1. Spieltag Fußball-Bundesliga

FC Bayern München - HSV 2:2 (1:1)

Das Spiel habe ich nur am Radio mitgehört und werde es im TV sehen. Daher kann ich nicht viel dazu sagen.
Ich finde, daß man Spiele nie nach Fersehzusammenschnitten beurteilen sollte.

Ich bin natürlich enttäuscht nach dem späten Ausgleichstreffer. Aber trotzdem halte ich es für einen sehr guten Saisonstart des HSV !
Die "offiziellen" Spielberichte findet Ihr weiter unten.

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.


Der kicker schreibt folgenden Bericht:
Bundesliga, 1. Spieltag, Bayern München - Hamburger SV 2:2 (1:1)

Elber rettete den FC Bayern 14.08.99

Bayern München: Dreher - Linke, Babbel, Lizarazu - Matthäus - Salihamidzic, Jeremies, Tarnat - Zickler, Jancker, Scholl

Hamburger SV: Butt - Panadic, Gravesen, N. Kovac, Hertzsch - Groth, Cardoso, Grammozis - Mahdavikia, Yeboah, Präger

Eingewechselt: 63. Strunz für Matthäus, 67. Basler für Salihamidzic, 72. Elber für Jeremies - 73. Hashemian für Yeboah, 90. F. Ernst für Cardoso

Tore: 1:0 Babbel (33.), 1:1 N. Kovac (35.), 1:2 Präger (82.), 2:2 Elber (90.)

Schiedsrichter: Merk, Dr.

Zuschauer: 63000 (ausverkauft)

Gelbe Karten: Jancker, Scholl - Cardoso

Kurzbericht:

Der eingewechselte Giovane Elber verhinderte mit seinem Tor Sekunden vor dem Spielende eine Auftaktpleite für den deutschen Meister Bayern München. Durch einen Kopfballtreffer in der 90. Minute feierte der Brasilianer nach halbjähriger Verletzungspause ein gelungenes Comeback.

Bayern war nach einem Tarnat-Eckball in der 33. Spielminute ebenfalls durch einen Kopfball von Ersatz-Kapitän Markus Babbel in Führung gegangen. Die Führung der Hausherren hielt vor 63.000 Zuschauern allerdings gerade einmal 120 Sekunden. HSV-Neuzugang Niko Kovac konnte einen Mahdavikia-Freistoß zum 1:1 ins von Bernd Dreher gehütete Gehäuse verlängern (35.).

Die Münchner, die das Auftaktspiel ohne ihren verletzten Lenker Stefan Effenberg sowie sämtliche Neuzugänge bestritten, bemühten sich zwar um druckvolles Offensivspiel, agierten aber vor allem in der zweiten Spielhälfte weitgehend ideenlos. Der HSV gefiel im Olympiastadion durch mutige Spielweise und schnelle Konter. Nach dem 2:1-Führungstreffer in der 82. Minute durch Neuzugang Roy Präger standen die Hanseaten dann auch kurz vor einem überraschenden Auswärtserfolg, ehe Elbers 2:2 den Bayern wenigstens noch einen Punkt sichern konnte. 


 
 
Sat1 ran online schreibt folgenden Bericht:
Elber rettet den strauchelnden Meister 
So kann Bayern München die Titelverteidigung getrost schon jetzt abschreiben. Nur mit viel Glück war es dem Meister vergönnt, gegen den starken Hamburger SV wenigstens einen Punkt zu retten - und das auch noch vor heimischer Kulisse. Giovane Elber erlöste bei seinem ersten Einsatz nach der sechsmonatigen Verletzung seinen Klub Sekunden vor dem Abpfiff per Kopf. 2:2 lautete das Ergebnis einer Partie, die ohne weiteres zur Kategorie Spitzenspiel gezählt werden kann 
Vor allem die Zweikämpfe zwischen Mehdi Mahdavikia und Bixente Lizarazu waren das Eintrittsgeld wert. Die beiden pfeilschnellen Flügelspieler lieferten sich packende Duelle in Serie. Doch auch ansonsten kamen die 60.000 im Olympiastadion voll auf ihre Kosten. Nach verhaltenem Beginn war es der FC Bayern, der zum ersten Mal in die Maschen des Gegners traf. Tarnats Ecke köpfte Markus Babbel am langen Pfosten ein (33.). HSV-Kapitän Martin Groth hatte dem Manndecker viel zuviel Platz gelassen. Aber Hamburg antwortete postwendend. Freistoß Mehdi Mahdavikia von links, verunglückter Kopfball Niko Kovac, der Ball sprang von seinem Oberschenkel ins Tor (35.). 
FCB-Keeper Bernd Dreher sah hier alles andere als gut aus, agierte zu zögerlich. Bis zur Pause und auch in der Folgezeit taten sich die Bayern nun immer schwerer. Der HSV überzeugte spielerisch, taktisch und kämpferisch, war über weite Strecken die bessere Mannschaft. Ottmar Hitzfeld reagierte spät, brachte Mario Basler (68.) und Giovane Elber (74.), um die Offensive zu stärken. Das sollte sich auszahlen, aber noch nicht sofort... 
Denn die Norddeutschen hatten im Anschluss noch mehr Platz, ihre Feldüberlegenheit steigerte sich zusehends. Und das wurde belohnt: Einen der nicht seltenen unachtsamen Augenblicke der Bayern-Abwehr und die nachfolgende Verwirrung nutzte Roy Präger eiskalt zur Führung (84.). 

Der äußerst glückliche Ausgleich gelang ausgerechnet Giovane Elber (90.), der sich vor sechs Monaten beim Spiel in Hamburg nach einem Zusammenprall mit Hans-Jörg Butt verletzt hatte. In der letzten Minute verwandelte er eine Ecke von Basler per Kopf. 


 
DSF schreibt folgenden Spielbericht:
Rückkehrer Elber rettet Meister Bayern München 
Der lange vermißte Giovane Elber verhinderte mit seinem Tor Sekunden vor dem Spielende eine Auftaktpleite für den deutschen Meister Bayern München auf dem Weg zur Titelverteidigung. 
Im seinem ersten Pflichtspiel nach einem halben Jahr Verletzungspause erzielte der brasilianische Bundesliga-Rückkehrer mit einem Kopfball in der 90. Minute den Ausgleich zum 2:2 (1:1) des Rekordmeisters gegen Lieblingsgegner Hamburger SV. München blieb damit auch im 31 Pflichtspiel in Folge im Olympiastadion unbesiegt. 

Der HSV stand nach dem 2:1-Führungstreffer von Neuzugang Roy Präger in der 82. Minute vor dem erst zweiten Sieg der Hanseaten bei den Bayern in Bundesliga nach dem legendären 4:3 am 24. April 1982. 

Die Bayern gingen in der 33. Minute nach einem Eckball von Michael Tarnat durch einen Kopfballtreffer von Markus Babbel (im Bild mit Nico Kovac) in Führung. 

Die Hamburger glichen nur zwei Minuten später aus, als Neuzugang Niko Kovac einen Freistoß des starken iranischen Neuzugangs Mehdi Mahdavikia ins Tor der Münchener verlängerte. 

Bezeichnend für die anfangs stürmische, anschließend muntere, in der zweiten Halbzeit allerdings mäßige Partie war, dass alle drei Treffer aus Standardsituationen entstanden. 

Zwar bemühte sich auf Münchener Seite Mehmed Scholl nach Kräften, Linie in das zu bringen. Der Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld war aber vor 63.000 Zuschauern im Münchner Olympiastadion das Fehlen von Denker und Lenker Stefan Effenberg deutlich anzumerken. 

Auf den Mannschaftskapitän mussten die Münchner zum Saisonstart ebenso verletzungsbedingt verzichten wie auf Stammtorhüter Oliver Kahn, Paulo Sergio und Samuel Kuffour. Von den für 30,5 Millionen Mark eingekauften Neuzugängen (Sergio, Santa Cruz/gesperrt, Andersson und Wiesinger) kam keiner zum Einsatz. 

Der Hamburger SV gefiel vor allem in der ersten Halbzeit durch seine mutige Spielweise. Das Mittelfeld wurde schnell und schnörkellos überbrückt, die gefährlichsten Angriffe leitete dann meist Neuzugang Mahdavikia ein, mit dem der französische Weltmeister Bixente Lizarazu bisweilen erhebliche Probleme hatte. 

Als die Partie in der zweiten Halbzeit vor allem aufgrund des ideenlosen Münchner Angriffsspiel verflachte, hatten die Hamburger allerdings Angst vor der eigenen Courage und nutzten die Schwächen des Rekordmeisters nicht konsequent genug aus. 

Bei den Gastgebern gefiel neben Scholl vor allem Ersatz-Kapitän Babbel. Auffälligster Spieler bei den Hamburgern war neben dem quirligen Mahdavikia Mannschaftskapitän Martin Groth, der im Mittelfeld souverän für Ordnung sorge. 

Bayern München - Hamburger SV 2:2 (1:1)

München: Dreher - Linke, Babbel, Lizarazu - Matthäus (63. Strunz) - Salihamidzic (67. Basler), Jeremies (72. Elber), Tarnat - Zickler, Jancker, Scholl 

Hamburg: Butt - Panadic, Gravesen, Kovac, Hertzsch - Groth, Cardoso (90. Ernst), Grammozis - Mahdavikia, Yeboah (73. Hashemian), Präger 

Schiedsrichter: Dr. Merk (Kaiserslautern) 

Tore: 1:0 Babbel (33.), 1:1 Kovac (35.), 1:2 Präger (82.), 2:2 Elber (90.) 

Zuschauer: 63.000 (ausverkauft)

Gelbe Karten: Scholl, Jancker - Cardoso


 
XENON mailte mir folgenden Spielbericht:
"HIER REGIERT DER H-S-V !!!" Fünf Minuten vor Abpfiff machte unsere Crew den  Bazis deutlich, was der neue HSV aus ihrem angeblich so starken FC Bayern gemacht hatte. Der HSV spielte teilweise tollen Kombinationsfußball, führte die hochbezahlten Herren des FC Hollywood vor und führte hochverdient bis zur  ca. 98 Minute. Überzeugend war vor allem die taktische Einstellung der Mannschaft, die Angriffe immer wieder schon in der Entstehung unterband und dann durch schnelles und intelligent vorgetragenes Flügelspiel die Bayern-Abwehr in große Verlegenheit stürzte. Zwei Gegentore beim FCB sind sicherlich nicht zuviel, allein das Timing störte. Es hätte ein historischer Tag werden können, doch verdeutlichten die Fehler der letzten Sekunden einmal mehr, daß es noch zu früh ist, in blinde Euphorie auszubrechen. Dennoch: Auf diese Leistung kann man aufbauen.