Bundesliga 2004/2005, 14. Spieltag, Sonntag, 21.11.04 in der Hamburger AOL Arena bei kalten 5 Grad C

Hamburger SV - VfL Wolfsburg 3:1 (2:1)

Da ich sonntags nach dem Spiel erst so spät zu Hause war, daß ich direkt ins Bett gehen mußte und es an den folgenden Tagen zeitlich auch nicht geschafft habe, fällt es mir jetzt schwer, noch so recht was zum Spiel zusammen zu bekommen. Ist nämlich genau eine Woche her und ich habe das folgende SPiel in Gladbach nun ja mehr im Kopf.

Jedenfalls bin ich zum zweiten Mal hintereinander zu spät zu einem Heimspiel gekommen. Diesmal war ich aber glücklich, daß es überhaupt mit dem Besuch geklappt hat. Ich war vorher nämlich noch in Berlin zum 79. Geburtstag meines Vaters und konnte dort nach dem langen Mittagessen erst um ca. 14:30 Uhr abfahren. Das war alles sehr knapp. Ich habe mein AUto dann lieber in der Firma in HH-Zentrum stehen lassen und bin das letzte Stück mit der Bahn und Shuttle gefahren. Das hat ab Hauptbahnof 30 Minuten gedauert bis zum Stadion. So ähnlich wäre es wohl auch mit dem Auto gewesen. Mit Glück etwas schneller.

ich glaube, es waren 13 Minuten gespielt, als ich schließlich ins Stadion kam und auf die Anzeigentafel blickte. Und da stands schon 0:1.
Nicht so schön.

Aber für mich vielleicht besser, daß ich das 1. Tor der Wolfsburger nicht gesehen  hatte, denn ich hätte mich wohl nur aufgeregt, da es direkt nach dem Anstoß - wohlgemerkt Anstoß des HSV - fiel.

Ansonsten habe ich nur noch im Kopf, daß mir das Spiel sehr gefiel und ich allerdings die letzten 10 - 15 Minuten nochmal richtig zitterte (obwohl wir da in Überzahl waren). Aber leider konnten wir da unsere Konterchancen nicht nutzen. Erst gaaaaanz am Ende gelang noch ein Kontertor der eingewechselten Rahn und Romeo.

Insgesamt ein schönes Spiel und ein toller Sieg des HSV gegen den bis dahin Tabellenführer der Bundesliga.

Eine Einzelspielerbewertung kann ich nun echt nicht mehr schreiben. Das ist fast alles weg aus meinem kleinen Gehirn...

Ich weiß nur noch, daß ich Barbarez sehr geil fand und sein Tor erneut sensationell. Und die Innenverteidigung Boulahrouz und van Buyten gefiel mir wieder super-geil.

Tabelle des Spieltages

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
kicker: 
Allgemeine Informationen
Hamburger SV:  Pieckenhagen (3) - Schlicke (3,5), Boulahrouz (3), van Buyten (2), Klingbeil (3) - Wicky (3) - Jarolim (3,5), Beinlich (2) - Moreira (3,5) - Barbarez (2,5), Takahara (3,5) - Trainer: Doll

VfL Wolfsburg:  Jentzsch (4) - Rytter (5), Quiroga (5), Hofland (4), Weiser (4) - Sarpei (4,5) - Thiam (4), Karhan (4), M. Petrov (4) - Brdaric (3,5), Klimowicz (4,5) - Trainer: Gerets

Tore:   0:1 Brdaric (1., Rechtsschuss, Vorarbeit Klimowicz), 1:1 van Buyten (40., indirekter Freistoß, Rechtsschuss), 2:1 Barbarez (45., Linksschuss, Takahara), 3:1 Romeo (90+2., Rechtsschuss, Rahn)

Eingewechselt:   74. Benjamin für Jarolim, 82. Romeo für Moreira, 86. Rahn für Beinlich - 46. Hristov (4) für Rytter, 67. Topic für Sarpei, 80. Franz für Karhan

Chancenverhältnis:  12:1

Eckenverhältnis:  7:3

Schiedsrichter:  Fandel  (Kyllburg), Note 3,5 - hätte Thiam (65., Foul an Beinlich) und Boulahrouz (68., Foul an Klimowicz) verwarnen müssen. Richtig war die Ampelkarte gegen Quiroga

Zuschauer:  48246

Gelb-Rote Karten:  Quiroga (71.)

Gelbe Karten:  Schlicke - Hofland

Spielnote:  3

Spieler des Spiels:  van Buyten, Daniel
Sichere Vorstellung in der Defensive, stark im Offensivspiel und Schütze des wichtigen Ausgleichstores.

Analyse
HSV-Trainer Thomas Doll sah nach dem deutlichen 6:0-Erfolg in Rostock keinen Grund, seine Startformation zu verändern. Stürmer Mpenza stand dem Coach ohnehin nicht zur Verfügung, Barbarez lief also erneut im Sturm neben Takahara auf, Moreira agierte hinter der Doppelspitze.

Auch Wolfsburgs Erik Gerets war mit der Vorstellung seines Teams beim 3:0 gegen Stuttgart zufrieden, er schenkte zu Beginn der gleichen Elf das Vertrauen.

Vor gut 48.000 Zuschauern in der AOL Arena legten die Gäste einen Blitzstart hin. Nach einem schnellen Ballverlust der Hausherren kam das Leder über Karhan zu Klimowicz. Der Argentinier drehte sich im Strafraum schnell um Boulahrouz und legte für Brdaric auf. Der Ex-Hannoveraner hatte freistehend keine Mühe, aus etwa 13 Metern zentraler Position zu vollstrecken. Gerade einmal 18 Sekunden waren zu diesem Zeitpunkt absolviert. 

Der HSV zeigte sich vom schnellsten Tor der laufenden Bundesligasaison allerdings nicht geschockt. Ganz im Gegenteil, die Hausherren nahmen das Heft in die Hand und kamen bereits in der Anfangsphase zu guten Tormöglichkeiten. Einen Freistoß von Beinlich fischte VfL-Keeper Jentzsch aus dem linken Toreck (3.), bei einem Kopfball von Barbarez wäre wohl auch der Tormann machtlos gewesen, doch der Bosnier setzte das Leder nach einer Beinlich-Flanke aus fünf Metern unbedrängt neben den Kasten (5.). Auch weitere Schussversuche durch Beinlich (12.) oder Moreira (13.) führten nicht zum Erfolg. Nach etwa einer Viertelstunde beruhigte sich das Spiel etwas, Torszenen wurden nach der fulminanten Anfangsphase seltener, ohne dass das Spiel an Intensität verlor. Beide Teams bekämpften sich auf hohem Niveau, wobei die Gäste allerdings nur wenige Offensivaktionen initiierten. Der HSV blieb über die gesamte erste Hälfte spielbestimmend. Folgerichtig kamen die Hanseaten in der 40. Minute zum Ausgleich: Nachdem Hofland Takahara kurz vor dem Sechzehner gefoult hatte, trat van Buyten an und verwandelte nach kurzer Ablage von Beinlich per Flachschuss zum 1:1. 

Das Tor läutete eine erneute Drangphase der Hausherren ein. Schüsse von Takahara (43.) und Klingbeil (44.) konnte Jentzsch noch parieren, beim Abschluss von Barbarez musste sich der ehemalige Münchner "Löwe" allerdings geschlagen geben. Auf Vorlage von Sturmkollege Takahara zog der Bosnier aus spitzem Winkel ab und traf genau hoch neben dem langen Pfosten ins Netz (45.). In der Nachspielzeit hatte Takahara sogar noch die Chance zum 3:1, als Quiroga im Laufduell wegrutschte. Frei vor dem Wolfsburger Torwart war der Japaner aber zu zögerlich und lupfte den Ball schließlich neben das Tor.

Im zweiten Durchgang mussten die Niedersachsen notgedrungen aktiver werden, mit dem Wechsel Hristov für Rytter setzte Trainer Gerets ein Zeichen für mehr Offensivgeist. Doch weiterhin blieb der HSV dominant. Nach einem Doppelpass mit Beinlich tauchte Jarolim frei vor dem Tor auf, sein Querpass fand allerdings nur einen Wolfsburger Verteidiger (48.). Dies sollte für längere Zeit die letzte Torszene gewesen sein. Insbesondere Wolfsburg fiel wenig ein, um die Abwehr der Hanseaten in Bedrängnis zu bringen. Pieckenhagen im HSV-Tor verlebte insgesamt einen ruhigen Sonntagabend. Gefährlicher war jederzeit das Heimteam. Van Buytens Kopfball strich knapp am Tor vorbei (61.), bei einem Drehschuss von Takahara war Jentzsch auf dem Posten (62.). 

In den letzten 20 Minuten mussten die Niedersachsen beim Versuch, den Rückstand aufzuholen, mit neun Feldspielern auskommen. Nach einem Foul an Moreira im Mittelfeld sah der argentinische Innenverteidiger Quiroga Gelb-Rot. Am Spiel änderte aber auch diese Hinausstellung nichts, es ging weder ein Ruck durch das Gerets-Team, noch drängte der HSV gegen den zahlenmäßig unterlegenen Gegner verstärkt auf eine frühzeitige Entscheidung. Die Partie plätscherte in den letzten Minuten dahin. Wolfsburg ergab sich frühzeitig in sein Schicksal, der HSV-Sieg blieb ungefährdet. So war es zwei Eingewechselten vorbehalten, für einen letzten Höhepunkt zu sorgen: Eine scharfe Hereingabe von Rahn nutzte Romeo eiskalt zum 3:1-Endstand.

Der VfL setzte die Reihe enttäuschender Auftritte in der Fremde fort und kassiert die vierte Auswärtsniederlage in Serie. Dennoch rangieren die Niedersachsen punktgleich mit Schalke auf Position zwei. Mit dem verdienten Erfolg klettert der HSV bis auf Rang zehn.
 

Spielereignisse im Detail:
Schlusspfiff 
 
90
 Der Schlusspunkt im Zusammenspiel der Eingewechselten: Rahn flankt scharf von links, in der Mitte lauert Romeo und vollstreckt mühelos. 
 
90  
 
88 Kein Aufbäumen der Gäste zu sehen, Wolfsburg scheint sich schon mit der Niederlage abgefunden zu haben. 
 
81 Auch nach dem Platzverweis hat sich nichts geändert: Der HSV kontrolliert das Spiel, Wolfsburg bringt nicht viel. 
 
71
 Da ist es passiert: Nach einem Foul an Moreira im Mittelfeld sieht Quiroga Gelb-Rot. 
 
70 Auf Pass von Barbarez geht Takahara aufs Tor zu, vertändelt aber auch diese Chance. 
 
69 Barbarez zieht aus 14 Metern ab, verfehlt das Tor aber deutlich. 
 
67
 Gerets setzt auf volle Offensive, aber was bleibt ihm auch sonst? Für Sarpei kommt mit Topic ein weiterer Stürmer. 
 
62 Jentzsch hält Wolfsburg im Spiel. Einen Drehschuss von Takahara kann der Keeper entschärfen und vor dem nachsetzenden Jarolim klären. 
 
61 Auch bei Führung geht van Buyten mit nach vorn. Bei einem Beinlich-Freistoß steigt der Belgier hoch und erwischt das Leder vor Jentzsch. Die Kugel streicht aber knapp am Pfosten vorbei. 
 
57 Wolfsburg fällt derzeit nicht viel ein, das Tor von Pieckenhagen kam bisher noch nicht in Bedrängnis. Das Heimteam ist weiter tonangebend, der große Offensivwirbel der ersten Hälfte ist allerdings nicht mehr zu sehen. 
 
48 Tolle Szene für den HSV: Jarolim und Beinlich spielen sich per Doppelpass durch Wolfsburgs Strafraum. Frei vor Jentzsch will Jarolim quer legen, findet aber keine Anspielstation. Die VfL-Abwehr kann klären. 
 
47 Gerets hat zur zweiten Hälfte umgestellt: Rytter ist rausgegangen, für ihn kam Hristov, der nun für den notwendigen Offensivdrang sorgen soll. 
 
  Anpfiff 2. Halbzeit 
 
  Halbzeitpause 
 
  Abpfiff 1. Halbzeit 
 
45 Das musste einfach das 3:1 sein! Takahara kreuzt völlig allein vor Jentzsch auf. Der Keeper taucht ab, aber der Japaner kommt nicht um ihn herum und lupft den Ball schließlich neben das Tor. 
 
45
 Der HSV führt! Takahara bedient Barbarez auf der linken Seite. Der Bosnier zieht aus spitzem Winkel einfach mal ab und trifft exakt neben den langen Pfosten. 
 
44 Auch Klingbeil marschiert mit, den Gewaltschuss des 23-Jährigen klärt Jentzsch per Faustabwehr. 
 
43 Der HSV spielt unbeirrt weiter nach vorn. Barbarez schickt Takahara, der Japaner fackelt nicht lange, sondern zieht direkt ab. Jentzsch ist aber auf dem Posten. 
 
40
 Der verdiente Ausgleich! Nach Hoflands Foul an Takahara gibt es 17 Meter vor Jentzsch Freistoß: Beinlich legt auf für van Buyten, der flach durch die Mauer hindurch ins Netz trifft. Der VfL-Keeper reagiert nicht einmal. 
 
39
 Nach Quiroga sieht auch Hofland Gelb - die Wolfsburger Innenverteidiger müssen nun etwas vorsichtiger agieren. 
 
36 Van Buyten hält es nicht hinten. Immer wieder marschiert der Abwehrchef mit nach vorne, bei einer Flanke von Beinlich ist aber selbst der hünenhafte Belgier noch etwas zu kurz geraten. Das Leder rutscht ihm über den Scheitel. 
 
31 Möglichkeit für Klimowicz, aber der Argentinier wird von Boularouz abgedrängt. Der Ball rollt schließlich zum Abstoß ins Toraus. 
 
28 Takahara wird steil geschickt, aber Jentzsch kommt raus und klärt resolut zum Einwurf. 
 
23 Nach der fulminanten Anfangsphase geht es nun etwas ruhiger zu. Die Hausherren sind aber weiterhin überlegen, bis auf das Tor hat Wolfsburg noch nichts zeigen können. 
 
13 Direktschuss durch Moreira, aber die Kugel rauscht am rechten Pfosten vorbei. 
 
12 Es spielt nur der HSV: Wieder ist es ein Beinlich-Freistoß, den Jentzsch zu einer schönen Flugeinlage nutzt. 
 
9 Wieder der HSV! Takahara legt im Strafraum schön ab auf Jarolim, doch der Mittelfeldmann verstolpert. Der Weg zum VfL-Tor wäre frei gewesen... 
 
5 Die Riesenchance zum Ausgleich! Beinlich setzt sich auf rechts durch und flankt mustergültig auf Barbarez. Der Bosnier bringt aber das Kunststück fertig, aus fünf Metern unbedrängt am Tor vorbei zu köpfen. 
 
3 Auch der HSV meldet sich frühzeitig: Einen Beinlich-Freistoß hechtet Jentzsch aber spektakulär aus dem linken oberen Eck. 
 
1
 Blitzstart in der AOL-Arena! Bereits nach 16 Sekunden schlägt es hinter Pieckenhagen ein. Über Karhan kommt der Ball zu Klimowicz, der sich im Strafraum dreht und für Brdaric auflegt, der aus etwa 13 Metern sicher einschiebt. 
 
1  Anpfiff 
 


 
sport1: 
VfL verliert Spiel und Platz eins

Trotz eines "Blitztores" von Thomas Brdaric hat der VfL Wolfsburg die vierte Auswärtsniederlage in Folge kassiert und die Tabellenführung der Bundesliga nach vier Wochen an der Spitze verloren.
Die "Wölfe" unterlagen im Nord-Derby beim Hamburger SV mit 1:3 (1:2) und weisen als Tabellenzweiter nun zwei Punkte Rückstand auf Rekordmeister Bayern München auf.
Der FC Bayern ist Nutznießer der Situation: Der deutsche Rekordmeister steht nach dem 3:1-Sieg über Kaiserslautern erstmals seit 18 Monaten wieder ganz oben oben und ist nun Favorit auf den Herbstmeistertitel.

Gerets hadert
"Eigentlich sollte eine Führung Flügel verleihen, aber wir haben es eben nicht über die Runden gebracht. Dabei standen die gleichen Leute auf dem Platz, die uns vor einer Woche noch in den siebten Himmel geschossen haben", sagte VfL-Coach Erik Gerets.
Brdaric hatte den VfL nach nur 19 Sekunden zwar in Führung gebracht, doch Daniel van Buyten (40.) und Sergej Barbarez (45.) drehten das Spiel noch vor der Pause. "Wir haben sie wieder ins Spiel gebracht, mit den zwei Toren kurz vor der Halbzeit", analysierte Gerets im DSF.
20 Minuten vor Spielende verloren die Wolfsburger auch noch Abwehrspieler Facundo Quiroga, der wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah (70.), ehe Bernardo Romeo in der Nachspielzeit alle Zweifel am Sieg der Gastgeber beseitigte.

Ideenlose Wolfsburger
Die Wolfsburger präsentierten sich fast über das gesamte Spiel unsicher, ideenlos und ohne Biss. "Ehrlich gesagt weiß ich im Moment nicht, wo die Mannschaft steht", erklärte Gerets ratlos.
Während man zu Hause überzeugend siegt, gibt es für die Niedersachsen auf des Gegners Platz seit vier Runden nichts mehr zu holen. Für Gerets Grund genug zur Beunruhigung: "Der Unterschied zwischen Heim- und Auswärtsspielen wird langsam zu groß. Das macht mir Sorgen."

Beim HSV herrscht hingegen Super-Stimmnung.
Fans feierten Doll
Nachdem Spiel forderten die Fans des HSV Thomas Doll - und sie bekamen ihn. Als die Sprechchöre von der Nordtribüne der AOL-Arena auch Minuten nach dem Sieg des HSV gegen den VfL Wolfsburg nicht nachlassen wollten, stellte sich der Trainer noch einmal der Schar der treuesten Anhänger und ließ sich feiern. 
"Ich brauch' das eigentlich nicht, aber wenn die Fans mich rufen, muss ich da natürlich hin", erklärte der 38-jährige Coach hinterher ein wenig verlegen.

Vierter Sieg im sechten Spiel 
Nach dem vierten Sieg des HSV im sechsten Spiel unter seiner Verantwortung musste sich Doll wohl oder übel mit der Rolle des Heilsbringers abfinden. Er tat es in gewohnter Bescheidenheit: "Es ist doch toll, dass wieder Euphorie geweckt ist, aber wir müssen trotzdem mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben." 
Dabei ist der Aufwärtstrend eindeutig: In nur fünf Wochen führte der Nachfolger von Klaus Toppmöller die Hanseaten bei nur einer Niederlage vom letzten auf den 10. Tabellenplatz.

Richtungsweisendes Nordduell 
Von einem "richtungweisenden Spiel" hatte Doll vor dem Nordduell gegen die "Wölfe gesprochen. Nach der Begegnung war die Blickrichtung klar: "Wir haben acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge - damit wollen wir nichts mehr zu tun haben", so der Ex-Nationalspieler.
Nach der gezeigten Leistung gegen den Tabellenzweiten aus Wolfsburg scheint jetzt sogar mehr möglich. Der gestürzte Spitzenreiter war dem Nordrivalen aus Hamburg spielerisch in allen Belangen unterlegen und trotz des Führungstreffers durch Thomas Brdaric nach nur 19 Sekunden letztlich chancenlos. 
"Wenn eine Spitzenmannschaft wie Wolfsburg kommt, will man natürlich wissen, wo man selbst steht. Ich denke, das kann sich sehen lassen", fasste Doll den überzeugenden Auftritt seiner Mannschaft zusammen.
 

Daten:Barbarez on fire
 
Dol(l)ce Vita
Unter Thomas Doll holte der HSV 13 von 18 möglichen Punkten. Damit stellt man langsam den Kontakt zu den oberen Tabellenplätzen her. 

Nachgelegt
Nach dem höchsten Auswärtssieg der Vereingeschichte in Rostock zwang der HSV auch erstmals seit über elf Jahren zu Hause wieder einen Tabellenführer in die Knie (damals gab es einen 3:0-Sieg gegen den damaligen Spitzenreiter Frankfurt).

Alter Trott
Wolfsburg kassierte die 4. Auswärtsniederlage in Folge und scheint in die gewohnte Auswärtsschwäche der Vorjahre zu verfallen. 

Historischer Brdaric 
Thomas Brdaric erzielte das schnellste Saisontor und den frühsten Treffer eines Wolfsburgers in der Bundesliga-Geschichte (nach 19 Sekunden).

Der HSV blieb unbeeindruckt
Obwohl der HSV Anstoß hatte, lag er bereits nach 19 Sekunden zurück. Doch davon blieb der HSV unbeeindruckt und dominierte das im Anschluss nach belieben. 19:6 Torschüsse lautete am Ende das Torschussverhältnis und wäre insbesondere der Japaner Takahara nicht durch seine fahrlässige Chancenverwertung aufgefallen, die Wölfe hätten wohl ein Debakel erlebt. 

Harmlose Niedersachsen
Wolfsburg gab in Hamburg nur sechs Torschüsse ab - Saisonminuswert für die Niedersachsen, die nach der frühen Führung zu sehr auf Torsicherung bedacht waren und am Ende nicht mehr zulegen konnten. 

Quiroga hatte verwachst
Einen rabenschwarzen Tag in der AOL-Arena erwischte Facundo Hernan Quiroga. Der Argentinier hatte große Probleme mit HSV-Stürmer Barbarez und gewann ganze 35% der Zweikämpfe. Als Krönung holte sich der Argentinier auch noch die Gelb-Rote Karte ab und fehlt den Niedersachsen im nächsten Spiel gegen Hertha BSC.
  
Barbarez on fire
Unter Thomas Doll blüht Barbarez so richtig auf. Alle vier Tore erzielte er unter Doll und gab auch vier seiner sechs Torvorlagen in dieser Zeit. Gegen Wolfsburg war der Bosnier an neun der 19 Torschüsse direkt beteiligt, überzeugte nicht nur als Torschütze, sondern auch als glänzender Vorbereiter. Insbesondere Takahara wusste mit seinen Pässen jedoch nichts anzufangen.