Bundesliga 2005/2006, Bundesliga, 29. Spieltag, Sonntag,  09.04.06, 17:30 Uhr in der Hamburger AOL Arena

Auch hier habe ich wieder keinen Spielbericht geschrieben. 

Vom Spiel habe ich noch in Erinnerung, daß es in der 1. Halbzeit noch ganz o.k. war und wir durch einen für mich klaren Elfer in Führung gingen. In der 2. Halbzeit war es allerdings grausam. Durch Takahara konnten wir noch ganz am Schluß das 2:0 erzielen.

Wesentlich wichtiger war mir bei diesem Spiel allerdings ohnehin, daß meine Liebste (wohlgemerkt: MEINE Liebste; nicht: ich ihr Liebster...!) neben mir saß. Das geht mir momentan so und so viel mehr durch den Kopf als Fußball....
Und das in so einer genialen Saison. 

Aber glücklichweise werden meine Gefühle NICHT durch den Verstand gesteuert. Denn sonst wäre ich ja auch schon lange nicht mehr HSV-Fan! ;-)

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
kicker:  1. Bundesliga, 2005/06, 29. Spieltag 
Hamburger SV -  Borussia M'gladbach  2:0 (1:0) 

Allgemeine Informationen
Hamburger SV:  Kirschstein (3) - Mahdavikia (3,5), Boulahrouz (3), B. Reinhardt (4), Atouba (4) - Demel (3) - Jarolim (3), van der Vaart (4) - Barbarez (4) - Lauth (4), Ailton (4,5) - Trainer: Doll

Borussia M'gladbach:  Keller (3) - Fukal (3,5), Zé Antonio (3,5), Strasser (4), Daems (4,5) - Polanski (4) - Broich (5), Jansen (3) - Rafael (4), Kahe (5), Neuville (5) - Trainer: Köppel

Tore:   1:0 van der Vaart (34., Foulelfmeter, Linksschuss, Vorarbeit Barbarez), 2:0 Takahara (90+3., Linksschuss, Trochowski)

Eingewechselt:   70. Trochowski für van der Vaart, 81. Takahara für Ailton, 90. Karl für Lauth - 62. El Fakiri für Broich, 70. Sonck für Daems, 86. Thijs für Polanski

Chancenverhältnis:  4:2

Eckenverhältnis:  6:7

Schiedsrichter:  Kircher  (Rottenburg), Note 4,5 - lag beim Elfer richtig, hätte jedoch ein weiteres Mal auf den Punkt zeigen (Strasser gegen Mahdavikia, 45.) und Daems (56.) mit Gelb-Rot vom Platz schicken müssen.

Zuschauer:  57000 (ausverkauft)

Gelbe Karten:  Lauth - Daems, Neuville

Spielnote:  4

Spieler des Spiels:  
Demel, Guy
In neuer Rolle ein Gewinn, defensiv zuverlässig und mit viel Übersicht, dazu mit guten Ansätzen im Aufbauspiel

Analyse
Beim 2:0-Erfolg bei Schalke 04 holte sich de Jong seine 5. Gelbe Karte ab und musste deshalb zusehen. Für den Niederländer rückte sein Landsmann Boulahrouz ins Team, der bei Schalke ebenfalls wegen einer Gelb-Sperre gefehlt hatte. Zudem nominierte Trainer Thomas Doll Ailton für die erste Elf, Trochowski blieb draußen. Damit bekleidete van der Vaart die linke Mittelfeldposition.

Nach dem 2:1-Sieg gegen Dortmund stellte Trainer Horst Köppel auf einer Position um: Der gesperrte Oude Kamphuis (5. Gelbe Karte) musste zusehen, dafür rückte Mittelstürmer Kahe ins Team. Taktisch hatte dies zur Folge, dass Jansen nun im Mittelfeld agierte, während Neuville als linker Außenstürmer fungierte.

Hamburg brauchte den "Dreier", um auf die Bayern bis auf vier Punkte aufzuschließen und sich somit noch Chancen auf die Meisterschaft offen zu halten. Es dauerte, bis der HSV auf Betriebstemperatur kam. Nach neun Minuten setzte die Doll-Elf das erste Ausrufezeichen: Ailton bediente van der Vaart, der kurz vor dem Toraus auf Lauth flankte. Der Stürmer nahm das Leder direkt, doch Keller klärte per Faustabwehr. Fortan kontrollierten die "Rothosen" die Szenerie. Die Hausherren ließen den Ball gut laufen, setzten mit schnellem Kombinationsspiel ihren Kontrahenten unter Druck und fanden die Lücken in der Abwehr der "Fohlen", wie beispielsweise van der Vaart in der 15. Minute, als er Ailton mustergültig anspielte, doch der "Kugelblitz" traf nur den Innenpfosten. Der Ball sprang wieder ins Feld zurück.

Nach gut 20 Minuten traute sich die Borussia vermehrt nach vorne und befreite sich damit aus der kurzzeitigen Umklammerung der Hamburger. Die Köppel-Elf brachte die Abwehr der Nordlichter auch ins Wanken. Aber Rafael konnte aus einem Missverständnis zwischen Kirschstein und Reinhardt keinen Profit schlagen, da sein Pass den Adressaten nicht fand (19.). Sechs Minuten später übersahen Reinhardt und Atouba Rafael, doch Kirschstein war zur Stelle (25.).

Gerade in der Phase, als Gladbach das Hamburger Übergewicht egalisierte, schlug der HSV zu: Barbarez wollte an Keller vorbeigehen, der den Bosnier berührte. Der Hamburger kam zu Fall, und Schiedsrichter Knut Kircher zeigte auf den Punkt. Van der Vaart schnappte sich die Kugel und verwandelte souverän (34.).

Nach der Führung gestaltete sich die Partie ausgeglichen, das Spielgeschehen bündelte sich im Mittelfeld. Gladbach agierte bemüht, ohne gefährlich zu werden. Die Doll-Elf machte hinten die Räume eng, konnte sich in der Offensive aber keine guten Möglichkeiten mehr bis zur Pause herausspielen.

Nach dem Pausentee schienen beide Teams noch gedanklich in der Kabine geblieben zu sein, denn viele Abspielfehler prägten das mittlerweile zerfahrene Spiel. Die Hamburger erspielten sich eine optische Überlegenheit, aber keine Chancen. Der letzte Pass kam nicht an, da die "Fohlen" die Räume in der eigenen Hälfte eng machten.

Nach einer Stunde veränderte die Köppel-Elf die Kräfteverhältnisse zu ihren Gunsten, sie hatte nun mehr Feldanteile. Damit aber nicht mehr Torchancen. Einzig durch Standardsituationen wurden die Borussen gefährlich, doch weder Neuville (63.) noch Kahe (64.) konnten ihre Möglichkeiten nach Eckbällen verwerten.

Auch in der letzten Viertelstunde stieg das Niveau der Partie nicht mehr an. Viele Aktionen blieben Stückwerk, Tormöglichkeiten Mangelware. Ohne nennenswerte Höhepunkte plätscherte die Partie vor sich hin bis zur Nachspielzeit: Trochowski sah bei einem Konter die Lücke und passte in den Lauf des eingewechselten Takahara. Der Japaner ließ Thijs stehen und schob das Leder mit links an Keller vorbei zum 2:0-Endstand ein.

In der ersten Hälfte waren die Hamburger insgesamt überlegen und gingen verdient durch den Elfmeter von van der Vaart in Führung, im zweiten Durchgang machte der HSV nur noch das Nötigste und und erhöhten sogar noch auf 2:0. Die Nordlichter festigten mit dem Sieg den zweiten Platz und verkürzten den Abstand zu den Bayern auf vier Punkte, während die Borussia im Niemandsland der Tabelle versinkt.

Spielereignisse im Detail:
Schlusspfiff 
 
90
 Die Entscheidung! Konter der Hamburger über Trochowski, der Takahara bedient. Der Japaner geht an Thijs vorbei und schiebt das Leder mit links an Keller vorbei zum 2:0. 
 
90
 Kurz vor Schluss kommt Markus Karl zu seinem Bundesliga-Debüt. 
 
86
 Mit der Hereinnahme von Thijs tätigen die Gladbacher ihren letzten Wechsel. Der entkräftete Polanski geht vom Rasen. 
 
84 Konter der Gladbacher mit einem langen Ball auf das HSV-Tor. Rafael sprintet Richtung Tor, doch Kirschstein ist schneller und hat die Kugel sicher. 
 
81 Barbarez probiert es mit einem Schlenzer aus der Distanz. Doch das Leder fliegt einen halben Meter über das Tor. 
 
70
 Der Gelb-Rot-gefährdete Daems wird für Sonck eingewechselt. Horst Köppel bringt damit einen frischen Offensivspieler. 
 
70
 Torschütze van der Vaart verlässt das Feld, Trochoeski bekleidet nun die linke Mittelfeldposition. 
 
68 Atouba flankt von der linken Seite in die Mitte, wo Daems klären will. Der Belgier schießt den Ball unglücklich Richtung eigenes Tor. Glück im Unglück, denn das Leder geht vorbei. 
 
63 Nach einer Ecke schießt der freie Neuville Boulahourz an. Den folgenden Eckball köpft Kahe aus zehn Metern neben das Tor. 
 
62
 Broich konnte heute dem Gladbacher Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken. Für den Mittelfeldspieler kommt nun der Norweger El Fakiri. 
 
56 Der bereits verwarnte Daems rutscht Jarolim gefährlich von der Seite rein. Schiedsrichter Knut Kircher lässt weiterspielen. 
 
55 Mahadavika flankt den Ball gefährlich in den Strafraum, wo Zé Antonio aufgepasst hat und zur Ecke klärt. 
 
53 Jansen nimmt aus 35 Metern Maß und hämmert drauf, aber der Schuss ist zu ungenau und geht einige Meter vorbei. 
 
51 Van der Vaart bekommt an der linken Strafraumecke die Kugel und versucht Keller listig zu überlupfen. Das Leder landet aber auf dem Außenentz. 
 
46 Keine Veränderungen zu Beginn des zweiten Durchgangs. 
 
  Anpfiff 2. Halbzeit 
 
45 Hamburg war in der Anfangsphase das bessere Team. Gladbach wurde erst nach 20 Minuten stärker, geriet dann aber durch den Elfmeter in Rückstand, was bis dahin nicht unverdient war. So steht es zur Pause 1:0 für den HSV. 
 
  Halbzeitpause 
 
  Abpfiff 1. Halbzeit 
 
45 Bei einem Zweikampf im Strafraum der Borussia zwischen Mahdavikia und Strasser kommt der Hamburger zu Fall. Schiedsrichter Knut Kircher entscheidet auf Eckball. 
 
43 Ailton nimmt das Leder mit und hält aus 18 Metern drauf. Der Brasilianer erwischt das Leder nicht richtig und schießt ein paar Meter drüber. 
 
40
 Lauth rammt bei einem Luftduell Daems mit voller Wucht um. Dafür kassiert der Hamburger seine fünfte Gelbe Karte und muss nächste Woche zusehen. 
 
34
 1:0! Barbarez bekommt den Ball und will an Keller vorbeigehen, wobei der Bosnier zu Fall kommt. Schiedsrichter Knut Kircher zeigt auf den Punkt. Van der Vaart schnappt sich die Kugel und netzt souverän ein, Keller ist chancenlos. 
 
33 Einen Freistoß aus 25 Metern schießt van der Vaart in die Mauer, auch sein Nachschuss bleibt in der Mauer hängen. Beim dritten Ver 
 
29
 Daems steigt im Duell mit Jarolim dem Tschechen von hinten ein. Schiedsrichter Knut Kircher zeigt dem Belgier die Gelbe Karte, der ersten des Spiels. 
 
25 Jansen spielt den Ball von links außen flach in die Mitte vorbei an Reinhardt und Atouba. Am zweiten Pfosten lauert Rafael, der aus sechs Metern schießt. Kirschstein bekommt die Beine noch zusammen und wehrt ab. 
 
19 Durch ein Missverständnis zwischen Reinhardt und Kirschstein kann Rafael noch von der rechten Ecke des Fünfmeterraums in die Mitte passen. Doch Boulahrouz ist vor Kahe am Ball und bereinigt die Situation. 
 
15 Riesenchance für den HSV. Diesmal setzt van der Vaart Ailton in Szene. Der Brasilianer ist auf der linken Seite durch und schießt aus zehn Metern aufs lange Toreck. Das Leder kracht gegen den Innenpfosten und springt ins Feld zurück. 
 
9 Gute Szene der Hamburger. Ailton spielt in den Lauf von van der Vaart, der das Leder noch vor der Grundlinie rettet und von links auf den zweiten Pfosten flankt. Aus sechs Metern nimmt dort Lauth den Ball direkt, aber Keller klärt. 
 
  Anpfiff 
 
0 Bei den "Fohlen", die in der Vorwoche den BVB mit 2:1 bezwangen, verändert Trainer Horst Köppel sein Team auf einer Position: Für den gesperrten Oude Kamphuis kommt Kahe in die Mannschaft. 
 
0 Nach dem 2:0 bei Schalke 04 gibt es zwei Umstellungen beim HSV: De Jong (Gelb-Sperre) uns Trochowski bleiben draußen, Boulahrouz und Ailton stehen in der Start-Elf. 


 
sport1: HSV nutzt Bayern-Punktverluste
 
Hamburg - Der Hamburger SV nutzt weiter die Punktverluste von Bayern München und ist fünf Spieltage vor Saisonende wieder zu einem ernstzunehmenden Widersacher des deutschen Meisters im Kampf um den Bundesliga-Titel geworden.
Die Hanseaten liegen nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg über Borussia Mönchengladbach nur noch vier Punkte hinter dem Spitzenreiter auf dem zweiten Tabellenplatz.

van der Vaart trifft zur Führung
Rafael van der Vaart (34., Fouelelfmeter) und der eingewechselte Naohiro Takahara (90+3) machten mit ihren Toren Trainer Thomas Doll an seinem 40. Geburtstag damit das schönste Geschenk. 
Im Kampf um die direkte Qualifikation zur Champions League hielten die Hanseaten zudem den Nordrivalen Werder Bremen mit weiter drei Punkten auf Distanz.
Sportchef Dietmar Beiersdorfer hätte allerdings lieber am Samstag einen Münchner Erfolg an der Weser gesehen, um auf den Nordrivalen einen noch größeren Abstand zu haben. 
 
Ailton von Beginn an
Doll hatte erstmals nach seinem Kieferbruch Ailton an der Seite von Benjamin Lauth von Anfang an aufgeboten. Sergej Barbarez rückte bei den Hanseaten dafür auf die Spielmacherposition hinter den Spitzen und Rafael van der Vaart agierte im linken Mittelfeld. 
Mit dieser offensiven Ausrichtung übernahmen die Hausherren von Anfang an die Initiative. 

Neue Rekordkulisse
Vor der neuen Rekordkuliasse von 57.000 Zuschauern, der aufgrund eines Ausbaus im WM-Stadion zustande kam, musste Gäste-Schlussmann Kasey Keller bereits in der 9. Minute sein ganzes Können aufbieten, um einen frühen Rückstand zu verhindern.
Der US-amerikanische Nationaltorwart reagierte bei einem Volleyschuss von Lauth aus kurzer Distanz glänzend.

Ailton trifft den Pfosten
Der ehemalige Münchner "Löwe" war von Ailton und van der Vaart glänzend freigespielt worden. Ailton hatte in der 15. Minute Pech, als er nach einem Steilpass von van der Vaart nur den Innenpfosten traf. 
Schiedsrichter Knut Kircher verweigerte den Hamburgern in der 45. Minute zudem einen weiteren Strafstoß, als Jeff Strasser Mehdi Mahdavikia zu Fall brachte. 

Gladbach mit wenigen Chancen
Obwohl die Westdeutschen in Nando Rafael, Oliver Neuville und Kahe drei nominelle Spitzen aufgeboten hatten, kamen sie im ersten Durchgang nur durch Zufälle zu Torgelegenheiten. Die größte hatten sie bei einem Missverständnis zwischen HSV-Torwart Sascha Kirschstein und Bastian Reinhardt (19.).
Khalid Boulahrouz konnte den Ball aber klären. In der 25. Minute war dann Kirschstein mit einer glänzenden Fußbabwehr gegen Rafael zur Stelle. 
Ansonsten spielten nur die Norddeutschen, die außer ihrem Führungstreffer, vor dem Keller den von Lauth freigespielten Sergej Barbarez gefoult hatte, weitere gute Gelegenheiten durch Ailton und Lauth hatten.

Schwache zweite Halbzeit
In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild ein wenig. Die Gäste wurden nun etwas agiler und suchten ihre Chance. Der HSV ließ sich zu sehr zurückfallen und schien nur noch auf Konterchancen zu warten.
Van der Vaart verpasste mit einem Lupfer auf das Tornetz dabei in der 51. Minute allerdings nur knapp das zweite Tor.
Auf der anderen Seite klärte Boulahrouz bei einem Schuss von Neuville (63.). 

Demel und Barbarez stark
Guy Demel als "Staubsauger" vor der Abwehr sowie Barbarez gefielen bei den Hamburgern am besten.
Bei der Borussia ragten Nationalspieler Marcell Jansen sowie der stets gefährliche Rafael heraus.

Nachbericht:
Der HSV schielt auf Platz eins

München/Hamburg - Nach dem glanzlosen, aber wertvollen 2:0 (1:0)-Arbeitssieg über Borussia Mönchengladbach träumt der Hamburger SV wieder von der Meisterschaft.
23 Jahre nach letzten Titel haben die Hanseaten den Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern auf vier Punkte verkürzt.
Damit hielten die Hamburger auch den Drei-Punkte-Abstand auf den Tabellendritten Werder Bremen, der die Münchner am Samstag mit 3:0 geschlagen hatte.

Reinhardt blickt nach oben
"Natürlich wollen wir die Bayern noch einholen", sagte Bastian Reinhardt. "Wir schielen schon ein bisschen nach oben."
Und das hat seine Gründe, wie Reinhardt erläuterte: "Wir nehmen das schon zur Kenntnis, dass die Bayern im Moment nicht in der stärksten Verfassung sind. Da herrscht vielleicht ein bisschen Verwirrung."

Boulahrouz angriffslustig
Angriffslustig präsentierte sich auch Khalid Boulahrouz. "Wir machen Druck auf die Bayern. Jetzt sind wir ganz nah dran. Unser Ziel ist die direkte Qualifikation für die Champions League, egal ob als Erster oder als Zweiter", sagte der Niederländer.
Die Hamburger waren aber nicht nur wegen der Tore von Rafael van der Vaart (34., Foulelfmeter) und Naohiro Takahara (93.) gut drauf.

Doll feiert schönen Geburtstag
Die Rekordkulisse von erstmals 57.000 Zuschauern in der aufgestockten AOL-Arena feierte auch den 40. Geburtstag von Thomas Doll und widmete dem HSV-Trainer mit dem Abpfiff ein kräftiges "Happy Birthday".
Da blieben auch gute Wünsche von der Mannschaft nicht aus. "Die Meisterschaft!" wünschte Guy Demel seinem Trainer und fügte hinzu: "Man muss träumen dürfen!"
  
Zurückhaltung beim Jubilar
Das Geburtstagskind wollte davon allerdings wenig hören. "Wir sind auf einem richtig guten Weg, unseren zweiten Platz zu verteidigen. Das ist für mich das Wichtige", sagte Doll.
"Die erste Halbzeit war große Klasse", attestierte der Coach seiner Mannschaft. "Der ganze Tag war sensationell!"
Dass der HSV nach der Pause durchaus Probleme bekam, war Doll nicht entgangen. Aber er rechtfertigte das mit einem ungewöhnlichen Bekenntnis: "In der zweiten Halbzeit wollten wir nicht mehr in einen Konter laufen und kompakt stehen. Das haben wir sehr, sehr gut umgesetzt."

Reifeprozess beim HSV
Ein Reifeprozess, der den Hanseaten gegen Gladbach drei wertvolle Punkte einbrachte. "Wir haben mittlerweile gelernt, dass wir in erster Linie Ergebnisse holen müssen", erklärte Doll. 
Und wer weiß, ob Doll, der am Abend "mit der Familie noch schön Essen" ging und die große Party erst für die Sommerpause plant, dann nicht sogar mehr feiern darf als 40 Lebensjahre und die Qualifikation für die Champions League.

Gladbach im Niemandsland
Bei den Gladbachern dürfte es nach dem 34. Spieltag dagegen wenig zu feiern geben. Das Saisonziel, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, ist schon lange erreicht. Und für mehr scheint es nicht zu reichen. Vor allem auf Grund der desaströsen Auswärtsbilanz (nur ein Sieg, seit September sieglos).
"Wenn wir in Leverkusen etwas holen, können wir vielleicht noch einmal nach oben schauen", sagte Trainer Horst Köppel dennoch. 

Köppel sucht das Positive
Ob die Auswärts-Durststrecke der Borussen, die ihre vier letzten Gastspiele jeweils ohne eigenen Treffer verloren, gerade bei den formstarken Leverkusenern zu Ende geht, darf freilich bezweifelt werden.
Dennoch suchte Köppel das Positive. "In der zweiten Halbzeit haben wir ordentlich mitgespielt. Das war erfreulich nach den Leistungen von Kaiserslautern und Mainz", meinte der Coach.