Bundesliga, 8. Spieltag, Samstag, 16.10.1999, 15:30 in Hamburg bei schönem, sonnigen Herbstwetter:

Hamburger SV - SC Freiburg 2:0 (1:0)

Ich habe ein eher durchwachsenes HSV-Spiel gesehen zu dem mir auch gar nicht so viel zu schreiben einfällt.

Das Spiel war insgesamt sehr arm an Torchancen.

In der ersten Halbzeit hatte der HSV das „Heft des Handelns“ ganz klar in seiner Hand. Die Breisgauer wurden lange Zeit regelrecht in ihre Hälfte eingeschnürt. Allerdings gab es dabei nicht eine 100%ige nach der anderen für den HSV. Die Freiburger waren nur eben nicht in der Lage, sich aus Ihrer Hälfte zu befreien.

Für den Führungstreffer unseres HSV mußte einmal mehr unser Keeper Butt hinhalten. Na klar – ein Elfer für uns. Ernst wurde beim Eindringen in den Strafraum auf Linksaußen von Kohl zu Fall gebracht und der Schiri entschied auf Elfer. Im Stadion sah es für mich nach einem klaren Foul aus; ich hätte nur nicht entscheiden mögen, wo es genau war. Die Fernsehbilder von Sat1 konnten mir da leider auch keinerlei Aufschluß geben.

Butt verwandelte den Elfer im Duell gegen unsere Ex-Keeper Richie Golz, gegen den er bisher auch seinen einzigen Fehlschuß hatte, sicher. Die verdiente 1:0 – Führung. Der HSV hatte auch danach noch einige Chancen; es gab aber auf beiden Seiten doch wenig zwingendes. Eine Großchance hatten dann auch noch die Freiburger, doch Iaschwili verzog den Ball aus aussichtsreicher Position neben das Tor.

In der zweiten HZ wurden die Freiburger dann spielstärker. Allerdings kann ich mich nicht an eine hervorragende Chance der Breisgauer erinnern. Das kann mein schlechtes Gedächtnis sein; glaube ich aber nicht. Sie spielten zwar teilweise recht gefällig, aber ohne Zug zum Tor.

Der HSV seinerseits griff allerdings auch meist sehr unkontrolliert an. Wir konnten dann allerdings doch noch zum erlösenden 2:0 kommen. Cardoso schoß einen Freistoß aus wohl über 30 Metern von der rechten Außenseite in den Strafraum. Man konnte richtig schön sehen, wie sich Panadic in Position brachte. Dabei wurde er auch überhaupt nicht behindert und konnte so recht unbedrängt zum 2:0 einköpfen.

Nun war das Spiel gelaufen.

Nicht gefallen hat mir die Stimmung in der 2. HZ im Stadion. Als es nicht so lief, gab es wieder großes „Grummeln“ auf den Sitzplätzen um mich herum. Bei jeder Ballberührung von Dembinski war den vielen Klugscheißern um mich herum schon vorher klar, daß es ja so und so nichts werden könne. Dembina hatte bestimmt keinen großartigen Tag, aber ich hasse diese voreingenommenen Leute. Besonders auf den Sitzplätzen ist das auch ganz schlimm. Die Leute sollten mal aufwachen. Der HSV hat zwar nicht überragend gespielt, aber er hat das Duell des 2. gegen den 4. der Bundesliga dann ja doch recht souverän für sich entschieden. Bei den Bayern hätte man gesagt „sie haben Ihren Sieg cool nach Hause geschaukelt und nicht mehr getan als nötig“.

In diesem Sinne:

Alles wird gut !!!!

Meine Einzelbewertungen:

Butt: Hatte nichts zu halten. Ich kann mich nicht erinnern, daß er einen ordentlichen Torschuß parieren mußte. Beim Elfer war er gewohnt cool. Hat zwar nichts falsch gemacht im Spiel, konnte sich aber auch nicht auszeichnen. Note 3

Hertzsch und Pana: waren beide recht unauffällig und hatten Ihre Gegenspieler voll im Griff. Note 3.

Hoogma: klärte einige Male souverän. Noch einen Tick besser als seine Manndecker. Note 2

Ernst: mit Licht und Schatten. Längst nicht so auffällig und spielbestimmend wie früher. Aber eine ordentliche Leistung. Note 3 –

Gravesen: hat mir sehr gut gefallen. Spielte diesmal im rechten Mittelfeld und fiel durch seine kämpferische Leistung auf. Da kann ich auch noch gerne 2 Wochen auf Groth warten und hoffe, daß Gravesen die nächsten Spiele ähnlich gut spielt. Note 2

Grammozis: Diesmal sehr unauffällig. Allerdings mißfällt mir weiterhin, daß er öfter in so aussichtslose Dribblings gegen mehrere Gegner läuft. Note 4

Cardoso: lenkte das Spiel. Allerdings war auch er über weite Strecken des Spiels kaum zu sehen. Dafür aber an fast allen guten Szenen irgendwie beteiligt. Note 3

Präger: bekommt nach seiner 5. Gelben Karten nun ein Spiel Pause. Vielleicht tut ihm diese auch mal ganz gut. Er kämpft zwar zumindest immer sehr viel, aber spielerisch läuft es momentan nicht so. Note 4

Dembinski: Durfte wegen der aktuellen Formschwäche von Mahdavikia wieder einmal von Beginn an ran. Konnte sich aber nicht sehr aufdrängen. Ich fand ihn zwar nicht besonders gut, kann aber trotzdem all die Zuschauer nicht verstehen, die dann in jeder Szene meckern. Da wird dann gar nicht mehr hingeschaut. Die sind sich schon vorher sicher, daß Dembina da wieder scheiße gebaut hat. Egal, ob er da ganz allein gegen 3 Mann stand oder nicht. Naja, besonders gut war er wirklich nicht. Note 4

Yeboah: Gefiel mir heute wieder deutlich besser. Es wirkt für mich so, als hätte er nun seine alte Spritzigkeit wiedergefunden. Er konnte seinem Gegner mehrmals weglaufen und hatte einige Torchancen. Leider vergebens, aber trotzdem : Note 2

Mailt mir auch Euren Kommentar.
Ich pinne ihn dann hier unten dran und Ihr könnt noch in Jahren lesen, was Euch einstmals bewegte.



 
DSF schreibt folgenden Bericht: 
Butt eiskalt - HSV weiter auf Platz zwei 

Er bleibt einer der sichersten Strafstoßschützen der Bundesliga. Hans Jörg Butt hat wieder zugeschlagen und sein insgesamt zehntes Elfmetertor erzielt. 
Dank der gelungenen Elfmeter-Revanche des HSV-Torwarts gegen seinen Vorgänger Richard Golz (22.) und eines Kopfballtreffers von Andre Panadic (74.) kam der Hamburger SV im Bundesliga-Spitzenspiel gegen den SC Freiburg zu einem mühsamen 2:0 (1:0)-Erfolg und behauptete damit den zweiten Tabellenplatz.

Für die Breisgauer war es die erste Bundesligapartie ohne eigenen Treffer. Die Begegnung vor 38.529 Zuschauern wurde dem Anspruch einer Spitzenpartie zwischen dem Zweiten und dem Vierten nicht gerecht. Während die Gäste in der ersten Halbzeit nur eine nennenswerte Aktion nach vorne hatten und in der Abwehr „schwammen", wurden die Hamburger mit zunehmender Spielzeit immer unsicherer. 

Der Treffer von Panadic nach einer Freistoßflanke von Rodolfo Cardoso ließ Trainer Frank Pagelsdorf mehrere Steine vom Herzen fallen. Die Hanseaten sind damit im neunten Heimspiel in Folge ungeschlagen und erzielten zum siebten Mal hintereinander mindestens zwei Treffer vor eigener Kulisse. 

Nach einem Rempler von Ralf Kohl gegen Fabian Ernst deutete Schiedsrichter Florian Meyer aus Braunschweig auf den Elfmeterpunkt. Butt hatte damit die Gelegenheit, Revanche an Golz zu nehmen, der bislang als einziger Keeper einen Strafstoß des Hamburgers parieren konnte.

Diesmal ließ Butt seinem Vorgänger im HSV-Gehäuse jedoch keine Chance und traf zum dritten Saisontreffer. Die Führung war die erste nennenswerte Szene im ersten Durchgang. Anschließend kamen die Hamburger besser ins Spiel, wirkten im gegnerischen Strafraum allerdings oft nicht konsequent genug. 

Golz verhinderte bei einer Chance von Anthony Yeboah das mögliche 2:0. Nach dem Wechsel spielten die Freiburger wesentlich offensiver. Zu Großchancen kamen sie jedoch nicht. 

Einzig Alexander Iaschwili (38., 52.) hatte zwei Gelegenheiten. Der Holländer Nico Jan Hoogma als stabilisierender Faktor einer teilweise unsicheren Deckung sowie Spielmacher Cardoso ragten beim HSV heraus. Bei den Gästen gefielen Subaya Baya und Kohl. 

Das Spiel in Zahlen:

Hamburger SV - SC Freiburg 2:0 (1:0)

Hamburg: Butt - Hertzsch, Hoogma, Panadic - Gravesen (72. Fischer), Ernst, Cardoso, Grammozis (90. Simunic) - Präger (87. Doll), Yeboah, Dembinski

Freiburg: Golz - Hermel - Schumann (46. Konde), Müller - Kohl (76. Bruns), Zeyer, Baya, Weißhaupt (76. Günes), Kobiaschwili - Sellimi, Iaschwili,

Schiedsrichter: Meyer (Braunschweig) 

Tore: 1:0 Butt (22., Foulelfmeter), 2:0 Panadic (74.)

Zuschauer: 38.539 

Gelbe Karten: Hertzsch, Grammozis, Präger - Müller, Kobiaschwili 


 
Sat 1 ran berichtet:
 HSV setzt sich an Tabellenspitze fest 
Der HSV hat sich für die Pokalschlappe in Mainz rehabilitiert. Mit einer durchschnittlichen Leistung gewannen die Hanseaten vor 35.000 Zuschauern im Volksparkstadion gegen den Tabellennachbarn SC Freiburg mit 2:0 und verteidigten ihren zweiten Tabellenplatz hinter Spitzenreiter Dortmund. Hans-Jörg Butt durch Elfmeter in der 22., sowie Andrej Panadic per Kopf in der 74. Minute erzielten die Treffer für die überlegenen Hamburger.
Die Torfabriken der Liga - Hamburg mit 17, Freiburg mit 15 Treffern - sorgten zu Anfang für gegenseitigen Respekt. Dementsprechend verhalten war ihr Beginn. Der HSV übernahm allmählich die Initiative und konnte sich erste Möglichkeiten erspielen. In Minute 22 war es dann soweit, der Hamburger Druck mündete in die Führung. Nach schönem Pass von Cardoso lief Ernst in den Freiburger Strafraum und wurde von Kohl zu Fall gebracht. Der fällige Strafstoss war für "Goalgetter" Butt eine sichere Sache. 
Bis zum Ende der ersten Halbzeit waren die Hausherren durch ihre beiden agilen Sturmspitzen Yeboah und Präger dem zweiten Treffer näher als die enttäuschenden Freiburger, die nur einmal durch Iashvili (37.) wirklich gefährlich vor das gegnerische Tor kamen.
Die Halbzeitansprache von Trainer Volker Finke muss sehr deutlich gewesen sein. Seine Freiburger übernahmen die Initiative und zwangen die Hausherren in die eigene Hälfte zurück. Der SC kombinierte gefällig, konnte jedoch keine klaren Torchancen herausspielen. Danach waren die Hanseaten wieder am Zug, drängten ihrerseits auf den zweiten Treffer. In der 74. Minute war es soweit: Nach schöner Freistoßvorlage von Cardoso war Sellimi nicht nah genug bei seinem Gegenspieler Panadic, der unbedrängt zum entscheidenden Treffer einköpfen konnte. Das Spiel war gelaufen, Freiburg hatte der drohenden Niederlage nichts mehr entgegenzusetzen.

Fakten:
Mahdavikia nur auf der Bank
Neuzugang Mehdi Mahdavikia saß erstmals bei seinem neuen Klub nur auf der Bank. Im Gegenzug erhielt Jacek Dembinski zum ersten Mal in dieser Saison seine Chance von Beginn an. 

Älteste Freiburger Elf in 1999
Trainer Finke vertraute der ältesten Anfangsformation der Freiburger in diesem Jahr. Das Durchschnittsalter betrug 27,4 Jahre. Ein höheres Durchschnittsalter hatte Freiburg zuletzt am 15.11.98 im Heimspiel gegen 1860 München. 

Der SC Freiburg lag erstmals hinten
Zum ersten mal in dieser Saison gerieten die Freiburger in Rückstand. Tzuvor führte man in allen 7 Spielen mit 1:0. 

Butt nervenstark
Torwart Hans-Jörg Butt behielt im Duell gegen den Ex-HSV Keeper Richard Golz die Nerven und verwandelte zum 1:0. Von jetzt 11 Strafstößen verwandelte Butt 10! Nur ein Torwartkollege behielt gegen Butt die Oberhand und hielt. Es war Golz am 03.10.98 im Spiel Freiburg - Hamburger SV beim 0:0. 

Schlaglichter:
Bello Bellisimo
Rodolfo Esteban Cardoso, genannt Bello, hatte auf Seiten der Hamburger die mit Abstand meisten Ballkontakte und nutzte diese zu sieben Torschußvorlagen - darunter der Assist zum 2:0. 

Stürmische Abwehr
Die Abwehrriesen Hoogma und Panadic zeigten mit ihren sechs Torschüssen doppelt so viel Offensivfreude wie die gesamte Freiburger Elf, die in 90 Minuten nur auf drei Torschüsse kam - Saisonminusrekord eingestellt. 

Yeboah mit aufsteigender Form
Anthony Yeboah zielte fünfmal in Richtung Tor - an den ersten sieben Spieltagen kam er insgesamt nur zu zwölf Torschüssen. Sein erster Saisontreffer in Ulm hat ihm deutlich Auftrieb gegeben. 

Klare Überlegenheit
Im Grunde agierte in Hamburg nur ein Team offensiv - der HSV: Die Hamburger kamen zu 25 Torschüssen, Freiburg nur zu drei. 

Kommentar: Erich Laaser
"Eine mittelmäßige Leistung reichte dem HSV gegen offensivschwache Freiburger, die mit nur drei Toschüssen den Negativrekord der Liga einstellten."  Wertung: 2 (von 4 Bällen)

Stimmen: 
Trainer Frank Pagelsdorf (Hamburger SV)
"Wir wollten die Freiburger von Anfang an unter Druck setzen und nicht zu ihrem Spiel kommen lassen. Das ist uns in der ersten Halbzeit sehr gut gelungen. Wir haben viele Bälle erkämpft und sind zu etlichen Chancen gekommen. Zu Beginn der zweiten Hälfte konnte einem aber Angst und Bange werden. Die Freiburger haben sehr viel Druck gemacht. Das 2:0 für uns ist zum richten Zeitpunkt gefallen." 

Trainer Volker Finke (SC Freiburg)
"Wir haben in der ersten Halbzeit so schlecht gespielt, dass der Rückstand in Ordnung ging. Nach dem Wechsel hatten wir eine Phase, wo wir zu einem Torerfolg hätten kommen können. Dann hätten wir etwas mit nach Hause genommen. Unter dem Strich geht der Sieg der Hamburger in Ordnung, weil wir zu wenig zustande gebracht haben." 

Story: High Noon im Volkspark
Tatort Hamburg: Wieder kam es zum Duell Torwart gegen Torwart. Wie in der letzten Saison standen sich Hans-Jörg Butt und Richard Golz nur durch elf Meter getrennt gegenüber. Der Hamburger hatte das bessere Ende für sich, sein 1:0 stellte die Weichen auf Sieg für den HSV. Brisant dabei ist die Tatsache, dass eben dieser Butt vor zwei Jahren für den Machtwechsel im Hamburger Tor sorgte und Golz auf die Bank verdrängte. Der wechselte nach Freiburg und ist dort seitdem die Nummer eins. In der letzten Saison gab es das erste Aufeinandertreffen der beiden ehemaligen Rivalen. Im Dreisamstadion war es der Freiburger Schlussmann, der Butt den ersten verschossenen Elfer seiner Bundesliga-Karriere abtrotzte. Golz hatte sich vor der Partie in weiser Voraussicht einige Elfmeter seines Gegenspielers auf Video angesehen. Damals schoss Butt nach rechts unten und vergab, heute schoss er wieder nach rechts. Doch meist entscheidet sich ein Torhüter eben spontan für eine Ecke und so steht es jetzt eins zu eins zwischen Butt und Golz.


 
Meller mailte mir folgenden Spielbericht:
Der HSV hat gewonnen!!! Wir sind nach 8.Spieltagen Zweiter, wer hätte das gedacht!!! Mit nunmehr 17 Punkten haben wir fast die halbe Miete zum Nichtabstieg ;-) !!! 

Wenn man das hochrechnet, was man nicht kann, haben wir am Ende der Runde 72 Punkte! Damit wären wir letzte Saison Zweiter geworden !

Nunja, zum Spiel!!!
Es war nicht unbedingt ein Spiel Marke Referenzklasse, aber wir haben eine überlegende Hamburger Mannschaft gesehen, die gekämpft hat und gerannt ist!
Ich bin insgesamt zufrieden, denn wir haben ein durchwachsenes Spiel gewonnen! Noch vor zwei Jahren wäre das Ding verloren gegangen!

Zu den Spielern:
Hans-Jörg Butt ist einfach nur kaltschnäuzig wie nur was ! Diese Selbstverständlichkeit mit der er den Elfmeter ins Tor schob fand ich einfach unglaublich cool!

Andrej Panadic ist echt ein Kopfballungeheuer!

Ingo Hertzsch ist in einer kleinen Krise. Aber die sollten wir ihm schon zugestehen, oder? Er hat ne gute Perspektive für die Zukunft!!

Nico-Jan Hoogma war wieder sehr zuverlässig!

Dimitrios Grammozis hat mir nicht ganz so toll gefallen, aber auch er ist noch jung und wird dem HSV noch viel Freude machen!!!

Thomas Gravesen (mein Lieblingsspieler) hat endlich wieder sein Leistungsvermögen gezeigt! Ich freue mich sehr darüber, er hat wirklich sehr gut gespielt von Unsicherheiten keine Spur mehr. Er ist ne echte Alternative! Hoffentlich sieht Pagel das auch so!!!

Rodolfo Esteban Cardoso ist wirklich klasse drauf. So einen Spielmacher haben wir gebraucht. Er hat auch diesmal wieder sehr gut gespielt. Seine Vorlage auf Panadic war Weltklasse, wie er halt ist, unser Pelu!

Fabian Ernst, unser Youngstar!!! Er ist endlich wieder der "Alte", mit seiner Leistung war er einer der besten Hamburger!
Fabian ist ein absolutes Toptalent, er sollte einen Stammplatz haben, denn er spielt auch dementsprechend ! Also Pagel: Auf jedenfall wieder aufstellen!!!

Anthony Yeboah hat recht gut gespielt. Er sah zwar manchmal schlecht aus, wurde aber auch wirklich doof von Präger angespielt ! Er hatte viele Torschüsse und manchmal echt Pech, auch seine Zweikampfwerte sind wieder besser, so wie ich das gesehen habe!!!

Roy Präger war nicht so toll drauf diesmal! Zudem bekam er wieder eine unnötige Gelbe Karte, so daß er gegen 1860 fehlt!
Er hatte aber viel Drang zum Tor, aber seine Abspiele waren schlecht! Präger wird aber wieder besser spielen!!!

Jacek Dembinski war ein Totalausfall ! Ne glatte 5!!! Ich mag Dembina aber er hat einfach nicht gut gespielt (dat is Fakt Pü, sorry) ! Aufgeregt haben mich sowohl die häufigen Abspielfehler als auch die Verzögerungen von Dembinski im Angriff! Dembina hat durch seine Verzögerungen einige Angriffe im Ansatz selbst vereitelt ! Ich habe mich wahnsinnig über Ihn geärgert!!!

So jetzt noch was allgemeines...
Ich finde es schlimm, daß soviele Leute anfangen zu pfeiffen wenn der HSV mal ein bißchen unter Druck gerät oder mal ein paar Fehler nacheinander macht!!! Das ist absolut nicht nachvollziehbar, da muß man den HSV unterstützen, gerade dann braucht er uns. Aber das kapieren nur wenige hier!!!

Alles wird gut...

Meller


 
Peter R. mailte mir folgenden Spielbericht:
Kurz gesagt hat mir das Spiel eigentlich ganz gut gefallen(klar, der HSV hat schließlich gewonnen ;-), auch wenn es doch ein eher durchschnittliches Spiel war.  Aber man muß ja bedenken, daß der HSV auch gerade etwas auf den 
absteigenden Ast(Mainz...) war und einen Sieg nötig hatte um Anschluß an die Spitze zu halten.  Von daher war ich sehr zufrieden mit dem Spiel und kann die Leute nicht verstehen, wenn sie sagen, daß es ein schwaches Spiel gewesen war, in dem der HSV nur auf Grund Freiburger Schwche die Oberhand behalten hat...  Naja, ich war halt am Ende sehr zufrieden mit der Leistung.  Aber der Reihe nach:

Ich stand mit Hattricker(Gruß an Dich, falls Du das jetzt liest), den ich dort zufällig getroffen hatte in Block 25A und der HSV begann auch erstmal wirklich recht gut, konnte aber Anfangs nicht die ganz großen Möglichkeiten an einen 
schönen Herbsttag im Volkspark herausspielen.  Fast das gesamte Mittelfeld mußte ja auf Grund von Verletzungen (Hollerbach, Groth) bzw. Sperren(Kovac) umgebaut werden, man bemerkte aber durch die Herreinnahme von Gravesen, Ernst und Grammozis wirklich keinen Qualitätsunterschied.  Im Gegenteil:  Grammozis und v.a. Ernst brachten grundsolide Leistungen und Graver knüpfte an seine beste Form an.  Ein Zeichen für die Ausgeglichenheit im HSV-Kader.  Außerdem spielte mal Dembinski von Anfang an für den formschwachen Mahdavikia, ohne letztenendes richtig zu überzeugen; aber ich glaube, auch Mahdavikia hätte nicht viel besser gespielt, wenn überhaupt.

Das erste Highlight des Spiels war eine Aktion von Präger, der am Boden liegend noch von der Strafraumgrenze einen dennoch recht gefährlichen Schuß zustande brachte, der von dem sehr freundlich begrüßten EX-HSVer Richie Golz entschärft werden konnte.  

Da aber sonst aus dem spielerischen Herraus keine großartigen Chancen herausgespielt wurden, mußte mal wieder ein Elfer herhalten, um die Führung herrauszuschießen.Dabei war Ernst im Begriff in den Strafraum einzudringen und wurde von dem Freiburger Kohl "gelegt".  Ob es ein Foul war oder nicht, und ob vor oder im Strafraum, weiß ich auch heute noch nicht und auch die TV-Bilder brachten mir darüber keine Aufklärung.  Im Stadion hätte ich wohl auch auf Elfer plädiert.  Aber egal.

Damit war mal wieder eine Geschichte geschrieben worden, wie sie nur der Fußball schreibt.  Butt trat an gegen Golz, sein Vorgänger im HSV-Tor und der bisher einzigste, der einen Elfer von Jörg entschärfen konnte.  Ich betete dafür, daß der Ball den Weg ins Tor fand und so war dann auch meine Erleichterung riesengroß, als der Ball letztenendes im Netz zappelte.  

Der HSV hatte von nun an auch weiter das Heft des Handelns in der Hand, tat aber eigentlich nur das nötigste, wobei Yeboah einige gute Möglichkeiten hatte.Eine Schrecksekunde gab es dann doch noch, als Iashwilli(schreibe ich das jetzt richtig!?!) noch eine schönen Freiburger Kombination recht frei vor Deutschlands wahren Nummer 1 stehend verzog.  Mir wars recht! 

So ging es dann zufriedenstellend in die Halbzeit.  In der 2. Halbzeit dann bot sich ein etwas verändertes Bild, denn die ersten ca. 20 Minuten der 2.Hälfte waren die Freiburger am Drücker ohne sich jedoch wirklich gefährliche Tochancen 
erarbeiten zu können.  Wenn ich ehrlich bin, kann ich mich an keinen Freiburger Torschuß erinnern.

Der HSV verlegte sich in dieser Phase mehr aufs Kontern, bevor man sich langsam aber sicher wieder besann nach Vorne zu spielen.  Es kamen zwar einige gute Kombinationen zu Stande, aber letztenendes keine richtig großen Chancen.

Dann gab es 2 Freistöße von der rechten Seite, die von Cardoso getreten wurde.Beim ersten scheiterte Yeboah sehr knapp an Golz.  Den hatte ich auch schon Zappeln sehen.

Der 2. dann brachte die entgültige Entscheidung.  Der Ball wurde von Cardoso aus ca. 40 Metern mit genialen Timing in den Strafraum geflankt, so daß sich Andrej Panadic, der sich hierzu nach Vorne geschlichen hatte "nur "noch" in Position bringen und einköpfen mußte, was er dann auch mit Bravour tat.

Damit war dann der Sieg klar, der dann auch stimmgewaltig gefeiert wurde.  Der gesamte Block 25A lieferte eigentlich während der gesamten Spielzeit einen guten Support ab.  Leider gingen die Nebenblöcke viel zu wenig mit, vom ganzen Stadion auch ganz zu schweigen.

Erwähnenswert war dann noch die Einwechslung von Thomas Doll, der dann auch nach einen schönen Konter die Vorlage zum 3-0 von Dembinski gab- dachten alle.  Leider war es ein Abseits-Tor allerdings nicht von Dembina, sondern von den heute starken Yeboah, wobei ich nicht zu entscheiden vermag, ob das jetzt schon passives oder aktives Abseits war.  Schade, Dembinski hätte ich ein Tor gegönnt.

Das war dann auch der Schlußstrich unter einer sehr zufriedenstellenden Leistung des HSVs, die mich natürlich happy machte.  Ein schön erkämpfter Arbeitssieg, der den BVB in Sichtweite bleiben ließ.