Bundesliga 2004/2005, 29. Spieltag, Samstag, 16.04.05 in der Gelsenkirchener Halle "Arena auf Schalke". Draußen war es schön warm und drinnen eklig.

FC Schalke 04 - Hamburger SV (1:0) 1:2

Wieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee geil!?!?!?!?!!!!!!!!

Der morgige Sonntag kann ja schon fast auch nur noch geil werden und das ultra-megageile Wochenende vollenden.

Ich muß allerdings dazu sagen, daß ich ja die ganze Woche nicht für´n Groschen Lust dazu hatte, auf Schalke zu fahren. Nun hatte ich die Karten aber schon seit Wochen und war zur gemeinsamen Auswärtsfahrt mit 2 Freunden verabredet. Hätte ich fahren müssen, hätte ich meine Karte vermutlich einfach entsorgt. Aber so war mir ja klar, daß es mich zumindest nichts kosten würde außer den 10-15 EUR für die Karte und einen ganzen Tag unterwegs mit zwischendurch ärgern...

Aber am Freitag wurde schon alles viel besser und ein endgeiles Wochenende nahm seinen Anfang. Da waren wir mittags schon mit 5 Kollegen zusammen essen – in der Sonne!!!!! Schon sehr geil.

Dann ein recht entspannter Nachmittag bei der Arbeit und schließlich begleitete mich mein neuer Stern ausnahmsweise auf der Bahnheimfahrt. Allerdings, weil sie zu Ihrem Stern nach Schweden über Kopenhagen mit der Bahn fuhr. Ich bin dann auch nicht ausgestiegen in Lübeck sondern eine Station nach Oldenburg (schwarz) weitergefahren, um mich dort von meinem Kumpel abholen zu lassen. Die Fahrt war für mich schon sehr schön und ich glaube, daß ich mich wohl nun wieder verliebe – wenn´s auch abermals sinnlos sein wird... Macht nix.

Naja, mit meinem Kumpel hatte ich dann noch einen sehr schönen Abend und da begann glaube ich schon langsam das Gefühl, daß ich den Samstag aber auch genießen wollte, selbst wenn wir nun mal wieder verlieren.

Als der Hahn um 7:30 krähte, ging ich allerdings mit dem Gedanken in den Tag, daß es ja vielleicht doch was werden könnte. Und es schien auch schon die Sonne – geil!

Und dann kam es auch sehr geil, daß ich auf dem Weg zum Bahnhof eine meiner Nachbarinnen traf. Genau diejenige, die mich auch vor der Abfahrt zum Werder-Spiel sah und gleich orakelte, daß ich mir das auch sparen könne, da der HSV ohnehin verlieren würde. Heute morgen kam sie gar nicht von selbst auf das Thema Fußball und so sagte ich nach der Begrüßung, daß ich nun auf dem Weg dazu sei, mir die nächste Klatsche abzuholen. Und da sagte sie doch glatt, daß der HSV auf Schalke durchaus eine Chance habe. Sie sprach von Unentschieden und ich sagte, daß ich damit ja auch durchaus leben könne. Ich glaube, daß ich doch bis dahin noch sehr negativ war, aber von da an habe ich mir definitiv gesagt, daß ich den Samstag genießen will und an das HSV-Spiel auch mit positiven Gedanken gehen muß.

Klappte auch, denn von da an schaffte ich es, mir zu denken, daß wir da nicht verlieren werden. Mindestens ein Unentschieden sollte es werden.

Die Bahnfahrt nach Hamburg habe ich schon mit guter Laune über das Wetter und Gedanken an die Liebste verbracht. Und dann auf der Autofahrt ab Hamburg mit André und Sandra hatte ich noch eines meiner kultigsten Toiletten-Erlebnisse. Wie hielten in Münster auf der Autobahnfahrt an und ich ging doch auf der Tankstelle auf die Toilette. So etwas hatte ich bisher noch nicht gesehen. Eine Autobahntoilette mit einem Drehkreuz!!!!! Wo man 50 ct einwerfen mußte, um die Toilette benutzen zu können und dann einen Coupon dafür in die Hand bekommt. Das habe ich nun wirklich noch nicht gesehen.  Und drinnen wurde dann Entspannungsmusik gespielt. So Yoga-meditationsmäßig... ;-)  Richtig geil.
Übrigens konnte man mit dem Coupon dann aber zumindest für 50 ct auch etwas auf der Tankstelle kaufen. Wenigstens was.

Dann gings weiter Richtung Halle auf Schalke, die sich ab nächstes Jahr dann ja auch verkauft hat in Veltins-Arena oder so. Jedenfalls hatte der gute Rudi Assauer ja früher immer getönt, daß Schalke das NIEMALS machen werde. Soweit dazu.

Irgendwann kamen wir dann auch in der größten Sporthalle Deutschlands an. Naja, erstmal kam der zeitintensive Weg ins Stadion. Das Warten vom Stadioneingang dauerte lange ca. 15 – 20 Minuten. Und weil es da so gar nicht voranging, gab es auch zunehmend Gemaule aus der Menge. Es dauert aber auch wirklich ewig, bis man da durch war mit der ganzen Horde. Ich sah das aber ganz gelassen, denn das Wetter war schön und es beunruhigt mich längst nicht mehr so, wenn mir mal droht, ein paar Minuten eines Spiels zu versäumen.

Aber ich war ja pünktlich da und durfte gleich den herrlichen Beginn des Spiels miterleben. Man könnet fast unken, daß es auch nichts geschadet hätte, noch ein paar Minuten länger am Tor zu warten. Denn nach 3 Minuten war es schon so weit: Schalke machte genau das, worüber ich mich gestern noch mit meinem Kumpel unterhalten hatte: Wir dürften ja nicht wieder früh in Rückstand gehen. Nun war es leider passiert....

Für einen kurzen Moment bröckelte meine gute Laune auch dahin, aber dann sagte ich mir, daß ich den Samstag doch genießen wolle – selbst wenn wir nun tatsächlich auf die Mütze bekämen. Wobei das ja gar nicht geht, denn ich habe in der ganzen Saison ja noch keine einzige Auswärtsniederlage gesehen. Bisher nur 1 Unentschieden (in Bremen) und dazu Siege in Rostock, Gladbach, Bochum und Bielefeld.  

Aber die Mannschaft war irgendwie noch nicht so schnell wieder erwacht und Schalke spielte anfangs echtes Pressing. Die schnrüten uns total ein und man durfte echt Angst haben, ob wir uns gleich die nächsten Tore fangen... Da wurde vorm eigenen Tor der Ball quer- und zurück geschoben, daß es einem schlecht werden konnte!

Allerdings hielt Schalke dieses Spiel glücklicherweise nicht lange durch. Vielleicht so ca. 20 Minuten und dann wendete es sich doch merklich. Der HSV spielte zwar keinesfalls toll, aber sie wurden in meinen Augen langsam feldüberlegener. Ich hatte da zumindest nicht mehr so viel Angst. Allerdings hatten wir auch kaum tolle Chancen. Und mir fiel in der ersten Halbzeit extrem auf, wie oft wir Stockfehler am Ball hatten. Da hüpfte die Kugel einem nach dem anderen ständig vom Fuß. Unglaublich. Ich dachte schon, daß man sich doch die Bälle des Gegners auch in der Woche vorm Spiel mal zum Training besorgen kann.

Was man sich allerdings nicht besorgen kann, ist die Stadionathmosphäre des Gegners. Und die ist auf Schalke ja sehr eigen. Wohlgemerkt EIGEN -  nicht großartig. Die Stimmung fand ich wirklich bescheiden. Selbst in Führung liegend kam da nicht so richtig viel rüber in meinen Augen. Und richtig schlimm finde ich (ganz persönlich) dieses Hallenambiente. Ich meine, Fußball ist ein outdoor-Sport und durch das offenbar immer verschlossene Dach wird das doch total entfremdet. Wie sonst wäre es zu erklären, daß bei dem geilen Wetter heute das Dach trotzdem die ganze Zeit geschlossen war; bis auf einen kleinen Spalt in der Halbzeit, um wenigstens mal etwas von dem ekligen Mief rauszutransportieren.

So war es auch sehr geil, daß wir nach dem Ausgleich zum 1:1 durch eine Hereingabe von Beinlich und schönem Kopfball (aus abseitsverdächtiger Position) von Wicky die HSV-Kurve sehr schnell skandierte :“Macht sie alle, schießt sie aus der Halle“ – was ich sonst vom Eishockey und Handball kenne – eben wirkliche Hallensportarten.

Jedenfalls erholte sich Schalke vom Gegentreffer nicht so leicht. Da gab es nicht sofort einen Sturmlauf der Schalker. Aber leider zog sich der HSV einen Moment lang ein wenig zurück. Um dann doch wieder seine Chance wahren zu wollen. Aber ich hatte ja zumindest schon die Hoffnung und den Glauben, daß wir zumindest eine gute Chance hätten, den erhofften Punkt mitzunehmen. Das wäre nach der zuletzt schlechten Serie ja schon sehr geil und motivierend gewesen. Ausgerechnet auf der Arena auf Schalke, beim Titelaspiranten, der zu Hause eigentlich sehr gut spielt, einen Punkt zu entführen. 

Aber es sollten ja sogar noch deren drei werden!!!! Wie das eben im Fußball so ist, passierte eine der typischen Geschichten: Gerade Emile Mpenza, der einige Jahre auf Schalke gespielt hatte und im Unfrieden gegangen war, wurde durch einen sensationellen Hackenpaß (allerdings blind) in Szene gesetzt und konnte im Zweikampf mit Torwart und Abwehrspieler dafür sorgen, daß der Ball an allen dreien vorbei ganz langsam zur Linie und hinüber trudelte. Wie endgeil ist das bitte ?  Gerade er. Und dann geht der Ball so superlangsam rein, daß man noch zwischendurch zum Linienrichter gucken konnte! Ich meinte ja hinterher, daß sich der Mpenza ist der Zeit sicherlich schon einen ....... hätte (kann man hier schlecht schreiben) und André meinte, daß man noch in aller Ruhe zwischendurch ein Bier hätte holen können, um dann darauf anzustoßen, daß der Ball nun über die Linie gehen würde.

Jedenfalls total geil, daß die Mannschaft tatsächlich die Führung geschafft hatte. Und es waren nur noch 3 Minuten zu spielen. Das mußte doch einfach mal klappen! Obwohl ich trotzdem richtig Bammel hatte und Schalke jetzt wirklich nochmal aufdrehte. Kommt einem ja zumindest immer schnell so vor. Und der Schiri ließ auch eine unendlich scheinende Zeit nachspielen. 3 Minuten waren es aber wirklich sicherlich. Obwohl ich mich nur an eine einzige Behandlungspause erinnern konnte. Und Schalke hatte auch noch Chancen. Aber die parierte Wächter, der heute ohnehin sehr gut aufgelegt war, perfekt. Direkt vorm Schlusspfiff bekam Schalke auch noch einen Freistoß, den Wächter per Glanzparade vereitelte. Und dann war aber endlich Schluß und ich konnte dieses perfekte Fußballereignis bejubeln. Mann, war das geil. Sorry, aber dieses Wort muß einfach so fallen. Danach stellten wir fest, daß draußen auch purer Sonnenschein war, wenn man die Sporthalle verließ. Was für ein schöner Tag. 

Leider hat auch Leverkusen auswärts gewonnen, aber durch unseren Sieg sind wir weiterhin einen Punkt voraus. Und da Dortmund nach Führung doch nur Uneschieden gespielt hat gegen Bielefeld, haben wir vor denen 5 Punkte Vorsprung. 3 Punkte sind es bis zum 4. bzw. 5. Platz.

Nun gilt es, das nächste Heimspiel gegen Rostock zu gewinnen. Die haben durch den erneuten Heimsieg gegen Stuttgart ja sogar wirklich nochmal eine Chance auf den Klassenerhalt. Ich wünsche mir auch, daß sie das schaffen. Allerdings dürfen sie die Punkte erst ab dem Spiel in der übernächsten Woche einfahren...

Meine Spielerbewertung:

Wächter: Da müßte man eigentlich nochmal einige Szenen im TV sehen, um feststellen zu könne, ob das wirklich so geile Paraden waren, wie es im Stadion aussah. Aber tendentiell: Note 1

Reinhard: wieder kompromisslos, gut und fehlerlos. Da gab es null zu meckern: Note 2

Van Buyten: Wie auch Reinhard meist der 1. Sieger. Bis auf die Anfangsphase, in der es insgesamt drunter und drüber ging: Note 2

Benjamin: fiel mir auf der rechten Seite kaum auf: Note 3

Klingbeil: der wirkte heute auf mich sehr positiv. Zwar gewohnt oft im Rückwärtsgang, aber für ein Auswärtsspiel beim Titelanwärter auch ungewöhnlich oft offensiv unterwegs: Note 2

Wicky: erstmals nach einigen Wochen Verletzung wieder im Team. Wirkte in der ersten Halbzeit noch sehr unsicher und wenig strukturiert auf mich. In der 2. Halbzeit aber o.k. und mit dem wichtigen Ausgleich: Note 3

Beinlich: wieder gut; auch mit defensiven Akzenten und erneuter Torvorlage: Note 2

Mahdavikia: kam für Jarolim in die HSV-Elf und zeigte sich sehr bissig. Offensiv ist er mir gar nicht so oft und toll in Erscheinung gefallen, aber defensiv war er richtig bissig. So wieder ein absoluter Gewinn fürs Team: Note 2-

Moreira: Ich fand ihn zwar nicht genial, aber er hatte gute Szenen. Vor allem hat er natürlich einen sensationellen Pass vorm 2:1 gebracht. Blind hinter sich in den Raum mit der Hacke gespielt. Das hatte schon was: 3+

Takahara: konnte heute nicht viel bewirken: Note 4

Mpenza: Bis auf das Tor fiel er ansonsten auch kaum auf. Grundsätzlich ist es mir zu wenig, wenn einer einzig und allein darauf lauert, einen Pass in die Tiefe erlaufen zu können. Daher trotz des entscheidenden Tores nur eine knappe: Note 3-

Kucukovic: kam für Taka und war noch unauffälliger. Ich dacht mir öfter mal, daß er wenigstens so entschieden angreifen könnte wie Taka, um den Gegner vom Ball zu trennen: Note 4

Schiri: ich fand den Schiri super-kleinlich und eher latent für Schalke pfeifend. Aber das waren alles keine entscheidenden Szenen: Note 3-

Tabelle des Spieltages

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
kicker: 1. Bundesliga, 2004/05, 29. Spieltag 

FC Schalke 04 -  Hamburger SV  1:2 (1:0) 

Allgemeine Informationen
FC Schalke 04:  F. Rost - Oude Kamphuis, Waldoch, Krstajic, Rodriguez - Poulsen - Hamit Altintop, Kobiashvili - Sand - Asamoah, Ailton - Trainer: Rangnick

Hamburger SV:  Wächter - Benjamin, B. Reinhardt, van Buyten, Klingbeil - Wicky - Mahdavikia, Beinlich - Moreira - Takahara, Mpenza - Trainer: Doll

Tore:   1:0 Asamoah (3., Rechtsschuss, Vorarbeit Sand), 1:1 Wicky (61., Kopfball, Beinlich), 1:2 Mpenza (87., Rechtsschuss, Moreira)

Eingewechselt:   46. Hanke für Hamit Altintop, 84. Delura für Asamoah - 57. Kucukovic für Takahara, 88. Schlicke für Moreira, 90. Jarolim für Mahdavikia

Schiedsrichter:  Kircher 
Zuschauer:  61524 (ausverkauft)
Gelbe Karten:  Hamit Altintop, Poulsen, Hanke, Kobiashvili, Sand, Krstajic - Wicky, B. Reinhardt

Spielbericht
Nach dem 0:3 in Stuttgart fehlten Schalkes Coach Ralf Rangnick der Gelb-gesperrte Bordon und Gelb-Rot-Sünder Lincoln. Für die beiden Brasilianer sowie den verletzten Pander kamen Krstajic, Waldoch und Hamit Altintop neu ins Team. Des Weiteren begann ganz vorne wieder Sand für Hanke. HSV-Trainer Thomas Doll veränderte seine Anfangsformation gegenüber dem 1:2 gegen Bremen auf drei Positionen: Für Schlicke, Jarolim und Kucukovic schickte er Wicky, Mahdavikia und Mpenza aufs Feld.

Prima Auftakt für die "Königsblauen" nach drei Spielminuten: Asamoah und Sand, der etwas zurückgezogen hinter den Spitzen agierte, durchquerten im Zusammenspiel das Mittelfeld. Der Däne schüttelt Wicky ab und spielte in die Mitte in den Lauf des gebürtigen Ghanaers, der Wächter aus zwölf Metern mit einem Flachschuss keine Abwehrchance ließ.

Die frühe Führung spielte Schalke in die Karten. Die Heimelf zog sich etwas weiter zurück. Die Abwehr, in der Rodriguez auf der linken Seite und Waldoch neben Krstajic im Zentrum spielte, hatte keinerlei Probleme, die zunächst ungenauen Angriffsversuche der Hanseaten zu unterbinden. Dabei verrichtete der Tabellenzweite große Laufarbeit, doppelte ständig den ballführenden Akteur der Gäste. Schnelle Ballverluste der Hamburger waren die Folge - allerdings ohne dass der Meisterschaftsaspirant sich durch den einen oder anderen Konter Torchancen erarbeiten konnte.

So hing die Partie Mitte des ersten Durchgangs durch. Nennenswert waren nur ein allerdings harmloser Kopfball des Ex-Schalkers Mpenza nach einem Freistoß von Beinlich (20.), sowie ein ebenso schlecht platzierter Fernschuss von Wicky (26.).

Der HSV bemühte sich nach Kräften, brachte aber nichts Entscheidendes zustande. Auf der anderen Seite stand eine pomadig agierende Rangnick-Elf, die nicht mehr tat als notwendig. So strapazierten beide Teams die Geduld ihrer Fans, boten kaum Kombinationen über mehr als zwei Stationen, wenig Tempo, kaum Torszenen und verabschiedeten sich ohne weiteren Höhepunkt in die Halbzeitpause.

Schalke begann den zweiten Durchgang mit Hanke für Altintop. Doch nicht die nach wie vor indisponierten Schalker, bei denen ein Fehlpass den anderen jagte, sondern der HSV übernahm nun immer mehr das Kommando. Die Norddeutschen kombinierten gefällig durch das Mittelfeld bis zum gegnerischen Strafraum, wurden dort aber von den meist souveränen Krstajic & Co. in Schach gehalten.

Gegen die allzu passive Heimelf aber sollten sich aber durch die Daueroffensive der Hanseaten fast zwangsläufig Chancen ergeben. Van Buytens Freistoß segelte leicht abgefälscht in die Arme von Rost (52.), nach Beinlichs Ecke wurde der Hüne von Krstajic und Waldoch gerade noch am Kopfball gehindert (56.).

Ein erneuter Standard sollte dann den verdienten Ausgleich bringen: Beinlichs Freistoß wurde von der S04-Abwehr zunächst aus der Gefahrenzone geköpft. Doch erneut kam der Routinier in halbrechter Position an den Ball und flankte wieder in die Mitte. Dort überlistete Wicky die Abseitsfalle der Heimelf und köpfte unbedrängt aus vier Metern per Aufsetzer ins rechte Eck (61.)

Nach dem Ausgleich wachte Schalke zwar aus seiner Lethargie auf, konnte sich aber nur selten in Szene setzen. Krstajics Freistoß, den Wächer prächtig parierte, war da schon die Ausnahme (66.). Die bessere Spielanlage zeigte in einer nun umkämpften Partie - Schiedsrichter Kircher zückte allein im zweiten Durchgang sieben Mal "Gelb" - der HSV. Und hätte Beinlich seinen Freistoß aus 22 Metern ein paar Zentimeter weiter rechts platziert, wäre Hamburg schon ganz nah dran gewesen am siebten Auswärtssieg (73.).

So musste Wächter sein ganzes Können aufbieten, um einen Knaller von Sand aus zwölf Metern zu entschärfen (80.). 

Ausgerechnet mit Hilfe des ansonsten so zuverlässigen Krstajic ließ Hamburg dann kurz vor dem Ende aber doch jubeln: Moreira spielte einen Pass von Beinlich aus dem Mittelfeld per Hackentrick in den gegnerischen Strafraum, wo der Kroate gegen Mpenza eigentlich die bessere Position hatte. Doch der Ex-Schalker tackelte mit der rechten Fußspitze und spitzelte den Ball aus elf Metern an Rost vorbei ins linke untere Eck (87.).

Mit dem Mute der Verzweiflung warfen die "Königsblauen" alles nach vorne. Erneut der überragende Wächter hielt den "Dreier" bei einem Freistoß von Oude Kamphuis in der Nachspielzeit mit einer weiteren Glanzparade fest.

Nach enttäuschender Leistung erlitt Schalke gegen den HSV eine verdiente Niederlage. Nach früher Führung erstarrte der Tabellenzweite im weiteren Verlauf in Passivität. Hamburg kam immer besser ins Spiel und drehte die Partie im zweiten Durchgang zu seinen Gunsten. Die Meisterschaftsträume der Schalker sind damit wohl ausgeträumt, während die Doll-Elf ihre UEFA-Cup-Chancen wahrte.

Spielereignisse im Detail
Schlusspfiff 
 
90 Wächter hält den Sieg fest. Die Nummer eins des HSV fliegt nach einem Freistoß von Oude Kamphuis und rettet mit Superparade den "Dreier" der Hanseaten. 
 
87
 Moreira leitet einen Pass aus dem Mittelfeld mit der Hacke in den Strafraum weiter. Dort gewinnt Krstajic das Laufduell gegen Mpenza, der aber den Ball mit der Fußspitze erwischt und an Rost vorbei ins linke Eck spitzelt. 
 
81 Auf der Gegenseite köpft Mpenza einen weiten Flankenball von Beinlich zwei Meter über das Tor. 
 
80 Wächter mit seiner nächsten Riesenparade. Der Keeper faustet Sands Geschoss aus zwölf Metern aus dem rechten Eck und ist auch bei Asamoahs Hackentrick Sekunden später auf dem Posten. 
 
73 Kräftig durchatmen, Herr Rost. Ein Freistoß von Beinlich aus halbrechter Position segelt um Zentimeter am rechten Winkel vorbei. 
 
69 Hanke legt auf Sand ab, der aus 18 Metern sofort abzieht. In Rücklage jagt der Däne den Ball aber hoch über die Querstange. 
 
66 Nun mal wieder S04: Krstajic zirkelt einen Freistoß aus 25 Metern direkt aufs linke obere Eck. Wächter fliegt heran und faustet den Ball mit Glanzparade aus dem bedrohten Eck. 
 
61
 Beinlichs Freistoß von halbrechts wird aus dem Strafraum geköpft. Wieder kommt Beinlich ans Leder und schlägt den Ball in die Mitte. Dort überwindet Wicky die Abseitsfalle und köpft aus vier Metern ins rechte untere Eck ein. 
 
59 Gefährliche Ecke von Beinlich. Van Buyten steigt in der Mitte hoch, kann aber von Krstajic und Waldoch mit vereinten Kräften abgeblockt werden. 
 
51 Mpenza tritt an und düpiert Poulsen. Der lässt sich das nicht gefallen und foult den Belgier - Gelbe Karte. Den Freistoß schießt van Buyten Rost aus 30 Metern in die Arme. 
 
48 Bei Schalke hat Trainer Rangnick mit Hanke nun einen zusätzlichen Stürmer eingewechselt - Altintop durfte frühzeitig unter die Dusche. 
 
  Anpfiff 2. Halbzeit 
 
  Halbzeitpause 
 
  Abpfiff 1. Halbzeit 
 
43 Endlich mal wieder ein schneller Angriff der Schalker. Koviashvili auf Ailton, der von der linken Außenbahn sofort in die Mitte flankt. Asamoah und Sand kommen zu spät, Moreira klärt zur Ecke. 
 
42 Altintops Freistoß aus 30 Metern geht drei Meter links vorbei. 
 
39 Der HSV belagert den Schalker Strafraum. Krstajic & Co. bringen den Ball nicht weg, doch die Hamburger kommen nicht in Schussposition. Poulsen bereinigt schließlich die Situation. 
 
37 Asamoah versucht sich mit einer Körpertäuschung an Reinhardt vorbeizuschlängeln. Doch der Abwehrrecke passt auf, stellt seinen Körper dazwischen und entscheidet am Ende den Zweikampf fair für sich. 
 
34 Ein Fernschuss von Altintop aus 25 Metern weit am Kasten vorbei wird hier, weil eine der besseren Szenen, schon beklatscht ... 
 
29 Altintops Hereingabe aus dem Hablbfeld erwischt Krstajic aus elf Metern per Kopf - drei Meter über den Querbalken. 
 
26 Wicky zieht aus 25 Metern einfach mal ab. Rost zeigt gutes Stellungsspiel und hält sicher. 
 
20 Freistoß von Beinlich aus der rechten Halbposition. Der Ball fliegt auf den Kopf von Mpenza, doch der platziert die Kugel genau auf Rost, der mühelos abfangen kann. 
 
15 Nach dem frühen Tor ist die Luft etwas raus aus dem Spiel - S04 gewinnt mehr Zweikämpfe, kann aber momentan auch keine Torchancen erarbeiten. 
 
9 Nach dem frühen Rückstand versucht der HSV, ins Spiel zu kommen. Noch aber fehlt den Hanseaten die Genauigkeit ... 
 
3
 Asamoah läuft im Mittelfeld Richtung Tor und setzt Sand per Hackentrick in Szene. Der schüttelt Wicky ab und spielt wieder auf Asamoah, der sich in der Mitte freigeschlichen hat. Aus 12 Metern lässt er Wächter keine Abwehrchance. 
 
2 Bei S04 fehlen die gesperrten Bordon und Lincoln sowie der verletzte Pander. Waldoch, Krstajic und Altintop sollen sie adäquat ersetzen. 
 
Anpfiff 


 
 
dpa: Schalker Eigentor lässt Titelträume platzen

Von Uli Brünger, dpa

Gelsenkirchen (dpa) - Ein Eigentor von Mladen Krstajic in der 87. Minute beim Spiel gegen den Hamburger SV hat die Meister-Hoffnungen des FC Schalke 04 auf ein Minimum sinken lassen.

Bedrängt vom ehemaligen Schalker Emile Mpenza spitzelte der Nationalspieler aus Serbien und Montenegro den Ball zur 1:2 (1:0)-Niederlage gegen die Hanseaten ins eigene Netz. Vor 61 524 Zuschauern in der ausverkauften Arena «AufSchalke» hatte Gerald Asamoah die Schalker schon in der 3. Minute in Führung gebracht, ehe dem Schweizer Raphael Wicky (61.) der verdiente Ausgleich gelang. Während Schalke seine Titelträume in der Fußball-Bundesliga wohl begraben muss, kann der HSV weiter auf einen Startplatz im UEFA-Cup hoffen.

«Wir waren nach der Führung viel zu passiv und haben aus dem 1:0 kein Kapital geschlagen. Jetzt geht es wohl nur noch darum, den zweiten Platz zu verteidigen», sagte Trainer Ralf Rangnick nach der zweiten Niederlage hintereinander. Sein Kollege Thomas Doll war dagegen überglücklich: «Ich freue mich einfach für unsere Jungs. Alles, was wir uns von Anfang an vorgenommen hatten, haben wir in der zweiten Spielhälfte umgesetzt. Man hat gesehen, was möglich ist, wenn man selbstbewusst nach vorne spielt.»

Beide Mannschaften mussten stark ersatzgeschwächt antreten. Bei Schalke fehlten die gesperrten Brasilianer Lincoln und Marcelo Bordon sowie Sven Vermant (Mandelentzündung) und der frisch operierte Christian Pander. Die Hanseaten mussten auf Spielmacher Sergej Barbarez (Rot-Sperre), Innenverteidiger Khalid Boulahrouz und Stürmer Benjamin Lauth verzichten.

Die Gastgeber begannen eine Woche nach dem 0:3 in Stuttgart aggressiv und zielstrebig. Gleich die erste klare Aktion führte zum Erfolg: Nach glänzender Vorarbeit des mit einer Gesichtsmaske spielenden Ebbe Sand vollendete Asamoah zur Schalker Führung. Danach verflachte die Partie, auch weil der HSV nicht zu seinem Spiel fand. Vor allem die Pässe in die Spitze kamen zu ungenau, so dass Rückkehrer Mpenza und Naohiro Takahara ziemlich in der Luft hingen.

Auch nach dem Wechsel versuchten die Schalker aus unerklärlichen Gründen, den Vorsprung zu verwalten. Trotz der Hereinnahme von Mike Hanke als drittem Stürmer gab es kaum konstruktive Aktionen nach vorn. Der HSV hingegen kam nach und nach immer besser ins Spiel und erntete nach gut einer Stunde den verdienten Lohn. Nachdem ein Freistoß von Stefan Beinlich schon geklärt schien, flankte der Mittelfeldspieler erneut in den Schalker Strafraum, und Wicky nutzte freistehend die Chance zum Ausgleich.

Erst danach wurde die Partie etwas besser, ohne dass sich eine Mannschaft zunächst noch klare Torchancen erspielen konnte. Die beste Möglichkeit der Gastgeber hatte Krstajic, dessen Freistoß aus gut 25 Metern vom großartig parierenden HSV-Schlussmann Stefan Wächter jedoch aus dem Winkel gefischt wurde. Drei Minuten vor dem Ende unterlief Krstajic das folgenschwere Eigentor.


 
 
sport1: 
Schalke verspielt den Titel

Gelsenkirchen - Emile Mpenza kennt die Schmerzen und die Trauer, die es bereitet, wenn einem der sicher geglaubte Meistertitel noch genommen wird. 2001 war es, als dem damals in Schalker Diensten stehenden Belgier in letzter Sekunde die berühmt gewordene "Vier-Minuten-Meisterschaft" noch von den Bayern weggeschnappt wurde.

Schalkes neue Aufgabe
Vielleicht hatte Mpenza Mitleid mit seinen alten Kollegen, als er in der 87. Minute den 2:1-Sieg seines neuen Arbeitgebers Hamburger SV besiegelte. Anstatt in letzter Sekunde sind Schalkes Meisterträume nun wohl schon fünf Spieltage vor Schluss zerplatzt.
So sieht das auch Schalkes Trainer Ralf Rangnick. "Wir brauchen gar nicht mehr nach Platz eins zu schauen, sondern müssen uns um die Verteidigung des zweiten Platzes bemühen. Das ist unsere Aufgabe", sagte Rangnick.

Hoffnung auf den Pokal
Ähnliches Vokabular hatte der Schwabe bereits in der Vorwoche nach dem 0:3 beim VfB Stuttgart bemüht. Seine damaligen Worte haben durch die neuerliche, verdiente Niederlage noch mehr Wahrheitsgehalt bekommen. 
Schalke und der Titel - auch im Jahr 2005 wird es so weit nicht kommen. Zumindest nicht in der Meisterschaft. "Jetzt wollen wir ins Pokalfinale kommen", sagte Rangnick trotzig. Doch mit der Leistung vom Spiel gegen Hamburg wird auch das Pokal-Halbfinale gegen Werder Bremen mindestens zur Zitterpartie.

"Es ist vorbei"
"Uns hat heute der letzte Biss gefehlt. Das kann nicht sein, wenn es um die Deutsche Meisterschaft geht", zeigte sich Stürmer Ebbe Sand unversöhnlich. Zerknirscht fügte der Däne hinzu: "Realistisch muss man sagen, dass sechs Punkte Rückstand auf Bayern zu viel sind." Später fand Sand noch deutlichere Worte und sagte schmallippig: "Es ist vorbei."
Dabei hatte alles für die Schalker gesprochen. Den Ausfällen von Lincoln, Bordon (beide gesperrt), Pander und Vermant (verletzt) zum Trotz hatte Gerald Asamoah seine Mannschaft schon in der 3. Minute in Führung gebracht. Doch dies war das einzige Highlight, das die Gelsenkirchener in den 90 Minuten setzen konnten. Bereits in der Halbzeit hatte Sportmanager Andreas Müller analysiert: "Das ist etwas enttäuschend, was wir hier bieten."

Wächter überragend
Abgesehen von einigen Standardsituationen, in denen die Schalker am überragenden HSV-Keeper Stephan Wächter scheiterten, brachten die Hausherren aus dem Spiel heraus nichts zustande.
"Wir hatten einfach zu viele Abspielfehler", erklärte Rangnick, "und daraus resultierten dann Foulspiels und Freistöße für die Hamburger." Doch dieses Mal brauchte der HSV (in dieser Saison 14 Tore nach Standardsituationen) keine Freistöße, um zu Torerfolgen zu kommen.

Mpenza bestraft Assauer
Erst gab Stefan Beinlich seinen zwölften Assist in dieser Saison, den Raphael Wicky per Kopf verwertete (61.), dann schlug kurz vor Schluss (87.) die Stunde des Emile Mpenza. Der Ex-Schalker erzielte in Co-Produktion mit dem Schalker Verteidiger Mladen Krstajic das entscheidende Tor und bestrafte so Schalke-Manager Rudi Assauer für seine despektierliche Einschätzung des Stürmers.
Assauer hatte vor dem Spiel erklärt, Mpenza hätte nur dann den Status eines Top-Stürmers inne, wenn er seine mentalen Probleme in den Griff bekäme und mehr aus sich heraushole. Mpenza gab die Antwort auf dem Platz und war entsprechend sprachlos. "Unglaublich. Das ist für mich super", stammelte der von Verletzungen geplagte Belgier.

"Unnötig wie ein Kropf"
Während der HSV seine Mini-Krise beendete und im Kampf um die internationalen Startplätze nun wieder kräftig mitmischt (Bastian Reinhardt: "Der Sieg auf Schalke sollte uns soviel Selbstvertrauen geben, um auch die letzten Spiele erfolgreich zu sein), hat sich auf Schalke Ernüchterung breit gemacht. 
Selbst Keeper Frank Rost, sonst für seine aggressive Kritik bekannt, nahm sich zurück und sagte nur: "Diese Niederlage war unnötig wie ein Kropf."
Sollte Rost diese Worte nach dem Pokal-Halbfinale gegen Werder wieder in den Mund nehmen müssen, dann wäre eine grandiose Saison der Schalker wohl binnen drei Tagen zunichte gemacht.
Gregory Straub

Daten:
Hamburg besiegt den "Arena-Fluch"
 
Durchhänger
Schalke verlor erstmals unter Ralf Rangnick zwei Bundesligaspiele in Folge und muss in der aktuellen Verfassung sogar noch um die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation bangen. 

"Arena-Fluch" besiegt
Der HSV gewann erstmals ein Bundesligaspiel in der Arena AufSchalke. Damit ist der HSV im Kampf um einen Platz im internationalen Geschäft wieder voll im Rennen.

Verdammt lang her
Erstmals seit über fünf Jahren gewann der HSV wieder ein Auswärtsspiel nach einem 0:1-Rückstand.

Nervöse Schalker
S04 kassierte erstmals in dieser Saison in einem Ligaspiel sechsmal Gelb.

Schalke tat zu wenig
Die Schalker wirkten im Spiel gegen die Hamburger sehr lethargisch. Die Königsblauen gaben zu Hause nur ein Torschuss mehr ab als der HSV (13:12). Auch das Spiel überließen die Schalker über weite Strecken den Hamburgern. Der Hamburger SV hatte in der Arena mehr Ballkontakte als der Gastgeber (54 Prozent).

Guter Beinlich
Stefan Beinlich war einmal mehr die zentrale Anspielstation im Spiel der Hamburger. Der Ballverteiler hatte von allen Akteuren die meisten Ballkontakte (93) und war wie so oft an fast allen Torschüssen seines Teams beteiligt (acht von zwölf). Insbesondere als Vorbereiter war Beinlich stark. "Paule" legte nicht nur den Anschlusstreffer zum 1:1 durch Raphael Wicky auf, sondern gab auch ansonsten die meisten Torschuss-Vorlagen im Spiel (sieben). Mit nun acht Torvorlagen ist Beinlich gleichauf mit dem Stuttgarter Hleb der Top-Vorbereiter in der Rückrunde. Sein toller direkter Freistoß in der zweiten Spielhälfte hätte ein Tor verdient gehabt.

Tragischer Krstajic 
Mladen Krstajic war wie zuvor Marcelo Jose Bordon bei der Niederlage in Stuttgart die tragische Figur. Krstajic war zwar am Ende der Partie zweikampfstärkster Schalker (72 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen), aber was nützt dies vor dem Hintergrund, dass der Innenverteidiger vor dem entscheidenden 1:2 gegen Emile Mpenza eine Schritt zu spät kam.

Ailton tauchte ab
Ailton war im Spiel gegen den HSV kaum zu sehen. Der Brasilianer hatte von allen Spielern der Partie die wenigsten Ballkontakte (25) und gab zudem in 90 Minuten keinen Torschuss ab.