Bundesliga 2005/2006, Bundesliga, 20. Spieltag, Mittwoch, 08.02.06, 20 Uhr in der Hannoveraner AWD-Arena

Hannover 96 - Hamburger SV 2:1 (0:0)

Zu dem Spiel habe ich nicht gleich etwas geschrieben und nun mag ich nicht mehr, da es schon wieder das nächste Spiel gab.

DAS negative Ereignis dieses Spiels war die Tatsache, daß Ailton sich den Unterkiefer gebrochen hat und nun für ca. 6 Wochen ausfallen wird.

Ich fand eigentlich, daß der HSV besser gespielt hatte als zuletzt. Und Hannover fand ich auch nicht wirklich gefährlich. Nur leider erspielten wir uns zu wenig Torchancen. 

Leider waren wir noch sehr verschlafen nach der Halbzeit und kassierten dann prompt das Gegentor. Später dann auch noch nach einem Konter mit Sonntagsschuß das zweite Gegentor. Zwar konnten wir durch Barbarez noch den Anschlußtreffer erzielen und hatten dann eine druckvolle Phase, aber insgesamt war es wirklich zu wenig.

Die zweite Auswärtsniederlage hintereinander... Und nur 3,5 Stunden Schlaf bis zum nächsten Arbeitstag...

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
kicker: 1. Bundesliga, 2005/06, 20. Spieltag 
Hannover 96 -  Hamburger SV  2:1 (0:0) 

Allgemeine Informationen
Hannover 96:  Enke (3) - Troest (4), Vinicius (3), Zuraw (2,5), Tarnat (3) - Yankov (4), Balitsch (3), Dabrowski (3,5) - Ricardo Sousa (5) - Stajner (4), Hashemian (3,5) - Trainer: Neururer

Hamburger SV:  Wächter (3) - Mahdavikia (4,5), Boulahrouz (4), van Buyten (4,5), Atouba (3) - de Jong (4) - Jarolim (4,5), Beinlich (5) - Trochowski (5) - Barbarez (5), Ailton - Trainer: Doll

Tore:   1:0 Zuraw (48., Kopfball, Vorarbeit Stajner), 2:0 Hashemian (72., Rechtsschuss, Yankov), 2:1 Barbarez (81., Kopfball, Jarolim)

Eingewechselt:   62. Brdaric für Ricardo Sousa, 82. Delura für Hashemian, 87. Hahne für Yankov - 29. Takahara (5) für Ailton, 64. Lauth für Beinlich

Chancenverhältnis:  4:2

Eckenverhältnis:  1:9

Schiedsrichter:  Kircher  (Rottenburg), Note 2,5 - souverän, wurde auf keine harte Probe gestellt

Zuschauer:  40053

Gelbe Karten:  de Jong, Lauth

Spielnote:  4,5

Spieler des Spiels:  

 
Zuraw, Dariusz
Stand hinten stets sicher, durchbrach mit seinem herrlichen Kopfballtor zum 1:0 die Pattsituation im Spiel.

Analyse
Hannovers Trainer Peter Neururer musste weiterhin auf Mertesacker (Trainingsrückstand) und Lala (Rot-Sperre) verzichten. Überraschenderweise blieb im Vergleich vom 1:1-Unentschieden gegen Nürnberg am vergangenen Wochenende Bradric zunächst auf der Bank. Zudem war Delura aus der Anfangsformation gefallen, in der Yankov und Ricardo Sousa neu waren.

Beim HSV nahm Coach Thomas Doll gegenüber dem 2:1-Sieg gegen Bielefeld zwei Veränderungen vor: Für den schwachen Takahara kehrte der zuletzt Gelb-gesperrte Beinlich zurück in die Start-Elf. Damit rückte Barbarez vor in den Angriff, und Trochowski ins offensive Mittelfeld. Außerdem verdrängte der Afrika-Cup-Rückkehrer Atouba Wicky.

Nach einer kurzen Abtastphase verlieh der HSV dem Spiel deutlich seinen Stempel. Bereits in der achten Minute führten die Hamburger ihren dritten Eckball aus. Die Doll-Elf legte weite Laufwege zurück, ließ den Ball gut zirkulieren, konnte sich aber zunächst nicht gegen die engstehende Defensive der 96er durchsetzen.

Hannover ließ sich von den Gästen einschüchtern und igelte sich in der eigenen Hälfte ein. Gelegentliche Angriffe wurden leichtfertig vertändelt, zumeist standen drei Akteure einem deutlichen Hamburger Übergewicht gegenüber. Einzig bei Standardsituationen drang die Neururer-Elf bis zum gegnerischen Strafraum vor, doch da erledigten die HSV-Verteidiger ihre Aufgaben zuverlässig. Die Hanseaten wussten mit ihrer Feldüberlegenheit nichts anzufangen, es fehlte die zündende Idee oder der tödliche Pass, so dass Chancen Mangelware waren.

In der 29. Minute war die Partie für Ailton bereits beendet. Nach einem Zweikampf mit Balitsch zog sich der Brasilianer eine Verletzung zu. Erste Diagnose: Verdacht auf Unterkieferbruch. Takahara stürmte von nun an für die "Rothosen".

Erst in den letzten fünf Minuten des ersten Durchgangs wagten sich die 96er vor das HSV-Tor, doch Yankov verfehlte bei seinem 18-Meter-Schuss das Tor knapp (41.).

Hannovers Trainer Peter Neururer schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Niedersachsen begannen den zweiten Abschnitt mit deutlich mehr Schwung nach vorne und wurden dafür prompt belohnt: Stajner trat einen Eckball von der linken Seite weit auf den zweiten Pfosten. Zuraw wurde nicht konsequent gedeckt, so dass der Pole aus sechs Metern mit einem wuchtigen Kopfball unhaltbar einköpfte (48.).

Nach dem Rückstand verlor der HSV den Faden, die Doll-Elf agierte hilf- und konzeptlos. Hannover zog nun sein Spiel auf: Hinten ließen die 96er nichts anbrennen, nach vorne waren die Konter stets brandgefährlich.

Auch die Hereinnahme von Lauth brachte nicht mehr Torgefahr ins Spiel der Hamburger. Regisseur van der Vaart wurde an allen Ecken und Enden vermisst. So nutzten die cleveren Schützlinge von Peter Neururer die Gunst der Stunde, um zu erhöhen: Yankov spielte bei einem Konter steil zu Hashemian. Der Iraner machte seinen Landsmann Mahdavikia nass, nahm aus gut 20 Metern halblinker Position Maß und schoss mit Präzision. Der Aufsetzer schlug unhaltbar im rechten unteren Toreck ein (72.).

In den letzten zwanzig Minuten versuchte der HSV noch einmal alles zu geben, allen voran Mahdavikia, der das Spiel von der rechten Seite anpeitschte. In der 82. Minute schafften die kämpfenden Hanseaten den Anschlusstreffer: Jarolim flankte nach einem Eckball vor den Fünfmeterraum. Barbarez stieg hoch und köpfte vorbei am erstarrten Enke punktgenau in die Torecke.

In der Schlussphase wogte das Spiel hin und her. Hamburg startete wütende Angriffe, Hannover fuhr entlastende Konter. Doch die teilweise konfusen Sturmläufe der Nordlichter brachten nichts mehr ein, es blieb beim am Ende knappen 2:1-Sieg für Hannover.

Die 96er machten beim Nordderby nach einer passiven ersten Hälfte alles richtig und ebneten durch einen Zuraw-Kopfball und einem Traumtor von Hashemian den Weg zum Sieg. Dem HSV fehlte anfangs die Durchschlagskraft und wachte zum Schluss zu spät auf. Neben dem Rückschlag im Kampf um die Champions-League, fällt der Verlust von Ailton zusätzlich schwer.

Spielereignisse im Detail
  Schlusspfiff 
 
89 Trochowski geht vorbei an Hahne und probiert es mit einem Weitschuss, aber das Leder fliegt knapp vorbei. 
 
83 Eine Freistoßflanke von Mahdavikia kann Enke nicht richtig wegboxen. Tarnat ist aber noch da udn spitzelt das Leder weg. Atouba kommt noch dran, aber Enke ist zur Stelle und klärt. 
 
81
 Der Anschlusstreffer! Jarolim flankt nach einem Eckball vor den Fünfmeterraum. Barbarez steigt hoch und köpft vorbei am erstarrten Enke punktgenau in die Torecke. 
 
79 Stajner flankt einen Freistoß vor das Tor. Brdaric kommt frei aus sieben Metern zum Kopfball. Der eingewechselte Stürmer köpft nur knapp über die Latte drüber. 
 
72
 Traumtor! Stajner passt zu Yankov, der steil zu Hashemian spielt. Der Iraner macht seinen Landsmann Mahdavikia nass, nimmt aus gut 20 Metern Maß und schießt. Der Ball setzt vor Wächter auf und schlägt im rechten Toreck ein. 
 
69
 De Jong nimmt Stajner an der Seitenauslinie in die Beinschere. Der Tscheche fällt, Schiedsrichter Knut Kircher zeigt dem Niederländer konsequenterweise den Gelben Karton. 
 
67 Gute Möglichkeit für die Doll-Elf! Mahdavikia tritt eine Ecke von rechts auf Atouba. Der Kameruner köpft am kurzen Pfosten auf das lange Eck. Das Leder fliegt nur knapp über das Tor hinaus. 
 
64
 Die Hamburger bringen mit Lauth einen frischen Mann für die Offensive. Beinlich muss den Paltz verlassen. 
 
62
 Mit der Hereinnahme von Brdaric für Ricardo Sousa stellt Peter Neururer wieder auf das alte bewährte 4-3-3-System der 96er um. 
 
59 Trochowski nimmt sich ein Herz und versucht es mit einem Schlenzer aus 20 Metern. Der Schuss ist aber zu ungenau und fliegt in die Arme des bereit stehenden Wächters. 
 
53 Ricardo Sousa tritt einen Freistoß aus 30 Metern sehr gefährlich vor das Tor. Boulahrouz bekommt den Ball nicht weg, Zuraw ist zu überrascht. Wächter hat aufgepasst und schnappt sich das Leder. 
 
48
 1:0! Stajner tritt einen Eckball von der linken Seite weit auf den zweiten Pfosten. Zuraw wird nicht konsequent gedeckt und so steigt der Pole hoch und köpft aus sechs Metern unhaltbar ein. 
 
47 Hannover kommt munter aus der Kabine. Boulahrouz springt vorbei, der Ball springt gegen van Buyten und vor die Füße von Stajner. Der Tscheche schießt direkt aus neun Metern, aber das Leder fliegt vorbei. 
 
46 Keine Veränderungen auf beiden Seiten. Es kommt dasselbe Personal auf das Grün wie zum Ende der ersten Hälfte. 
 
  Anpfiff 2. Halbzeit 
 
45 Die erste Hälfte verlief relativ ereignislos. Hamburg dominierte die Szenerie, konnte aber mit der Feldüberlegenheit nichts anfangen. Hannover reagierte eher anstatt zu agieren. Daher blieben Chancen Mangelware. 
 
  Halbzeitpause 
 
  Abpfiff 1. Halbzeit 
 
42 Die beste Chance des Spiel bisher. Yankov vernascht van Buyten und schießt aus 18 Metern halbrechter Position. Der Aufsetzer geht nur knapp am Tor des HSV vorbei. 
 
39 Relativ gefährlicher Vorstoß der Gastgeber. Troest flankt von der rechten Seite in den Strafraum zu Hashemian. Der Iraner köpft aus 13 Metern, doch der Kopfball ist zu unplatziert und geht am Tor vorbei. 
 
31 Beinlich tritt eine Freistoß aus gut 40 Metern gefährlich vor das Hannover-Tor. Barbarez steigt hoch, bekommt aber keinen Druck hinter den Kopfball. Das Leder fliegt ins Toraus. 
 
29
 Bei dem Zweikampf mit Balitsch vor acht Minuten scheint sich Ailton an der Wange verletzt zu haben. Er kann nicht mehr weitermachen. Erste Diagnose: Unterkieferverletzung. Takahara stürmt jetzt für den Brasilianer. 
 
21 Ailton wird auf der linken Außenbahn gefoult und muss behandelt werden. Derweil tritt Mahdavikia eine Freistoßflanke auf den zweiten Pfosten, aber weder Freund noch Feind kommen an den Ball. 
 
7 Der HSV drückt nach vorne. Die Hamburger haben drei Ecken in Folge, aber außer Ailton, der in aussichtsreicher Situation den Ball nicht kontrollieren konnte, sprang noch Nichts heraus. 
 
  Anpfiff 
 
0 Auf Seiten des HSV kehren Beinlich (Gelb-Sperre) und Atouba (Afrika-Cup) zurück. Thomas Doll nimmt dafür Wicky uns Takahara aus der Elf, die am Wochenende 2:1 gegen Bielefeld gewann. 
 
0 Hannovers Coach Peter Neururer nimmt überraschenderweise Brdaric aus dem Team. Außerdem muss Delura zusehen. Neu in der Mannschaft ist Yankov und Ricardo Sousa.