die Zuschauer sehnen den Pausenpfiff herbei! 

38 Das ist wenig bis gar nichts, was die Bayern hier abliefern. Die jungen Schweinsteiger und Hargreaves können das Offensivspiel nicht wie erhofft aufziehen. Die Außen bleiben blass, ebenso die Spitzen, die kaum gefüttert werden! 

31 Schlicke jetzt vor dem gegnerischen Tor: Der Ex-Greuther steigt zum Kopfball hoch, setzt die Kuger aber einen Meter über den Querbalken. 

28 Laufduell Schlicke/Santa Cruz. Beide dringen in den HSV-Strafraum ein, der Bayern-Stürmer kommt zu Fall! Knut Kircher lässt weiterspielen, wohl zu Recht ... 

23 Die Riesenchance für die Toppmöller-Elf!! Steilpass aus der eigenen Hälfte. Jarolim hat die Abwehrkette ausgetrickst, marschiert allein aufs Tor zu. Doch Rensing verkürzt geschickt, hat die Finger dran, ehe Kuffour klären kann. 

22 Der Münchner im HSV-Dress! Stephan Kling zieht frech ab aus 22 Metern. Links vorbei. 

20 Doch die bringt nichts ein. Der Rekordmeister erhöht in dieser Phase jedoch das Engagement, versucht den HSV etwas mehr unter Druck zu setzen. 

19 Rückpass Schlicke, Wächter säbelt über die Kugel - Ecke! 

16 Eine zerfahrene Startviertelstunde! Zahlreiche Fehler prägen die Partie, erst Pfiffe begleiten die Aktionen der Akteure. 

5 Schöne Rechtsflanke Sagnol, Makaay legt ab auf Santa Cruz, dessen Kopfballversuch jedoch keine Gefahr darstellt. Sekunden später gute Chance für Schweinsteiger, der aus 13 Metern zu hoch anvisiert. 

2 Der HSV, ohne Hoogma (krank) und Romeo, der der Taktik zum Opfer fiel, kommt zur ersten Chance. Takahara versucht es volley nach einer Rechtsflanke. Doch der Ball geht weit am Kasten von Rensing vorbei. 

1 Hiobsbotschaft für Trainer Ottmar Hitzfeld: Nach Ballack und Pizarro muss kurzfristig auch Kahn wegen Rückenproblemen passen. Der 19-jährige Michael Rensing feiert im Nord-Süd-Klassiker sein Liga-Debüt. 

Anpfiff 


 
dpa: FC Bayern gewinnt glücklich mit 1:0 gegen den HSV

Von Klaus Bergmann, dpa

München (dpa) - Abwehrspieler Martin Demichelis hat den FC Bayern München wieder ins Titelrennen geschossen und außerdem vor einer missglückten Generalprobe für den Champions-League-Schlager gegen Real Madrid bewahrt.

Der zur Halbzeitpause eingewechselte Argentinier erzielte im Bundesliga-Heimspiel gegen den Hamburger SV in der 87. Minute den Siegtreffer zum schmeichelhaften 1:0 (0:0)-Erfolg. Es war die einzige Torchance für einen ohne die Leitfiguren Oliver Kahn und Michael Ballack enttäuschend spielenden FC Bayern.

«Es war ein zähes Spiel, aber die Mannschaft hat nie aufgegeben. Wichtig waren die drei Punkte», kommentierte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld. Vor lediglich 36 000 Zuschauern im Olympiastadion waren die Hamburger in einem kläglichen Fußballspiel lange Zeit die bessere von zwei schlechten Mannschaften gewesen. Entsprechend enttäuscht war Coach Klaus Toppmöller: «Wir waren die bessere Mannschaft, hatten drei hundertprozentige Torchancen. Die Siegermentalität hat gefehlt.»

Die Bayern, die als großer Gewinner des Spieltags den Rückstand auf Tabellenführer Werder Bremen auf sieben Punkte verkürzten, hatten vor Spielbeginn mehrere schlechte Nachrichten zu verkraften: Neben Ballack (Erkältung) fielen auch noch Torhüter Kahn (Rückenprobleme) und Stürmer Claudio Pizarro (Sprunggelenk) aus. Beide hatten sich während der Woche bei Länderspielen verletzt. In der Halbzeitpause musste Trainer Ottmar Hitzfeld außerdem noch Abwehrspieler Robert Kovac wegen einer Oberschenkelprellung durch Demichelis ersetzen.

Für Kahn, der an seine rechtzeitige Genesung für das Spiel gegen Real glaubt, kam der 19-jährige Michael Rensing erstmals in einem Pflichtspiel bei den Bayern-Profis zum Einsatz. Der «U 20»-Nationalspieler zeigte in seinem ersten Bundesligaspiel keine Nerven, sondern bewahrte die Münchner sogar vor einem Rückstand. In der 23. Minute hielt er einen Schuss des frei vor ihm auftauchenden David Jarolim. «Rensings Leistung war hervorragend», lobte Hitzfeld.

Ohne Kahn und Ballack wirkten die Bayern orientierungslos. Im Mittelfeld waren Owen Hargreaves und Bastian Schweinsteiger mit der Spielgestaltung überfordert. Statt Kombinationen gab es hilflose Einzelaktionen, auch Hitzfeld war «enttäuscht von der Leistung». HSV-Torhüter Stefan Wächter wurde bis auf den unhaltbaren Schuss von Demichelis nicht einmal ernsthaft gefordert, die Hamburger Defensive geriet auch ohne Abwehrchef Nico-Jan Hoogma zuvor nicht in Gefahr.

Da dem HSV in der Offensive der letzte Biss fehlte, kamen die Bayern ohne Gegentor davon. Sergej Barbarez vergab in seinem 100. Bundesligaspiel für den HSV die beste Torchance nach der Pause, als er nach einem Konter aus zehn Metern neben das Tor schoss (63.).